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    I. Vorwähler WS 48  2 von 22eine Seite zurückeine Seite vor

    I. Vorwähler WS 48
    1. Vorwähler  WS 48 Schaltplan Ruhezustand

    Diese Vorwähler sind Einheitstypen für alle Arten von Teilnehmeranschlüssen. Wie z. B. Einzel-, Gesellschafter- und Serienanschlüsse (in Deutschland sagt man dazu "Sammelanschlüsse").

    Die Schaltung ist eine Weiterentwicklung vom System 40 und hat mit dem System 40 und auch dem System 50 viele Ähnlichkeiten.

    Der Hauptunterschied ist der Zählstromkreis. Hier im Wählsystem 48 wurde beim 1. Vorwähler ein Drehwähler mit 5 Schaltarmen eingesetzt. Der zusätzliche Schaltarm ist nur für den Zählstromkreis mit dem Gebührenzähler vorgesehen. Es lassen sich dadurch zusätzliche Funktion verwirklichen. Wie z. B. das Teilnehmer nur Ortsgespräche führen dürfen.

    Funktionsbeschreibung 1. Vorwähler Wählsystem 48:
    Der Teilnehmer hebt seinen Hörer ab, dadurch wird die Teilnehmerschleife geschlossen und das Rufrelais R wird erregt.

    Stromkreis Teilnehmerschleife:
    Erde, Dr1 40 Ohm, Relais R 500 Ohm, Kontakt t-5-2, Ader-b, Teilnehmer, Ader-a Kontakt v-1-2, Widerstand W1 800, Sicherung Si 11 , Relais LA-1 40 Ohm, Schalter AS, Erde

    Durch das Rufrelais R wird der Drehwähler in Aktion gesetzt und beginnt mit der Suche nach einem Freien Gruppenwähler.

    Stromkreis Drehwähler:
    Erde, Relaisunterbrecher RU, Sicherung Si12, Drehmagnet D, Kontakt t-3, Kontakt r-3, Drehwähler Arm-e in Null Stellung, Sicherung Si 1-10, Spannung

    Nach dem ersten Drehschritt fließt der Strom nicht mehr über den Kontakt r3 und die Null Stellung sondern direkt von Kontakt t3 über den Arm-e Kontakt 1-10 nach Spannung.

    Beim ersten Drehschritt wird auch die Ader-c die über den Widerstand T 200 und die Lötkontakte S1 und S2 zum Leitungswähler führt aufgetrennt. Der Teilnehmer kann ab diesem Zeitpunkt nicht mehr angerufen werden.

    Der Relaisunterbrecher ist zuerst hochohmig, so dass der Drehmagnet D noch nicht anziehen kann, der RU legt dann seinen Ausgang kurzeitig auf Erde, der Drehmagnet D kann jetzt anziehen. Das Spiel beginnt von vorne. Der RU gibt circa 20 Impulse pro Sekunde an den Drehmagnet.

    Der Kontakt d vom Drehmagnet hat die Aufgabe, dass der Drehmagnet immer einen vollen Impuls bekommt, auch wenn das Relais T den Kontakt t3 beim Aufprüfen öffnet.

    Sobald der 1. Vorwähler einen freien Gruppenwähler gefunden hat, wird das Relais T erregt und unterbricht mit dem Kontakt t-3 den Stromkreis für den Drehmagneten.

    Prüfstromkreis aufprüfen:
    Spannung, Sicherung SI 1-10, Drehwähler Arm-e, Stellung 1-10, Kontakt r3, Relais T 800 Ohm, Relais T 12 Ohm, Arm-c, Ader-c zum 1. Gruppenwähler und von dort aus über Widerstand nach Erde.

    Das Relais wird bei einem freien Gruppenwähler erregt und schaltet den Prüfstromkreis auf niederohmig:

    Prüfstromkreis geschlossen:
    Spannung, Sicherung Si 1-10, Drehwähler Arm-e, Kontakt 1-10, Kontakt t-3, Relais T 12 Ohm, Arm-c, Ader-c zum 1. Gruppenwähler und von dort aus über Widerstand nach Erde

    Der Prüfstromkreis im 1. VW hat jetzt anstelle von 812 Ohm nur noch 12 Ohm, ein zweiter Vorwähler kann auf die gleiche Ader-c zum 1. GW nicht mehr aufprüfen. Siehe dazu die Beschreibung des Prüfstromkreises mit Relais C und P.

    Durchschaltung:
    Sobald das Relais T erregt ist, werden durch die Kontakte t-1-2 und t-5-2 die beiden Sprechadern zum 1. Gruppenwähler durchgeschaltet. Das Relais R fällt dadurch ab.

    Den Wählton bekommt der Teilnehmer vom 1. Gruppenwähler.

    Der Kontakt r3 und t3 schließen die beim Relais T die 800 Ohm Wicklung kurz, dadurch erhält das Relais T eine kleine Abfallverzögerung.

    Zählimpulse:
    Die Zählimpulse werden vom 1. Gruppenwähler über eine eigene Ader-d zum ersten Vorwähler weitergeben. Sobald ein Spannungsimpuls vom ersten GW eintrifft zählt der Zähler Zä um einen Schritt weiter.

    Besonderheit:
    Der Zähler mit seiner 3000 Ohm Wicklung kann mit einem 500 Ohm Widerstand überbrückt werden. Dadurch sind an diesem Anschluss nur noch Ortsgespräche möglich.

    Zählsicherheit:
    Wenn der Zählstromkreis über die Ader-d eine Unterbrechung aufweisen sollte, dann kann der 1. Gruppenwähler nicht belegt werden. Es wird im 1. GW der Zählstromkreis auf Funktion überprüft.

    Schalter AS:
    Mit dem  Schalter AS im Vorwählergestell werden bei Bedarf alle Anschlüsse schlagartig für den Aktivverkehr gesperrt, ausgenommen diejenigen, die bevorzugt geschaltet werden. Die Bevorzugten Teilnehmer bekommen die Spannung nicht über die DR1 und das LA Relais, sondern es wird die Drahtbrücke direkt von Widerstand W1 800 Ohm auf die Sicherung Si-10 umgelegt.

    Sinn dieses Schalters ist es, im Katastrophenfall Verkehrseinschränkungen verhängen zu können, um zumindest einen minimalen Betrieb aufrecht zu erhalten.

    Zu diesen bevorzugt geschalteten Teilnehmern gehören Notrufträger, Ärzte, Apotheken und auch Münzfernsprecher. Interessanterweise werden auch Teilnehmer mit ferngespeisten Einrichtungen (Zwischenstellenumschalter) bevorzugt geschaltet.

    Diese Verkehrseinschränkung wirkt nur AKTIV, die derart aktiv gesperrten Teilnehmer können weiterhin und jederzeit angerufen werden.

    Auslösung:
    Wenn der rufende Teilnehmer auflegt, wird die Ader-c im 1. Gruppenwähler unterbrochen. Das Relais T 12 Ohm fällt ab. Der Stromkreis für den Drehmagneten wird durch den Kontakt t-3 wieder geschlossen und der Drehmagnet wird über den RU Schrittweise weitergeschaltet. Sobald der Drehwähler in Stellung Null steht, wird der Stromkreis durch den Arm-e auf Stellung Null unterbrochen

    Stromkreis Heimlauf:
    Erde, RU, Sicherung SI12, Drehmagnet D 60 Ohm, Kontakt t-3. Arm-e Kontakt 1-10, Sicherung Si 1-10, Spannung

    Auch in diesem Fall sorgt der Kontakt d dafür, dass der Wähler im einen kompletten Stromstoß bekommt und nicht auf einem Zwischenschritt stehenbleibt.

    Abschaltung Gassenbesetzt:
    Wenn alle erreichbaren Gruppenwähler belegt sind , so wird der Drehwähler in der Stellung 11 angehalten , der Stromkreis für den Drehmagnet wird dabei durch den Arm-e in Stellung 11 unterbrochen. Im Gestellrahmen wird dadurch das Abschalt Relais G 10000 Ohm erregt.

    Stromkreis Gassenbesetzt:
    Spannung, Sicherung Si 0,75, Relais G1 10000 Ohm, Arm-c Stellung 11, Relais T 12 Ohm, Relais T 800 Ohm, Kontakt r-3, Kontakt t-3, Drehmagnet D 60 Ohm, RU, Erde.

    Sobald der RU einmal seinen Ausgang auf Erde gelegt hat, das geschieht auf Schritt 11, dann zieht das Relais G1 an, auch wenn der RU seinen Ausgang hochohmig schaltet, bleibt das Relais G angezogen. Es ist auch abfallverzögert, so dass es während der RU Unterbrechungen nicht abfallen kann.

    Das Relais G1 schaltet mit seinem Kontakt g1 den Besetzt Ton an die DR1. Dadurch wird der Besetzt-Ton auch Induktiv auf die zweite Wicklung von DR1 übertragen. Die Beiden Sprechadern vom Teilnehmer sind in diesem Fall an den beiden Wicklungen von Dr1 angelegt und der Teilnehmer bekommt einen B-Ton in seinem Fernhörer zu hören.

    Signallampen:
    Im Gestellrahmen für die 1.VW sind die Signallampen untergebracht.
    Die matten Lampen werden während des Suchlauf angeschaltet, die Gelbe Lampe wird beim Schritt 11 angeschaltet, wenn kein Gruppenwähler mehr frei ist und das Abschalt Relais G angesprochen hat.

     

     


    1. Vorwähler  WS 48 Teilsnehmerschaltung Relais mit Vorwähler

    Bild zeigt den 1. Vorwähler vom Wählsystem 48, im oberen Teil sind die beiden Flachrelais R und T zu erkennen, rechts davon die Sicherungen 1-10
    Darunter sind die 5 armigen Drehwähler zu sehen. Rechts von den Sicherungen und den Drehwählern befinden sich die Trennstecker. Die Gebührenzähler für die 100 Teilnehmer eines Gestells sind in der Mitte angebracht. Für jeden Teilnehmer werden 2 Flachrelais und 1 Drehwähler benötigt.

    Bildquelle: Bayern-Online Foto JH

    Umschaltanweisung
    für verschiedene Betriebsarten des Vorwählers

    1. Umschaltung für GL Anschlüsse
    • Vh zu Trennsteckverteiler A,B;C sowie s1 - s2 öffnen
    • Trennsteckverteiler A,B,C sowie t2,s2 und Teilnehmersicherung Tn Si mit GL-Übertragung verbinden
    • t1 ist zu erden
    • Zähler Zä entfernen
    • Relaisunterbrechersicherung RUS1 mit GR für GL-Übertragung verbinden, sowie 1.VW GR HS 6 mit zugehöriger GR für GL-Ü, Klemme 60 V
    2.

    Umschaltung für KTA Anschlüsse

    • Vh zu Trennsteckverteiler A,B,C öffnen
    • Trennsteckverteiler A,B,C,z sowie t2 mit KTA-Übertragung verbinden. t1 ist zu erden.
    3.

    Umschaltung für Serienabfangschaltung

    • s1 - s2 öffnen
    • Wicklung t 4-5 kurzschließen
    • W3 60 montieren und mit Erde bzw. Lötpunkt w verbinden
    • s1, s2, w, t1 und t2 mit den Relais der Serienabfangschaltung verbinden
    4.

    Sperre für SWF-Verkehr

    • Zum Zähler ZÄ ist ein Widerstand W2 von 500 Ohm parallel zu schalten
    5.

    Teilnehmer, welche geöffneten Schalters AS aktiv rufen sollen, bzw. NStAnl mit Amtsladung sowie Zwischenstellenumschalter

    • Am Widerstand W1 800 ist die Verbindung zur Rahmensicherung Si 11 zu öffnen
    • Am Widerstand W1 800 ist die Verbindung zuer eigenen VW-Sicherung Si 1-10 einzulöten
    6.

    Teilnehmer mit verstärkter Amtsladung

    • Am Widerstand W1 800 ist die Verbindung zur Rahmensicherung Si 11 zu öffnen
    • Am Widerstand W1 800 ist die Verbindung zuer eigenen VW-Sicherung Si 1-10 einzulöten
    • Zum Widerstand W1 800 ist ein neuer Widerstand W4 300 Ohm parallel zu schalten.
    7.

    Teilnehmer, welche nur aktiv sprechen sollen

    • Die Brücke s1 - s2 öffnen
    8.

    Teilnehmer, welche nur passis sprechen sollen

    • Am Widerstand W1 800 ist die Verbindung zur Rahmensicherung Si 11 zu öffnen



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