Bayern Online EDV Administration Internet Hosting Email Archivierung und Historische Fernmeldetechnik Bayern Online EDV Administration und Historische Fernmeldetechnik EDV Service | Historische Fernmeldetechnik | Bildersammlung
Suchen
info@bayern-online.com
Tel: 0160-6753587


 

Webseiten
  • Homepage
  • Was ist Neu
  • Suchen
  • Suchen - Neu
  • Spritkosten Berechnen
  • Impressum
  • AGB
  • Haftungsausschluss
  • Sitemap
  • Login
  • Marktplatz

  • Kategorien
     > Telefontechnik
        Geschichte Telekommu..
        Lexikon
        Vorwort
        Chronik des Fernmeld..
        Abkürzungen
        Videos
        Hauptbauteile
        Landesfernwahl
        Systeme Liste
        Verbreitung in Europ..
        Bilder
        Stromversorgung
        Animationen
        Links
        2 Sprechstellen mit..
        Vorfeldeinrichtungen
        Rund um die Telefont..
        Schaltungen
        Zusatzeinrichtungen
        Verbindungen
        Fernsprechauskunft
        Biografien
        1909 bis 1922
        Reichspostsystem - B..
        System Dietl Wien
        System 22
        System 27
        System 29
        System 31
        System 34
        System 40
        Wählsystem 48
        >> Wählsystem 48M..
        System 50
        System 55 (EMD)
        System EMK
        Endamt 57
        System 58
        Endämter mit Koordin..
        Technische Dokumenta..
        Fachbuch 40 Jahre Fe..
        Fachbuch Das Rheinla..
        Das Fernsprechkabel ..
        Fachbuch Feyerabend
        Cyclopedia Telephony..
     Bilder
     Webmail Zugang
     Netzwerk EDV Service
     Email-Hilfe
     Schaltpläne
     Rundfunk

     
    Homepage > Telefontechnik > Wählsystem 48M
    Wählsystem 48M Einleitung  

    Wählsystem 48M Einleitung
    Einleitung Wählsystem 48 M Österreich

    Einleitung über das Wählsystem 48 M in Österreich.

     

    1) Obgleich der Motorwähler rund 200 Schritte machen kann, wurde in Österreich von der Realisierung eines Anrufsuchers abgesehen.

     

    Der Grund ist darin zu sehen, dass bei einem Anrufsuchersystem immer nur ein einziger Anrufsucher sucht, erst wenn der fertig ist, wird eine weitere Anforderung abgearbeitet. Das kann - speziell in einem Hunderter mit Vielsprechern und stoßweise anfallendem, starken Verkehr zu recht langen Suchzeiten führen. Daher wurde das Motorwählersystem mit Vorwählern ausgestattet, die ja individuell arbeiten und Suchzeiten von unter einer Sekunde haben. Diese Vorwähler haben im Prinzip die gleiche Schaltung, wie die des Systems 48V mit Viereckwählern, es ist lediglich eine zusätzliche d-Ader für die Serienkennzeichnung dazugekommen. Äußerlich unterscheidet sich der I. Vorwähler 48M durch eine Prüfbuchse beim jeweils 10. Teilnehmer.

     

    2) Der Motorwähler 48 hat keine Wellen- oder Nockenkontakte, sondern nur einen einzigen Endkontakt. Der Wähler ist 102-Schrittig. Diese 102 Schritte sind die 100 "Nutzschritte", ein Schritt (102 = 0) für die Ruhestellung und ein weiterer Schritt (101) für Prüfzwecke. Das Motorwählsystem besaß nämlich, speziell für große Ämter, eine sogenannte Routineprüfeinrichtung (RPE).

     

    3) Alle Wahlstufen sind mit 9-armigen Wählern ausgestattet. Der neunte Arm dient zur Steuerung des Wählers selbst, also für das, was beim EMD Wähler der Nockenkontakt pro Dekade macht. Die Verlegung dieser Steuerung auf einen eigenen Steuerarm gestattet es, die einzelnen Dekaden unterschiedlich groß zu machen, solange die Gesamtanzahl der Ausgänge insgesamt gleich 100 ist (Beispiel: Man kann die verkehrsschwache Dekade 9 nur fünfschrittig machen, die der sehr stark belasteten Dekade 0 aber dafür 15-schrittig. Gebrauch wurde aber davon nur bei den Vierdraht-Gruppenwählern gemacht, bei den Zweidraht-Gruppenwählern blieb man bei der fixen Einstellung mit 10 Schritten pro Dekadenwahlschritt.

     

    4) Die Zweidraht-Gruppenwähler haben pro Dekade 19 Nutzschritte und einen Besetzt-Schritt. Nun werden Sie aber sagen, dass 19 Ausgänge plus Besetztschritt, das Ganze aber 10 Mal größer als die möglichen 100 Schritte sind. Richtig! Aber es gibt dazu eine sehr interessante Lösung: Wird eine ungerade Dekade gewählt, wird die untere Hälfte der Kontaktbank nach einem der 19 freien Ausgänge abgesucht, wird eine gerade Dekade angewählt, sucht der Wähler die obere Hälfte der Kontaktbank ab. Hier kommt wieder der Vorteil der elektrischen Dekadensteuerung zum Tragen, bei den geraden Dekaden wird ein Umschaltrelais (römisch II) miterregt, dass dann die Umschaltung oben/unten vornimmt. Die Suchfelder sind daher jeweils um 10 Schritte zueinander verschoben (z.B. Dekade 1: Suchbereich 11-29, dahinter Abschalteschritt, untere Hälfte der Kontaktbank; Dekade 2: Suchbereich 21 - 39, dahinter Abschalteschritt, obere Hälfte der Kontaktbank)

     

    Und noch eine Besonderheit ist gegeben: der allererste Schritt wird zusammen mit den Motorwähler-Hilfskontakten unterdrückt, bei Wahl der Ziffer 1 wird also gleich vom Anfang beginnend, also ab Schritt 1, abgesucht.

     

    5) Der Leitungswähler ist für zwei Hunderter ausgelegt, die Auswahl des Hunderters erfolgt wieder durch ein Hilfsrelais mit der Bezeichnung (römisch) II. Es gibt daher auch zwei unterschiedliche c-Adern für die Belegung des jeweils gewünschten Hunderters.

     

    Auch hier gibt es die Unterdrückung des ersten Impulses bei der ersten zu wählenden Ziffer, es gibt aber eine weitere Besonderheit, nämlich, nachdem der Wähler nach Abschluss der Zehnerwahl bereits auf dem ersten Schritt des gewünschten Zehnerblockes steht, muss auch bei der Einerwahl der erste Impuls unterdrückt werden (was auch hier mit Hilfe der Motorhilfskontakte erreicht wurde).

     

    Beim Motor-Leitungswähler kann auch über die Dekade hinaus eine Serie gebildet werden, man kann also Serien bilden, die - theoretisch - den ganzen Hunderter umfassen. Für die Serienbildung dient eine eigene d-Ader, also eine vierte Ader zwischen Vorwähler und Motorwähler-Multipel, an dieser d-Ader wird dann gekennzeichnet, was das für ein Teilnehmer ist, wobei folgendes gilt:

     

    d-Ader ist mit 800 Ohm gegen Erde gekennzeichnet: Serienkopf-Nummer d-Ader ist mit 3000 Ohm gegen Erde gekennzeichnet: Serien-Folgenummer d-Ader ist mit satter Erde (0 Ohm) gekennzeichnet: Serien-Schlussnummer oder Einzelanschluss

     

    Diese Kennzeichnung wird aber - mit Ausnahme der direkten Erde - nur angelegt, wenn der betreffende Anschluss bereits in irgendeiner Verkehrsrichtung belegt ist. Ist der Anschluss im Ruhezustand und ist die Sicherung intakt, dann liegt direkte Erde an der d-Ader.

     

    Die besondere Kennzeichnung der Serienfolge-Nummern ist übrigens wichtig, um die Funktion der Nachtnummernwahl realisieren zu können. Unter der Funktion "Nachtnummernwahl" versteht man die Funktion, dass man eine bestimmte Nummer innerhalb der Serie (ausgenommen den Serienkopf) direkt anwählen kann. Ist diese Nummer aber besetzt, erfolgt kein Weiterdrehen auf die nächstfolgende Nummer. Diese könnte zwar frei sein, aber wird nicht dort läuten, wo gerade jemand den Nachtdienst versieht.

     

    Noch eine Besonderheit hat das System 48M: Man kann mehrere Serienköpfe bilden, die zwei Serien ansprechen, welche hintereinanderliegen.

     

    Beispiel:

     

    248546 ist Serienkopf der ersten Serie, dazu gehören dann als Folgenummern:

    248547

    248548

    248549 und

    248540

     

    Dahinter beginnt die nächste Serie:

     

    248551 als Serienkopf

    248552

    ......

     

    Sinnvollerweise macht man so etwas, wenn man ein und dasselbe Unternehmen mit zwei Serien ausstattet, die erste Serie eine Serie für den Kundendienst darstellt, die zweite Serie aber die normale Firmennummer ist. Sind also alle Kundendienst-Nummern belegt, lässt man die weiteren Anrufer eben auf die normale Vermittlung auflaufen, die dann gegebenenfalls weiterschaltet oder einen Rückruf veranlasst.

     


    Einleitung Wählsystem 48 M Österreich

    Das erste Wählamt mit Motorwählern war das in Wien-Stadlau (Wiener Rufnummernbereich 22xxxx(x)), eingeschaltet im August 1956, danach folgten Wien-Neutorgasse (Rufnummernbereich 63xxxx(x)), eingeschaltet am 04.03.1957 und Wien-Taubstummengasse (Rufnummernbereich 65xxxx(x)), eingeschaltet Mitte 1957. Bei den letzten beiden Ämtern erfolgte eine nummerngleiche Umschaltung vom Wiener System auf das System 48M - binnen einer Stunde (22:30 Uhr bis 23:30 Uhr) und das bei gleichzeitiger Umschaltung auch der Vermittlungsleitungen und der Systemübertragungen zwischen Wiener System und dem System 48. Eigentlich eine Meisterleistung!!!

     

    An das Wählsystem 48M konnten übrigens alle üblichen Vorfeldeinrichtungen (GL48, GL78, KTA und dergleichen) angeschlossen werden, für den Teilnehmer selber gab es keine erkennbaren Unterschiede zwischen den System 48V (Viereckwähler) und 48M.

     

    Zur Bildsammlung vom Wähsystem 48M

    Quelle Bild und Text: Archiv Dulosy


    Weitere Information finden Sie unter:
    Weitere Informationen verfuegbar Wien-Stadlau erstes Wählamt nach dem System 48M Weitere Informationen verfuegbar Wählsystem 48M
    Weitere Informationen verfuegbar Erstes Motorwähler-Ortsamt (Wählsystem 48M) außerhalb Wiens in Lambach