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    Mix und Genest - selbsttätiger....  39 von 52eine Seite zurückeine Seite vor

    Mix und Genest - selbsttätiger Gebührenerheber - Teil 2
    Figur 3
    Fig. 3. Mix und Genest's Gebührenerheber und Einschalter für Sprechstellen.

    Die beiden Hebel i und i1, von denen der erstere in die Rinne R und der andere in die Rinne R1 hineinragt, werden durch das herab gleitende Geldstück zurückgedrückt; beide Hebel sind durch ein Diagonalgestänge g verbunden, und deshalb ragt, wenn der eine Hebel zurückgedrückt ist, der andere rechtwinkelig in die Rinnenbahn hinein;

    in Fig. 3 steht z.B. der Hebel i normal zur Rinne R, und der Hebel i1 ist zurückgedrückt; die umgekehrte Stellung ist durch punktierte Linienangedeutet. Der Hebel i stellt beim Zurückdrängen an dem federnden Kontakt c die Verbindung des Apparates mit der Leitung her; die Verbindung wird wiederum aufgehoben, sobald i1 zurückgedrückt wird und i sich wieder normal stellt.


    Wird nun ein Geldstück in den Schlitz s gesteckt und wirft die Prüfungsrinne P es nicht wieder aus, so fällt es aus P in die Rinne R und wird durch die erste Scheibe r, welche im Ruhezustande, wie in Fig. 4, in die Rinne hineinragt, festgehalten. Das Geldstück drückt den oberen Hebel i zurück und schaltet damit bis auf weiteres die Leitung zum Amte ein. Das Vermittlungsamt kann jetzt mittels des unterhalb des Mikrofons sichtbaren Druckknopfes angerufen und von ihm die gewünschte Leitung verlangt werden.


    Kommt von dem Amte der Bescheid „Leitung besetzt“, so drückt der Rufende auf den Knopf K des Automaten, die Rinne R bewegt sich in ihrem unteren Teile nach vorn, das Geldstück wird von der Scheibe r treigelassen, gleitet in die Rinne R2 und gelangt durch die Führung Z zu dem am unteren Teile des Schrankes befindlichen Auswurf, woraus der Anrufende es zurück nimmt. Beim Vorübergehen an dem Hebel i1 drückt die Münze diesen zurück und schaltet so den Gebührenerheber wieder vom Amte ab.


    Figur 4
    Fig. 4. Mix und Genest's Gebührenerheber und Einschalter für Sprechstellen.


    Ist die Leitung frei bezieht der zu rufende Teilnehmer verbunden, so sendet das Vermittlungsamt einen Strom in die Leitung nach dem Schranke und gibt den Bescheid „Rufen“. Der Strom des Amtes geht durch ein in dem Automaten unter N liegendes Relais, welches eine Lokalbatterie schließt und den Anker des Elektromagnetes N in Bewegung setzt. Der sich nach rechts bewegende Anker A dreht die Scheibe r im Sinne des Uhrzeigers, die noch bei QB, Fig. 4, ruhende Münze wird frei gelassen, legt sich auf die Rast der Scheibe r1, welche oben links in die Bahn der Rinne R1 eingetreten ist, und wird dort so lange festgehalten, bis der Anker des Elektromagnetes N beim Aufhören jenes Stromes wieder in die Ruhelage zurückgeht, worauf das Geldstück auf die Rast der Scheibe r2 fällt und hier vorläufig liegen bleibt, wie QB1 in Fig. 2 und 4.


    Nach Beendigung des Gespräches gibt der gerufene Teilnehmer das Schlusszeichen; der jetzt bei dem Gebührenerheber ankommender Strom bewirkt wiederum das Anziehen des Ankers A, die Scheibe r2 dreht sich nach rechts herum, bis ihr Ausschnitt parallel zur Rinne steht, und lässt das Geldstück in die Kasse C fallen, wobei nun der Hebel i1 zurückgedrückt wird und die Verbindung der Leitung zwischen c und i aufhebt.

    Falls das Schlusszeichen ausbleibt und auch die durch Entsendung eines Stromes seitens des Vermittlungsamtes mögliche Kassierung unterlassen wird, ebenso wenn der Elektromagnet N nicht richtig arbeitet, wird das in der Rinne zurückgebliebene Geldstück bei der nächsten Benutzung des Apparates mechanisch einkassiert. Zu diesem Zwecke ist links neben der Einwurfsöffnung auf dem den Anker A tragenden Hebel eine Rolle U (Fig. 4) angebracht, welche in die Einwurfsöffnung s hineinragt. Beim Einstecken eines Geldstückes in den Schlitz s wird die Rolle U nach links gedrückt und dadurch der Anker A nach rechts bewegt, genau in der Weise, als wenn derselbe durch den elektrischen Strom angezogen wäre; bevor also ein neu eingeworfenes Geldstück nur in die Prüfungsrinne P gelangt, ist das von der vorigen Verbindung bei QB1 etwa zurückgebliebene Geldstück auf mechanischem Wege der Kasse C zugeführt worden.

    Text und Bilder sind unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar


    Zeitraum  1891, 3. März
    Land:  D
    Weitere Information finden Sie unter:
    Weitere Informationen : Mix und Genest - selbsttätiger Gebührenerheber - Teil 1 Weitere Informationen verfuegbar Mix und Genest - selbsttätiger Gebührenerheber - Teil 1  

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