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    Wählprüfnetz  219 von 234eine Seite zurückeine Seite vor

    Wählprüfnetz
    Prüfgruppenwähler 55v5

    Bei einer Störung beim Teilnehmer musste eine Möglichkeit geschaffen werden den Fehler schnell einzugrenzen und zu beheben.

    Zur Messung der Teilnehmeranschlussleitung und des angeschlossenen Fernsprechers wurde in der Anfangszeit der Vermittlungstechnik ein Prüfschrank mit der Teilnehmerleitung am Hauptverteiler (HVT) verbunden.

    Die zu prüfende Leitung wurde dabei am Hauptverteiler aufgetrennt und als innen und Außenleitung zum Prüfschrank geführt. Diese Anschaltung des Prüfschrankes konnte nicht automatisch geschehen, sondern es war Handarbeit angesagt. Nach der Anschaltung über den Hauptverteiler konnten mit dem Prüfschrank verschiedenen Messungen zur Fehlereingrenzung durchgeführt werden.

    • Mit dem mA Instrument (0 bis 60 mA) wurde das Impulsverhältnis am Nummernschalter geprüft

    • Mit dem Frequenzmesser (7 bis 13 Hz) wurde die Geschwindigkeit des Nummernschalters geprüft.

    • Mit Widerstandsmesser wurde der Schleifen- und Isolationswiderstand der Teilnehmerleitung gemessenen.

    • Beispiel siehe  kleiner Prüfschrank 50

    Das rechte obere Bild zeigt einen Prüfgruppenwähler in einer Vermittlungsstelle.

    Aus Gründen der Rationalisierung wurde der Entstörungsdienst des westdeutschen Telefonnetzes weitgehend zentralisiert. Zu diesem Zweck ist ein besonderes Gleichstrom-Wählprüfnetz mit eigenen Schaltgliedern aufgebaut worden. Von einem Prüfschrank konnten dann über die einzelnen Wahlstufen verschiedene Ortsnetze angewählt werden und die Teilnehmerleitungen geprüft werden. Eine manuelle Anschaltung über den Hauptverteiler war nicht mehr erforderlich.

    Der Aufbau erfolgte durch die Deutschen Bundespost in den 1950er Jahren. In diesem Zusammenhang wurden auch die zentralen Entstörungsstellen 59 eingerichtet. Das Wählprüfnetz war für den normalen Fernsprechteilnehmer schaltungstechnisch nicht zu erreichen. Ein Missbrauch war dadurch nicht möglich.

    Das Wählprüfnetz ermöglichte vom Prüftische 59 aus über eigene Wahlstufen (Prüfgruppenwähler und Prüfleitungswähler) die Anwahl aller Teilenehmeranschlussleitungen um Messungen zur Fehlereingrenzung durchzuführen. Es konnten auch die Fernsprechanschlüsse von kleinen unbesetzter Ortsvermittlungsstellen (OVSt) jederzeit angewählt und geprüft werden. (Siehe Schemazeichnung)

    Zu diesem Zweck war in jeder Vermittlungsstelle ein Prüfgruppenwähler eingebaut. Über diesen Prüfgruppenwähler konnte der für jeweils 100 Teilnehmer installierte Prüfleitungswähler angesteuert werden. Der Prüfleitungswähler wurde auch für den normalen Fernsprechverkehr mitbenutzt. 

    Er war im Vielfach so angeschaltet, dass er von dem vorhergehenden Gruppenwähler für den normalen Fernsprechverkehr als letzter Leitungswähler belegt wurde. Die gleichstrommäßige Durchschaltung der beiden Teilnehmeradern a und b über den Prüfleitungswähler konnte nur vom Prüftisch über das Wählprüfnetz veranlasst werden.

    In der übergeordneten zentralen Entstörungsstelle gab es noch einen Vermittlungsstellen-Prüfgruppenwähler (VSt-PrGW). Diesem Gruppenwähler war z.B. der Prüftisch 59 oder der automatische Prüfplatz vorgeschaltet. Mit dem VSt-PrGW wurde die gewünschte Ortsvermittlungsstelle angewählt, an welcher der zu prüfende Teilnehmer erreichbar war. Über den Prüfgruppenwähler und den Prüfleitungswähler konnte die Leitung des Teilnehmers gemessen werden.

    Bei den Wählprüfnetzen ist grundsätzlich nach Netzen mit galvanisch durchgeschalteten Leitungen und nach solchen mit abgeriegelten Leitungen zu unterscheiden. 

    In den Wählprüfnetzen wurde je nach Anzahl der OVSt bzw. Größe der Ortsnetze (ON) folgende Wähler eingesetzt:

    • Vermittlungsstellenprüfgruppenwähler (VStPrGW)
    • Durchgangsprüfgruppenwähler (DgPrGW)
    • Prüfgruppenwähler (PrGw)
    • in jedem Teilnehmer-Hundert ein Prüfleitungswähler (PrLW)

    Die Prüftische 59 wurden mit dem Wählprüfnetz bei galvanisch durchgeschalteten Leitungen über eine Gleichstromprüfübertragung (GPrUe) zusammengeschaltet. Beim Aufbau des Netzes wurde eine möglichst rufnummerngerechte Ansteuerung der zu prüfenden Anschlüsse angestrebt.

    In Wählprüfnetzen mit galvanisch abgeriegelten Leitungen wird zusätzlich ein ferngesteuerter Prüfplatz (FPrPl) eingesetzt. Dieser FPrPI entspricht in seinen Messfunktionen dem Prüftisch 59.

    Bei der galvanischen Durchschaltung zu einem Teilnehmer muste bei der Messung der Widerstand der Leitung bis zum Prüfleitungswähler von den Messwerten abgezogen werden.

    Er wird vom Prüftisch der zentralen Entstörungsstelle durch Nummernschalterimpulse angesteuert, er setzt die Gleichstrommesswerte in Wechselspannungen in Frequenzen des Sprachbandes um und sendet diese zur zentralen Stelle zurück. Diese Frequenzen konnte über eine beliebe Leitung übertragen werden. In der Zentrale wurden Wechselspannungen wieder in Gleichstromwerte umgewandelt.

    Zwischen dem Prüftisch und Wählprüfnetz ist an  Stelle der GPrUe eine Fernprüfübertragung (FprUe) eingeschaltet.

    Ebenfalls zum Wählprüfnetz gehören die Anschalteübertragungen (AnUe). Über diese AnUe wurden die Leitungen dem Prüfnetz manuell zugeschaltet, die über einen PrLW nicht erreichbar waren. Es handelte sich dabei in erster Linie um einseitig gerichtete Durchwahlleitungen und Anschlussleitungen zu Nebenstellenanlagen.

    Zur Rationalisierung der Routineprüfungen, die vom Entstörer nach Beendigung seiner Reparaturarbeit im Anschluss daran vorgenommen werden müssten, wurde der automatische Prüfplatz (APrPl) geschaffen. Der APrPI war mit verschiedenen Messschaltungen ausgerüstet. Diese führten aber nur die Grenzwertkontrollen durch und gaben dem Entstörer durch verschiedene Hörtöne eine Gut-Schlecht-Aussagen durch.

    Der APrPI wurde vom Entstörer unter einer bestimmten Ruf-Nummer angewählt. Anschließend .wurde durch  Wahl der Anschlussnummer des zu prüfenden Anschlusses eine Verbindung vom APrPI über das Wählprüfnetz zum Anschluss aufgebaut. Nach Auflegen des Handapparates wurde vom APrPI gemessen. Zur Anzeige des Messergebnisses wird vom APrPI der Anschluss angerufen. Nach Abheben des Handapparates erhält der Entstörer das Ergebnis der Messungen durch verschiedenen Hörtöne.


    Wählprüfnetz Schemazeichnung

    Das Bild zeigt das Schema des Wählprüfnetzes der Deutschen Bundespost das in den 1950er Jahren aufgebaut wurde.

    Verwendete Abküzrungen:

    Abkürzung Bezeichnung
    AnUe Anschaltübertragung
    APrPl Automatischer Prüfplatz
    DgPrGW Durchgangsprüfgruppenwähler
    FPrGW Fernprüfgruppenwähler
    FPrPl Ferngesteuerter Prüfplatz
    FPrUe Fernprüfübertragung
    GPrUE Gleichstromprüfübertragung
    HVT Hauptverteiler
    OVST Ortsvermittlungsstelle
    PrGW Prüfgruppenwähler
    PrLW Prüfleitungswähler
    VStPrGW Vermittlungsstellen-Prüfgruppenwähler
    VSt Vermittlungsstelle


    Land:  D
    Weitere Information finden Sie unter:
    Weitere Informationen verfuegbar Automatischer Prüfplatz Weitere Informationen verfuegbar Automatischer Prüfplatz
    Weitere Informationen verfuegbar Prüfen über Prüfgruppenwähler  

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