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    Homepage > Telefontechnik > Geschichte Telekommunikation bis 1999
    Warnnetz - Warnamt  320 von 436eine Seite zurückeine Seite vor

    Warnnetz - Warnamt
    Sirenen Auslöseeinrichting

    Warnnetz


    Das war eine Einrichtung des Zivilschutzes der Bundesrepublik Deutschland. Es handelte sich um ein gesondertes Fernsprechnetz der Deutschen Bundespost für den Warndienst, welches 1959 eingerichtet wurde und bis 1992 bestand.

    Vorgesehen war das Netz für die Weitergabe von Meldungen und Alarmierungen im Verteidigungsfall und besonderen Gefahrenlagen (Luftangriffe, ABC-Gefahren).


    Zentrale Stellen waren die zehn Warnämter, die in Form eines Rundspruches über Standleitung in ihrem Bereich angeschlossene Warnstellen erreichen konnten. Hierbei handelte es sich um Einrichtungen des Zivil- und Katastrophenschutzes, militärische Dienststellen, Behörden und besondere Betriebe.

    Zum Ende des Warnnetzes waren rund 12.000 Warnstellen und 64.500 Sirenen angeschlossen. 1992 wurden die gesonderten Leitungen des Warndienstes abgemeldet, der Betrieb der in Auflösung befindlichen Dienststellen wurde fortan über das öffentliche Telefonnetz abgewickelt.


    Um nach der Auflösung des Warndienstes, und damit auch des Warnnetzes, die Bevölkerung großräumig und schnell über akute Gefahrenlagen zu informieren, wurde in den Jahren 2001/2002 vor dem Hintergrund der zunehmenden Gefahr von Terroranschlägen eine Wiederbelebung des Warndienstes diskutiert. Als ein Ergebnis wurde das satellitengestützte Warnsystem SatWaS eingerichtet.



    Warnamt


    Warnämter waren in der Bundesrepublik Deutschland bis in die 1990er Jahre mit der Warnung und Alarmierung der Bevölkerung vor Gefahren im Frieden und Verteidigungsfall betraut. Sie gehörten zum Zivilschutz.

    Aufgaben


    Die Warnämter unterstanden dem Bundesamt für Zivilschutz und fielen wie der gesamte Zivilschutz in den Geschäftsbereich des Bundesministers des Innern. Sie waren untere Bundesbehörden. Beim Warndienst konnte man als freiwilliger Helfer tätig werden. Eine mehrjährige Verpflichtung wurde als Wehrersatzdienst angerechnet. Da es aber nur wenige Warnämter gab, war es schwer, eine solche Verpflichtung bei Umzug einzuhalten.


    Die Warnämter wurden 1957/58 infolge des immer bedrohlicher wirkenden Kalten Krieges gegründet. Davor war, seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges, der aus dem Reichsluftschutzbund hervorgegangene Bundesluftschutzverband bzw. der Warn- und Alarmdienst des Luftschutzhilfsdienstes zuständig.
    Die Warnämter wurden Ende der 1990er Jahre aufgelöst. Hauptamtliches Personal wurde in das Bundesamt für Zivilschutz überführt. Zunächst hielt man Einrichtungen für die Warnung der Bevölkerung größtenteils für verzichtbar.

    Ab 2000 wurden diverse Projekte zu Forschungszwecken eingerichtet, die sich zum Beispiel mit der Warnung mittels besonderer Funkuhren und ähnlicher Methoden befassten. Momentan erfolgt die Warnung der Bevölkerung über das SatWaS.


    Mit „Gefahren“ waren zu Beginn nur militärische Gefahren wie Luftangriffe, Fernwaffenbeschuss (Artillerie) und in späterer Zeit auch Angriffe mit atomaren, biologischen oder chemischen Waffen gemeint (ABC-Waffen). Zur Abwehr atomarer Gefahren wurde vom Warndienst ein Messnetz zur Messung der Umweltradioaktivität aufgebaut. Dieses ODL-Messnetz verfügte über ca. 1.500 Messstellen.

    Nach der Auflösung der Warnämter ist dieses Messnetz am 1. Juli 1997 an das Bundesamt für Strahlenschutz übergegangen, wo es weiterhin unterhalten wird. Im Laufe der Zeit wurde der Gefahren-Begriff weiter gefasst: Der Warndienst sollte von nun an auch vor zivilen Gefahren (wie beispielsweise Schadstoffaustritten und anderem) warnen; ferner konnte zentral für mehrere Orte Feuer- beziehungsweise Katastrophenalarm ausgelöst werden. Dazu wurden neue Sirenensignale geschaffen.


    Die Wartung, der Bau und der Unterhalt von Sirenen und Leitungen war der Deutschen Bundespost übertragen, die auch für die Anmietung von Aufstellflächen für Warnanlagen zuständig war.

    Außer den Sirenen unterhielten die Warnämter das sogenannte Warnnetz. Dabei handelte es sich um eine Art Telefonanlage mit Rundspruchstellen, das heißt, die Warnämter konnten an alle bis zu 12.000 angeschlossenen sogenannten „Warnstellen“ Durchsagen machen. An das Warnnetz waren neben den Hauptverwaltungsbeamten und den Leitstellen auch bestimmte Betriebe angeschlossen, die durch Rechtsverordnung hierzu verpflichtet wurden.


    Lage Warnämter

    Lage Warnämter


    1. Hohenwestedt
    2. Bassum
    3. Rodenberg
    4. Meinerzhagen
    5. Linnich-Welz
    6. Butzbach-Bodenrod
    7. Weinsheim (bei Bad Kreuznach)
    8. Rottenburg/Neckar
    9. Ansbach-Claffheim
    10. Weilheim  

    Sie bestanden jeweils aus einem eingezäunten Gelände in abgelegener Lage mit Verwaltungsgebäude, Unterkunftsgebäude, Kommunikationsturm und dem Warnamtbunker. Die Gebäude waren so angeordnet, dass sie aus der Luft wie eine zivile Einrichtung aussahen.

    Die stark geschützten Bunker waren jeweils gleichartig aufgebaut und ermöglichten der Warnamtbelegschaft einen Aufenthalt von 30 Tagen ohne Kontakt zur Außenwelt. Heute sind die Liegenschaften in Privatbesitz oder werden zum Beispiel von der Bundespolizei oder dem THW genutzt.
    Die Anlagen des Warndienstes waren als Zivilschutzeinrichtungen völkerrechtlich besonders geschützt.

    Hinter dem Begriff Warnamt Eifel verbirgt sich der verbunkerte Ausweichsitz der nordrhein-westfälischen Landesregierung bei Kall.

    aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie


    Zeitraum  1959 - 1992
    Land:  D
    Weitere Information finden Sie unter:
    Weitere Informationen : satellitengestütztes Warnsystem Weitere Informationen verfuegbar satellitengestütztes Warnsystem Weitere Informationen : Sirenen Steuerung Weitere Informationen verfuegbar Sirenen Steuerung

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