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    Eiffelturm  6 von 11eine Seite zurückeine Seite vor

    Eiffelturm
    Nutzung des Turms für die drahtlose Telegraphie (franz.: télégraphie sans fil T.S.F.) 1914

    Der Eiffelturm ist ein 324 Meter hoher Eisenfachwerkturm in Paris.

    Er steht im 7. Arrondissement am nordwestlichen Ende des Champ de Mars (Marsfeld), nahe dem Ufer der Seine.

    • Das von 1887 bis 1889 errichtete Bauwerk wurde als monumentales Eingangsportal und Aussichtsturm für die Weltausstellung zur Erinnerung an den 100. Jahrestag der Französischen Revolution errichtet

    • Am Eröffnungstag, dem 31. März 1889, bestieg Gustave Eiffel – da der Fahrstuhl noch nicht fertiggestellt war – mit einer Delegation gegen 13:30 Uhr den Turm und hisste an dessen Spitze eine französische Trikolore, die 7 Meter lang und 4,40 Meter breit war.


    • Am 5. November 1898 konnten Eugène Ducretet und Ernest Roger eine drahtlose Telegraphenverbindung zwischen dem Eiffelturm und dem vier Kilometer entfernten Panthéon herstellen. Die elektromagnetische Informationsübermittlung blieb zunächst rein militärischen Zwecken vorbehalten.

    • Im selben Jahr wurde auf dem Eiffelturm eine Wetterwarte eingerichtet. Durch den enormen Höhenunterschied von 300 Metern war es möglich, vielfältige physikalische Experimente durchzuführen. So wurden zur Eichung von Luftdruckmessern ein übergroßes Manometer installiert, spektroskopische Messungen durchgeführt, ein Foucaultsches Pendel eingerichtet und Windgeschwindigkeit und Atmosphärentemperatur gemessen. Sogar Experimente zur Heilwirkung von Höhenluft führte man durch.


    • Für seine astronomischen und physiologischen Beobachtungen richtete Eiffel ein eigenes Büro in der dritten Plattform ein. Besondere Bekanntheit erlangten Eiffels Messungen zur Aerodynamik. Eine erste Versuchsreihe begann er 1903: Er spannte zwischen der zweiten Plattform und dem Erdboden ein Kabel, an dem er verschiedene Profile nach unten gleiten ließ.


    • 1904 konnten Zeitsignale auf der Wellenlänge 2000 Meter mit unterschiedlichen Apparaten empfangen werden.

    •  1909 erweiterte er seine Studien durch Eröffnung eines Windkanals am Fuße des Turms und einer größeren Anlage an der Rue Boileau im Jahre 1912.

    Zeitzeichen Sender


    • Ab dem 23. Mai 1910 diente der Eiffelturm der französischen Marine regelmäßig als Zeitzeichensender. Das Signal konnte nachts bis zu einer Entfernung von 5.200 Kilometern und tagsüber bis etwa zur Hälfte dieser Strecke empfangen werden. Hauptmann Ferrié machte es möglich, einen internationalen Standard bei der Zeitmessung festzulegen.

    Flugfunk-Telegrafie Sender


    • Im selben Jahr konnten erste Funkverbindungen mit Luftschiffen und ein Jahr später mit Flugzeugen hergestellt werden

    Wissenschaftliche Nutzung


    • Die wissenschaftliche Nutzung und Messungen am Eiffelturm gingen weit über die Sende- und Übertragungstechnik hinaus. Der Jesuitenbruder und Physiker Theodor Wulf (1868–1946) maß 1910 vier Tage lang an der Spitze und am Fuße des Turms die Strahlungsenergie und stellte einen signifikanten Unterschied fest, mit dem es ihm letztlich möglich war, die kosmische Strahlung nachzuweisen.
    • Während des Ersten Weltkrieges musste der französische Physiker und spätere Nobelpreisträger Louis de Broglie sein Studium zwangsweise unterbrechen und leistete seinen Militärdienst bis 1919 auf der funktelegraphischen Station des Eiffelturms ab.

    Erster Weltkrieg


    • Mit dem Beginn des Ersten Weltkrieges wurde der Eiffelturm für die Öffentlichkeit ganz gesperrt. Er hatte sich als Telekommunikationszentrum für das Militär etabliert, das dort viele feindliche Nachrichten abfing und entzifferte. Der bedeutendste Fall war die Dechiffrierung eines als Radioprogramm getarnten Funkspruchs der deutschen Streitkräfte, die zur Verhaftung der Spionin Mata Hari führte.

    Hörfunksender und Studio


    • Bereits vor dem Ersten Weltkrieg fanden erfolgreiche Tests zur drahtlosen Übertragung von Telegraphie-Signalen statt.

    • Am 24. Dezember 1921 begann nun auch das Senden von Tonsignalen. Lucien und Sacha Guitry strahlten erstmals vom Eiffelturm ihr Radioprogramm (Radio Tour Eiffel) aus. Damit schrieben sie Rundfunkgeschichte, denn die ausgestrahlte Sendung war in Europa die erste öffentliche Radiosendung.
    • Ein Jahr später, am 6. Februar 1922, wurde im Nordpfeiler ein temporäres Studio eingerichtet, aus dem Guitry, Yvonne Printemps und Direktor Ferrié sendeten.

    • Im Mai 1925 gab sich der Betrüger Victor Lustig als stellvertretender Generaldirektor des Postministeriums aus und fälschte eine Ausschreibung, die den Eiffelturm zum Verkauf anbot. Lustig schaffte es, ihn an André Poisson zu veräußern, der sich damit den Aufstieg in die Pariser Geschäftswelt erhoffte. Um Poissons anfängliche Zweifel zu zerstreuen, mimte Lustig ein Geständnis, er sei ein korrupter Beamter, der für seinen teuren Lebensstil etwas dazuverdienen wolle. Lustig tauchte nach Abschluss des Handels unter und setzte sich nach Wien ab. Als der Schwindel aufflog, zog Poisson es aus Scham vor, den Betrug nicht der Polizei anzuzeigen. Nach einem Monat versuchte Lustig den Betrug zu wiederholen. Der Käufer schöpfte jedoch Verdacht und ging zur Polizei, worauf Lustig floh.

    Wetter- und Fernsehsender


    • 1925 ließ Édouard Belin das erste Fernsehsignal vom Turm ausstrahlen. Damit wurde der Eiffelturm zum ersten Fernmelde- sowie Fernsehturm und blieb bis 1953 weltweit, wie weiter unten erwähnt, auch der höchste Turm dieser Art.
    • Im Jahr 1929 strahlte der Eiffelturm die Daten von 350 Wetterstationen aus und ermöglichte damit einen Austausch zwischen Europa, Nordafrika und den Inseln im Atlantischen Ozean einschließlich Islands und der Kapverdischen Inseln.
    • Mit der Einweihung des 319 Meter hohen Chrysler Building in New York City 1930 verlor das Pariser Wahrzeichen den Titel des höchsten Bauwerks der Welt, den es fast 41 Jahre innegehabt hatte.
    • Bis zur Fertigstellung des Tokyo Tower im Jahr 1953 blieb es noch der höchste Fernsehturm.

    • Die erste offizielle Fernsehübertragung vom Eiffelturm am 26. April 1935 um 20:15 Uhr war die Geburtsstunde des Fernsehens in Frankreich. Genutzt wurde wie schon bei den Sendungen von Édouard Belin die Technik des sogenannten „mechanischen“ und teilweise des „elektronischen“ Fernsehens. Dazu strahlte ein 500-Watt-Sender auf der Wellenlänge 175 Meter, der allerdings bald danach durch einen 10 Kilowatt starken Sender ersetzt wurde. Das Programm strahlte man in einer halbelektronischen 60-Zeilen-Norm mit 25 Bildern pro Sekunde aus, die im Dezember von einer 180-Zeilen-Norm ersetzt wurde.



    Bilder: gemeinfrei
    Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar


    Zeitraum  1989 32. März

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