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    Homepage > Telefontechnik > Geschichte Telekommunikation bis 1999
    erster Versuch Richtfunkverbindung ....  261 von 439eine Seite zurückeine Seite vor

    erster Versuch Richtfunkverbindung BRD / West-Berlin
    erster Versuch Richtfunkverbindung BRD / West-Berlin Details Anzeigen

    Die Telefonverbindung zwischen der BRD und Westberlin waren unterbrochen.

     

    Die Herstellung einer Richtfunkverbindung zwischen der BRD und West-Berlin war wegen der großen  Entfernung von mehr als  130 km eine große Herausforderung.

     

    Im Jahr 1948 führte die britische Besatzungsmacht den ersten Richtfunkversuch zwischen dem West-Berlin (Berliner Funkturm)  und der BRD  (Bocksberg Harz) durch.

     

    Für die Sprachübertragung standen zuerst nur 3 Sprechkanäle zur Verfügung. Es wurden durch technische Erweiterungen die Kapazität auf 8 Kanäle erweitert.

     

    Zu einem späteren Zeitpunkt wurden die Sendestation nach Heckeshorn am Wannsee und die Empfangsstelle auf das Areal des heutigen Teufelsbergs verlegt. Die getrennten Standorte vereinfachten das Problem, das der Sender mit seiner größeren Leistung selbst im eigenen Empfänger leichter unterdrückt werden konnte.

     

    Im Jahr 1950 errichtete die Deutsche Bundespost in der Nähe des Strandbads Wannsee eine Richtfunkstelle in der Nikolassee, auch Richtfunkstelle Berlin 2 genannt. Bei dieser Funkstelle waren Empfänger und Sender wieder auf dem gleichen Gelände  untergebracht.

     

    Als Antennenträger wurden zwei mit Seilen abgespannte Stahlgittermasten verwendet.

    Die Höhe der Masten betrug mehr als 140 m.

     

    Die Gegenstationen für die Überhorizont Richtfunkverbindung zum Bundesgebiet lagen in Clenze und Gartow (Sender Höhbeck).

     

    Von 1959 bis 1961 wurde auf dem Schäferberg der 216 Meter hohe Fernmeldeturm Berlin-Schäferberg errichtet, der an seinem Schaft in 30 und 55 Meter Höhe je eine Parabolantenne mit 18 Metern Durchmesser trug.

     

    Neben diesem wurde ein freistehender Stahlfachwerkturm mit zwei weiteren derartigen Antennen errichtet. Gegenstationen waren Torfhaus, Clenze und Gartow. Insgesamt konnten mit dieser Richtfunkanlage gleichzeitig 5460 Telefongespräche oder 7 Fernsehkanäle übertragen werden.

     

    Im Jahr 1970 wurde mit dem Bau der Richtfunkanlage Berlin-Frohnau begonnen. Sie erhielt als Antennenträger einen freistehenden Stahlfachwerkturm von 117 Metern Höhe, der in 39,5 m, 60,5 m und 81,5 m Höhe einen Parabolspiegel mit 18 m Durchmesser für Überhorizont-Richtfunkverbindungen erhielt.

     

    Nach der Fertigstellung dieses Fernmeldeturmes wurde die Richtfunkstelle Berlin 2 stillgelegt und die dortigen Antennenträger abgeaut.

     

    Im Jahr 1970 wurde erstmals eine direkte Richtfunkverbindung zwischen der BRD und West-Berlin hergestellt. Hierfür wurde in Berlin-Frohnau zwischen 1977 und 1978 ein 358,58 m hoher abgespannter Stahlfachwerkmast errichtet. Als Gegenstation diente ein 344 m hoher abgespannter Stahlfachwerkmast in Gartow. Die Übertragungskapazität dieser Verbindung im Frequenzband zwischen 5,688 GHz und 6,151 GHz , betrug 12600 Fernsprechkanäle.

     

    Im Jahr 1980 wurde auf dem Gelände der ehemaligen Müllkippe in Wannsee eine Satellitenfunkstelle mit acht Parabolspiegeln mit einen Durchmesser von 5 bis 18 m errichtet.

     

    1988 gingen die ersten Antennen dieser Anlage in Betrieb, ihre komplette Fertigstellung erfolgte erst nach der Wiedervereinigung 1991.

     

    Wie andere Richtfunkstrecken wurden die Verbindungen nach West-Berlin vom Ministerium für Staatssicherheit und der NVA der DDR abgehört.

     


    Fernmeldeturm Sprengung in Gartow

    Nach der deutschen Wiedervereinigung konnte das ehemalige West-Berlin direkt an das Fernsprechnetz angeschlossen werden.

     

    Im Jahr 1996 wurden die großen Parabolantennen am Fernmeldeturm Berlin-Schäferberg demontiert.

     

    Die für die Richtfunkverbindungen nach West-Berlin verwendeten Antennenträger in Clenze, Gartow und Torfhaus sind heute noch vorhanden und werden als normale Richtfunktürme,  Rundfunksendetürme und Mobilfunksender genutzt.

     

    Die ehemalige Richtfunkstation in Heckeshorn dient heute als Lungensanatorium.

     

    Der Turm in Berlin-Frohnau wurde am 8. Februar 2009, ein Mast in Gartow am 20. August 2009 gesprengt.

    Bildquelle: PD Wikipedia Torsten Bätge


    Zeitraum  1948
    Land:  D
    Weitere Information finden Sie unter:
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    Weitere Informationen : Sprengung Mast  in Gartow Weitere Informationen verfuegbar Sprengung Mast in Gartow Weitere Informationen : Richtfunkanlage Berlin-Frohnau Weitere Informationen verfuegbar Richtfunkanlage Berlin-Frohnau

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