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    Selbstwählferndienst in Bayern  5 von 40eine Seite zurückeine Seite vor

    Selbstwählferndienst in Bayern
    Blockschaltbild Netzgruppentechnik in Bayern

    Die Geburtstunde des Selbstwählferndienstes entstand in Bayern.

    Dort wurde im Jahr 1923 in Weilheim - Oberbayern die erste Netzgruppe der Welt eingerichtet. Nach verschiedenen Versuchen und Abwandlungen hatte sich auch in Bayern die Technik mit dem Direktwahlsystem herausgebildet.
    Es wurde dabei der Zeitzonenzähler (ZZZ) mit der Umsteuertechnik entwickelt.

    Die Fernverbindungen wurden direkt mit der Nummernwahl des Teilnehmers eingestellt. Es wurden offenen Kennzahlen für Knoten- und Endämter mit vierstelligen Ziffern verwendet. Für die Hauptämter oder Netzgruppenmittelpunkte wurden dreistellige Ziffern verwendet

    Das obige Schema zeigt ein Beispiel des Verbindungsaufbaues in diesem System. Hier wurde auch zum ersten Mal eine Verkehrsausscheidungsziffer eingeführt.

    Durch die Wahl der Ziffer 0 wurde sofort eine Verbindung in die höchste Netzebene zum HA aufgebaut. In der Nullgasse liegt ein Zeitzonenzähler (ZZZ), der aus der Zone und Zeit die Gesprächsgebühr ermittelte und speicherte. Diese Gebühr wurde am Ende des Gesprächs in Form von Mehrfachimpulsen auf den Teilnehmerzähler übertragen


    Schaltplan Zeitzonenzähler

    Der Aufbau des Zeitzonenzählers (ZZZ) ist im rechten Bild als vereinfachter Schaltplan dargestellt.

    Aus der gewählten Kennzahl wurde die Zone ermittelt, aus der Zone und der Zeitdauer wurde die Gebühr ermittelt und am Ende des Gesprächs in Form von Zählimpulsen auf den Teilnehmergebührenzähler übertragen.

    Der ZZZ belegte über einen Umsteuerwähler (UW) unmittelbar eine Netzgruppenleitung zum übergeordneten Hauptamt (HA).

    Der UW war für 2 oder 3 Richtungen konstruiert und hatte die Aufgabe, eine im KA-Bereich verbleibende Verbindung auf einen EWG Wähler umzusteuern und bei Bedarf einen Querweg zu einem anderen KA oder HA anzusteuern. Die Schaltvorgänge wickelten sich während des Verbindungsaufbaus in der kleinen Pause zwischen den 2 Stromstoßreihen bei Ziffernwahl ab.

    Ein Mitlaufwerk nimmt dazu, parallel zum Aufbau über den Kennzahlweg, über ein Impulsrelais A die Kennziffern auf.

    Es steuerte dabei einen Drehwähler an. Erreichte der Mitlaufwähler nach der ersten oder zweiten Kennziffer, im letzten Falle mit einer Zwischenrast über das Relais-R, einen Schritt, der einen Querweg kennzeichnet, dann wurde  das Umsteuerrelais II oder III erregt. Der Prüfstromkreis für die Hauptrichtung wurde unterbrochen und der Prüfstromkreis für die  Querrichtung wurde geschlossen. Um die Durchschaltung der Wähler dabei zu beschleunigen, machte man in der Hauptrichtung und auch in den Querrichtungen von der Voreinstellung der Wähler Gebrauch.


    Die angeschlossenen Fernleitungen wurden zweidrähtig durchgeschaltet. Aus Dämpfungsgründen war daher die Zugänglichkeit im Allgemeinen auf einen Verkehr innerhalb der Netzgruppe und zwischen Nachbarnetzgruppen beschränkt. Zu dieser Zeit standen noch keine Verstärker zur Verfügung. Über die Fernleitungen konnte eine Reichweite ohne Verstärker von circa 75 bis 150 km erreicht werden.

    Die Zeichensteuerung zwischen den Wahlstufen wurde mit den Regelkennzeichen durchgeführt. Neben der Gleichstromwahl wurde auch schon in größerem Umfang von der Wechselstromwahl gebrauch gemacht. Die Gleichstromübertragungen arbeiten mit Glimmlampenauslösung. Die Wechselstromübertragungen hatten damals bereits eine ausgereifte Form, die in den nächsten 20 Jahren fast unverändert angewendet wurden.

    Die Qualität des Fernverkehrs hängt von einer einwandfreien Übertragung der Wählimpulse ab. Zu diesem Zweck wurde in den Übertragungen eine große Aufmerksamkeit für die Impulsübertragung aufgewendet.

    In den Wählübertragungen für den abgehenden Verkehr wurden die Impulszeichen für die Nummernwahl mit einer Vorkorrektion gesendet. Die Wählübertragungen für den ankommenden Verkehr arbeiteten mit Stromstoss Regulierung.

    Das Beginnzeichen wurde in der WUe-k (Wählübertragung kommend) und in der WUe-g (Wählübertragung gehend) abgezählt. Über die Fernleitung wurde es als Impuls von 145 ms Länge, im Gleichstromnetz mit Dauerspannung an b übertragen.

    Das Schlusszeichen ist im Gleichstromnetz ein Dauerzeichen, das auf der Fernleitung in ein Impulszeichen von 120/70 ms umgewandelt wurde. Die Auslösung einer Verbindung geschieht durch einen langen Wechselstromimpuls mit einer Dauer von circa 900 ms.

    Als Empfangsrelais wurden Wechselstromrelais mit 2 Spulen verwenden. Durch einen Kondensator wurde das Relais so abgestimmt, dass in der zweiten Wicklung der Strom um 90 Grad in der Phase verschoben wurde. Erst durch dieses Relais wurde die Wechselstromübertragung mit einer sicheren Betriebsweise möglich.

    Die Reichweite einer  Wechselstromwahl über eine Wechselstromübertragung betrug circa  I00 km. Zur Überbrückung der später eingeführten Zweidraht-Zwischenverstärker wurden Umgehungs-Übertragungen eingeführt.

    Wenn die Fernleitungen zwischen EA und KA durch Übertrager abgeriegelt waren, so wurden auch Wechselstromübertragungen für die Zählung der Gebühren eingesetzt. (WUeZ)

    Unter den Zusatzeinrichtungen in der bayrischen Netzgruppentechnik ist noch der Gebührenanzeiger, der mit 50 Hz Wechselstrom arbeitete und der Münzfernsprecher zu erwähnen. Dieser Münzfernsprecher ermöglichte bei Vorauszahlung der 3 Minuten Gebühr ein Ferngespräch zu führen. In der fast mehr als 30 jährigen Betriebszeit hat sich die Netzgruppentechnik aus Bayern sehr gut bewährt.


    Weitere Information finden Sie unter:
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