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    Sprechstelle Telefon  2 von 13eine Seite zurückeine Seite vor

    Sprechstelle Telefon
    Teilnehmer A  (W48) Details Anzeigen

    Am Anfang der Verbindungskette steht das Telefon (Fernsprecher).

    Alle alten Telefone, die eine Wählscheibe haben, arbeiten mit dem Impulswahlverfahren (IWV).
    Die Wählscheibe im Telefon enthält eine Wählschaltung (Nummerschalter Kontakt nsi), die beim Wählen Unterbrechungen in der a-Ader des Telefonanschlusses erzeugt. (Schleifenunterbrechungen)

    Je nach gewählter Ziffer wird eine entsprechende Anzahl von Unterbrechungen erzeugt. Als Beispiel, beim wählen der Nummer  5 mit der Wählscheibe wird die Leitung 5-mal für eine kurze zeit unterbrochen.

    Die Vermittlungsstelle schließt von der Anzahl der Unterbrechungen auf die gewählte Ziffer.
    Das Verhältnis der Unterbrechungen zur Schließung der Gleichstromschleife liegt bei 60 ms zu 40 ms.

    Das wichtigste Bauteil der Wählschaltung ist die Wählscheibe, auch Nummernschalter genannt.
    Die Wählscheibe enthält 3 Kontakte, die bei der Wahl folgende Aufgabe haben:

    • Nummernschalterarbeitskontakt (nsa)
      Er schließt die Hör- und Sprechschaltung während der Wahl kurz. Die Wahlimpulse sind dadurch im Hörer nicht zu hören. Der Schleifenstrom wird verstärkt, weil in diesem Zustand das Telefon fast 0 Ohm Widerstand hat, anstelle von sonst ca. 600 Ohm, Impuls Verzerrungen werden dadurch auch vermindert
    • Nummernschalterruhekontakt (nsr)
      Er unterdrückt die letzten beiden Impulse des nsi-Kontaktes. Dient der Erzeugung einer Wahlpause von mindeste 200 ms, diese Zeit wird benötigt, damit die Vermittlungsstelle in der kleinen Zwischenzeit die Wähler in freier Wahl  einstellen kann.
    • Nummernschalterimpulskontakt (nsi)
      Er unterbricht die Gleichstromschleife. Die Anzahl der Unterbrechungen entspricht der gewählten Ziffer.
      Ältere Wählscheiben erzeugen 2 zusätzliche Impulse, die vom nsr unterdrückt werden (Mindestwahlpause).


    Gabelumschalter  (dargestellt bei aufgelegtem Hörer)
    Wecker ca. 1500 Ohme (Wechselstromwecker)
    Fernhörer (Lautsprecher)
    M = Kohlemikrofon ca. 500 Ohm
    Ü = Übertrager für die Rückhördämpfung
    T = Gehörschutzgleichrichter (Begrenzung kleiner 400 mV)
    nsi = Nummernschalter - Impulskontakt
    nsr = Nummernschalter - Ruhekontakt (schließt die letzten 2 Impulse kurz)
    nsa = Nummernschalter - Arbeitskontakt (schließt bei der Wahl den Apparatewiderstand kurz)
    C = 1 µF und R = 1000 Ohm
    RN = 400 Ohm (Leitungsnachbildung)

    Funktions- Zustände

    Bei aufgelegtem Handapparat verhält sich das Telefon hochohmig, es kann kein Gleichstrom durch den Apparat fliesen, er wird durch den Kondensator 1 uF abgeblockt.

    Wird vom Amt ein Rufwechselstrom (60V~/25 Hz) an die ab Leitung angelegt. Er fließt über den Kondensator 1 uF und den Wecker (ca. 5-10 mA), der dadurch im Ruf Rhythmus ertönt.

    Beim Abnehmen des Handapparates werden alle Kontakte des Gabelumschalters  betätigt. Dadurch fließt ein Gleichstrom von der a-Leitung über die nsi-, nsr-Kontakt, den GU Kontakt, den Widerstand 400 Ohm, die Spule des Übertragers, hier 95 und 35 Ohm, ein Teil davon über das Mikrofon parallel.
    Das Mikrofon erhält nun Speisung ca 50 mA, das ganze Telefon hat dann einen Widerstand von ca. 600 Ohm von a nach b.

    Der dem Speisegleichstrom überlagerte Sprechwechselstrom (und die Signal Töne) werden vom Übertrager auf den Fernhörer übertragen. Die über das Mikrofon erzeugten Sprechwechselströme gelangen nur gedämpft in den eigenen Fernhörer (Rückhördämpfung).

    Der Gehörschutzgleichrichter schließt Spannungen über 400 mV kurz. Dadurch wird eine zu große Lautstärke aus dem Lautsprecher verhindert.
    Beim Abnehmen des Hörers würde der Sprung von der Leerlauf Spannung 60 V auf ca. 30 V abnehmen und dadurch einen lauten Knall erzeugen. Die beiden Dioden begrenzen die Spannung auf ca 400 mV. Es wird auch als Knallschutz bezeichnet.


    Beim Betätigen des Nummernschalters (Wählscheibe) wird die Sprech- und Höreinrichtung durch den nsa Kontakt kurzgeschlossen. Durch den geringeren Widerstand erhöht sich der Schleifenstrom. Dadurch wird eine sichere, unverfälschte Impulsgabe gewährleistet. Gleichzeitig wird verhindert, dass Schleifenunterbrechungen im Hörer wahrnehmbar sind.

    Beim Ablaufen des Nummernschalters unterbricht der nsi Kontakt die Gleichstromschleife. Das RC Glied (R und C) verhindern Funkenbildung am nsi Kontakt.

    Beim Auflegen des Handapparates wird das Telefon wieder hochohmig.




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