Bayern Online EDV Administration Internet Hosting Email Archivierung und Historische Fernmeldetechnik Bayern Online EDV Administration und Historische Fernmeldetechnik EDV Service | Historische Fernmeldetechnik | Bildersammlung
Suchen
info@bayern-online.com
Tel: 0160-6753587


 

Webseiten
  • Homepage
  • Was ist Neu
  • Suchen
  • Suchen - Neu
  • Spritkosten Berechnen
  • Impressum
  • AGB
  • Haftungsausschluss
  • Sitemap
  • Login
  • Marktplatz

  • Kategorien
     > Telefontechnik
       Geschichte Telekommu..
       Lexikon
       Vorwort
       Chronik des Fernmeld..
       Abkürzungen
       Videos
       Hauptbauteile
       >> Landesfernwahl
       Systeme Liste
       Verbreitung in Europ..
       Bilder
       Stromversorgung
       Animationen
       Links
       2 Sprechstellen mit..
       Vorfeldeinrichtungen
       Rund um die Telefont..
       Schaltungen
       Zusatzeinrichtungen
       Verbindungen
       Fernsprechauskunft
       Biografien
       1909 bis 1922
       Reichspostsystem - B..
       System Dietl Wien
       System 22
       System 27
       System 29
       System 31
       System 34
       System 40
       Wählsystem 48
       Wählsystem 48M
       System 50
       System 55 (EMD)
       System EMK
       Endamt 57
       System 58
       Endämter mit Koordin..
       Technische Dokumenta..
       Fachbuch 40 Jahre Fe..
       Fachbuch Das Rheinla..
       Das Fernsprechkabel ..
       Fachbuch Feyerabend
       Cyclopedia Telephony..
     Bilder
     Webmail Zugang
     Netzwerk EDV Service
     Email-Hilfe
     Schaltpläne
     Rundfunk

     
    Homepage > Telefontechnik > Landesfernwahl
    Tonwahl Teil 2  39 von 40eine Seite zurückeine Seite vor

    Tonwahl Teil 2
    Diagramm Fehlimpulshäufigkeit pro Gesprächsunde

    Das rechte Bild zeigt als Beispiel die Fehlimpulszahlen eines Einfrequenz-Tonempfängers für den hauptsächlich interessierenden Frequenzbereich zwischen 2.000 und 3.000 Hz.

    Die vom CCI neuerdings empfohlene Fehlimpulszahl von kleiner gleich 10 innerhalb von 100 Gesprächsstunden bei einer Dauer von größer oder gleich 55 ms wurde bei den Frequenzen bis 2.400 Hz ohne Reserve, bei den Signalfrequenzen um 3.000 Hz dagegen mit mehr als 10-facher Sicherheit eingehalten. Die auffallende Abnahme der Störhäufigkeit bei Signalfrequenzen über 2.400 Hz bestätigte, dass die Wahl einer hohen Signalfrequenz die richtige Entscheidung war.

    Je schärfer die Abstimmung auf die Zeichenfrequenz vorgenommen wurde, umso größer wurde auch die zu erwartende Verzerrung der Zeichengabe. Man hatte daher angestrebt, den Sprachschutz nicht zu übertreiben, sondern durch andere Vorkehlungen zu ergänzen, um die Störimpulse mit ausreichender Sicherheit zu unterbinden.

    Die meisten Störimpulse, die durch Sprache erzeugt werden. weisen eine sehr kurze Länge auf. Siehe dazu das Bild auf der rechten Seite.

    Störimpulse von 100 ms Länge treten 100 bis 1000 mal seltener auf als solche von 1 ms Länge. Gelingt es. die kurzen Impulse bis etwa 50 ms Länge unschädlich zu machen, d. h. die Auslösung eines Schaltvorganges zu unterbinden, dann war die Gefahr einer zur Auswirkung kommenden Störung sehr gering. Verschiedenen Schaltungstechnische Maßnahmen erfüllen diese Aufgabe.


    Stromlaufplan Ton UE-g vereinfacht

    Der Auswertevorgang wurde so gestaltet, dass nur die Signale eine Wirkung ausübten, die eine bestimmte Mindestlänge aufweisen konnten. Der schaltungstechnische Schutz wurde in so erzielt, dass dem ersten Zeichen einer Impulsfolge ein gleiches Zeichen als Vorsignal hinzugefügt wurde.

    Während bei allen bisher bekannten Tonwahlverfahren der Vorimpuls als selbständiges Signal übertragen wurde und eine Verschlüsselung nötig machte, ist es mit diesem Verfahren gelungen, den Grundsatz der Impulstechnik mit einfachen Impulsen einzuhalten. Das Vorsignal wurde verdeckt im Hauptsignal untergebracht.

    Man begnügte sich mit einer gesetzmäßigen künstlichen Verzerrung, der eine Entzerrung auf der Empfängerseite folgte. Jeweils der erste Impuls einer Impulsreihe wurde in der Tonübertragung für ankommenden Verkehr (Ton Ue-k) um rund 50 rns auf die ursprüngliche Länge gekürzt. Eine einfache Zeitbedingung ersetzte die bisherigen verwickelten Verschlüsselungsverfahren, ohne das die Wirksamkeit eingebüßte wurde. Die große Bedeutung dieser Lösung lag darin, dass die stoßfreie Zeichenübertragung der Impulstechnik gewahrt blieb.

    Technisch gesehen war das Verfahren sehr einfach. Durch Inversion wurden die Impulse in der TonUe-g zeitlich verschoben ausgesandt, mit der Ausnahme, dass der erste Impuls einer Reihe neben seiner Inversen Form auch in seiner ursprünglichen Gestalt übertragen wurde. Der erste Impuls wurde dadurch um die Zeitdauer des Ursprungsimpulses auf etwa 100 ms verlängert. In der TonUe-k wurde eine Impulsreihe nur dann als solche ausgewertet. wenn del erste Impuls dieser Reihe mindestens 50 ms lang war.

    Kürzere Impulse üben dadurch keine schaltungstechnischen Wirkungen aus. Sie betätigen wohl das Tonempfangsrelais, wurden aber von der TonUe-k nicht als Gleichstromimpulse weitergegeben, sondern ginge ohne Auswirkung ins Leere.

    Um störende Sprachfrequenzen während der Übertragung einer Impulsreihe unwirksam zu machen, vor allem aber um Gleichstromschaltstöße von den empfindlichen Tonwahleinrichtungen fernzuhalten, wurde die Fernleitung in Richtung zur Gabel während der Impulsgabe einfach kurzgeschlossen. Störpotentiale auf der Gleichstromseite können daher nicht die Zeichengabe auf der Fernleitung beeinflussen.

    Gleichzeitig wurde die Stabilität der Verbindung dadurch verbessert.

    Die Erzeugung und Auswertung des verdeckten Vorimpulses ist im Einzelnen auf dem rechten Bild  ersichtlich.

    In der TonUe-g betätigten die ankommenden Impulse das Relais-A in der Ader-d. Es schloss die abgehende Sprechrichtung vor dem Einspeise Übertrager sofort kurz. Der Kurzschluss wurde später vom Hilfsrelais-Ah und vom Steuerrelais-V übernommen. Der erste Impuls erregte das Relais-Ah sofort und lud gleichzeitig bis zum Anzug dieses Relais einen 6 uF-Kondensator auf. War der Impuls zu Ende, dann wurd das Relais-Ah durch den Entladestrom von dieses Kondensators weiter gehalten. Der erste Tonfrequenzimpuls, der über ah auf den Speiseübertrager gegeben wurde, hatte folglich eine Länge, die dem Grundimpuls des Relais-A plus dem durch den Kondensator erzeugten Inversen Impuls entsprach.

    Das waren zusammen rund 100 ms. Mit Relais-A abgefallen, Ah aber noch angezogen, wurde nach dem ersten Impuls das Steuerrelais V abgeworfen, das auf die Dauer der weiteren Impulsreihe die unmittelbare Erregung des Relais-Ah durch den Kontakt a verhinderte, so dass die folgenden Impulse invers durch Ladung und Entladung des Kondensators gebildet wurden.

    In der TonUe-k  (unterer Teil im rechten Bild) erregte der Kontakt i des Tonempfängers (TonE) das Impulsrelais A. Dieses setzte das Hilfsrelais Ah unter Strom, dass jedoch eine durch einen Widerstand eine genau einstellbare Anzugsverzögerung von 50 ms hatte. Impulse unter 50 ms waren daher wirkungslos.

    Erst die überschießende Zeit eines Stromstoßes wird als Impuls gewertet. Ah zog an und betätigte die Impulskorrektion. Gleichzeitig wurde über ah das Steuerrelais V erregt, das während der Impulsreihe angezogen blieb und die Verzögerungsschaltung des Relais-Ah nach dem ersten Impuls aufhob.

    Das Relais-A hat hatte sofort den Vierdrahtzweig hinter dem Tonempfänger kurzgeschlossen, um zu verhindern, dass die Tonimpulse auf der Leitung weiterlaufen konnten. Das Steuerrelais V hielt den Kurzschluss für die Dauer einer Impulsreihe aufrecht. Über den Kontakt h2 wurden die Stromstöße korrigiert als Gleichstromimpulse auf die Steuerader d weitergegeben.

    Ein verdecktes Vorsignal von 50 ms Länge war auch in allen Tonzeichen für die Rückwärtsrichtung enthalten. Die normale Zeichendauer des Abrufzeichens, Wahlendezeichens, Beginnzeichens und Schlusszeichens von 175 ms wurde um diesen Betrag auf 225 ms verlängert.

    Das Besetztzeichen und Auslösequittung wurden von 750 ms auf 800 ms ausgedehnt. Die TonUe-g kürzte die Zeichen durch die Anzugsverzögerung der Gleichstromempfangsrelais E und Eh wieder auf die Sollwerte.

    Die künstliche Verzerrung und Entzerrung der Schaltkennzeichen machte alle Störimpulse bis zu einer Dauer von etwa 50 ms Dauer unschädlich. Sie übten keine Wirkung auf die Schaltung aus. Längere Störimpulse waren jedoch sehr selten. Falls diese doch einmal auftraten, sorgte das schaltungstechnische System dafür, dass die Störung in erträglichen Grenzen blieb.

    Ein durch Sprache hervorgerufener Schaltimpuls verursachte in der Impulstechnik keine Auslösung der Verbindung, sondern höchstens ein kurzzeitiges Geräusch. Denn der Impuls erreichte nach den praktischen Erfahrungen niemals die Mindestdauer des Auslösezeichens. Im Vierdrahtkreis waren die Schaltimpulse auch kaum hörbar. Denn der Gleichstromweg im Amt verlief auf gesonderten Wegen, während auf der Fernleitung die hohe Zeichenfrequenz von 3.000 Hz im allgemeinen Störgeräusch unterging. Im Zweidrahtkreis wurde dagegen durch Spannung und Erde oder durch auch durch den Wechselstrom ein hörbarer Schaltknacks erzeugt. Die Häufigkeit einer solchen Störung betrug jedoch nur 1 Störung auf auf 2.000 Gespräche.

    Während des Verbindungsaufbaues war die Wahrscheinlichkeit für das Entstehen eines Fehlimpulses größer oder gleich 50 ms so klein, dass eine Fehlverbindung durch  Sprachbeeinflussung nicht zu befürchten war.


    Weitere Information finden Sie unter:
    Weitere Informationen : Tonwahl Teil 3 Weitere Informationen verfuegbar Tonwahl Teil 3 Weitere Informationen : Tonwahl Teil 1 Weitere Informationen verfuegbar Tonwahl Teil 1

    Tonwahl Teil 2  39 von 40eine Seite zurückeine Seite vor
    Homepage > Telefontechnik > Landesfernwahl