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    Hauptamt Speicher

    Hauptamt-Speicher der Volltechnik im Hauptamt HA

    Der Hauptamt Speicher (Sp) hat nur einen Teilspeicher zur Auswertung der ersten 3 bis 4 Kennziffern in dem Netzknotenpunkt des Hauptamtes (HA).

    Der Kennziffernspeicher ist er wesentlich kürzer belegt als der Eingangsspeicher im KA, der im Gegensatz dazu die gesamte Zifferninformation speichern und verarbeiten muss. Der HA Speicher kann durch den Teilnehmer nicht negativ  beeinflusst werden, z. B. durch Wahlpausen.

    Als mittlere Belegungsdauer wurden bei den Betriebsversuchen eine Zeit von 6 s gemessen. ES werden daher 8 Speicher  auf 100 Leitungen als ausreichend angesehen.

    Der HA-Speicher hat 3 wichtige Aufgaben zu erfüllen:

    • Er ruft vom Vollspeicher des KA durch ein Abrufzeichen die richtungbestimmenden Kenzahlen (ZA-. HA- und KA- Ziffer) ab und speichert diese mit Hilfe von Relais.
    • Er leitet die Kennzifferninformation zum zentralen  Umwerter weiter und holt sich von diesem die Aussagen ab.
    • Er führt die Aussagen vom Umwerter aus, indem er die Einstellung der I.RW und II.RW und bei Bedarf die folgenden Kennziffern GW ansteuert und einstellt. Anschließend schaltet sich der HA Speicher sofort ab und veranlasst den Vollspeicher im KA, die restlichen Ziffern auszuspeichern.

    Im Schaltplan ist der Speicher in einer stark vereinfachten Form dargestellt. Die einzelnen Stromkreise sind durchnummeriert gezeichnet.

    Belegung:

    Um in der Wahl des Verbindungsgliedes vom Anschaltsatz (An) zum Speicher von der Geschwindigkeit unabhängig zu sein, wird die Einspeicherung der Kennziffern erst nach einer erfolgreichen  Belegung durch ein Abrufzeichen eingeleitet.

    Aus Zeitgründen wäre eine Abruftechnik nicht erforderlich, sofern Suchwähler mit Koppler oder Relaissuchwähler verwendet werden. Ein Wartesystem bietet jedoch den Vorteil, dass die Bündelleistung der zentralen Glieder wesentlich höher ist als bei einem Verlustsystem, allerdings auf Kosten einer geringen Wartezeit.

    Der Sp im HA ist belegungsfähig, wenn das Sperr Relais für die rückwärtige Sperrung (R, 15 000 Ohm) angezogen ist. Über das Relais W 50 spricht das Belegungsrelais C an und hält sich mit seiner niederohmigen Wicklung in der ankommenden Ader c (1). Das Relais W hat gleichzeitig das Relais Wh erregt. Sobald Relais R  und Relais W in die Ruhelage  zurückkehren, wird auf die währender der Dauer der Abfallzeit von Relais-Wh (circa 150 ms) ein Abrufimpuls zum Speicher des KA über die ankommende Ader-e gesandt und die Kennziffern abgerufen (2).

    Speichervorgang:

    Der HA-Speicher nimmt als Teilspeicher die richtungbestimmenden Kennzahlen auf. Diese besteht aus der ZA-, HA- und. KA-Ziffer. Die ZA-Ziffer kann dabei zweistellig sein. Die Speicherung braucht jedoch nur für die Ziffern 1 und 0 stattfinden. Die 0 ist eingeschlossen, um auch im künftigen vollselbsttätigen Auslandsverkehr eine 3-stellige Information  aufnehmen zu können. In diesem Fall gehört die erste Ziffer (0)  zur Verkehrsausscheidungsziffer und bezeichnet noch keine Netzebene in diesem Sinn. Insgesamt genügen dazu 3 Speicherketten mit 2 Zusatzrelais. Der sinnvolle Aufbau der Kennzahlen erweist sich hier von großem Nutzen.

    Im Schaltplan sind die Relais des eigentlichen Ziffernspeichers nach ihrem Stellenwert geordnet (3). Beginnt die Information mit 1 oder 0, dann wird zunächst die erste unvollständige Speicherkette (Relais ZA, ZB) gefüllt. Die folgenden ZA,-, HA- und KA-Ziffern werden darauf in den Ketten Z1 bis Z0, H1 bis H0 und K1 bis K0 gespeichert. Die Hilfskette wird übersprungen, wenn die erste Kennziffer einem Zahlenwert zwischen 2 und 9 hat. Der Umwerter erhält jedoch stets eine 4-stellige Information, damit die Eingabe immer
    eindeutig ist. Zur Kennung der Ziffer 1 und 0 kommt daher für  Kennung der Ziffern 2 bis 9 noch die Füllung als F bezeichnet hinzu.

    Den Ziffernwert einer  Impulsreihe ermittelt die Einspeicherzählkette mit den Relais S1 bis S0. Diese ist rein kontaktgesteuert, und daher von den Toleranzen der Relaisanzugs- und Abfallzeiten unabhängig. Es werden dazu einfach kleine Rundrelais verwendet.

    Die Zählkette wird durch die beiden Wahlbegleitrelais V1 und V2 angeschaltet und durch das Impuls Empfangsrelais A fortgeschaltet. Mit dem Relais A in Arbeitslage wird das zuvor erregte Relais (z. B. S4) gehalten, mit dem Relais A in Ruhelage wird das folgende Relais (z.B. S5) erregt und das vorhergehende Relais (S 4) abgeworfen. Nach Beendigung der Impulsreihe (die V-Relais fallen nacheinander verzögert ab) wird die Einstellung auf die zugehörige Kette der Speicherrelais übertragen. Der Steuerschalter für die Einspeicherung M1 bis M 5 besorgt die stellenrichtige Verteilung der Ziffern.

    Vor Aufnahme der ersten, zweiten, dritten oder vierten Ziffer ist jeweils das Relais M  mit der gleichen Ziffer angezogen. In Verbindung mit den Wahlbegleitrelais, welche die Erregung
    taktmäßig begrenzen, wird der Steuerschalter nach jeder Impulsreihe um einen Schritt weitergeschaltet. War die erste Ziffer keine Eins oder Null (Relais ZA und ZB in Ruhelage),
    dann wird nach Einspeicherung der Ziffer 2 bis 9 die bereits gefüllte Stufe 2 übergangen und das Relais M 3 erregt, das die nächste Ziffer in den H-Speicher leitet. Die gesamten  Kennziffern sind eingespeichert, wenn das Relais M 5 angezogen hat.

    Die Impulse für die Ausspeicherung (11) werden durch das Relais J erzeugt und durch die Ausspeicher-Zählkette mit den Relais T1 bis T0 abgezählt. Relais J pulsiert in einer  Selbstunterbrecherschaltung so lange, bis die Vergleichsschaltung eine Übereinstimmung zwischen dem Ziffernspeicher und der Ausspeicherzählkette feststellt. Das Relais Q der Vergleichsschaltung prüft auf Gleichheit mit der Stellung der Einspeicherkette und unterbricht das Relais J. Gleichzeitig macht der Steuerschalter für die Ausspeicherung (N-Kette) einen Schritt.

    Das Relais Q hat das Relais An abgeworfen, so dass die Ausspeicher-Zählkette mit den Relais T1 bis T0 gelöscht und in der Folge der Gleichheitsprüfkreis  geöffnet wird. Die  Abfallverzögerung von Relais Y bestimmt die Wählpause (12). Das Spiel beginnt von vorn. Wiederum wird das Relais An erregt und damit das Unterbrecherspiel von Relais J eingeschaltet. Die zweite Ziffer wird ausgesandt. Ungeachtet der Ausspeicherung bleibt die Information der Ziffern im Speicher bis zum Ende der Belegung erhalten.

    Anfrage an den Umwerter und Übernahme des Ergebnisses

    Man kann die Anfrage an den zentralen  Umwerter (5) nach Aufnahme  der vollen Kennzahl  oder bereits nach Übermittlung einer Teilinformation, z. B. nach einer Ziffer einleiten. Zunächst ist der letztere Fall vorgesehen, um den Zeitverlust für den Verbindungsaufbau so niedrig wie möglich zu halten und die Ausspeicherung nicht länger als unbedingt erforderlich zu verzögern. Es besteht auch die Möglichkeit, erst nach dem Eingang aller Kennziffern eine Anfrage an den Umwerter zu stellen.

    Zur Belegung des Umwerters wird zunächst das Anlassrelais An über Kontaktfolgen des Steuerschalters für die Einspeicherung zum Anzug gebracht. Die Kontakte zweier Folgerelais (M2 – M3, M 3-M 4, M 4-M 5) überlappen sich kurzzeitig nach Beendigung der jeweiligen Impulsserie. (Eine Anfrage an den Unwerter nach Aufnahme der Ziffer 1 oder 0 findet nicht statt). Das Relais An hält sich und schaltet die beiden Pendelrelais X1 und  X2 ein, die während der Dauer ihres gemeinsamen Anzugs Spannungsimpulse an die Prüfkette des Umwerters legen (4).

    Ist  der Umwerter frei, so spricht das Prüfrelais an. Es bindet sich und schaltet, durch ein Hilfsrelais unterstützt, das Eingabe- und Ausgabe Vielfach zum Speicher
    durch. Die Dauer der Anfrage ist durch die Trägheit der Aufnahmerelais bedingt, und beträgt circa 60 ms. War diese Information noch nicht ausreichend, dann gibt der Umwerter eine
    Nein Aussage an den Speicher (6).

    Das Relais NE wird erregt und wirft das Relais an, damit auch die Relais X1 und X2 sowie das Relais P ab. Der Umwerter wird vom Speicher abgeschaltet.
    Mit dem Abfall von Relais X2 wird auch das Relais NE, das sich über den Kontakt x2 gehalten hat, stromlos.
    Nach der Einspeicherung der nächsten Kennziffer wiederholt der Sp die Anfrage an den Umwerter. Die Abzählrelais M2 bis M5 des Steuerschalters für die Einspeicherung erregen über die Kontaktfolgen m2 und m3 oder m3 und m4 erneut, das Relais An, das den Umwerter in der dargestellten Weise nach einer Aussage anfragt.

    Ist die Zifferninformation vollständig, so dass der Umwerter eine positive Aussage macht (6), dann sprechen die dazugehörigen Ergebnisrelais im Speicher an. Zu diesen gehören die Koderelais F und G für die Richtungseinstellung des I. und II. RW und die Stellenrelais N für den gegebenenfalls nachzusendenden Kennzahlrest.

    Die Bezeichnung der N-Relais ist dabei so gewählt, dass ihr Bezeichnung (4, 3, 2,  l, 0) die Zahl der auszusendenden Kennziffern angibt. 
    N3 erregt: 3 Kennziffern nachsenden!
    N0 erregt: Keine Kennziffer nachsenden!

    Die Richtungsaussage wird den Koderelais als binären Kode gespeichert.

    Code Tabelle für die Einstellungen am  Richtungswähler:

    Richtung
    am RW

    KRg HRg
    Ader d
    Ader e
    Einstellsatz
     

    Relais
    LA = 1. RW
    LB = 2. RW

        Code Relais

      1
    2
    3
    4
    -60 V
    2 kOhm
    +60 V über
    Kondensator
    -60 V
    0,4kOhm

    -60 V
    2 kOhm

    +60 V über
    Kondensator

    -60 V
    0,4 kOhm

    I
    II
    IV
    VIII
    1

         

             

         
    2  

         

             

       
    3

           

         

       
    4    

           

           

     
    5

     

     

       

       

     

     
    6  

       

     

         

     
    7

         

       

     
    8      

         

     

           

    9

       

         

     

       

    10  

     

     

       

       

     

    11

     

       

     

     

     

    12    

             

       

    13

     

           

     

    14  

     

         

     


    Die Ziffern der Relais entsprechen dem jeweiligen Kennwert. Die Gemeinschaftsrelais D und L, die anschließend als Zeichen einer erfolgreichen Anfrage unter Strom kommen, leiten die weiteren Vorgänge ein.


    Einstellung des I. und II. Richtungswählers

    Der 1.RW ist mit dem Anschaltsatz und der Fernleitung fest verbunden. Der zugehörige Einstellsatz versorgt aber alle RW eines Rahmens gemeinsam und muss deshalb vom Speicher erst angefordert werden. Zu diesem Zweck sendet der Speicher Spannungsimpulse im Takte 40/80 ms an die abgehende Ader-d (7).

    Durch den Kontakt d in Arbeitslage sind die beiden Pendelrelais X3 und X4 eingeschalter  worden. Sie pulsieren so lange, bis ein Belegungsrückimpuls vom Einstellsatz auf der Ader-e  eintrifft und das Prüfrelais 0 zum Anzug bringt (8). Das Relais 0 setzt die Umschalte- und Fortschaltkette U1 bis U5 in Tätigkeit.

    Relais U1 schaltet den Richtungskode der F-Relais mit einer Vorgabezeit von etwa 30 ms an die d- und e-Ader (9). Bei Gleichstromkodierung wird positive und negative Spannung in Stufenschaltung angelegt, bei Wechselstromkodierung stellen die Halbwellen des Wechselstroms die Kodeelemente dar. Nach der Übertragung des Kodes wartet der Speicher, bis der 1. RW eingestellt ist.

    Zur Überwachung liegt nach dem Abfall von Relais U1 das über den Kontakt u2, das zuvor erregte E2 Relais an der Ader-e (10) und hält sich über die hochohmige Erde (4000 Ohm) im RW. Diese Erde wird vom RW abgeschaltet, wenn der RW einen freien Ausgang gefunden hat. Das Relais E2 fällt, ab und schaltet damit erneut das Pendelspiel der Relais X3 und X4 ein. Voraussetzung ist, dass das Relais-L angezogen ist, als Zeichen dafür, dass ein Richtungskode für den II. RW zu verarbeiten ansteht.

    Der durch das Fortschaltrelais U3 zunächst geöffnete Stromkreis des X3-Relais wird über den Kontakt l in Arbeitslage wieder geschlossen. Das Relais L hat auf den Kode der Relais-G umgeschaltet. Das Relais E2 überwacht wiederum den Erfolg. Hat der II.RW auf eine freie Leitung aufgeprüft, so wird die Ader-e erdfrei und das Relais E2 fällt, ab. Die Fortschaltkette hat mittlerweile bis in die Stellung U4 weitergeschaltet.

    Ausspeicherung der Restinformation und Auslösung

    Nach einer kurzen, durch Relais Y bestimmten Pause beginnt die Ausspeicherung des Kennzahlrestes (11). Die Information ist in den Ziffernspeichern (Z, H, K) festgehalten. Das vom Umwerter erregte Programmrelais N gibt die auszusendende Stelle an.

    Mit dem Abfall von Relais Y wird Relais U5 erregt und dadurch Relais An erneut zum Anzug gebracht. Relais An spricht jedoch nur dann an, wenn die Ziffer die ausgespeichert werden soll, wenigstens in mit ihrer ersten Stelle bereits eingespeichert ist. Diese Bedingung ist stets erfüllt, wenn das Steuerrelais M5 angesprochen hat, das die Beendigung der Einspeicherung
    anzeigt. Ist diese dagegen unvollständig, dann darf die Ausspeicherung noch nicht anlaufen, wenn sie mit einer Kennziffer beginnen soll, die noch nicht gespeichert ist. Geeignete
    Kombinationen der m- und n-Kontakte sorgen dafür. Das Relais An erregt das Pausenrelais Y (12) und schaltet das Impulsrelais J sowie die Abzählkette mit den Relais T1 bis T0 ein.
    Relais J sendet, wie vorher bereits dargestellt, die Wahlimpulse in Selbstunterbrecherschaltung.

    Sie werden durch die Ausspeicherzählkette mit den Relais T1 bis T0 abgezählt und mit der Stellung der Ziffernspeicher verglichen. Die Ausspeicherung ist beendet. wenn das Relais N0 anspricht. Der HA-Speicher sendet dann  das zweite Abrufzeichen zum Speicher des KA zurück, um die Restinformation anzufordern (13).

    Relais W ist durch Relais D erregt worden und wurde während der Ausspeicherung über den Kontakt y gehalten. Nach beendeter Ausspeicherung (Kontakt n2 in Arbeitslage) und dem Abfall von Relais Y wird es stromlos und unterbricht den Stromkreis für das Relais Wh. Dessen Abfallzeit bestimmt die Länge des Abrufzeichens mit cira150 ms.

    Die Übertragung des Abrufzeichens zum Speicher im KA, die Einleitung der Ausspeicherung und die Umsetzung der Ausspeicherimpulse bis zu dem maßgebenden Wählerschaltglied erfordern eine gewisse Zeit. Um eine unnötige Verzögerung an dieser Stelle zu vermeiden, wird daher das zweite Abrufzeichen durch eine Verringerung der Abfallzeit des Pausenrelais Y vorzeitig bereits nach 400 ms ausgesandt. Der zuletzt eingestellte Wähler hat trotzdem für die freie Wahl 800 ms zur Verfügung, da die nächste Impulsreihe erst 400 ms später eintrifft.

    Das zweite Abrufzeichen wird bei Auslandsverbindungen unterdrückt, da es erst der Speicher im Ausland abgeben darf. Mit der Kennung 0 ist das Relais ZB erregt worden, das von Relais Wh die Erde wegnimmt.

    Auslösung

    Unmittelbar nach dem Abfall von Relais W und Wh wird der Speicher sofort frei geschaltet (14).  Der Stromkreis des Belegungsrelais C wird geöffnet. Alle übrigen Relais kehren in die Ruhelage zurück. Das Sperr Relais R, zieht wieder an und macht den Speicher für die nächste Anforderung belegungsfähig.

    Überlauf

    Von besonderer Bedeutung ist die Überlaufsteuerung. Sie ermöglicht eine gute Ausnutzung der Querwege, weil dadurch auf diesen Querwegen ein verhältnismäßig hoher Verkehrsrest zugelassen werden kann. Die Überlaufsteuerung ist verschiedenartig gelöst, je nachdem, ob der Querweg am 1. oder 2.RW anliegt.

    Übertauf des I.RW
    Im ersten Fall war der Kode an die F-Relais angelegt worden. Nach dem Abfall von Relais  U1 bleibt Relais  E2 weiterhin angezogen, da das Freisignal bleibt jedoch aus, und das Relais E2 nach wie vor im RW eine hochohmige Erde findet (10). Über die Kontakte u1 und  x3 in Ruhe, sowie der Kontakt e2 in Arbeitslage wird das Besetztrelais E1 oder das Überlaufrelais B1 erregt (10).

    Das Kennzahlwegrelais KW trifft hier die Entscheidung. Hat es nicht angesprochen, dann kommt Relais E1 unter Strom und legt die Besetzterde an die ankommende Ader-e. Das Besetztzeichen veranlasst die Auslösung der gesamten Verbindung. Soll dagegen die Verbindung auf den Kennzahlweg überlaufen, dann befindet sich das Relais KW  in Arbeitslage. Relais B1 wird erregt, löscht das vom Umwerter eingestellte Programm und schaltet den Ausspeichersteuerschalter (N) auf die volle Information (N4 oder N3), d. h. auf die Information für den Kennzahlweg. Gleichzeitig sucht sich der l. RW eine freie Leitung des Kennzahlweges, ohne dabei auf Steuerimpulse des Speichers  angewiesen zu sein.

    Überlauf des 2. RW
    Hat der II. RW keine freie Leitung gefunden, so wickelt sich der Durchdrehbesetztfall in der gleichen Weise ab. Relais E1 wird erregt und sendet ein Besetztzeichen zurück, das die Besetzrückmeldung veranlasst.

    Der Überlauf auf den Kennzahlweg erfordert dagegen abweichende Arbeitsvorgänge, da der Kennzahlweg grundsätzlich am I.RW liegt. Die Durchschaltung des 1. RW muss abgeschaltet werden und der zugehörige Einstellsatz, der mittlerweile freigegeben worden ist muss erneut angefordert werden. Die Lösung ist so getroffen, dass der I. RW ausgelöst und anschließend nochmals belegt und markiert wird.

    In der Durchdrehstellung des II.RW wird über die Ader-d im Speicher das Relais B2 zum Anzug gebracht. Denn die Fortschaltkette steht nach der Einstellung des II.RW auf der Stellung U4. Das Relais B2 schließt durch Erdung einer Abzweigader das Belegungsrelais C des I. RW kurz. Anschließend wird das Relais B2, das sich mit einer niederohmigen Wicklung im Kurzschlusskreis selbst gehalten hat, stromlos und leitet erneut den Belegungs- und Einstellvorgang des RW ein.

    Durch das zuvor erregte Relais B1 ist jedoch, da der ursprüngliche Kode gelöscht und stattdessen die Richtung 1 (Kennzahlweg) markiert worden. Von den Kode Überwachungsrelais steht nur mehr Relais D unter Strom. Da sich die Fortschaltkette in der Stellung U4 befindet, ist der Stromkreis für das Relais X3 geschlossen, so dass das Pendelspiel der  Belegungsimpulse für den Einstellsatz wieder beginnen kann. Die weiteren Vorgänge laufen in ähnlicher Weise ab, wie sie bei der Einstellung der Querrichtung beschrieben wurden.

    Ist der Kennzahlweg besetzt, so wird der Besetztfall endgültig ausgelöst. Da das Aussagerelais für den Kennzahlweg KW, das durch das Relais B1 abgetrennt worden ist, wird ein nochmaliger Überlauf auf den Kennzahlweg verhindert. Das Relais E1 sendet Besetztzeichen zum Zählimpulsgeber oder Verzoner.

    Überwachung

    Fehler im Ablauf der Schaltvorgänge werden durch eine Überwachungsschaltung erfasst. Über den endgültigen Aufbau wurde erst nach einigen Betriebsversuchen entscheiden. In Schaltplan  ist lediglich die grundsätzliche Anordnung wiedergegeben ohne Feinheiten zu berücksichtigen.

    Ein l0-s-Takt, der zweckmäßig dem Zeittaktgeber entnommen wird, erregt das Alarmrelais AL 1, das sich über eine Kontaktkette wichtiger Funktionsrelais (A, V3, E2, U2, C) bindet. Schreitet der Ablauf der Schaltvorgänge ordnungsgemäß und innerhalb der gesetzten Zeit weiter, so wird der Haltestromkreis des Relais immer  wieder geöffnet. Ist das innerhalb der vorgegebenen Zeit von 10 s nicht der Fall, dann kommt beim nächsten l0-s-Takt das über den Kontakt al-1 vorbereitete Alarmrelais AL 2 unter Strom. Es zieht an und hält sich selbst erregt und die erforderliche Hilfsrelais für eine Alarmabgabe.

    An die ankommende Ader-e wird Besetztzeichen angelegt und das Relais-C wird seiner Zweitwicklung erregt. Der gestörte Speicher ist damit außer Betrieb gesetzt. Über die geerdete Ader-c steht auch das Prüfrelais P im Anschaltsatz weiter unter Strom, so dass der Anschaltsatz und der dazugehörige I.RW mit dem Speicher verbunden bleiben und  Einstellung festgehalten bleiben, aber nicht mehr belegt werden können.

    Bei folgenden Fehlern spricht eine Alarmschaltung an oder es wird Besetztabwurf gegeben.

    • Vergebliche Anfrage:
      Der Speicher  kann nach Einspeicherung sämtlicher Ziffern (Relais V3 in Ruhe) auf den Umwerter nicht aufprüfen z. B. wegen eines Fehlers in der Prüfkette. Die Relais X1 und X2
      pendeln daher dauernd. Der .Haltestromkreis des Relais AL1 wird nicht durch den Kontakt e2 aufgetrennt. Denn Relais E2 wird erst bei der Einleitung des Kodes vor erregt. Das Relais AL2 ist daher aufnahmebereit geschaltet und spricht mit den nächsten l0-s-Takt an.

    • Vergebliches Anfordern eines Einstellsatzes:
      Der Speicher  findet keinen Einstellsatz, weil beispielsweise die Ader-d einen Erdschluss hat, so dass sich die Spannungsbelegungsimpulse nicht auswirken können. Wiederum bleibt das Freizeichen Empfangsrelais E2 in der Ruhelage, so dass Relais AL1 sich binden kann.

    • Kein Leitweg:
      Gibt der Umwerter   nach Einspeicherung sämtlicher Kennziffern (Relais M5 erregt) eine Nein Aussage. Dann sprechen über den Kontakt m5 und Kontakt ne in Arbeitslage die Relais E1 und B2 an. Relais E1 legt die Besetztzeichenerde an die Ader-e an.

    • Der Kode wird nicht abgesetzt:
      Relais U1 Relais hält sich über seine hochohmige Wicklung, welche die Ader-d auf Erde überprüft. Dadurch bleibt auch das Relais U2 erregt, das den Haltestromkreis von Relais AL1 durchgeschaltet lässt.

    • Der RW findet keine Markierung:
      Das Überwachungsrelais Ü in Einstellsatz fällt ab und legt direkte Erde an die Ader-e. Das Relais E1 zieht an und gibt Besetztzeichen ab.

    • Die Ausspeicherung wird nicht abgestoppt_
      Die Vergleichsschaltung spricht nicht an, da das Ausspeichervielfach fehlerhaft  ist. Die Ausspeicherzählkette läuft durch, so dass das Senderelais J weiterhin pendelt. Die Ausspeicherzeit wird durch den l0-s-Takt überwacht. Relais U2 und E2 sind vor Beginn der Ausspeicherung in die Ruhelage zurückgekehrt, so dass das Relais AL1 sich beim nächsten Zeittakt anziehen kann. Für die Ausspeicherung der Restinformation steht eine Zeit von l0 bis 20 s zur Verfügung. Dann muss der Speicher durch den Abfall des Belegungsrelais C frei geschaltet sein. Eine Vorgabezeit von mindestens l0 s ist selbst bei vierstelliger Kennzahl auch bei den längsten Ziffern ausreichend. Bei einer Pausenzeit von 0,8 s zwischen den einzelnen Ziffern und einer Pausenzeit von 0,4 s am Ende der Ausspeicherung errechnet sich eine Übertragungszeit von insgesamt 6,8 Sekunden.

    Hauptamt Speicher mit geöffneten Abedeckungen

    Das Bild rechts zeigt einen Hauptamtspeicher im Gestell aus der Volltechnik.

    Bauliche Ausführung

    Als Schaltelement sind ausschließlich Relais verwendet. Ingesamt enthält der HA-Speicher 112 Relais, darunter 87 Kleinrelais. Letztere bilden in erster Linie die Zählketten und den Ziffernspeicher. Ein Gestell kann 4 HA Speicher aufnehmen.


    Verfügbare Downloads
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    Weitere Information finden Sie unter:
    Weitere Informationen : HRW Wähler Weitere Informationen verfuegbar HRW Wähler Weitere Informationen : HRG Register Weitere Informationen verfuegbar HRG Register

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