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    II. Gruppenwähler 55v  8 von 24eine Seite zurückeine Seite vor

    II. Gruppenwähler 55v
    II. Gruppenwähler 55v Details Anzeigen

    Der II. GW und folgenden Gruppenwähler sind schaltungstechnisch identisch


    Über die zweite vom rufenden Teilnehmer gewählte Ziffer wird der II. GW in die entsprechende Zehner Dekade bewegt. Der 2. GW beginnt dann sofort in freie Wahl einen freien Ausgang zu suchen.

    Die Verbindung zur nächsten Wahlstufe, z. B. zu einem freien 3. GW oder LW wird hergestellt.

    Der 2. GW ist im Vergleich zum 1. GW relativ einfach aufgebaut. Neben dem EMD Wähler mit 100  Ausgängen werden für die Verarbeitung der Ziffernimpulse, Belegung, Prüfung und Motorsteuerung insgesamt 6 Relais. Die Relais des 2. GW die dieselbe Funktion wie im 1. GW ausführen haben auch die gleiche Buchstabenbezeichnung.

    Beim Aufprüfvorgang wird der 2. GW vom 1. GW aus über die Ader-c belegt und dadurch zieht mim 2. GW auch das Belegungsrelais C an. Die Wahlimpulsserie wird über das Relais-A aufgenommen. Die Steuerung des EMD Motors im 2. GW wird durch das Relais-D und die Steuerung in Zusammenarbeit mit dem Impulsaufnahmerelais A erfolgt auf die gleiche Art und Weise wie beim 1. GW. Über das abfallverzöger­te Wahlbegleitrelais V wird auch hier der EMD Wähler nach der zweiten Impulsserie auf selbständige Freiwahl um­geschaltet. Mit Hilfe des schnellen Prüfrelais P prüft der Wähler über die Ader-c den ersten freien Ausgang zur nächsten Wahlstufe.

    Es wird beim aufprüfen durch das Prüfrelais P sofort der EMD Motor stillgesetzt und das Prüfhilfsrelais PH wird eingeschaltet, dadurch  der die Ader-c niederohmig geschaltet, es kann  kein weiterer Wäh­ler mehr aufprüfen. Danach werden über den Andruck­magnet die Kontakte im EMD Wähler für die Sprechadern zur nächsten Wahlstufe durchgeschaltet.

    Da im Stromkreis für den 2. GW auch unterschiedlich lange Ortsverbin­dungsleitungen mit unterschiedlich großen Leitungswiderständen berücksich­tigt werden müssen, sind im am Eingang in der Ader-c Abgleichwiderstände vorhanden, durch die Anpassung werden sichere  Aufprüfbedingungen erreicht.

    Findet der Wähler beim Freilauf keinen freien Ausgang zur nächsten Wahlstufe, so bleibt er auf dem letzten Schritt dieser Gruppe stehen (Durchdrehschritt). Es wird an eine Wicklung des Relais-A der Besetztton angelegt, er wird an die an den  a- und b-Adern liegenden symmetrischen Wicklungen des A-Relais induktiv auf die Sprech­adern eingekoppelt.

    Die Auslösung des 2. GW wird vom 1. GW durch Auftrennung des Ader-c eingeleitet. Der EMD Wähler dreht selbständig in die Ausgangstellung (Ruhestellung). Durch das Abfallen des Relais-C  wird auch das Relais-P und Relais-PH strom­los und dadurch am Ausgang die Ader-c aufgetrennt, die nachfolgenden Wahlstufen lösen ebenfalls dann aus.

    Die 3. GW- und alle weiteren GW-Stufen sind gleich aufgebaut und unterschei­den sich sowohl im Aufbau als auch bezüglich der Funktion nicht von der 2.  GW-Stufe. Sie verarbeiten bei der erzwungenen Gruppenzahl jeweils die der GW-Stufe entsprechende Ziffer, d. h. die 3. Ziffer steuert die Gruppenwahl der 3.  GW-Stufe, die 4. Ziffer die der 4. GW-Stufe, usw. Die Auslösung aller GW-Stufen erfolgt immer vom 1. GW ausgehend, durch Unterbrechung der Ader-c (Aufprüfstromkreis) in der jeweils davorliegenden GW-Stufe.

    Besondere GW-Ausführungen, Richtungswähler


    Werden durch einen GW nicht nur Mischungen vorgenommen, sondern auch unterschiedliche Richtungen angesteuert, so kann man den GW auch als Richtungswähler  bezeichnen.

    Die Zahl der Gruppenwähler pro GW-Stufe ist von dem in der Hauptverkehrs­stunde tatsächlich auftretenden Fernsprechverkehr abhängig. Sind pro Stufe viele Wähler vorhanden, so macht sich der vorübergehende Ausfall eines oder weniger Wähler kaum bemerkbar. Sind jedoch für bestimmte Richtungen nur dem Verkehr entsprechend sehr wenige Wahlstufen vorhanden, so kann dies beim Ausfall oder bei längerer (auch unnötiger) Belegung von Wählern zu erhebli­chen  Verkehrseinschränkungen und  auch zur völligen Blockierung führen.

    Wird beispielsweise von einem Teilnehmer durch Wahl der Ziffer 1 eine unvollständige Wahl erzeugt ( um sich Ruhe vor dem Telefon zu schaffen), so wird während dieser Zeit bis zur Auslösung dieser unvollständigen Verbindung ein 1. und 2. GW blockiert und somit der Verkehr in der Gasse 1 wegen der unnötigen Belegung eingeschränkt.

    Noch viel schwerwiegender jedoch wirkt es sich aus, wenn Teilnehmer  (bewusst oder versehentlich)  die Wahl nach den beiden Ziffern 11 beendet und den Handapparat nicht auflegt. Dadurch wird pro Verbindung außer dem 1. und 2. GW zusätzlich auch noch ein erster Dienstgruppenwähler (DGW) unnötig belegt, was insbesondere bei klei­nen Ortsvermittlungsstellen, in denen für den Notrufdienst (110, 112) nur 2 bis 3 DGW vorhanden sind, die Blockierung des Notrufdienstes und bei allen anderen Diensten, die über die Anfangsziffern 11 erreicht werden, zumindest eine erhebliche Ver­kehrsbeschränkung zur Folge haben kann.

    Zur Vermeidung derartiger Blockierungen (insbesondere bei Notrufan­schlüssen) ist es erforderlich, eine automatische Blockadefreischaltung für unnötig belegte Gruppenwähler  bzw. DGW-Stufen einsetzen zu können.

    Aus diesem Grunde wurde eine sogenannte Blockadefreischalteeinrichtung (BFE) ent­wickelt, die ab dem Jahr 1988 bei Bedarf in die entsprechenden GW oder DGW einge­baut werden kann.

    Bei GW bzw. DGW mit eingebauter BFE wird mit der Belegung über einen Kontakt des Belegungsrelais ein Zeitglied mit einer Zeitschleife von 80 Sekun­den gestartet. Wird innerhalb dieser Zeit nicht weiter gewählt, so legt die BFE ein dem Flackerschlusszeichen an die Ader-a an. Dieses Zeichen wird im ZZS des 1. GW wie das Flackerschlusszeichen vom LW ausgewertet, so dass nach dem 8. Impuls die Verbindungen vom 1. GW aus durch Auftrennen der Ader-c  ausgelöst und die unnötig belegten Wahlstufen dadurch frei geschaltet werden.

    Erfolgt jedoch vor Ablauf der 80 Sekunden die Weiterwahl, so wird das Zeit­glied der BFE zurückgesetzt und die BFE abgeschaltet, so dass sie auf den wei­teren Verbindungsaufbau keinen Einfluss mehr hat.

    Die BFE kann nicht nur in EMD Wählern, sondern auch bei den GW bzw. DGW der HDW-Technik eingesetzt werden.


    2. Gruppenwähler Details Anzeigen

    Das Bild zeigt einen Auschnitt aus dem Gestellrahmen mit den II. Gruppenwählern.

    Bildquelle: Bayern-Online.com Foto: JH


    Weitere Information finden Sie unter:
    Weitere Informationen verfuegbar Rückseite II. GW Gestellrahmen 55v Weitere Informationen verfuegbar II. Gruppenwähler System 55v

    II. Gruppenwähler 55v  8 von 24eine Seite zurückeine Seite vor
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