Oliver Lodge - Funkeninduktoren zur Frequenzabstimmung
Zeitraum  1897
Oliver Lodge
  • 10. Mai 1897: Oliver Lodge erhält das Patent für Anordnung mit einstellbaren Funkeninduktoren zur Frequenzabstimmung von Sender und Empfänger.

  • 13. Mai 1897: Zwischen Lavernock Point und der Insel Flatholm im Bristol-Kanal bringt Marconi eine drahtlose telegrafische Verbindung zustande.

    Auf einer zwanzig Meter hohen Klippe bei Lavernock Point wird als Empfangsstation ein dreissig Meter hoher Mast errichtet; von einer Spitze führt bis zum Fuss ein isolierter Kupferdraht an den einen Pol des Empfangsapparats, während der andere Pol durch ein langes Drahtseil, das zum Meer hinabführt, geerdet ist. Die Sendestation, eine von einem achtzelligen Akkumulator gespeister Strahlapparat in einem Bretterhäuschen, befindet sich auf der fünf Kilometer entfernten Insel Flatholm.

  • Juli 1897: In London gründet Marconi die "Wireless Telegraph and Signal Co., Ltd. Die Gesellschaft wird 1900 auf den werbewirksamen Namen "Marconis Wireless Telegraph Co." Umgetauft.


    Mit einem Funkverkehr über den Atlantik, so glaubte er, könne man den alten und teuren Seekabeln gehörig Konkurrenz machen. Seine Mitarbeiter erklären ihn für verrückt. Mit 3.500 Kilometern war die Entfernung mehr als zwanzigmal so gross wie bei den bisherigen Versuchen. Zwischen den beiden Stationen lag durch die Erdkrümmung ein 200 Kilometer hoher Wasserberg. Von der Reflektion der elektromagnetischen Wellen aus der Ionosphäre wusste man damals noch nichts.

  • Herbst 1897: In Deutschland werden die ersten drahtlosen Funkversuche durchgeführt. A. Slaby, der Marconis Versuchen in England beigewohnt hatte, und sein Assistent Graf von Arco erzielen zwischen Berlin-Schöneberg und Rangsdorf eine Reichweite von 21 Kilometern.


  • 1897: In den Vereinigten Staaten experimentiert Nicolas Tesla mit der drahtlosen Telegrafie. Der Bankier Morgan finanziert Teslas Labor in Colorado Springs und die Sendestation in Wardensclyffe. Zwischen 1897 und 1900 gelingt es Tesla, Signale über die Entfernung von ca. 1.000 Kilometern zu übertragen.

    Der deutsche Physiker Ferdinand Braun entwickelt in Strassburg die "trägheitslose Kathodenstrahl-Oszillographen-Röhre". Die später nach ihm benannte "Braunsche Röhre" macht schnelle elektromagnetische Schwingungen sichtbar. Heute ist diese Erfindung als die allgemein übliche Fernsehröhre verbreitet.


Bilder: CC-BY 4.0 File: Oliver Joseph Lodge3.jpg
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