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    Technische Einleitung und Vorwort zum System 58
    Technische Einleitung und Vorwort zum System 56/58 Details Anzeigen

    1: Einleitung

     

    Das Motorwählersystem ist der DDR neu eingeführtes Fernsprechvermittlungssystem, das von den seit Jahrzehnten in Betrieb befindlichen Hebdrehwählersystemen konstruktiv und schaltungstechnisch erheblich abweicht.

     

    Diese Unterschiede lassen es zweckmäßig erscheinen, der Beschreibung des neuen Systems einen kurzen geschichtlichen Rückblick vorauszuschicken und die Gründe, die seinerzeit für die Entwicklung des Systems maßgebend waren, darzulegen.

     

    In Deutschland begann die Automatisierung des Fernsprechvermittlungsdienstes im öffentlichen Fernsprechnetz vor etwa fünfzig Jahren mit der Errichtung von Selbstwählvermittlungsstellen (VStW) für den Ortsverkehr.

     

    Als Vermittlungssystem ist seit der Zeit bis heute das direkt gesteuerte Schrittschaltsystems in Gebrauch, von dem es, bedingt durch die fortschreitende Entwicklung, mehrere Ausführungen gibt.

     

    Direkt gesteuert heißt, dass die Verbindungsglieder, die Wähler, als Impulsempfänger von den Impulssendern der Fernsprechapparate praktisch ohne Zeitverlust gesteuert werden, d. h., mit Beendigung der Wahl der Rufnummer durch den Teilnehmer ist die Verbindung hergestellt. Als Impulssender in den Fernsprechapparaten dient der in der ganzen Welt bekannte Nummernschalter mit den Ziffern 1... 0. Die Rufnummern der Teilnehmer sind dekadisch aufgebaut, und die direkte Steuerung ergibt, dass das System und die Verbindungsglieder ebenfalls dekadisch aufgebaut sind.

     

    In den Ausführungsarten des Schrittschaltsystems, den Systemen 22 bis 50, sind zwei Arten von Verbindungsgliedern vorhanden:

     

    • Schrittschalt-Drehwähler mit 10 ... 25 Ausgängen für die Vorwahlstufe, als Mischwähler und Steuerschalter
    • Schrittschalt-Hebdrehwähler mit 100 Ausgängen (10 Dekaden mit je 10 Ausgängen) für die Gruppenwahlstufen (GW) und die Endwahlstufe (LW).

     

    Diese Wähler werden durch Elektromagnete von 60 W Leistungsaufnahme, die über Stoßklinken die Schaltarme von Schritt zu Schritt weiterschalten, angetrieben (Stoßklinkenantrieb). Am Ende jedes Schrittes muss die in den bewegten Teilen enthaltene kinetische Energie im Stoß auf die Begrenzungsanschläge vernichtet werden. Die dabei auftretenden Erschütterungen bleiben nicht auf den gerade arbeitenden Wähler beschränkt, sondern übertragen sich auch auf die benachbarten.

     

    Werden nun Wähler, über die Gesprächsverbindungen bestehen, mechanisch erschüttert, so können Geräusche hörbar werden, die die Gesprächsgüte beeinträchtigen und in schweren Fällen die Verständigung sogar unmöglich machen. Diese Wählergeräusche entstehen durch Änderung des Kontaktübergangswiderstandes von unedlen Kontaktstellen in den Sprechstromkreisen, d. h. an Schaltarmen, Zuführungsfedern und Feder- und Messerleisten.

    Die mechanischen Erschütterungen sind ein entscheidender Mangel des Stoßklinkenantriebes.

    Die mit Schrittschalt-Hebdrehwählern erreichbare Schrittgeschwindigkeit von 40 Schritten je Sekunde reicht für den Ortsverkehr völlig aus; sie wird jedoch kritisch, wenn im Selbstwähl-Fernverkehr außer dem Absuchen der Bündel noch Umsetzer der Fernwahlstrecken zu belegen und durchzuschalten sind.

    Die Wartung und Pflege der Hebdrehwählersysteme erfordert zahlreiche Arbeitskräfte. Auch die Kosten für die Beschaffung und Lagerhaltung der Ersatzteile sind erheblich.

     

    Die genannten Nachteile der Schrittschaltsysteme, nämlich die Wählergeräusche, die Fertigung von zwei Wählertypen, die nicht mehr steigerungsfähige Schrittgeschwindigkeit und der große Aufwand für Wartung und Pflege führten etwa 1930 zum Beginn der Entwicklung eines motorischen Einzelantriebs für Drehwähler, durch den der Wähler stoßfrei fortgeschaltet und stillgesetzt werden sollte. Die dafür geeignete Wählertype ist nicht der Hebdrehwähler mit seinen zwei Bewegungsrichtungen, sondern der Drehwähler mit nur einer Bewegungsrichtung. Das Ergebnis dieser Entwicklung war ein Vermittlungssystem, bei dem als einheitliches Schaltglied für alle Wahlstufen ein großer Drehwähler mit 100 Ausgängen mit elektromotorischem Antrieb verwendet wird. Bedingt durch die Größe des Drehwählers ist die Vorwahlstufe mit Anrufsuchern ausgeführt.

    Als erste Wählvermittlungsstelle mit Motorwählern für das öffentliche Fernsprechnetz wurde 1938 die Vermittlungsstelle Eisenberg (Thüringen) errichtet, die nunmehr seit 24 Jahren in Betrieb ist. Auf diesem System Eisenberg fußt die nach 1945 in der DDR durchgeführte Entwicklung eines neuen Motorwählersystems, von dem bei der Deutschen Post (DDR)   folgende drei Ausführungsarten in Betrieb sind:

     

    • System 53
      Versuchsausführung für die Betriebserprobung. Es wurde nur eine Anlage, das Versuchsamt Erkner bei Berlin, errichtet. Die Gehäuse enthalten 24 Motorwähler mit Vierspulenmotoren. Die Schaltarme sind Stahl-Schaltarme.
    • System 56
      Schaltungstechnische und vor allem konstruktive Weiterentwicklung der Gehäuse, bei denen in der Mitte ein Signal- und Prüffeld angeordnet ist, wodurch die Gehäuse nur noch 20 Wähler aufnehmen können. Der Vierspulenmotor ist beibehalten.
    • System 58
      Die Gehäuse nehmen ebenfalls 20 Wähler auf. Die Motorwähler haben einen verbesserten Zweispulenmotor, und die Wählereinschübe werden mit zwei statt einer Schraube befestigt. Dadurch wird eine genauere Endstellung des Schaltarmsatzes im Kontaktkranz erreicht. Die Schaltarme sind Bronze-Schaltarme.

     


    Technische Einleitung und Vorwort zum System 56/58 Details Anzeigen

    Die konstruktiven Unterschiede der Motorwähler gestatten keinen Austausch der Wähler zwischen den einzelnen Systemen. Da jedoch die Gleichartigkeit der Prüfadern gewahrt ist, kann eine Erweiterung von Motorwähleranlagen mit einem Gehäuse als kleinster Einheit vorgenommen werden.

    Die Bezeichnung „System 58" trägt auch das Einheits-Nebenstellen-System ENS, das mit Zweispulen-Motorwählern arbeitet. Bedingt durch die spezifischen Forderungen der Nebenstellentechnik weicht es schaltungstechnisch etwas vom Ortsamtssystem 58 ab.

     

    Das obere Bild zeigt eine Gehäuse Reihe vom System 58. Bei den Gehäuse mit den geöffneten Türen sind die Relaissätze der Leitungswähler zu sehen.

     

    Das untere Bild zeigt einen ausgebauten Motorwähler System 58 mit zwei Motor Spulen und dem Kontaktvielfach. 

    Bildquelle: IGHFT Foto: JH


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    Weitere Informationen verfuegbar Der Motorwähler 58 Weitere Informationen verfuegbar Dekadenwahl Bilder mit Erklärung
    Weitere Informationen verfuegbar Das Stillsetzen des Wählers Weitere Informationen verfuegbar Das Prinzip der Dekadenwahl
    Weitere Informationen verfuegbar Bremsung und Pendeln des Ankers Weitere Informationen verfuegbar Anrufsucher AS
    Weitere Informationen verfuegbar II./IV. Gruppenwähler Weitere Informationen verfuegbar I. Gruppenwähler I. GW
    Weitere Informationen verfuegbar Leitungswähler LW  

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