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    Teilnehmer-Wählfernschreibnetz - TW 39
    Gestellreihe TW 39

    Im Jahr 1939 wurde nach einem Versuchsbetrieb (ab 1926) der erste Fernschreib-Dienst eröffnet.
    Es handelte sich dabei um das Teilnehmer-Wählfernschreibnetz 39. (TW39)

    In der BRD wurde das Telex-Netz immer weiter ausgebaut und hatte eine Übertragungsgeschwindigkeit von 50 Baud, das sind circa 6 bis 7 Zeichen pro Sekunde.

    Im Jahr 1978 gab es in Westdeutschland und West-Berlin insgesamt 123.298 Telexanschlüsse.

    Im rechten Bild ist ein Gestell aus einer Fernschreibvermittlungsstelle zu sehen.

    Das in Deutschland ab dem Jahr 1939 verwendete System TW39 (Teilnehmer-Wählfernschreibnetz 39) ist technisch weitgehend kompatibel zum handvermittelten Systeme aus dieser Zeit. 

    Verbindungsaufbau TW 39:


    • Der Teilnehmer drückte die Anruftaste auf seinem Fernschaltgerät, welches dann  den Fernschreiber mit der Leitung verbindet, der Schleifenstrom steigt auf 40 mA an.

    • Die Vermittlungsstelle signalisierte die Wählbereitschaft durch eine kurze Leitungsunterbrechung von circa 20 ms.

    • Der Teilnehmer wählt mit der Wählscheibe die gewünschte Zielnummer. Die Wahl erfolgt wie beim Telefon mit Impulswahl.

    • Sobald die Fernschreib-Verbindung vollständig aufgebaut wird, polt die Vermittlungsstelle die Leitung um. Der weitere Ablauf ist dann identisch wie bei einer Handvermittlung.

    • Der Teilnehmer erhält automatisch die Bezeichnung der Gegenstelle auf seinen Fernschreiber und kann dadurch überprüfen ob er mit dem richtigen Teilnehmer verbunden ist.

    • es erfolgt die Übertragung des Textes. 

    • Bei Fehlern im Aufbau der Verbindung (z. B. Teilnehmer besetzt) polt die Vermittlungsstelle die Leitung nur für einen kurzen Moment um und dann wieder zurück in die Ausgangslage zurück. 

    Das hier beschriebene Verfahren entspricht der „Signalisierung B“ auf Zweidrahtleitungen mit Einfachstrom.


    Es existierte jedoch auch noch eine Anbindung mit Doppelstrom über Vierdrahtleitungen. Dieses Verfahren war jedoch im praktischen Einsatz beim Teilnehmer sehr selten. Hier wurde die „Signalisierung A“ verwendet. Das Fernschaltgerät musste dabei zwischen Einfachstrom des Fernschreibers und Doppelstrom des Anschlusses umsetzen.

    Beim Doppelstromanschluss kommen zwei Stromschleifen zur Anwendung: Eine in der Vermittlungsstelle gespeiste zur Übertragung von dort zum Teilnehmer und eine im Fernschaltgerät gespeiste zur Übertragung in die Vermittlungsstelle. Dabei werden beide Schleifen nicht unterbrochen. Die Kodierung der Daten und der Anrufsignalisierung geschieht durch Änderung der Leitungspolarität. Dabei wird von Trennlage (logisch 1) und Zeichenlage (logisch 0) unterschieden.

    • Im Ruhezustand sind beide Schleifen in Zeichenlage.
    • Beim Drücken der Anruftaste schaltet das Fernschaltgerät seine Schleife in Zeichenlage um.
    • Die Vermittlungsstelle signalisiert Wählbereitschaft
    • Es wird gewählt durch Impulse in Zeichenlage
    • Beim Aufbau der Verbindung polt die Vermittlungsstelle ihre Schleife in die Ruhelage um, der Fernschreiber wird angeschaltet. So auch bei eingehenden Verbindungen.
      Zum Verbindungsabbau wird beim Drücken der Schlusstaste die gehende Schleife wieder dauerhaft in Zeichenlage geschaltet.
    • Darauf schaltet die Vermittlungsstelle ihre Schleife auch wieder in Zeichenlage.




    Zeitraum  1939
    Abkürzung:  TW39
    Weitere Information finden Sie unter:
    Weitere Informationen : TW 39 Gestellreihe Weitere Informationen verfuegbar TW 39 Gestellreihe Weitere Informationen : Karte TW Netz Weitere Informationen verfuegbar Karte TW Netz
    Weitere Informationen : Telex ZVSt - HVSt Weitere Informationen verfuegbar Telex ZVSt - HVSt Weitere Informationen : LW - ZG Weitere Informationen verfuegbar LW - ZG
    Weitere Informationen : Fernschreibamt Weitere Informationen verfuegbar Fernschreibamt Weitere Informationen : 1. GW und ZZZ Weitere Informationen verfuegbar 1. GW und ZZZ

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