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    Berlin–Rheinland Teil 4  4 von 4eine Seite zurück

    Berlin–Rheinland Teil 4
    Motorwinde zum Einziehen der Kabelstücke Abbildung 6

    Fehler, die trotz der sorgfältigen Ausführung bei einem so langen Kabel gelegentlich vorkommen können, müssen im Interesse ungestörten Betriebs so schnell wie nur möglich beseitigt werden.

    Hierzu ist vor allem erforderlich, dass der Fehlerort rasch und genau bestimmt werden kann. Diesem Zwecke dienen Untersuchungsstellen, die in Abständen von etwa 30 km eingeschaltet sind. Wo es anging, hat man sie in Postämtern untergebracht, sonst in besonderen Häuschen.

    Da die Apparate auch in feuchter Luft dauernd gute Isolationswerte behalten müssen, hat man Ölisolation gewählt. Die Anordnung der Apparate ist so, dass auch wenig geübtes Personal die erforderlichen Messungen schnell und zuverlässig ausführen kann. Parallel mit den Verlegungsarbeiten gingen umfangreiche Messarbeiten. Eine Aufgabe des hierzu besonders gebildeten Messtrupps war die, darüber zu wachen, dass bei den Spleißarbeiten keine Aderverschaltungen oder andere Fehler vorkamen.

    Zu diesem Zwecke wurden alle zwischen zwei Spulenbrunnen gelegenen Verbindungsmuffen zu genau gleicher Zeit hergestellt, und zwar lagenweise. Jede fertig verbundene Lage Adern wurde durchs ganze Feld hindurch geprüft, und erst wenn sie in Ordnung befunden war, die nächste Lage begonnen. Dann wurden die Spulenkasten eingebaut und, wenn mehrere benachbarte Felder in dieser Weise fertig gestellt waren, nochmals im ganzen nachgeprüft.

    Vor der Abnahme einer größeren Strecke prüfte der Messtrupp das Kabel mit Druckluft daraufhin, ob alle Längen und Verbindungsstellen dicht waren. Eine andere Aufgabe des Messtrupps war es, die Messungen durchzuführen, die nötig waren, das störende Übersprechen von der einen Doppelleitung eines Vierers auf die andere zu beseitigen und ebenso das Mitsprechen, das durch die Einwirkung des Viererkreises auf die Stammleitungen und umgekehrt entsteht.


    Herstellung einer Verbindungsmuffe Abbildung 7

    Von der Größe der Arbeiten, die beim Bau des Rheinlandkabels auszuführen waren, mögen einige Zahlen ein Bild geben.

    • Das Gesamtgewicht des Kabels ist 12.000 t, das der Pupinspulen und zugehörigen Schutz kästen über 600 t.

    • Die Trommeln allein wogen 5.000 t. Diese Lasten zur Baustelle zu schaffen, erforderte mehr als 4.000 Eisenbahnwagen, die leeren Trommeln und anderen Geräte usw. zurückzubefordern, etwa 1.500 Wagen.

    • Zur Verteilung auf der Baustrecke waren etwa 80.000 Kraftwagen-Kilometer auf der Landstraße zu fahren. Für die Kabelleitungen wurden insgesamt fast 120.000 km Draht verbraucht.

    Aus dem Gesagten dürfte hervorgehen, dass die Schaffung des Rheinlandkabels ein Werk ist, über dessen glückliche Vollendung die Beteiligten, insbesondere die Reichstelegraphenverwaltung und die Siemens & Halske A.-G. Genugtuung zu empfinden alle Ursache haben.

    Die entgegenstehenden Schwierigkeiten, die in der Neuartigkeit der Aufgabe und besonders in der Ungunst der Zeitverhältnisse lagen, sind überwunden und ein großer Erfolg ist erreicht:

    Unwetter, wie das eingangs erwähnte oder auch ein Schneesturm, wie er noch Anfang November v. J. die Fernsprech-Freileitungen zwischen Berlin und dem Westen auf Tage hinaus unterbrach, werden künftig nicht mehr imstande sein, den so wichtigen Fernsprechverkehr zwischen Berlin und dem Ruhrbezirk lahmzulegen.

    Ursprung: Politechnischen Journal 1922  
    Text und Bilder sind unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar


    Zeitraum  1922
    Land:  D
    Weitere Information finden Sie unter:
    Weitere Informationen verfuegbar Berlin–Rheinland Teil 3  

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