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    I. Gruppenwähler WS 48  7 von 22eine Seite zurückeine Seite vor

    I. Gruppenwähler WS 48
    1. Gruppenwähler WS 48  Stromlaufplan

    Belegung des I. Gruppenwählers

    Der erste Vorwähler findet bei einem freien Gruppenwähler über die Ader-c den Prüfstrom, somit kann im 1. Vorwähler das Relais T ansprechen und schaltet seine hochohmige Wicklung dadurch kurz. Im ersten Gruppenwähler spricht dadurch als erstes das Relais-A 100 an.

    Stromkreis Belegen c:
    Spannung über Relais-T vom 1. VW, Ader-c, Sicherung Si 1.GW, Kontakt z-5-2, Widerstand Z 200 Ohm, Kontakt c-3-1, Klemme 11, Sperrtaste SP-T1, Klemme 12, Kontakt j1, Kopfkontakt k2, Relais A 100 Ohm, DR1 100 Ohm, Erde

    Falls die Sicherung des Wählers ausgelöst hat, wird die Ader-c am Eingang durch den Kontakt Si unterbrochen, wein Vorwähler kann jetzt nicht mehr aufprüfen.

    Durch die Sperrtaste SP kann der Wähler gegen weitere Belegen gesperrt werden. Ein bestehenden Gespräch wird dabei nicht unterbrochen.

    Das Relais-T im 1. VW hat den Gebührenzähler über seinen Kontakt  T 1-1 an die Ader-d angeschaltet. Im I.GW spricht dadurch das Relais C über seine 8000 Ohm Wicklung an

    Stromkreis Belegen d:
    1.VW, Erde, Zähler 3000 Ohm, Kontakt t-1-1, Arm-d, weiter im 1.GW, Leitung-d, Klemme 7, Kontakt v-5-1, Relais C 8000 Ohm Spannung.

    Dieser Stromkreis prüft, ob der Zählstromkreis zum Teilnehmer in Ordnung ist. Falls das nicht der Fall ist kann das Relais C nicht ansprechen.

    In diesem Fall wird über den Wellenkontakt w-2, Kontakt j-3-2 und dem Kontakt a-1-1 dauernd Erde an die Klemme 14 zur ZSI gelegt. Es wird dadurch eine Störung gemeldet.
    In diesem Zustand wird die Verbindung auch beim Auflegen des rufenden Teilnehmers nicht ausgelöst, der Teilnehmer wird gefangen, dadurch kann der fehlerhafte Zählstromkreis überprüft und der Fehler behoben werden.

    Sobald das Relais-C angesprochen hat, nimmt der Prüfstrom auf der Ader-c  einen anderen Weg, das Relais-C wird jetzt zusätzlich durch den Prüfstrom erregt und kann nicht mehr abfallen.

    Stromkreis Ader c:
    Vom 1.VW, Ader-c, Klemme 4, Kontakt z-5-2, Widerstand Z 200Ohm, Relais C 200 Ohm, Widerstand V 300, Kontakt c-3-2, Erde

    Das Relais-A hat über die seine 100 Ohm Wicklung schon angesprochen, es wird jetzt zusätzlich durch die Teilnehmerschleife weiter erregt.

    Stromkreis Teilnehmerschleife:
    Spannung, Klemme 20, DR1 500 Ohm, Ader-a, zum Teilnehmer, vom Teilnehmer , Ader-b, Relais-A 500 Ohm Erde.

    Als nächstes spricht das Relais J an, es legt schaltet den Wählton an die Teilnehmerleitung

    Stromkreis Relais J:
    Spannung, Klemme 20, Relais-J 1000, Kontakt z-1-2, Kontakt d1, Kopfkontakt k1, Relais-J 8000, Kontakt c-5-1, Erde

    Der Wählton wird induktiv von der Wicklung Relais-A 100 Ohm und der Drossel DR1 auf die Sprechleitung eingekoppelt.

    Stromkreis W-TON
    Wählzeichen WZ, Klemme 15, Kontakt j-1, Kopfkontakt k2, Relais-A 100 Ohm, Drossel DR1 100 Ohm Erde.

    Der Wählton wird dadurch der Teilnehmerschleife überlagert und ist beim Teilnehmer hörbar.
    Der Kontakt j-1 trennt das Relais-A 100 auch vom Prüfstromkreis, das Relais-A wird jetzt nur noch über die Teilnehmerschleife erregt.

    Der Teilnehmer wählt jetzt seine erste Ziffer, als Beispiel die Zahl 3. Das Relais-A in der Teilnehmerschleife fällt jetzt 3-mal kurz ab. Dabei spielen sich folgende Schaltvorgänge ab.

    Beim ersten Abfall wird das Relais-V erregt, durch den Kontakt a-3-2 wird das Relais-C kurzzeitig kurzgeschlossen, es entsteht durch den Kurzschluss eine Abfallverzögerung am Relais-C es fällt dadurch bei den Impulsen nicht ab. Das Relais-V zieht beim ersten Abfall von Relais-A an, es fällt während der Impulsserie nicht ab, weil das Relais-V auch immer nur kurzzeitig kurzgeschlossen wird und es deshalb wegen der daraus entstehenden Abfallverzögerung ebenfalls erst nach dem Ende einer Impulsserie abfallen.
    .
    Stromkreis:
    Spannung Eingang Ader-c, Kontakt z-5-2, Widerstand Z 200, Kontakt a-3-2, Relais-V 100, Widerstand V 300, Kontakt c-3-2 Erde.

    Das Relais-V fällt erst am Ende der ersten Impulsserie ab.

    Sobald das Relais-A abfällt wird der Stromkreis zum Hebemagneten H 60 Ohm durch den Kontakt a-1-2 dreimal geschlossen und der Hebemagnet hebt den Wähler um 3 Schritte nach oben.

    Stromkreis Hebemagnet:
    Spannung, Klemme 20, Hebemagnet H 60, Wellenkontakt w-1, Kontakt c-1-1,  Kontakt a-1-2, Klemme 17, Wahl Kontrolle Relais WK, Erde

    Der Widerstand W3 und der Kondensator C5 stellen einen Funkenlöschkreis für den Kontakt a-1-2 dar, um den Kontaktabbrand zu mindern.

    Sobald der Wähler seinen ersten Hebeschritt gemacht hat, schaltet der Kopfkontakt k2, den Wählton zum Teilnehmer ab.

    Sobald das Relais-A dauernd angezogen bleibt, wird das Relais V durch den Kontakt a-3-2 dauern kurzgeschlossen, das Relais V fällt ab.

    Es wird dadurch der Umsteuervorgang ausgelöst, das heißt der Drehmagnet D erhält Impulse um durch Drehen in freier Wahl eine freien II. Gruppenwähler oder Leitungswähler zu suchen.

    Stromkreis Drehmagnet:
    Spannung, Klemme 20, Drehmagnet D 60, Kontakt v-5-2, Kontakt j-5, Kopfkontakt k1, Kontakt p-3-2, Klemme 17, WK, Erde.

    Das Relais-J wurde durch das Umschalten des Kopfkontaktes k1 jetzt über die Klemme 17, WK erregt.

    Sobald der Drehmagnet anzieht wird der Stromkreis für das Relais-J durch denn Kontakt d1 unterbrochen. Das Relais-J fällt ab, dadurch wird der Stromkreis für den Drehmagnet durch den Kontakt j-5 unterbrochen, der Drehmagnet fällt ab. Es wird dadurch über den Kontakt d1 der wieder in Ruhelage zurückkehrt das Relais-J wieder erregt. Das Spiel geht von vorne los. Der Wähler dreht sich in freier Wahl.

    Dieser Stromkreis enthält ebenfalls einen Kondensator und Widerstand als Funkenlöschkreis.

    Das Prüfrelais P prüft jetzt die nachfolgende Wahlstufe, ob diese belegt werden kann.

    Stromkreis prüfen:
    Erde, Kontakt c-5-1, Kontakt a-5-1, Drehmagnet Kontakt d2, Relais-P 1000 Ohm, Relais-P 45 Ohm, Wähler Arm-c, Ausgang, Eingang nächste Wahlstufe Spannung über Widerstand

    Die Kontakt Kombination d2 und j-3-1 haben die Aufgabe, bei jedem Drehschritt den Prüfstromkreis kurz zu unterbrechen, damit sich das Relais-P durch vormagnetisierung nicht Aufschaukeln kann und nicht versehentlich ansprechen kann.

    Sobald der Wähler einen freien Ausgang findet zieht das Relais-P an.

    Durch den Kontakt p-3-1 wird der Prüfstromkreis niederohmig geschaltet, es kann kein weiterer Wähler mehr auf den gleichen Ausgang aufprüfen, gleichzeitig spricht dabei das Relais F 25 Ohm an.

    Der Stromkreis für den Drehmagnet wird durch den Kontakt p-3-2 endgültig getrennt, der Drehmagnet kann keinen Strom mehr erhalten.

    Prüfstromkreis nach Aufprüfen:
    Erde, Kontakt p-3-1, Relais F 25 Ohm, Relais P 45 Ohm, Wähler Arm-c, Ausgang c, weiter zur nächsten Wahlstufe über Widerstand an Spannung

    Das Relais V befindet sich in Ruhestellung, das Relais P ist angezogen, die beiden Sprechadern werden durch die Kontakte p-1-1 und p-1-2 zur nächsten Wahlstufe durchgeschaltet.

    Wenn der Teilnehmer jetzt seine zweite Ziffer wählt, so spielen sich folgende Vorgänge ab.
    Beim ersten Impuls zieht das Relais V wieder während der ganzen Impulsserie an.
    Die Sprechadern werden während der Wahl durch die Kontakt v-3-2 und v-3-1 aufgetrennt.

    Die Wahlimpulse werden als Erdimpulse an die nächste Schaltstufe über die Ader-a weitergeben.

    Stromkreis Weiterwahl:
    Erde, Kontakt c-1-5, Kontakt a-5-2, Kontakt z-3-2, Kontakt p-1-1, Wähler Arm-a, Ausgang Ader-a, weiter zur nächsten Schaltstufe.
    Der Widerstand W5 mit dem Kondensator V7 bilden einen Funkenlöschkreis für den Kontakt a-5-2 für die Wahlimpulse.

    Während der Wahl wird über den Kontakt v-3-2 die Ader a von den Kondensatoren C1, C3 abgeschaltet um die Impulsverzehrungen zu minimieren.

    Immer bei einer Ziffernwahl wenn das Relais V anspricht, wird über den Kontakt V-1-1, die Drossel DR1 mit einem Widerstand überbrückt, dadurch erhöht sich der Schleifenstrom und die Wahlimpulse werden weniger verzerrt.

    Sobald das Gespräch vom gerufenen Teilnehmer angenommen worden ist, wird im Leitungswähler Spannung rückwärts an die Ader-b angelegt. Das Zählrelais Z spricht an.

    Stromkreis:
    Spannung, Leitungswähler, Ader-b, Ausgang-a, Wähler Arm-b, Relais-Z, Erde.

    Durch den Anzug von Relais Z wird das Relais P 2500 zusätzlich erregt und kann nicht mehr abfallen.

    Stromkreis:
    Spannung, Klemme 20, Relais P 2500, Kontakt z-1-1, Kontakt c-5-1, Erde

    Durch den Kontakt f-3 wurde der Zählstromkreis vom Teilnehmer Gebührenzähler von der Ader-d über Klemme 16 an den Orts-Tarif Impulsgeber gelegt.

    Stromkreis:
    OT, Klemme 16, Kontakt f3, Ader-d, Klemme 7, Ader-d zum Gesprächszähler mit 3000 Ohm.

    Bei einem Ferngespräch werden Rückwärts über die Ader-c Zählimpulse übertragen, dazu wird in der nachfolgenden Schaltstufe die Ader-c kurzzeitig auf Erde gelegt.
    Das Relais P kann nicht abfallen, da es sich über einen zusätzlichen Stromkreis P 2500 halten kann. Das Relais F 45 Ohm im Prüfstromkreis fällt bei jedem Gebührenimpuls dann immer kurzeitig ab.

    Sobald das Relais F abgefallen ist, schaltet der Kontakt f3 und der Kontakt z-5-1 über das Relais-V 500 Ohm Spannung an den Gesprächszähler, der dadurch einen Schritt weiterdreht.

    Sonderfall Teilnehmer für Ferngespräche gesperrt:
    Der Gesprächszähler hat 3000 Ohm, dadurch kann das Relais-V 500 Ohm nicht anziehen, es erhält nur Fehlstrom. Wenn jedoch der Gebührenzähler im 1. Vorwähler mit einem 500 Ohm Widerstand überbrückt ist, dann spricht beim ersten Ferngespräch Zahlimpuls das Relais-V über seine 500 Ohm Wicklung an.

    Durch die Überbrückung des Gebührenzählers kann der Teilnehmer nur Ortsgespräche und keine Ferngespräche führen. Wird zum Beispiel bei alten Münzfernsprechern die nur eine Münze kassieren angewendet.


    Die Verbindung wird in diesem Fall  sofort unterbrochen. Am Eingang der Ader-c, liegen die Kontakte f1, v-1-2 und z-5-2, die Ader-c wird sofort unterbrochen. Das Relais F ist abgefallen, Kontakt f1 offen, Relais-V hat gerade angezogen, Kontakt v-1-2 offen, Relais-Z ist wegen eines Gebührenpflichten Gespräches anzogen und dadurch der Kontakt z-5-2 ebenfall offen.
    Der Prüfstromkreis zum 1. Vorwähler wird unterbrochen und die Schaltung löst aus.

    Gassenbesetzt:
    Findet der Wähler kein freies Schaltglied, so erhält das Relais-P in der Stellung 11 des Wählers über den Widerstand F 800 und den Wellenkontakt w-11-2 Spannung, das Relais-P zieht an und setzt den Wähle auf Schritt 11 still.
     
    Über den Kontakt w-11-1 erhält der rufende Teilnehmer anstelle des Wählzeichens jetzt das Besetzt Zeichen über Relais-A 100 und DR1 100.

    Auslösen der Verbindung.
    Der rufende Teilnehmer legt auf, das Relais-A fällt jetzt ab und bleibt abgefallen
    Das Relais V zieht durch den offenen Kontakt a-3-2 an, das Relais C 200 wird kurzgeschlossen, der Kontakt v-5-1 unterbricht den Stromkreis von Relais-C 8000 Ohm. Das Relais-C fällt nach der Verzögerungszeit ab.

    Der Kontakt c-5-2 schließt das Relais P 45 und das Relais F 25 kurz. Das Relais F fällt ab.
    Der Kontakt C-5-1 und der Kontakt f5 ist jetzt offen, dadurch wird der Stromkreis für das Relais P 2500 ebenfalls unterbrochen. Das Relais p fällt ab.

    Die Kontakt p-1-1 und p-1-2 trennen die Adern a und b ab. Dadurch fällt auch das Relais-Z ab.
    Dadurch wird der Stromkreis für die freie Wahl wieder geschlossen. Über den Kontakt z-1-2, Kontakt d1, Kopfkontakt k1, Kontakt p-3-2 wird das Relais J wider erregt und das Wechselspiel von Relais J und Drehmagnet beginnt wieder und dreht den Wähler weiter.
    Durch das abgefallen Relais-A ist über den Kontakt der Prüfstromkreis unterbrochen, auch durch den Kontakt c-5-1 und f5 ist der Stromkreis nochmals für das Prüfrelais unterbrochen. Dadurch kann beim Heimlauf des Wählers das Relais-P in keinem Fall ansprechen.
    Der Heimlauf des Wählers wird durch den Kopf Kontakt k1 endgültig unterbrochen.

    Durch die abgefallen Relais wurde auch am Eingang die Ader-c unterbrochen, und im 1. Vorwähler fällt das Relais –T ab und der 1. Vorwähler löst ebenfalls aus.

    Text und Bild: JH Bayern-Online
     


    1. Gruppenwähler WS 48 Rückseite mit Kondensatoren und Übertrager

    Besonderheiten im I. Gruppenwähler

    1) Der GW kann nur dann erfolgreich belegt werden, wenn auch der separate Zählerstromkreis in der Ader-d zum 1. Vorwähler in Ordnung ist, ansonsten wird "Zählersignal" (ZSi) ausgegeben und am Gestell alarmiert (der zugehörige, aktiv rufende Teilnehmer wird "gefangen", um die Störung eingrenzen zu können.

    2) Die Speisung des rufenden Teilnehmers ist zwar symmetrisch, für den Wähler und die Verbindung selber relevant ist aber nur das A-Relais, das einseitig an der b-Ader liegt. Die Gegenspeisung übernimmt die Drossel "Dr", deren elektrische Werte gleich dem des A-Relais sind.

    Gründe für diese einseitige Zustandsüberwachung sind zweierlei:

    a) Bei dem Gesellschaftleitungssystem 48 erfolgt die Besetztkennzeichnung für die anderen Sprechstellen durch eine Prüfung a-Ader gegen Erde, dies würde gegebenenfalls die Wahl durch eine der anderen Partnerstellen verzerren,

    b) auf diese Weise spart man sich die Speisebrücke, kleine Anlagen, wie Zwischenstellenumschalter und fern gespeiste Reihenanlagen können, so sie dies nicht im Übermaß tun, auf der a-Ader den notwendigen Strom gegen Erde beziehen, ohne die Wahlsicherheit zu stören.

    3) Während der Wahl wird die Bifilar-Wicklung der Speisedrossel "Dr" zu dieser parallel geschaltet. Das stört zwar zunächst die Symmetrie der Anschlussleitung, erhöht aber die Wahlsicherheit.

    4) Der Gruppenwähler kann in jeder Dekade die zusätzlich zum Ortstarif gegebenen Ferntarife aufnehmen, arbeitet daher dekadenunabhängig (die deutschen Wähler benötigen für diese Funktion einen Dekadenkontakt). Praktisch zum Einsatz kam dies - außer bei der Dekade 0 - auch bei den Dekaden 9 (Kurzwahl (zu Deutsch: Städteschnellwahl) und der Dekade 1 (bundeseinheitliche Rufnummern mit Vergebührung).

    In der Praxis läuft das so ab, dass nach Melden der gerufenen Stelle das Z-Relais aufgrund des Meldepotentials (gleich dem deutschen Regelkennzeichensystem RKZ) erregt wird und angezogen bleibt. Dieses Z-Relais hält - über eine Zweitwicklung das Prüfrelais P, das damit unabhängig vom Prüfstromkreis zur nachfolgenden Einrichtung (z.B. Verzoner) gemacht wird.

    Die zusätzlichen Ferntarife werden nunmehr durch impulsweise Unterbrechung der c-Ader weitergegeben (die nachfolgende Einrichtung schließt die Prüfader impulsweise gegen Erde kurz, damit ist die nachfolgende Einrichtung auch während des durchzugebenden Impulses unabhängig vom Zustand der vorangehenden Wahlstufe.

    Während des durchzugebenden Impulses fällt das F-Relais impulsweise ab und schaltet die Zählader von der Ortstarifleitung auf die Spannung um, allerdings über die Zweitwicklung (500 Ohm) des V-Relais.

    5) Fernwahlsperre: Im System 48 ist es möglich, Teilnehmer vom aktiven Selbstwählferndienst auszuschließen (dies war primär für die alten Münzer vonnöten, die keine fortlaufende Inkassierung konnten und nur eine Münze vereinnahmten, die Trennung der Verbindung erfolgte durch Zeitablauf einer im Münzer eingebauten Uhr).

    Dies geschieht dadurch, dass im SWFD zusätzlich zum Ortstarif (Zeittarif) weitere Ferntarifimpulse an den Teilnehmerzähler gegeben werden. Dies dient als Ausschließungskriterium.

    Der vom SWFD auszuschließende Teilnehmer bekommt zum teilnehmereigenen Gesprächszähler mit einem Widerstandswert von 3000 Ohm (hochohmiger Zählerkreis) einen Widerstand von 500 Ohm parallel geschaltet. Bei der Durchgabe der Ortstarifimpulse spielt dies keine Rolle, da die Ortstarifimpulse direkt durchgegeben werden, die Ferntarifimpulse werden aber über die bereits erwähnte 500 Ohm-Hilfswicklung des V-Relais im I. GW geschaltet. Dieses V-Relais erhält bei Schaltung des hochohmigen Zählers nur Fehlstrom und kann daher während der Zählung nicht ansprechen, ist aber der Zählerstromkreis niederohmig (der erwähnte Widerstand von 500 Ohm ist parallel zum Zähler geschaltet), dann spricht das V-Relais mit seiner 500 Ohm-Wicklung an und trennt die Verbindung.

    Der I. GW ist für die Anschaltung einer Freischalteinrichtung geeignet und vorgesehen, diese gab es aber nur versuchsweise in den ersten Ämtern, die Funktion dieser Freischalteinrichtung wurde dann aber durch die "Störschleifeneinrichtung" übernommen, die nicht nur unnötig belegte I. GW überwachte, sondern die über die I. GW laufenden Verbindungen (unabhängig davon, ob erfolgreich oder nicht).

    Quelle Text: Dulosy
    Quelle Bild: Bayern-Online Foto JH


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