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    Kurzwellenantenne - Moosbrunn  112 von 141eine Seite zurückeine Seite vor

    Kurzwellenantenne - Moosbrunn
    Kurzwellenantenne - Moosbrunn / Österreich

    Bild von der drehbaren logarithmisch-periodische Antenne in Moosbrunn/Österreich

    Auf einem Schienenkreis mit 85m Durchmesser lässt sich diese 320 Tonnen schwere und 76 m hohe Antenne in jede Himmelsrichtung drehen.

    Bilddatum: 2006 November
    Lizenz: Public Domain




    Die Speisung der Antenne erfolgt über die Drehachse.
    Bilddatum: 2006 Mai Bildquelle: Dampfradio


    Sender Moosbrunn

    Der Sender Moosbrunn ist eine Großsendeanlage der Österreichischen Rundfunksender GmbH nahe Moosbrunn (Niederösterreich). Die Sendeanlagen gehören zu den leistungsstärksten Mittel- und Kurzwellensendern in Europa

    Geschichte

    Ende der 1950er-Jahre kaufte der Österreichische Rundfunk (ORF) in Moosbrunn ein ca. 80 Hektar großes Gelände zum Bau einer Kurzwellensendeanlage. Moosbrunn liegt nur etwa rund 25 km südlich von der ORF-Zentrale in Wien. Das Gelände südlich des Ortes Moosbrunn ist sumpfig mit einer Reihe von Feuchtwiesen. Für die Ausbreitung von Kurzwellensignalen ist dieser Umstand ideal.

    Zunächst erfolgte die Verlegung von fünf alten Kleinsendern, über die seit ca. 1950 Kurzwellensendungen ausgestrahlt, wurden vom bisherigen Standort Bisamberg nach Moosbrunn. Die Sender waren zunächst in einer provisorischen Baracke untergebracht, nahmen aber kurz vor Weihnachten 1959 den regulären Programmbetrieb auf.

    Ein neuer Sender mit 100 kW Leistung ging am 4. September 1960 in Betrieb. Zunächst wurde dieser Sender allerdings gedrosselt auf 50 kW betrieben, da die örtliche Stromversorgung noch nicht für höhere Leistungen ausgelegt war. Der neue Sender wurde an einer ebenfalls neu errichteten Rundstrahl-Reusenantenne betrieben. Ab 1961 kamen Rhombus-Richtantennen mit fünf Abstrahlrichtungen nach Übersee in das Antennen-Repertoire hinzu.

    Im Herbst 1964 begannen die Bauarbeiten für ein dauerhaftes Sendergebäude. Nach langfristiger Planung sollte das Gebäude für einen späteren Ausbau der Anlage bis zu zehn Sender fassen können. Die Betriebsaufnahme der ersten beiden Sender von je 100 kW Leistung in diesem Gebäude erfolgte schließlich am 1. Mai 1966. Der 50 kW-Sender aus dem Provisorium übersiedelte ebenfalls in das neue Haus und wurde auf 100 Kilowatt aufgerüstet. Er ging am 5. März 1967 in Betrieb. Zu Jahresbeginn 1969 nahm ein vierter Sender mit 100 kW Leistung den Betrieb auf. Die fünf alten Sender aus dem Provisorium wurden abgebaut.
    In den 80er Jahren erfolgte ein weiterer Ausbau: Drei neue leistungsstarke Antennenanlagen (Drehstandantenne, Doppelwandantenne, Quadrantantenne) sowie der erste 300/500 kW-Sender gingen 1983 in Betrieb. Damit wurden die Empfangsmöglichkeiten von Radio Österreich International erheblich verbessert.

    1984 wurde der in Aldrans bei Innsbruck demontierte 10 kW-Sender nach Moosbrunn gebracht und aufgebaut. Ein zweiter 300/500 kW-Sender von AEG-Telefunken vervollständigte im Dezember 1987 die Aufrüstung der Sendeanlage.

    Zu Jahresbeginn 1993 wurden die vier alten 100 kW Sender (von 1966, 1967 und 1969) mit neuen Steuersendern ausgerüstet. Zwei der alten 100 kW-Sender standen jedoch ab diesem Zeitpunkt nur als Ersatz bei Wartungsarbeiten und als Reserve im Störungsfall zur Verfügung. Im September 2000 erfolgte die letzte große Renovierung der Anlage und zwei neue Sender des Herstellers Thomcast gingen in Betrieb. Diese Sender sind mit einer schnellen Schaltungstechnik ausgestattet und erlauben dadurch digitale Ausstrahlungen.

    Aktuelle Ausstrahlungen

    Nachdem der Österreichische Rundfunk (ORF) 2009 ein straffes Sparprogramm vorlegte, sollten zunächst alle Kurzwellenausstrahlung gestrichen werden. Tatsächlich wurden 2010 einige der Ausstrahlungen beendet und Frequenzen eingestellt, jedoch werden folgende Frequenzen nach wie vor bedient:

    • Richtung Europa auf 6155 kHz, morgens in AM (300 kW)
    • Richtung Asien (Fernost) und Australien auf 18910 kHz, morgens in AM (100 kW)

    Alle Ausstrahlungen sind Übernahmen des Inlandsprogramms „Ö1“. Sendezeit wird an verschiedene Programmproduzenten vermietet.

    Seit dem 2. Mai 2005 wurden Sendungen in DRM (Digital Radio Mondiale) ausgestrahlt. Ein Sender mit 50 kW im 31 m-Band in Richtung UK (295°) kam mit Programmen von Fremdanbietern zum Einsatz. Überdies wurde das ORF-Programm abends auf 6155 kHz in Rundstrahlung digital ausgestrahlt.

    Sendetechnik

    Moosbrunn I
    Der Sender Moosbrunn I besteht aus zwei THOMCAST 2100D DRM Sender mit eine Leistung von 50 kW.

    Moosbrunn II
    Zwei 300/500 kW-Sender für Mittel- und Kurzwelle stehen hier zur Verfügung. Hier werden auch die vier 100 kW-Sender aus den 60er Jahren vorgehalten.

    Antennen

    Auf dem Gelände der Sendeanlage stehen mehrere Antennensysteme für die Sender zur Verfügung. Neben mehreren Log-Periodic-Antennen befindet sich auch das größte Richt-Antennensystem Europas in Moosbrunn.

    1. Kleine Reusenantenne für Rundstrahlung
    2. Große Reusenantenne für Rundstrahlung
    3. Drehbare logarithmisch-periodische Antenne
    4. Quadrantantenne (2 Systeme für 49 m bzw. 41/31 m)
    5. Doppelwandantenne 85° und 265°
    6. Drehstandantenne

    Bis Ende 2008 standen auf dem Gelände auch vier Rhombusantennen, die wegen der Kürzung des Programms seitens des ORF überflüssig wurden und abgebaut wurden.

    Quelle Wikipedia: Creative Commons-Lizenz  Stand: 7.3.2013

     


    Zeitraum  2006
    Land:  D

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