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    Stromversorgungsanlage - Fernmeldez....  1 von 13eine Seite vor

    Stromversorgung
    Telefonanlagen

    Stromversorgungsanlage - Fernmeldezentrum an der Zeil
    Batterieanlage im Keller

    Fernmeldestromversorgungsanlage


    Eine grundsätzliche Forderung bestand für diese Anlage darin, daß sie bei Netzausfall den Betrieb der angeschlossenen Fernmeldeanlagen auch längere Zeit ohne eine stationäre Netzersatzanlage sicherzustellen vermag.


    Diese Bedingung hat die Planung, den Raumbedarf, die Lage der Räume zueinander sowie die Anordnung und Erweiterungsmöglichkeit maßgeblich beeinflusst. Daneben galt es, die einzelnen Verbraucherströme für den wahrscheinlichen Endausbau der Fernmeldeanlagen zu erfassen und die verschiedensten Anforderungen der Verbraucher aufeinander abzustimmen.


    Über zwei 5 kV-Kabel wird die erforderliche Energie dem örtlichen Kraftnetz entnommen, in zwei 1.000 kVA-Transformatoren auf 220/380V transformiert, über eine besondere Niederspannung-Schaltstation den Netzfeldern im Gleichrichterraum zugeführt und auf die einzelnen Gleichrichtergruppen,


    Schaltfelder für Umformer, Regler und Schwungkraftaggregate aufgeteilt. In diesen Geräten erfolgt nunmehr die eigentliche Umformung der zugeführten Energie in die von den fernmeldetechnischen Verbrauchern benötigten Stromarten und Spannungen. Dabei werden die im örtlichen Kraftnetz auftretenden Spannungsschwankungen, Frequenzabweichungen und unsymmetrischen Phasenspannungen weitestgehend ausgeglichen.


    Belastungsschwankungen auf der Verbraucherseite bleiben ohne Einfluss auf die abgegebenen Verbraucherspannungen. Diese für ein betriebssicheres Arbeiten der Fernmeldeanlagen unerlässlichen Forderungen, die unter anderem auch die hohe Betriebsgüte der Nachrichtenverbindungen mitbestimmen, konnten nur durch die Anwendung der magnetischen Regeltechnik in den Stromversorgungsanlagen erfüllt werden. Bekanntlich waren hierfür die Schaffung magnetisch weicher Werkstoffe und hochwertiger Selentrockengleichrichter notwendig. Ferner war die Anwendung der Strombegrenzungs- und Sättigungswinkelsteuerung Voraussetzung. Obwohl die aus dem Kraftnetz bezogene Energie über vorgenannte Einrichtungen den Fernmeldeeinrichtungen direkt zugeführt wird, sind in Bereitschaft stehende Batterien notwendig. Die in ihnen aufgespeicherte Energie wird bei Netzausfall beansprucht.


    Das rechte Bild zeigt die Batterieanlage im Hochkeller
    Foto:Fmtz Darmstadt

    Die gesamte Fernmeldestromversorgungsanlage ist in drei übereinander liegenden Räumen untergebracht.

    Sie umfasst bisher die -60V, +60V Anoden- sowie Heizstromversorgung und ist für 2.400A, 1.000A, 600A und 275 kVA ausbaufähig.

    Die im Kellergeschoß aufgebauten Batterien bestehen aus der Anodenbatterie mit 10.944 Ah/10 Std., der -60V-Batterie mit 15976 Ah/10 Std. und der +6oV-Batterie mit 6.366 Ah/10 Std.

    Sie ist die zur Zeit größte Batterieanlage der Deutschen Bundespost. Ihr Gesamtgewicht beträgt etwa 500.000 kg. Der maximale Flächendruck unterhalb der Steinzeug Kästen beläuft sich auf 3304 kg/qm. An Füllsäure waren 123.060 kg notwendig.


    Die Anlieferung dieser beträchtlichen Füllsäuremenge konnte nur mit Spezialkesselwagen der Bundesbahn im Stadtgebiet von Frankfurt mittels 4-achsiger Culemeyer-Fahrzeuge durchgeführt werden.


    Bemerkenswert ist, dass der Transport der Säure ohne jegliche Verzögerung zu erfolgen hatte, weil die letzte Zelle jeder Batterieeinheit spätestens 24 Stunden nach Füllung der ersten Zelle gefüllt und die Formierungsladung eingeleitet sein musste.


    Im Erdgeschoß befinden sich die zur Heizstromversorgung der Verstärkerröhren usw. erforderlichen Induktionsregler und Gleichstrom/Drehstrom-Umformer Sätze. Hier werden später noch Schwungkraftanlagen für die Fernspeisung der Trägerfrequenz-Fernkabelstrecken und 25 kVA-Schwungkraftaggregate zur pausenlosen Versorgung besonderer netzgespeister Einrichtungen aufgebaut.


    Die Induktionsregler und Umformer sind im Hinblick auf eine kurze Leitungsführung unterhalb der im Gleichrichterraum stehenden Umformer Felder angeordnet worden. Die Umformer Fundamente wurden auf 80 mm starke Korkplatten gesetzt, um die Übertragung schädlicher Schwingungen auf die Tragdecke völlig auszuschließen.


    Für die Aufstellung der Gleichrichtereinheiten, Netz, Umformer, Schalt- und Verteilfelder im ersten Obergeschoß ist die U-Form gewählt worden. Sie ermöglichte neben einer geradlinigen Führung der zum Teil sehr starken Batterieleitungen aus dem Batterieraum sowie der Weiterführung der Kupferschienen über den Geräten auch eine übersichtliche Verlegung der Verbraucherleitungen zum gemeinsamen Kabelschacht. In ihm wurden alle Verbraucherleitungen nach den einzelnen Stockwerken geführt, dort oberhalb der Montagedecken eingeschwenkt und dann zu den entsprechenden Verteilpunkten der Fernmeldeanlagen abgezweigt, bzw. entlang den Gestell Reihen verlegt.


    Das Gewicht des bisher installierten Kupferschienen- und Leitungsmaterials beträgt rund 50.000 kg. Auf die Arbeitsweise der im Gleichrichterraum aufgebauten 60V-Gleichrichtergeräte soll hier nicht näher eingegangen werden. Erwähnenswert ist jedoch, dass sich die einzelnen 60V-Gleichrichtergeräte entsprechend dem jeweiligen Verbrauch selbsttätig zu- und abschalten und gleichmäßig die Gesamtlast übernehmen. Zum Verständnis der Anoden- und Heizstromanlage, die in der derzeitigen Ausführung zum ersten Male Form und Gestalt gefunden hat, sind jedoch einige Erläuterungen notwendig.


    Fernsprechtechnik - Schalttafel Stromversorgung
    Schaltzentrale der Elekrizitätsversorgung

    Im Normalbetrieb, also bei anstehendem Netz, liefern die Anodengleichrichter in direkter Amtsspeisung eine Gleichspannung von 212 (215) V ± 1% an die Anodenstromverbraucher, während gleichzeitig die Heizstromkreise über Einphasen-Drehtransformatoren (Induktionsregler) mit 220V Wechselspannung versorgt werden.

    Die mit sogenannten Öldruckstellmotoren gekuppelten Induktionsregler sind in der Lage, Netzspannungsschwankungen von ± 20% bis auf ±1% auszugleichen. Vor Übergang auf die eigentlichen Heizstromverbraucher wird die Heizwechselspannung auf 20V transformiert.


    Da die erforderlichen Heiztrafos bei den zu versorgenden technischen Einrichtungen untergebracht sind, wurden beträchtliche Mengen an Leitungsmaterial gespart. Bei Netzausfall wird die Energie für die Anoden- und Heizstromverbraucher der bis dahin in Bereitschaft stehenden und auf höchsten Füllungsgrad gehaltenen Anodenbatterie entnommen.


    Die im Normalbetrieb geschalteten 2 x 100 Zellen werden getrennt. Eine Batteriegruppe übernimmt unterbrechungsfrei die weitere Anodenstromversorgung, während zur Vermeidung eines Spannungseinbruches die mit hohem Strom anlaufenden Heiz- und ein Zusatzumformer auf die restlichen 100 Zellen geschaltet werden.


    Während die Umformer über die oben angeführten Induktionsregler die Heizstromversorgung übernehmen, versorgt der vorstehend erwähnte Zusatzumformer einen Zusatzgleichrichter. Seine Zusatzspannung wird der absinkenden Batteriespannung aufgestockt und damit die jeweilige Spannungsdifferenz zwischen Anoden-Sollspannung und zurückgehender Batteriespannung ausgeglichen.


    Nach Netzrückkehr wird die Anodenstromversorgung unterbrechungsfrei von den Gleichrichtern wieder übernommen und der Zusatzgleichrichter abgeschaltet. Die Heizumformer laufen jedoch noch etwa eine Minute weiter, um sicherzustellen, dass die Heizstromverbraucher auf ein stabiles Netz zurückgeschaltet werden.


    Hierauf leitet eine Wiederaufladeautomatik die selbsttätige Ladung der beanspruchten Anodenbatterie durch 4 Ladegleichrichter ein. Erreicht die Gesamtbatterie eine Spannung von 219V, so erfolgt eine Trennung der beiden Batteriegruppen.


    Eine Gruppe bleibt für die Anodenstromversorgung in Bereitschaft, während die anderen 100 Zellen bis auf 230V weitergeladen werden. Bei dieser Spannung schalten sich 2 Ladegleichrichter ab, und die restlichen beiden Gleichrichter setzen die Ladung mit kleinerem Strom bis zu Beginn der Gasungsspannung fort. Hierauf werden auch sie abgeschaltet.


    Nach Rückgang der Batteriespannung wird die geladene Batteriegruppe mit der bislang in Bereitschaft stehenden Batteriehälfte parallel geschaltet. Danach erfolgt eine abermalige Batterietrennung. Die noch nicht geladenen 100 Zellen durchlaufen nunmehr den vorstehend beschriebenen Wiederaufladevorgang, während für die bereits geladenen Zellen die Erhaltungsladung einsetzt.

    Nachdem auch die zweite Batteriegruppe geladen ist und beide Batteriehälften die gleiche Spannung besitzen, erfolgen ihre endgültige Parallelschaltung sowie der Übergang auf die Erhaltungsladung. Damit befindet sich die Anlage wieder im normalen Betriebszustand, das heißt, die Anoden- und Heizstromverbraucher werden über die Fernmeldestromversorgungsanlage direkt aus dem Netz gespeist.


    Alle angedeuteten Schaltvorgänge laufen nach einem wohlabgestimmten System vollautomatisch ab.


    Die Gesamtanlage in der derzeitigen Ausführung ist allen bisher gestellten Forderungen der angeschlossenen fernmeldetechnischen Verbraucher gerecht geworden.

    Die bei der Abnahme zu fordernden Pflichtenheftswerte wurden restlos erfüllt und zum Teil wesentlich übertroffen. Die Deutsche Bundespost hat bei der Erstellung der zentralen, vollselbsttätigen Stromversorgungsanlage in wirtschaftlich vertretbaren Grenzen dafür gesorgt, dass auch bei längerem Netzausfall der Nachrichtenverkehr nicht zum Erliegen kommt. Trotzdem wurde Maß gehalten.
     

    Quelle: wayback.archive.org

    Hier geht es zur
    Technische Dokumentation Fernmeldezentrum an der Zeil


    Zeitraum  1951-1955
    Land:  D
    Weitere Information finden Sie unter:
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