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    Leitungswähler (OFLW) WS 48  11 von 22eine Seite zurückeine Seite vor

    Leitungswähler (OFLW) WS 48
    Leitungswähler WS 48 hebdrehwähler mit Relaissatz

    Der OFLW 48 basiert  im Prinzip basiert auf den drei Unterarten des Leitungswähler aus dem System 40, der OFLW48 ist eine Einheitsausführung des Leitungswählers, der alle Anschlussarten (Einzel- und Serienanschlüsse (mit oder ohne Durchwahl) und Gesellschafteranschlüsse) bedienen kann.

     

    Der OFLW (Orts-Fern-Leitungs-Wähler) besteht aus:

    • 11 Relais
    • 1 Thermorelais
    • Hebdrehwähler Bauart 27

     

    Der OFLW48 kann übrigens auch mit den Systemen 29 und 40 zusammenarbeiten, beim System 40 ist eine zusätzliche Diode (im LW-Gestell angeordnet) einzuschleifen, um die Regelkennzeichen des Systems nachbilden zu können.

     

    Nun zu den Besonderheiten: 

    • es gibt kein Wahlendekennzeichen (ist in einem System mit (mehrziffriger) Weiterwahl über die Teilnehmerrufnummer, also der Durchwahl, ist dies auch nicht möglich)

    • es gibt kein elektrisches Rückwärtszeichen im Falle, dass der Teilnehmer besetzt sein sollte. Besondere Abfangschaltungen für die Rückwärtsauslösung bei Verbindungen, die vom Fernamt aufgebaut werden, entfallen daher

    • es gibt keine Zählunterdrückungs-Zusatzschaltung.


    • Es gibt keine Rückkontrolle, wie in den anderen Vorgängersystemen üblich. Das wäre auch gar nicht möglich, weil es zeitlich bei einer Weiterwahl nicht ausgehen würde, eine Schutzzeit abzuwarten. Geht man davon als, daß "schlimmstenfalls" nach 300 Millisekunden die weiteren Ziffern daherkommen und innerhalb dieser Zeit eine Frei-/Besetztprüfung, ein Erstruf bzw. vorangehend ein Suchlauf innerhalb einer Serie erfolgen müßte, dann wird das doch sehr zeitkritisch. Man hat dieses Thema anders gelöst: Der I. GW (und dessen Funktionsäquivalente) senden bei Auslösung einen doppelt solangen Impuls, wie bei einer normalen Wahl aus. Dieser verlängerte Impuls wird vom OFLW erkannt und es wird ein Verbindungsabbruch eingeleitet. Im kommenden Fernverkehr wird durch die Übertrager bzw. vom verzonenden Satz (Registerverzoner) dieser verlängerte Impuls ebenfalls erkannt und ein Abbruch eingeleitet.


    • Die Option der Nachtnummernwahl innerhalb von Serienanschlüssen wurde vom System 40 mit übernommen

    • SWFD Ferngespräche stellen normalerweise den OFLW48 auch nur ortsmäßig ein, es erfolgt daher keine Fernsperre (von Teilnehmern aufgebaute Verbindungen unterscheiden sich daher nicht hinsichtlich Orts- und Ferngespräch). Die in Deutschland übliche Fernamts-Ausnahmeansage kann daher entfallen

    • Der gerufene Teilnehmer ist unabhängig vom rufenden Teilnehmer, er kann sich daher selber frei schalten ("Selbstfreischaltung"), unabhängig, ob der rufende Teilnehmer zwischenzeitlich ausgelöst hat oder nicht.


    • Der gerufene Teilnehmer wird, so der rufende Teilnehmer inzwischen aufgelegt haben sollte, zunächst noch vom OFLW48 aufgefangen, nach einem durch ein Thermorelais vorgegebenen Zeitablauf aber nach etwa 30 Sekunden abgeworfen (in den Hundertern, wo individuelle Anrufumleitungen geschaltet wurden, wurden spezielle OFLW48 eingesetzt, die anstelle des Thermorelais elektronische Zeitglieder hatten, diese lösten den Auffangzustand bereits nach etwa fünf Sekunden aus).

    • Der Erstruf wird nicht durch einen Langsamunterbrecher (LU) erzeugt, sondern individuell durch einen kleinen Elektrolytkondensator.

    • Die 6-Sekunden-Folgerufe werden extern, pro Gestell, gesteuert.

    • Die Rufwechselspannung wird der Batteriespannung überlagert, auf der a-Ader ausgegeben und von der b-Ader (oder der teilnehmerseitigen Erde) aufgenommen. Bei Ruf a/E wird die b-Ader daher frei von der Rufspannung gehalten, dies ist für die Durchwahlfunktion erforderlich

    • Die Durchwahlimpulse werden mit Spannung auf der b-Ader ausgegeben. Um einen allfälligen Kurzschluss zu verhindern, werden die Durchwahlimpulse über eine Bifilarwicklung des A-Relais (A 2-3, 40 Ohm) impulsweise ausgegeben. Während der einzelnen Durchwahlserien wird der periodische Ruf abgeschaltet, danach wieder angelegt.

    • Die c-Ader zur nachfolgenden Einrichtung kann auch nach erfolgreichem Aufprüfen durch die nachfolgende Einrichtung unterbrochen werden. Tatsächliche Anwendung findet diese Option bei Anwahl von Gesellschafter-Zusatzeinrichtungen (Vierteltelefone), bei denen die Teilnehmerrufnummer um eine Stelle länger ist, als die der gewöhnlichen Einzelanschlüsse. In diesem Falle wird nach Erreichen der Stammnummer zunächst der Rufton ausgegeben, bei Weiterwahl der gewünschten Partnerstelle kann - so es sich um eine nicht existente oder gesperrte Partnerstelle handelt - dann abgeworfen und der Besetztton ausgegeben werden (es ist für viele ungewöhnlich gewesen, trotz hörbarem Ruf weiter zu wählen !!!).

    • Der OFLW48 ist für Rückwärtswahl vorgesehen, es kann daher (theoretisch) gegen die Richtung des Verbindungsaufbaues gewählt werden. Diese Funktion war ursprünglich für den Selbstwählfernverkehr mit Gebührendruckern vorgesehen, wurde dann aber nur in einem Feldversuch realisiert. Durch die Einführung des Fernwahlsystemes 51 mit Registerverzonern war dann diese Funktion entbehrlich und wird nur für die Funktion des Schrankrufes bei handvermittelten Verbindungen genutzt (früher, speziell in Deutschland, auch "Flackern" genannt).

    • Bei vom Fernamt kommenden Verkehr wird zunächst in den meisten Fällen der OFLW48 nur ortsmäßig eingestellt, sollte der gerufene Teilnehmer besetzt vorgefunden werden, so wird durch das Fernamt ein Aufschalten durchgeführt und es erfolgt ein Eintreten des Fernamtes in die bestehende Verbindung. Gleichzeitig wird Aufschalteton (lokal vom OFLW angelegt) in die Verbindung aufgeschaltet. 

    Rückseite Hebdrehwähler Vielfach mit Bandkabeln

    Nach Beendigung des aktuell bestehenden Gespräches schaltet dann der OFLW sofort die Fernamtsverbindung auf, es erfolgt Erst- und Folgeruf.

    Bei allfällig erforderlicher Durchwahl (z.B. Wahl einer Partnerstelle bei Gesellschaftern) kann dies das Fernamt zusätzlich durchführen.

    Erst mit dieser Belegung wird nun der Teilnehmer ferngesperrt, daraus ergeben sich dann folgende Besonderheiten:

     

    • es kann kein weiteres Fernamtsgespräch mehr angeboten werden (ist ein Teilnehmer erst einmal ferngesperrt, dann gibt es keine weitere Anbiet-Möglichkeit). Durch diese Spezialität entfällt aber auch der in manchen Systemen erforderliche Rufordner.

    • der gerufene Teilnehmer kann sich nicht mehr (wie bei ortsmäßiger Einstellung des OFLW) selber freischalten. Er ist daher nunmehr vollständig vom Fernamt abhängig. Im Falle eines Auflegens kann das Fernamt den gerufenen Teilnehmer nunmehr nachrufen. Umgekehrt kann der gerufene Teilnehmer die Vermittlungskraft durch Rückwärtswahl (meist die Ziffer "0") zum Eintreten in die Verbindung auffordern. 

    Es gibt noch eine Besonderheit beim Aufschalten. Da das Aufschalten in bestehende Verbindungen nicht über Kondensatoren, sondern über die Widerstände W2 und W3 (jeweils 600 Ohm) erfolgt, wird eine ortsmäßig eingestellte Verbindung, die zum Aufschaltezeitpunkt sich (noch) im Rufzustand befindet, beim Aufschalten durch Melden/Schluß ausgelöst und sodann der neuerliche Ruf, diesmal aber durch die erwähnte Fernamtsverbindung eingeleitet.

     

    Für Teilnehmer mit mehreren Anschlüssen (Serien- oder Sammelanschlüssen) gab es die Möglichkeit der sogenannten Serienabfangschaltung (siehe entsprechende Beschreibung beim I. Vorwähler). Die Serienabfangschaltung diente dazu, im Falle des Besetztseins aller Serienanschlüsse das Fernamt auf die erste, lediglich ortsmäßig belegte Seriennummer zu steuern.

     

    Dazu waren zwei Voraussetzungen zu erfüllen: 

    • 1) Der betreffende Teilnehmer benötigte die Serienabfangschaltung (diese wurde im freien Feld neben dem Zählerfeld im I. Vorwählergestell eingebaut und war "kundenspezifisch", also nicht generell für alle Teilnehmer des betreffenden Hunderters).

    • 2) Das Fernamt mußte schon beim Verbindungsaufbau vorweg den OFLW fernmäßig einstellen (spätestens mit Wahl der vorletzten Ziffer).

     

    Dazu muß man wissen, wie der Unterschied zwischen orts- und fernmäßiger Kennzeichnung eines Teilnehmers erfolgt:

     

    • Ortsmäßig gekennzeichneter Teilnehmer: c-Ader des Teilnehmersatzes wird über 60 Ohm gegen Erde gesperrt

    • Fernmäßig gekennzeichneter Teilnehmer: c-Ader des Teilnehmersatzes wird gegen Erde gesperrt.

     

    Die Serienabfangschaltung verschiebt bei allen betreffenden Anschlüssen das c-Adern-Potential derart, daß sich ein OFLW, der fernmäßig aufprüft, sich dennoch auf einen lediglich mit 60 Ohm gegen Erde gesperrten Teilnehmer (zusätzlich) einstellen kann. Da diese Potentialverschiebung doch energieaufwendig ist und außerdem nur während des Drehens von Wählern erforderlich ist, wird dazu die Wählerkontrolle des betreffenden Gestelles ausgenutzt: wenn sich also ein Wähler einstellt, wird auf Dauer der Wählerbewegung die Serienabfangschaltung aktiviert und die betreffenden Potentiale verschoben.

     

    Da sich bei fernmäßiger Einstellung (satte Erde auf der c-Ader) durch diese Potentialverschiebung nichts ändert, werden die fernmäßig gesperrten Anschlüsse einer Serie beim Suchlauf übersprungen.

     

    Wünschte ein Teilnehmer des betreffenden Hunderters eine Fangschaltung, dann wurden die "normalen" OFLW48 durch Fangleitungswähler ersetzt, am Trennsteckverteiler des betreffenden Teilnehmerws wurde dann die Fangeinrichtung 48 angeschaltet. Der gerufene Teilnehmer konnte dann, so er eine Feststellung wünschte, im kommenden Gespräch durch Wahl der Ziffer "2" den Fangvorgang einleiten.

     

    Quelle Text:  Dulosy

     

    Quelle Bild: Bayern-Online Foto JH

    oberes Bild zeigt den Leitungswähler WS 48 Relaissatz mit Hebdrehwähler

    das unter Bild zeigt die Rückseite eines Hebdrehwähler mit dem Vielfach und der Bandverkabelung

     


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