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    Leitungswähler Fernverkehr Teil 2  16 von 17eine Seite zurückeine Seite vor

    Leitungswähler Fernverkehr Teil 2
    Leitungswähler

    Schaltungsbeschreibung des Leitungswähler (EMK - Wähler)



    9. Aufschalten und Prüfen auf besetztem Anschluss:

    • Nach Beendigung des Prüfvorganges fallen T 900, V 800 und U 1000 ab und das Besetztzeichen wird angeschaltet, wie unter A 18.
      Nach dem Abfall von U 1000 wird F 2500 in Reihe mit J 2000 eingeschaltet:
      Erde, wo III   parallel zu mo II, c I 2, i I 1, J 2000, F 2500   Wi 5  30, Spannung.

      P
      wird betätigt: Erde, f I 2, P 150, Fw 1600, c III 1, g II 2, Wi 4  30, Spannung; es hält sich über: Erde, ph II 2, P 210, Wi 6  400, p III, Wi 5  30, Spannung. Aufschalten auf den besetzten Anschluss durch Nachwahl der Ziffer 1 am Fernplatz: E 750 erhält einen Stromstoß und schaltet T ein:
      Erde, wo III   parallel zu mo II, c I 2, e I 2, i II 1, h I 2, T 900, Spannung.

      Durch e III 2, wird bei durch f III 1 aufgehobenem Kurzschluss für die Gegenwicklung G 60 parallel zu Dr w 300 über h II 1, f  III 2, e III 2 an die abgehende c2 - Ader geschaltet.

      Ist der Anschluss ortsbesetzt, so liegt:

      a) bei abgehendem Gespräch die c 2-Ader über P 60 im AS an Erde und über T 6000 R 300 im ARS an Spg.;
      b) bei ankommendem Gespräch liegt die c 2-Ader im Ortsverkehrsmäßig belegtem OFLW über Z 60 an Erde   und T 600 und R 300 in ARS an Spannung.

      In beiden Fällen werden über e III 2, Punkte gleichen Potentials (c 2-Ader und G-Lötstift 1 und 3) verbunden. Damit erhält G über die Wicklung G 60 (1-2) Gegenstrom und fällt ab; T hält sich über Spannung, T 900, g II 1, t III 1, c I 2,   Wo III parallel zu mo II, Erde.

      Nach dem Abfall von E wird A eingeschaltet über Spannung, Wi 5  30, u II 2, A 1250, e I 2, i II 1, h I 2, g II 1, t III 1, c I 2, wo III parallel zu mo II, Erde.
      Aufschalten über a I 1, a-Ader; a II 2, b-Ader.Da M 3  900 durch g I 1 zum Abfall gebracht wurde, ist das Besetztzeichen durch m 3 II abgeschaltet.

      Es liegt jetzt das Fernamtsaufschaltezeichen (FAZ) über a III 1, u III 1, Wi 7  7 k an OLÜ 18; es wird vom OLÜ zum Fernamt und zum aufgeschalteten Teilnehmer übertragen.

      N
      ach dem Auslösen der Ortsverbindung wird PH eingeschaltet:
      Erde, wo III   parallel zu mo II, c I 2, t III1, p I, PH 100, i III 1, h II 2, c 2-Ader, Kontaktbahn V, T 600, R 300 im ARS, Spannung.

      Durch ph III 2, wird PH in den Haltestrom gelegt und U betätigt:
      Erde, PH 165, U 750, P 210, Wi 6  400, p III, Wi 5  30, Spannung;   A 1250 fällt durch u II 2 wieder ab. V 800 fällt verzögert ab durch ph I 2. 

    10. Fernsperrung:

    • Bei einer vom Fernamt hergestellten Verbindung ist die abgehende c 2-Ader über Erde, ph III 1, i III 1, p II 2 unmittelbar geerdet. Beim Aufschalte Versuch wie unter B 9 wird G nicht abgeworfen, weil die Gegenwicklung G 60 über die Fernsperrerde der c 2-Ader kurzgeschlossen bleibt;
      G bleibt betätigt und nach Abfall von E kann A 1250 nicht anziehen; M 3  900 hält sich über g I 1, c I 2, wo III parallel zu mo II, Erde und das Besetztzeichen bleibt über m 3 II, u III 1, Wi 7  7 k, OLÜ 18 angeschaltet.
      Weitere Vorgänge wie unter A 7. usw. 

    11. Melden der angerufenen Sprechstelle:

    • Wie unter A 10 bis 12 wird durch die kurzzeitige Einschaltung von H das in der abgehenden c 2-Ader liegende Z 60 durch h II 2 betätigt und hält sich.
      Beim OFLW für Impulskennzeichen wird hierdurch als Beginnimpuls Erde auf die b-Ader gegeben über Dr 750, z II 2, i II 2, FT I, a I 2, h III 2, wo II, v III 2, c I 2, wo III parallel zu mo II, Erde.

    12. Ausnahme - Fernamts - Aufschalten (AFA):

    • In Ausnahmefällen, z.B. bei internationalen Ferngesprächen oder Blitzgesprächen hat das Fernamt die Möglichkeit, sich auf fern besetzte Anschlüsse aufzuschalten. Den hierzu berechtigten Fernplätzen wird die Möglichkeit gegeben, 12 Wählimpulse auszusenden.
      Vom OFLW werden die 12 Impulse über die Leitung AFA auf eine zentrale Impulsabzähleinrichtung gegeben:

      Erde, c II 2, H 11 (das während der Impulsgabe nicht anspricht), e III 1, i III 1, m 3 III, Leitung AFA.
      Beim 12. Impuls wird über einen niederohmigen Widerstand Spannung an die Leitung AFA gelegt, wodurch H 11, eingeschaltet wird. Durch h II 1, wird der Kurzschluss der Gegenwicklung G 60 aufgehoben, so dass G abfällt und die Aufschaltung auf den fern besetzten Teilnehmer wie unter B 9 erfolgen kann. 

    13. Nachruf:

    • Hat der vom Fernamt gewählte Teilnehmer vorzeitig aufgelegt, so kann er vom Fernamt in der bestehenden Verbindung erneut angerufen und zur Fortsetzung des Ferngespräches aufgefordert werden.

      Durch Nachwahl von 0 wird E 750 durch das Fl-SZ hindurch (bei Wechselstromwahl) betätigt und T 900 eingeschaltet
      über h I 2, i II 1, e I 2, c I 2, wo III parallel zu mo II, Erde; es hält sich über sich über g II 1, t III 1, c I 2, wo III  parallel zu mo II, Erde.
      Über Erde, c II 2, t I 2 wird Z 3500 kurzgeschlossen und fällt ab. G wird erneut angelassen über (LÜ 1) u I 2, z I 1, m 3 I, G 1200, h III 2, wo II, v III 2, c I 2, wo III parallel zu mo II, Erde.

      Der 1. Ruf und Weiterruf erfolgen wie unter A7. und 8. Usw. 

    14. Schrankherbeiruf:

    • Der über das Fernamt verbundene Teilnehmer kann durch mehrmaliges Wählen einer 0 das Fernamt zum Wiedereintritt in die Fernverbindung auffordern.  Der Fernschrank erkennt diese Aufforderung am Flackern (zerhacktes Schlusszeichen) der Überwachungslampe, das durch das pendelnde A-Relais mit a I 2 durch das FL-SZ hindurch über  die b-Ader gegeben wird.

    Quelle: Deutsches Telefon - Museum Morbach Sigfried Warth


    Weitere Information finden Sie unter:
    Weitere Informationen : Leitungswähler Fernverkehr Teil 1 Weitere Informationen verfuegbar Leitungswähler Fernverkehr Teil 1  

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