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    Telegraphenbetrieb in den neuen R&a....  11 von 16eine Seite zurückeine Seite vor

    von 1951-1956
    Quelle: wayback.archive.org

    Telegraphenbetrieb in den neuen Räumen
    Telegrammaufnahme im 7. OG


    folgende Grundsätze waren zu beachten:


    Telegrammaufnahme, Telex-Aufnahme, Amtswählanschlüsse, Auslandsdraht- und Auslandsfunklinien werden gemeinsam mit den Leitstellen der Nachforschungsstelle und der Telegrammeinordnung in einem Saal untergebracht. Innerhalb des Saales, der Rechteckform aufweist und Zugänge nur an beiden Schmalseiten hat, werden alle verkabelten Plätze auf einer Seite eines Hauptdurchganges, und zwar in Kamm Form aufgebaut.

    Für die Telegrammaufnahme F wird die Schulbankaufstellung gewählt und durch eine Wand vom übrigen Saal abgetrennt. Die Nebendienste werden -von der Betriebsunruhe abgeschirmt- hinter einer durchlaufenden Schalterbande mit Glasaufsatz untergebracht.


    Das rechte Bild zeigt die Telegramm-Aufnahme im  7.Obergeschoß Foto:OPD


    Wer mit den Sorgen vertraut ist, die mit der Lauf- und Lagerzeit der Telegramme im Zusammenhang stehen, wird misstrauisch, sobald irgendwo in einem Betriebssaal Telegramme ohne Bewegung sind.


    Der Förderplan, der Aufstellungsplan und der Betriebsablauf eines Telegraphenamtes können den kritischen Beobachter nur dann zufriedenstellen, wenn die Telegramme möglichst ohne Zwischensortierer, Vorverteiler und Hilfskräfte zwischen den funktionell unentbehrlichen Plätzen ständig in Bewegung sind.


    Deshalb war die Grundforderung des Förderplanes, jede menschliche Mithilfe möglichst entbehrlich zu machen, das bedeutet, jede entbehrliche Lagerstelle im Telegrammfluß zu vermeiden. Der Betriebsablauf soll so sein, dass die Telegramme in möglichst wenig Hände gelangen.


    Für die neue ZTDSt waren daher mechanische Förderanlagen (Förderbänder) erforderlich, die sowohl das Einsammeln der an den einzelnen Empfangsplätzen angekommenen Telegramme als auch das Verteilen der abzusendenden Telegramme auf die Sendeplätze durchführen konnten.


    Dabei bot sich zwangsläufig als neue Lösung an, die Inlands- und Ortsleitstelle gemeinsam inmitten der Inlandsplätze anzuordnen, aber getrennt von der Auslandsleitstelle, die inmitten der Plätze für die Auslandsleitungen liegen muss.


    Eine völlig neue Betriebsweise im Inlandstelegraphendienst ist der in dem neuen Amt eingeführte unmittelbare Wählverkehr zwischen Aufgabe- und Bestimmungs-Endtelegraphendienststelle.


    Sie ermöglichte es, besondere Tischreihen zu bilden mit:

    •  a) Ankunftsplätzen, wo nur für das Ausland bestimmte Telegramme ankommen 
    •  b) Ankunftsplätzen, wo nur für das Inland bzw. den Ort Frankfurt bestimmte Telegramme ankommen.

    Die an den Tischreihen entlang laufenden Förderbänder bringen ihr Fördergut zu der einen oder anderen Leitstelle. Die an den Plätzen benötigten Anschlussleitungen, Signaladern und Starkstromanschlüsse müssen gleichartig zugeführt werden. Es lag deshalb nahe, die Bodengestelle mit einer Kabelrinne versehen zu lassen und auf besonderen Installationsbrettern alle Verteilerdosen, Sicherungsautomaten und Anschlussdosen zu befestigen, gemeinsam mit einer Kombination von Telegrammablage, Signallampe und Bezeichnungsschild.


    12. Februar 1955: Es war es endlich so weit, dass der Saal zum Teil in Betrieb genommen werden konnte, und zwar übersiedelten am 12.Februar die Telegrammaufnahme F und Telex, am 15.Februar 1955 der Telegraphenbetrieb über Funkverbindungen, am 16.Februar der Auslandsbetrieb über Drahtverbindungen und am 19.Februar der Inlandsbetrieb, wobei gleichzeitig der Telegraphenwählbetrieb aufgenommen wurde.


    Der Betriebssaal, der im 7.Obergeschoß des Fernmeldehochhauses liegt, vereinigt auf einer Grundfläche von 1.500 qm:

    • 40 Plätze Telegrammaufnahme "F"
    • 42 Plätze Telegrammaufnahme "TW"
    • 6 Gebührenplätze
    • 84 Plätze für den Telegraphenamtswähldienst (24 Sende-, 12 Empfangs-, 36 Durchgangs- und 12 Sonderplätze)
    • 36 Plätze für den Telegrammübermittlungsdienst an Auslandsverbindungen (Draht)
    • 24 Plätze für Funkfernschreiblinien im Richtungsverkehr
    • 24 Plätze für Funkmorselinien
    • 15 Leitplätze
    • 18 Arbeitsplätze für Hilfsdienste
    • 6 besondere Plätze für Aufsichtsbeamte und Oberaufsichtsbeamte.


    Telegrafensaal 7. OG

    Das rechte Bild zeigt den Telegraphensaal im  7.OG Foto:OPD


    Der Saal enthält genügend Reserveplätze, um in den nächsten Jahrzehnten ohne wesentliche Umbauten den Anforderungen des modernen, schnellen Nachrichtenverkehrs über Telegraphenleitungen entsprechen zu können.


    Eine Hausrohrpostanlage verbindet den Betriebssaal mit den Schalterdienststellen, der Telegrammzustellung, dem Frankfurter Stadtrohrpostnetz und den wichtigsten Hilfsdiensten.


    Über das Rohrnetz mit dem Kaliber 75 mm kann jede Station jede andere unmittelbar, also ohne Umladen, ansteuern, wobei nur zwei Stellringe an der Büchse auf die Nummer der Gegenstelle eingestellt zu werden brauchen.


    Das Abtasten und Auswerten der Einstellung geschieht mit Hilfe einer automatisch arbeitenden Zentrale. Auf diese Weise kann zum Beispiel der Annahmeschalter sowohl die Inlands- als auch die Auslandsleitstelle unmittelbar ansteuern.


    Bei Einführung des Telegraphen-Amtswähldienstes musste es möglich sein, für jedes Telegramm die Wählnummer und den Namengebertext des Bestimmungsamtes herauszusuchen.


    Wenn mehrfaches Nachschlagen vermieden werden sollte, mussten das Wählnummernverzeichnis und die Verzeichnisse der Telegraphendienststellen in der Bundesrepublik und in der sowjetischen Besatzungszone in einer Kartei untergebracht werden.


    Zur Aufnahme der Kartei wurden je zwei Doppelkranzdrehständer des Sichtregistertyps aufgestellt, die von je zwei Kräften eingesehen werden können. je einer der beiden Doppelkranzdrehständer ist unmittelbar über der Förderbandanlage angebracht, um guten Zugang zu den Förderkanälen zu bieten.


    Schließlich wurde noch ein Nachschlageplatz eingerichtet, an dem alle Telegramme auf Zusprechmöglichkeit geprüft werden. Hierzu wurde ein Drehkranzständer mit beleuchteter Leselupe entwickelt, in dessen Planetten das -auf stärkeres Papier- gedruckte normale Fernsprechverzeichnis eingeschoben wird.

    Quelle: wayback.archive.org


    Zeitraum  1951-1955
    Land:  D

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