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    Halbautomatische Fernsprechanstalten  50 von 52eine Seite zurückeine Seite vor

    Halbautomatische Fernsprechanstalten
    Bild 16

    Sie sind mit Selbstanschlußsystemen ausgerüstet, deren Steuerung aber nicht durch den Teilnehmer direkt, sondern durch eine Beamtin erfolgt.

    Die Teilnehmersprechstellen erhalten normale Fernsprechgehäuse ohne Nummerschalter. Nimmt der Teilnehmer seinen Fernhörer vom Apparathaken ab, so verbindet er sich bei dem in Deutschland gebräuchlichen System der A.-G. Siemens & Halske durch einen Vorwähler mit dem Schaltapparat einer gerade unbeschäftigten Beamtin. Diese fragt die gewünschte Verbindung ab und stellt den die Wähler steuernden Schaltapparat auf die betreffende Nummer ein. Die Herstellung der Verbindung geht dann selbsttätig vor sich; die Beamtin hat sie nicht mehr zu beobachten; sie ist vielmehr sofort wieder für andre Anrufe verfügbar. Die Verbindung wird beim Anhängen des Fernhörers wieder selbsttätig gelöst.

    Das halbautomatische System findet mit Vorteil da Verwendung, wo es sich um Umwandlung großer Netze mit Handbetrieb in solche mit vollautomatischem Betrieb handelt. Die Umwandlung erfolgt zunächst unter Beibehaltung der alten Teilnehmerstationen staffelweise in halbautomatischen Betrieb; der Uebergang zum vollautomatischen Betrieb ist dann ohne Schwierigkeit durchführbar. Der Vorgang bei einer Verbindung zweier Teilnehmer, z.B. Nr. 1953 mit 4237 in einem mit dem halbautomatischen System der A.-G. Siemens & Halske betriebenen Netze wird durch Fig. 16 (Bild oben) dargestellt].

    Wenn der Teilnehmer 1953 den Hörer abhängt, Stellt sich sein Vorwähler V W selbsttätig auf eine Leitung v zu einem freien I Gruppenwähler I G W ein. Dabei werden die Relais A und B erregt und die Kontakte a und b geschlossen. Eine der Beamtin O zugeordneter Dienstwähler D W beginnt sich infolge des Stromschlusses im Stromkreise Erde, Batterie, Unterbrecher, Drehmagnet M, Kontakt p1 Kontakt b, Erde selbsttätig zu drehen. Bei jeder Unterbrechung macht der Dienstwähler D W einen Schritt und schiebt die Kontaktarme c1 und c2 von einem Kontakt zum andern weiter.

    Trifft der Kontaktarm c2 auf den geerdeten Kontakt a, so kommt ein Stromkreisschluß Erde, Batterie, Prüfrelais P, Kontaktarm c2, Kontakt a, Erde zustande. Das Prüfrelais P spricht an, unterbricht den Stromkreis für den Drehmagneten M und schaltet durch Schließen des Kontaktes p2 den Sprechapparat der Beamtin automatisch an die Verbindungsleitung v an. Die Beamtin hat also zur Entgegennahme des Rufes keinerlei Tätigkeit auszuüben.

    Noch während die Beamtin die abgehängte Nummer wiederholt, betätigt sie den Wählerschaltapparat N, der aus einer Tastatur mit soviel Tastenreihen von 0–9 besteht, wie Dekaden zur Herstellung der Anschlußzahl erforderlich sind.

    Ein 1000er-System erhält also einen Tastensatz mit 3, ein 10000er-System einen Tastensatz mit 4 Druckknopfreihen zu je 10 Druckknöpfen. Die oberste Zahlenreihe dient bei letzterem System als Tausender, die zweite als Hunderter, die dritte als Zehner und die vierte als Einerreihe. Wenn eine Taste niedergedrückt wird, bleibt sie in dieser Stellung stehen, während andere, früher gedrückte Tasten in die Ruhestellung zurückgehen. Sobald die Beamtin die der Nr. 4237 entsprechenden vier Tasten niedergedrückt hat, wird sie durch einen Kontakt n auf die Tastatur N1 umgeschaltet und steht sofort für einen weiteren Anruf wieder zur Verfügung.

    Gleichzeitig wird ein Kontakt u in der Verbindungsleitung v geöffnet, damit die von der Tastatur bewirkten Stromstöße nach den Wählern zu nicht durch den Teilnehmer Nr. 1953 gestört werden können und andererseits der Teilnehmer nicht durch die Einstellströme belästigt wird. Die von der Tastatur bei Einstellung der Nr. 4237 ausgehenden Stromstöße stellen in bekannter Weise den I Gruppenwähler I G W in die vierte, den II Gruppenwähler II G W in die zweite, und den Leitungswähler L W in die dritte Kontaktreihe und in dieser auf den siebenten Kontakt.

    Sobald der letzte Stromstoß erfolgt ist, schließt sich der Kontakt u wieder und die Relais A und B fallen ab, wodurch auch P stromlos und die Tastatur abgeschaltet wird. Zu jedem Tastensatz gehört ein Maschinensatz für die Zahlengebung (Fig. 17 Bild unten).

    Er besteht aus drei feststehenden Scheiben I, II und III. Vor jeder Scheibe ist ein Kontaktarm auf einer gemeinschaftlichen Antriebswelle angeordnet. Der Kontaktarm der Scheibe I steht mit der Zuleitung zu den Wählern in Verbindung, während die Kontakte der Scheibe I über einem Relaiskontakt i1 geerdet sind. Der Kontaktarm der Scheibe III ist mit einem Relais J und ihre Kontakte sind mit den Arbeitskontakten der Tasten verbunden, wobei die Tasten einer Tastenreihe mit den Kontakten eines Quadranten der Scheibe in Verbindung stehen. Jeder Kontakt eines Quadranten entspricht somit einer Zahl des entsprechenden Tastenstreifens. Außer Betrieb steht der Zahlengeber still in der Fig. 17 gezeichneten Stellung. Zur Herstellung der Verbindung 4237 drückt die Beamtin in jeder Reihe die entsprechende Taste nieder.

    Dadurch werden die betreffenden Kontakte der Scheibe III geerdet. Beim Niederdrücken der letzten Taste, also der Einertaste 7, wird die Antriebswelle der drei Kontaktarme in Gang gesetzt, worauf die drei Arme synchron in der durch die Pfeile angegebenen Richtung die Scheibenkontakte bestreichen. Solange der Kontaktarm I einen Scheibenkontakt berührt, ist die Wählerzuleitung a geerdet; während des Bestreichens des zwischen den Kontakten liegenden Zwischenraums ist dagegen die Leitung a von Erde isoliert. Dadurch entstehen auf der Leitung a Stromstöße. Sobald der Kontaktarm der Scheibe III den durch die vierte Tausendertaste geerdeten Scheibenkontakt berührt, wird das Relais J auf folgendem Wege erregt: Erde, Batterie, Relais J, Kontaktarm, Scheibenkontakt 4, Taste 4 der Tausenderreihe, Erde.

    Das Relais J verbindet sich über seinen Arbeitskontakt i2 mit dem Kontaktarm der Scheibe II und deren leitenden Quadranten q1 mit Erde; außerdem öffnet es seinen Kontakt i1 wodurch die Erde von der Zahlengeberscheibe I abgeschaltet wird, so daß beim Ueberfahren der Tausenderkontakte 4 Stromstöße, nach dem Kontakte 4 aber keine Stromstöße mehr zustande kommen.

    Wenn aber nach dem Absuchen der zehn Tausenderkontakte auf den Scheiben I und III die Kontaktarme in den Zwischenraum zwischen den Tausender- und Hunderter-Kontakten gelangen, verliert das Relais J seinen Strom, weil in dieser Stellung der leitende Quadrant q1 der Scheibe vom Kontaktarm verlassen ist. Der Relaisanker fällt ab und legt wieder Erde an die Kontakte der Stromstoßscheibe I. Das gleiche Spiel wiederholt sich in jeder Tastenreihe, nur daß in der Hundertreihe das Relais J beim Auftreffen der Kontaktarme auf den zweiten, in der Zehnerreihe beim Auftreffen auf den dritten und in der Einerreihe beim Auftreffen auf den siebenten Kontakt erregt wird. Wenn der Zahlengeber in die in der Fig. 17 gezeichnete Stellung zurückgelangt ist, bleibt er von selbst stehen.

    Der Ablauf des Zahlengebers erfordert für die Herstellung einer Verbindung nur 6 Sekunden.

    Halbautomatische Fernsprechämter sind in Deutschland bis jetzt in Posen und Dresden zur Einrichtung gekommen; sie sind von der Firma A.-G. Siemens & Halske gebaut, die auch in Amsterdam ein derartiges größeres Amt ausgeführt hat. In Amerika sind einige kleinere Anlagen nach Schaltungsentwürfen von Clement in Betrieb. Man kann damit rechnen, daß man beim halbautomatischen Betriebe nur die Hälfte Verbindungsbeamtinnen braucht als beim Handbetriebe.


    Bild 17

    Quelle:
    Lueger: Lexikon der gesamten Technik 1912
    Elektrotechnische Zeitschrift 1912, Heft 9


    Zeitraum  1912
    Land:  D
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