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    Schreibtelegraf von Morse  12 von 435eine Seite zurückeine Seite vor

    Schreibtelegraf von Morse
    Schreibtelegraf  von Morse - Modell

    Erfinder: Samuel Finley Breese Morse
    Jahr: 1837

    Das rechte Bild zeigt ein Modell des Schreibtelegrafen nach Morse.

    Dieser Schreibtelegraf hatte einen Schreibarm in A-Form, der wie ein Pendel aufgehängt wurde. Die mittlere Strebe war mit einem Elektromagneten versehen, die untere Strebe mit einem Schreibstift. Mit einem zweiten Elektromagneten konnte man nun den Schreibarm nach vore und nach hinten lenken, so dass dieser auf einem bewegten Papierband Zacken aufzeichnete.

    Die Zacken stellten die dekadischen Ziffern dar und mittels eines Codebuches konnten sie decodiert werden:

    • Ein Zacken nach unten = 1
    • zwei Zacken nach unten = 2; usw.
    • ein Zacken nach oben = 0.

    Im Jahr 1837 führte Morse seinen Telegraf der Öffentlichkeit vor.

    In Zusammenarbeit mit Alfred Vail und Leonhard Gale verbesserte Morse den elektromagnetischen Telegrafen. Der Empfänger bestand weiterhin aus einem Schreibarm mit einem drehbaren Pendel an der Spitze. Weiterhin waren in der Mitte ein Elektromagnet und unten ein Schreibstift befestigt. Gegenüber dem Elektromagneten wurde Weicheisen installiert, welches bei Erregung des Elektromagneten das Pendel anzog und den Stift in Bewegung versetzte. Unterhalb des Stiftes war ein Papierband angebracht, das durch ein Uhrwerk von links nach rechts bewegt wurde. Floss Strom, zeichnete der Stift Zacken auf.



    Schreibtelegraf  von Morse - Schema Stromlauf

    Der Sender bestand aus einem Stab mit einer Rinne darin, in der sog. „Typen“ aneinandergereiht waren. Diese „Typen“ bestanden aus Nocken: Eine Nocke = 1; Zwei Nocken = 2, usw. Der Stab samt den Nocken wurde auf einem Transportband – angetrieben durch eine Kurbel – bewegt. Über dem Stab war ein zweiarmiger Hebel. An dem Ende über dem Stab war unterhalb des Hebels ein kleines Holzstück geschraubt. Wenn das Holz nun auf einen Nocken traf, wurde der Hebel nach oben gedrückt und das andere Ende des Hebels nach unten. An eben diesem Ende war ein Drahtbügel befestigt, der dann in Quecksilber tauchte und so die Batterie an den Elektromagneten anschloss.

    Die Vorteile gegenüber etwa einem optischen Telegrafen waren enorm: Der elektromagnetische Telegraf Morses war sowohl vom Tageslicht als auch vom Wetter unabhängig, war relativ klein und passte daher in jedes Haus und die Nachricht blieb zwischen Sender und Empfänger geheim.

    Quelle: (cc) by-nc-sa, Lehrstuhl für Nachrichtentechnik, RWTH Aachen


    Zeitraum  1837
    Weitere Information finden Sie unter:
    Weitere Informationen : MorseTelegraf Weitere Informationen verfuegbar MorseTelegraf Weitere Informationen : Erfindung des Morse-Alphabets durch Samuel F. B. Morse Weitere Informationen verfuegbar Erfindung des Morse-Alphabets durch Samuel F. B. Morse

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