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    Sprech-Stromkreis und Fritten
    Schaltplan Frittstromkreis

    Unter Sprechkreis ist alles zusammengefasst, was zur Übertragung der Sprache von zwei Teilnehmern benutzt wird.

    Zwischen den beiden Fernsprechern (Telefonen) verläuft der Sprechkreis über die a/b Adern der einzelnen Wähler Schalteinrichtungen. Als Hauptforderung sind hier möglichst geringe Dämpfung und eine sehr gute Symmetrie.

    Unter Symmetrie versteht man hierbei, dass der Scheinwiderstand der gesamten a-Ader gegen Erde gleich dem der gesamten b-Ader gegen Erde ist. Man spricht hier von Längs- und von Quersymmetrie.

    Die Mikrofone im Sprechkreis sind Wechselstromerzeuger, die eine ausreichende Wechselspannung (Sprechspannung) nur bei genügender Erregung abgeben. Der Erregerstrom wird hier Speisespannung genannt. Der Fernsprecher (Telefon) erhält seine Speisespannung aus dem Relais A im 1. Gruppenwähler. In den Sprechadern liegt eine ganze Anzahl von Kontakten, diese können aus edlem Metall mit Druckkontakten (Relais) und unedlen Schleifkontakten (Drehwähler) sein.

    Jeder Kontakt hat einen kleinen Widerstand. Dieser entsteht dadurch, dass nur ein kleiner Teil der scheinbaren Berührungsfläche wirklich Kontakt gibt. In der Luft entstehen an den Kontakten Ablagerungen, die zu einer erheblichen Erhöhung des Widerstands an den Kontaktflächen führen können. Das können in Einzelfällen mehrere 100 Ohm betragen. Die Folge davon ist eine Erhöhung der Dämpfung, wodurch die Sprache dann leiser wird.

    Wird jedoch an den betreffenden Kontakt eine gewisse Spannung gelegt, so wird die auf ihm liegende Fremdschicht durchgeschlagen und der Widerstand an der Kontaktstelle geht durch die sich bildende und besser leitende Brücke wieder auf einen geringeren Wert zurück. Dieser Vorgang des Durchschlagens wird auch als Frittung bezeichnet. Diese Frittung ist fast ausschließlich von der angelegten Leerlauf Spannung abhängig.

    Die während des Frittvorgangs an der Kontaktstelle herrschende Spannung wird als Frittspannung bezeichnet. Die Größe der Frittspannung hängt von dem Kontaktmaterial ab. Da der über die Kontaktstelle fliesende Strom bei kleinen Kontaktbewegungen und den damit unter Umständen verbundenen Widerstandsschwankungen die Geräuscherzeugung begünstigt, deren Stärke mit der Stromstärke anwächst. Deshalb hält man den Frittstrom sehr niedrig.

    Für den praktischen Betrieb werden zur Frittung oft Spannungen von etwas mehr als 10 V, gemessen bei offenem Kontakt, angelegt. Die Stromstärke sollte ca. 1 mA betragen.

    Rote Linie: Speise Strom für Teilnehmer A und B

    In dem Schaltplan Auszug fliesen bedeutend höhere Speiseströme für die Sprechstelle A über die Kontakte des VW, für die Sprechstelle B über die Kontakte des Leitungswählers (LW). An diesem Kontakten im Stromkreis sind keine Maßnahmen für die Frittung erforderlich.

    Die Kontaktstellen im 1.GW und 2.GW/3.GW werden nicht vom Speisestrom durchflossen.  Sie werden nur von sehr schwachen Sprechwechselströmen durchflossen. Diese sind den geschilderten Einflüssen unterworfen. Für diese Kontakte müssen Maßnahmen für die Frittung getroffen werden.

    Blaue Linie: Frittstromkreis
    Der Frittstromkreis wird durch die Widerstände R1, R2, R3 gebildet
    .

    Die Werte der Widerstände bewegen sich in der Größenordnung von 50.000 bis 200.000 Ohm




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