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    Homepage > Telefontechnik > Chronik des Fernmeldeamtes Gießen
    Weiterer Ausbaum um Gießen un....  13 von 74eine Seite zurückeine Seite vor

    Eine Dokumentation der geschichtlichen Entwicklung des Fernmeldewesens in Mittelhessen

    Weiterer Ausbaum um Gießen und der Drahtfunk
    • 1939:
      Am 9. September werden die technischen Einrichtungen innerhalb der Telegraphenbetriebsstelle Gießen verlegt und dadurch Platz zum Führen von Massengesprächen geschaffen.
      Im Zuge des Ausbaus des Gießener Ortsnetzes werden im Stadtgebiet und in Klein- Linden weitere unterirdische Fernsprechkabel verlegt.


      Das Verstärkeramt Klein-Linden wird mit einer oberirdischen Hochspannungsanlage (20 KV, 8,5 A) ausgestattet.

      Inbetriebnahme von Wählvermittlungsstellen:

      Datum

      Bezeichnung System

      2.03.1939
       

      Wolfenhausen mit 50 Anrufeinheiten
      davon 33 belegt
      System 34

      28.03.1939

      Ernsthausen/Kr. Frankenberg mit 50 Anrufeinheiten System 34

      29.06.1939

      Ernsthausen/Kr. Frankenberg mit 50 Anrufeinheiten  


      Die bisher noch mögliche Fernamtstrennung wird abgeschaltet.


      Am 1. Januar wird im Bereich Wetzlar die neue „Drahtfunk-Technik“ in Betrieb genommen. Der hochfrequente Drahtfunk ermöglicht einen störungsfreien Empfang von bis zu drei Rundfunksendern. Dem Postamt stehen 52 sogenannte „Drahtfunk-Überwachungsempfänger“ der Firma Siemens u. Halske zur Verfügung. Mit den Geräten werden u. a. Kreis u. Stadtverwaltung, Großbetriebe, Wehrmachtsdienststellen und Parteifunktionäre ausgestattet. Im Verlauf des 2. Weltkrieges dient die Drahtfunktechnik zur Information der Funktionsträger über Bewegungen feindlicher Flugzeuge im deutschen Luftraum.


      Im Februar 1939 beginnen in Wetzlar erste Versuche, in Zusammenarbeit mit der Firma TEKADE und dem Reichspostzentralamt im Nahbereich über Trägerfrequenzkanäle Fernsprechverbindungen zu realisieren. Die Versuche seien „durchaus befriedigend verlaufen“.


      Der Ausbruch des 2. Weltkrieges lässt den Fernsprech- und Telegrammverkehr im Bereich Wetzlar erheblich ansteigen. Zwangsläufig müssen die technischen Einrichtungen erweitert werden.
       
    • 1940:
      Durch die Erweiterung des Gießener Fernamtes muss am 18. Juli die Gießener Telegrafenbetriebsstelle in den Raum 306 auf der Nordseite des Hofgebäudes verlegt werden. Ein nochmaliger Umzug erfolgt bereits am 6. Dezember in den Raum 314. Gleichzeitig werden zwei neue „T-26“ Tische für den Sprechdienst angefordert. Die Aufnahme der Telegramme soll künftig mit Schreibmaschine erfolgen. Die bisher vorhandenen „ZB Sprechtische“ sind für die neuen Verfahren nicht geeignet.


      Für die insgesamt 2.400 Anrufeinheiten in der Gießener VStW sind bisher nur 2.200 Gesprächszähler vorhanden. Bis zum 11. Dezember werden weitere 100 Zähler nachgerüstet.


      Auch das Fernamt wird „zur Sicherstellung des laufenden Dienstes und aus Gründen der Reichsverteidigung“ um 2 Fernschränke ZB 10/27 erweitert.


      Am 30. Juni wird die Wechselstrom-Fernleitung Gießen – Stockheim in Betrieb genommen.


      Das Verstärkeramt Klein-Linden wird mit einer unterirdischen Netzersatzanlage ausgerüstet. Zu den Einrichtungen gehören ein U-Boot Dieselmotor, 8 Zylinder, 425 U/min, 350 PS, 1 Drehstromgenerator 300 KVA und 3 Dieselöltanks zu je 15.000 Liter.


      Vor dem Wetzlarer Postamt in der Hausergasse wird am 21. März ein Fernsprechhäuschen aufgestellt, was in der Öffentlichkeit allgemein auf Zustimmung trifft.   
       
    • 1941:
      Mit Datum vom 11. Januar wird die Wechselstrom-Fernwahl von Gießen nach Darmstadt in Betrieb genommen.
      In der Gießener Ortsvermittlungsstelle werden zum 15. August weitere 100 Gesprächszähler eingeschaltet.


      Kriegsbedingt hat die Zahl der stationierten Soldaten in der Garnisonsstadt Wetzlar stark zugenommen und beläuft sich auf 4.000 bis 6.000. Dadurch bedingt kommt es zu erheblichen Steigerungen des Telegrammverkehrs um mehr als 200%.


      Die technischen Anlagen im Postamt reichen schon bald nicht mehr aus und müssen erweitert werden. In der Fernsprechvermittlung kommen im März 1941 sechs neue Fernplätze hinzu. Die Ortsvermittlungsstelle wird um 200 Anschluss Einheiten erweitert. Die Erweiterungen stellen auch neue Anforderungen an die Stromversorgung. Die Kapazität der Amtsbatterie ist nicht mehr ausreichend und muss durch eine größere Anlage ersetzt werden.


      Im Keller des Wetzlarer Posthauses in der Hausergasse wird im März 1941 eine Luftschutzwarnzentrale eingerichtet, die vom Personal des Fernamtes rund um die Uhr besetzt wird. Der Raum ist durch Stahlplatten besonders gesichert und darf weder bei Luftalarm noch bei Fliegerangriffen verlassen werden.


      Das Frankenberger Fernamt wird durch einen weiteren Fernschrank erweitert.
       
    • 1942:
      Zum 15. August gehen zwei Fernwahlleitungen von Biedenkopf nach Marburg in Betrieb.
      In Wetzlar wird zum 1. Juni die Ortsvermittlungsstelle um weitere 200 Beschaltungseinheiten und das Fernamt um 4 Plätze erweitert.
       
    • 1943:
      Die Kriegsereignisse zeigen Auswirkungen für den heimischen Fernmeldebetrieb. In Gießen wird am 16. März ein Notfernamt aufgebaut und für den Einsatz bereitgestellt.

      Auf einen Fernschrank OB 5a ist je eine Leitung der bestehenden Verkehrsbeziehungen geschaltet. Die geheime Rufnummer ist „4581“.

      Die technische Ausrüstung der Gießener Telegrafenstelle besteht im Jahr 1943 aus:
      2 WT 34 18fach nach Frankfurt/M.
      1 WT 34 18fach nach Dortmund/Düsseldorf
      1 WT 34 18fach nach Berlin
      1 WT 34 12fach nach Köln
      1 WT 34 12fach nach Zossen
      1 WT 34 12fach nach Berlin
      1 WT 34 12fach nach Kassel
      1 WT 34 12fach nach Paris
      5 A-Gestelle WT 34, 5 B-Gestelle WT 34 u. 2 C-Gestelle WT 34
      GT-Einrichtungen (Bj. 1930): 3 Relaisgestelle, 14 Relaissätze UT, 12 Relaissätze AT
      GT-Einrichtungen (Bj. 1936): 6 GT-Gestelle


      In der Wetzlarer Vermittlungsstelle wird die vorhandene Amtsbatterie (214 Ah) durch eine leistungsstärkere Anlage mit 700 Ah ersetzt.
      Zum 26. Februar wird die Reichspostdirektion Kassel aufgelöst und ihr Bezirk der Reichspostdirektion Frankfurt zugeteilt. Dadurch kommt auch Marburg in den Frankfurter Direktionsbezirk.
       
    • 1944:
      24. August:
       Es wird eine Springschreiber-Verbindung von Biedenkopf nach Frankfurt/Main eingerichtet.

      Die Leitung Dillenburg – Frankfurt/Main ist zeitweilig gestört. Der Verkehr von Durchgangstelegrammen hat stark zugenommen.


      Die Kriegsereignisse beeinflussen mehr und mehr den Post- und Fernmeldebetrieb und führen zu erheblichen Einschränkungen.

      Juni: Ab  diesem Monat werden die sogenannten „KWL-Gespräche“ (kriegs-, wehr- und lebenswichtig) bevorzugt vermittelt.

      September: Anmelder von Ferngesprächen müssen abgefragt werden, ob es sich um ein KLW- oder Privatgespräch handelt.
      Das Erschwindeln von unberechtigten Gesprächsverbindungen gilt als Sabotage.


      Zur Sicherung der technischen Anlagen wird im November eine Betondecke über das Glasdach des Gießener Wählersaales gezogen und die Fester des Kabelkellers mit Schutzwänden gesichert.

      6. Dezember Gießen: Die Stadt erlebt ihren schwersten Fliegerangriff des 2. Weltkrieges. Etwa 350 Tote sind zu beklagen. Infrastruktur und Kommunikationsnetze brechen zusammen. Das alte Gießen geht in den Flammen unter.


      Nach Bekanntgabe in der Presse dürfen nach Luftangriffen im Gießener Ortsnetz keine Privatgespräche geführt werden. An Stelle des bekannten Amtszeichens wird in diesen Fällen ein Morse-„e“ auf die Leitung gegeben.
      Auch werden die Gespräche überwacht, um einen privaten Fernsprechverkehr zu unterbinden.


      Auch in Limburg kommt es an den Post- und Fernmeldegebäuden zu kriegsbedingten Schäden. Als am 19. September amerikanische Bomberstaffeln die Stadt angreifen, wird das Postgebäude an der Hofseite schwer getroffen. Die Innenräume im Erdgeschoß und in den darüber liegenden Stockwerken bis ins Dachgeschoß werden in Mitleidenschaft gezogen.
      In der Limburger Marktstraße, an der Ecke des Verstärkeramtes, schlägt eine Fliegerbombe ein und verursacht Schäden im 1. und 2. Stockwerk des Dienstgebäudes.
      In beiden Fällen werden die fernmeldetechnischen Anlagen jedoch nicht beschädigt.


      In Biedenkopf wird am 1. Juli ein Fernsprechhäuschen am Bahnhof in Betrieb genommen. Gleichzeitig entfällt die öffentliche Sprechstelle im Bahnhofsgebäude.
      Ein weiteres Fernsprechhäuschen in der Biedenkopfer Stadtgasse am alten Rathaus kommt am 20. Oktober hinzu. Die geplante Unterbringung auf dem Marktplatz war zuvor durch Widerspruch der befragten Grundstücksbesitzer gescheitert.
      Mit der Einschaltung einer zweiten Leitung von Biedenkopf nach Frankenberg am 1. Juli wird der Fernverkehr nach Kassel verbessert.


    Quellen Bild und Text: Seniorenbeirat der Deutschen Telekom in Giessen
    zur Homepage SBR Giessen


    Zeitraum  1939-1944
    Land:  D
    Weitere Information finden Sie unter:
    Weitere Informationen : Ereignisse am Kriegsende Weitere Informationen verfuegbar Ereignisse am Kriegsende  

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