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    Homepage > Telefontechnik > Chronik des Fernmeldeamtes Gießen
    Von der Stunde Null  15 von 74eine Seite zurückeine Seite vor

    Eine Dokumentation der geschichtlichen Entwicklung des Fernmeldewesens in Mittelhessen

    Von der Stunde Null
    • 1945 Kurznachrichten: 
    • Nach der Besetzung der Gießener Dienstgebäude durch die amerikanischen Einheiten ruht vorerst der gesamte Dienstbetrieb.
      Das Personal darf die Gebäude nicht mehr betreten, die Dienstwohnungen im Verstärkeramt Klein-Linden müssen innerhalb weniger Stunden geräumt werden.

    • 29. März: In Gießen beginnen die Verhandlungen mit den zuständigen amerikanischen Dienststellen über die Wiederaufnahme des Fernsprechverkehrs für die Besatzungstruppen und für die wichtigsten deutschen Anschlüsse. Das Verhalten der Amerikanischen Dienststellen gegenüber den deutschen Verhandlungsführern wird als korrekt und hilfsbereit geschildert.
      Zur Beschlagnahme von technischen Einrichtungen kommt es nicht.
      Nach eingehender Prüfung durch die CIC kann ein Teil der Bediensteten bei den Gießener Fernmeldedienststellen und beim Verstärkeramt Klein-Linden Anfang Mai den Dienst wieder aufnehmen.
      In Klein-Linden muss ein Teil des ehemaligen Personals unter Bewachung den Trümmerschutt aufräumen, die eingedrungenen Wassermassen beseitigen und mit dem Wiederaufbau beginnen. Hierzu werden Verstärkereinrichtungen sowie Ersatzteile der Stromversorgungsanlagen von nicht zerstörten Verstärkerämtern und aus Wehrmachtslagern beschafft. Mühsam gestaltet sich der Wiederaufbau.
      Es fehlt am Nötigsten.

      Im Laufe des Jahres werden in Betrieb genommen:

      Stck.

      Bezeichnung

      50

      Allverstärker I und ein Meßschrank

      2

      „Relna-Geräte“ zur Speisung der Verstärker

      3

      Anodenbatterien mit Puffermaschinen

      50

      Vierdrahtverstärker

      1

      TRU-Gestell

      5

      Hauptverteilerbuchten

      4

      KE-Gestelle

      Außer in den Ortsnetzen Biedenkopf und Weilburg können in den ersten Maitagen die ersten wichtigen Teilnehmer: Behörden, Ärzte und Krankenhäuser wieder angeschlossen werden.

    • 17. Mai: Nach der Öffnung der zugemauerten Fenster (Splitterschutz) beginnen die Instandsetzungsarbeiten in der Biedenkopfer Wählvermittlungsstelle.
      Die ersten Behördenanschlüsse gehen wieder in Betrieb. An der Fernlinie Biedenkopf-Dillenburg beginnt ebenfalls die Instandsetzung.

    • 24. Mai: Die Militärregierung gibt den Fernsprechverkehr im Kreis Biedenkopf wieder frei. Die Wiederaufnahme des Betriebes verzögert sich jedoch wegen der zahlreichen Leitungsstörungen. Zudem beschlagnahmen die Besatzungsbehörden zahlreiche Leitungen für ihren eigenen Bedarf.

    • 1. Juni: In Weilburg dürfen nach Genehmigung durch die Besatzungsdienststellen die ersten 5 Fernsprechanschlüsse wieder eingeschaltet werden.

    • 4. Juni: In Wetzlar wird nach Genehmigung durch die Militärbehörden der Fernsprechortsdienst mit 21 Teilnehmern wieder aufgenommen und schrittweise durch die Zunahme der zugelassenen Teilnehmer erweitert.
      Der handvermittelte Ferndienst beginnt am 16. Juli, jedoch beschränkt auf den Bezirk des Fernamtes, mit dem Betrieb.

    • 3. Juli: In der Vermittlungsstelle Biedenkopf gehen Behörden- und wichtige Privatanschlüsse wieder in Betrieb.
      Nach Behebung der Leitungsschäden kann auch der Verkehr nach Gladenbach wieder aufgenommen werden.

    • 27. Juli: Wiederaufnahme des Fernsprechverkehrs von Biedenkopf nach Breidenbach.

    • 8. August: Die Militärbehörde genehmigt die Zulassung aller Fernsprechanschlüsse innerhalb des Kreises Biedenkopf.
      Auch der Verkehr zu den Nachbarkreisen kann wieder aufgenommen werden.

    • 15. August: Das Personal bei der Fernmeldedienststelle Biedenkopf besteht aus fünf Telefonistinnen im Fernamt, drei Entstörern und einem Telegrafenwerkmeister.

    • 16. August: Nach Instandsetzung der durch die Kriegseinwirkungen zerstörten Leitungsnetze wird der Fernsprechverkehr in den Bereichen der Fernämter Marburg und Frankenberg wieder aufgenommen. Jeder einzelne Fernsprechteilnehmer muss von der Besatzungsbehörde zugelassen werden.

    • 18. August: Die Fernleitung N 613 Biedenkof-Dillenburg geht wieder in Betrieb.
      Alle anderen von Biedenkopf ausgehenden Fernleitungen, (Stand 29. 3. 1945: 3 nach Frankfurt, 1 nach Wetzlar, 2 nach Gießen, 2 nach Frankenberg, 1 nach Berleburg, 3 nach Dillenburg, 4 nach Marburg und 4 nach Siegen) sind noch gestört.

    • 21. August: Aufnahme des Fernsprechverkehrs der Dienststellen der Militärregierung und der deutschen Zivilverwaltungen nach Orten im Regierungsbezirk Wiesbaden, nach Frankfurt und zu den Kreisen Hanau, Gelnhausen und Schlüchtern.
      Von den 822 beim Zusammenbruch vorhandenen Haupt- und Nebenanschlüssen im Überweisungsbezirk Biedenkopf sind 193 wieder in Betrieb.

    • 28. August: Für die Errichtung eines Haupt- bzw. außenliegenden Nebenanschlusses wird eine Wiedereinrichtungsgebühr von 100 Reichsmark eingeführt.
      Die Regelung gilt jedoch nur für eine Übergangszeit.

    • 2. September: Die Wählvermittlungsstellen Gönnern und Buchenau können ihren Betrieb wieder aufnehmen.

    • 6. September: Im Bezirk Biedenkopf werden 2.801 Rundfunkempfänger gezählt.

    • 7. September: Im Ortsnetz Biedenkopf sind wieder 103 Teilnehmersprechstellen in Betrieb.
      In Breitenbach sind es 27, in Buchenau 15, in Gladenbach 78 und in Gönnern 8. Für lebenswichtige Betriebe wird der Fernsprechverkehr innerhalb des Regierungsbezirks freigegeben.

    • 20. September: Die Besatzungsbehörden genehmigen offiziell die Wiederaufnahme des allgemeinen privaten Telegrafenverkehrs innerhalb des Regierungsbezirks Wiesbaden.
      Im Bereich des Überweisungsfernamtes Biedenkopf sind 15 öffentliche Fernsprechstellen inzwischen wieder eingerichtet. Ihre Inbetriebnahme erfolgt jedoch erst mit der allgemeinen Freigabe am 6. November.
      Die Ortsvermittlungsstelle Holzhausen/Kr. Biedk. geht wieder in Betrieb.

    • 18. Oktober: Mit der Inbetriebnahme von 4 weiteren Fernleitungen von Biedenkopf nach Dillenburg verbessert sich der Fernverkehr in der Region deutlich.

    • 23. Oktober: Weiterer Ausbau des Fernsprechfernverkehrs: Einschaltung je einer Fernleitung Biedenkopf – Frankenberg und Biedenkopf – Battenberg.

    • 24. Oktober: Die Ortsvermittlungsstellen Battenberg und Hatzfeld werden wieder eingeschaltet.

    • 1. November: Der Telegrafendienst in der amerikanischen Zone zu den Orten „Groß-Hessens“, sowie nach Stuttgart und Mannheim nimmt den Betrieb wieder auf.

    • 6. November: Inbetriebnahme der Handvermittlung (OB 14) in Mücke mit 100 Anschlusseinheiten.

    • 7. November: Im Bezirk des Fernamtes Biedenkopf sind an Überweisungsleitungen wieder in Betrieb: 1 nach Breidenbach, 1 nach Hatzfeld, 1 nach Gönnern, 1 nach Holzhausen, 1 nach Buchenau, 2 nach Gladenbach und 1 nach Battenberg.
      An Fernleitungen sind verfügbar: 1 nach Frankenberg, 1 nach Wiesbaden und durch behelfsmäßige Schaltung 7 nach Dillenburg.

    • 13. November: Wegen der nachhaltigen Zerstörungen im Verstärkeramt Gießen kann der Springschreiberverkehr von Gießen nach Frankfurt erst verspätet wieder aufgenommen werden. Damit geht die erste Telegrafenverbindung nach dem Krieg von Gießen aus wieder in Betrieb.
      Durch die Unterstützung amerikanischer Dienststellen kann das durch eine Fliegerbombe zerstörte Dach des Gießener Fernmeldegebäudes in der Bahnhofstraße wieder instandgesetzt und die Fenster neu verglast werden. Die Reparaturarbeiten sind bis zum 30. Oktober abgeschlossen. Kurz vorher, am 20. September, hat auch in Gießen der private Fernsprechverkehr den Betrieb wieder aufgenommen.

    • 1. Dezember: Mit Ausnahme der Dörfer Diedenhausen, Friebertshausen und Rüchenbach sind alle Orte im Kreis Biedenkopf wieder ans Fernsprechnetz angeschaltet.

       
    • *** 1946 Kurznachrichten: 
       
    • 7. Januar: Zulassung des interzonalen Fernsprechverkehrs für „besondere Teilnehmer“ nach der britischen und französischen Zone.
      Die Verbindungen werden über Frankfurt vermittelt, da die Leitungen zu der britischen Zone noch nicht wieder geschaltet werden dürfen.
      Der zivile Telegrammverkehr zu den beiden Zonen wird ebenfalls zugelassen.

    • 20. Januar: Der Telegrammverkehr von Biedenkopf nach Frankfurt (Springschreiberbetrieb) wird wieder aufgenommen.

    • 8. Februar: Der Telegrammverkehr in die russische Zone wird zugelassen.

    • 20. Februar: Die vom Postamt Biedenkopf beantragten Überweisungsleitungen nach Hartenrod und Niederweidbach können wegen Materialknappheit nicht geschaltet werden.

    • 31. März: Erweiterung der VStW Wetzlar um 100 Beschaltungseinheiten auf 1.150. Insgesamt liegen noch über 200 Anträge auf Einrichtung von Telefonanschlüssen vor, die jedoch wegen fehlender Beschaltungseinheiten und dem Mangel an Kabeladern nicht ausgeführt werden können.
      Die Beschaffung von Ausbau- und Ersatzteilen ist schwierig und lässt eine Verbesserung der Versorgungslage auch in absehbarer Zeit nicht zu.
      Die alte Batterieanlage (432 Ah) der Gießener Wählvermittlungsstelle wird abgebaut und durch eine größere mit 648 Ah ersetzt.

    • 1. April: Die Anzahl der Hauptanschlüsse im Bezirk Biedenkopf:

      Ort

      Anzahl

      Biedenkopf

      230

      Breidenbach

      60

      Buchenau

      44

      Gladenbach

      166

      Gönnern

      55

      Holzhausen

      30

      Battenberg

      154

      Hatzfeld

      30



    • 20. April: Zulassung der Ferngespräche von öffentlichen Sprechstellen innerhalb der amerikanischen Zone.

    • 25. April: In Biedenkopf wird der Rundfunk-Entstörungsdienst wieder eingerichtet.

    • Im Laufe des Jahres 1946 nehmen auch bei den Postämtern Gießen, Marburg und Dillenburg die Rundfunkentstörtupps ihre Tätigkeit wieder auf.
      Im April wird die Wetzlarer Telegrafenstelle mit einem neuen Fernschreiber ausgerüstet. Der bestehende Apparat war durch die Kriegsereignisse verschwunden.
      Bis zur Lieferung des neuen Geräts mussten alle Telegramme telefonisch übermittelt werden.

    • Im Verstärkeramt Klein Linden gehen die Instandsetzungs- und Ausbauarbeiten weiter.
      Die Fernkabel können eingeführt und an die KE-Gestelle angeschlossen werden.
      Ein Meßmaschinengestell, eine Anodenschalttafel und ein Allverstärkergestell erweitern den technischen Bestand.
      Nach der Instandsetzung geht auch die WT-Einrichtung wieder in Betrieb.

    • Zur Durchführung des Betriebes sind in der Telegrafendienststelle Gießen vorhanden:

      2

      Telegrammaufnahmetische T 40/2

      1

      Relaisgestell für Aufnahmetische

      2

      Schreibmaschinen T 32

      1

      Springschreiber

      1

      Fernschaltgerät

      1

      Laufnummernstempel

      1

      Rohrpostanlage

      1

      Klebevorrichtung.

      Beim Verstärkeramt Klein Linden:

      1

      DRT-Endsatz

      1

      Springschreiber mit Anschlußgerät

      1

      WT Einrichtung mit 3 A-, 3 B- und 1 C Gestell

      1

      GT Gestell

    • 7. Dezember: Wegen ungenügender Auslastung wird die Fernleitung Biedenkopf – Wiesbaden abgeschaltet.
      Dafür kommt eine weitere Fernverbindung von Biedenkopf nach Dillenburg hinzu.
       


    Quellen Bild und Text: Seniorenbeirat der Deutschen Telekom in Giessen
    zur Homepage SBR Giessen


    Zeitraum  1945-1946
    Land:  D
    Weitere Information finden Sie unter:
    Weitere Informationen : Verstärkeramt Klein Linden - Zwölfbandeinrichtung Weitere Informationen verfuegbar Verstärkeramt Klein Linden - Zwölfbandeinrichtung  

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