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    Fernsprechtechnik - Zentralamt des ....  8 von 16eine Seite zurückeine Seite vor

    von 1951-1956
    Quelle: wayback.archive.org

    Fernsprechtechnik - Zentralamt des Selbstwählferndienstes
    Fernmeldehochhaus - Zentralamt des Selbstwählferndienstes

    An die Einrichtungen der Übertragungstechnik knüpft sich nun die Vermittlungstechnik an.

    Die automatische Vermittlungstechnik im 3. Obergeschoß des Hauptgebäudes besteht aus den Selbstwählferndiensteinrichtungen für das Zentralamt 6, das Doppelhaupt- und Doppelknotenamt Frankfurt.

    Bei der Einrichtung des Zentralamtes konnten zahlreiche technische Fortschritte verwirklicht sowie jüngste Erkenntnisse auf dem Gebiet der Fernwahltechnik nutzbringend angewandt werden.


    Bild rechts  Selbstwählferndiensteinrichtungen : Foto:Göllner

    Der etwa 96 m lange und 16 m breite Betriebsraum mit rund 1.500 qm Nutzfläche ist durch den sogenannten Hauptverteilerraum halbiert worden.

    Während sich in dem östlichen Teil zur Zeit ausschließlich die Wählimpuls-Übertragungstechnik befindet, ist in der westlichen Hälfte die gesamte Fernwähltechnik mit ihren zentralen Gliedern untergebracht.

    Nicht nur aus amtsbautechnischen Gründen (Kabelführung), sondern vor allen Dingen aus rein betrieblichen Erwägungen heraus hat man der Wählimpuls-Übertragungstechnik in ihrer Gesamtheit einen eigenen Platz zukommen lassen, zumal diese Geräte ein Koppelglied zwischen Übertragungstechnik und Vermittlungstechnik darstellen.

    Das vieldiskutierte Problem "Elektronenröhre im Wählersaal?" fand hier eine geschickte Kompromisslösung. In diesem "Übertrager-Saal", wie er allgemein genannt wird, finden wir so neben den in ankommender Richtung betriebenen Gleichstrom- und Wechselstromübertragungen in der Hauptsache die Tonwahlübertragungen für beide Richtungen mit den zum Teil zugeordneten Gabelübertragungen.

    Lediglich die in abgehender Richtung betriebenen Gleich- und Wechselstromübertragungen befinden sich, direkt hinter den Endamtsgruppenwähler im Wählersaal. Die Tonwahlübertragungen für die Städtefernwahl sind hauptsächlich nach dem Einfrequenzwahlsystem mit 3.000 Hz ausgeführt, jedoch befinden sich auch Übertragungen nach den vom CCIF empfohlenen Zweifrequenzwahlsystem mit 2400/2040 Hz in Betrieb.

    In dem langgestreckten Fernwählersaal erwies sich eine hufeisenförmige Kabelführung über die mannigfaltigen Einrichtungen hinweg als sehr zweckmäßig. Anfang und Ende dieses Hufeisens stoßen dabei auf den quergestellten Hauptverteiler.

    Dementsprechend ordnen sich die einzelnen Gruppen gemäß der Übergangstechnik wie folgt an:


    Diese Anordnung brachte ein Optimum hinsichtlich der Amtsverkabelung.

    Drei quer durch den Stahlskelettbau verlaufende sogenannte Dehnungsfugen machten bei den Amtskabelrosten Ausgleichsbrücken notwendig, damit bei Ausdehnung des Gebäudes die einzelnen Adern nicht reißen.

    Außer dem Hauptverteiler (71 Buchten) wurden 15 Zwischenverteiler aufgestellt, die zur Aufnahme von Verbindungskabeln mit Kabelrosten untereinander verbunden sind. Die Kabelquerverbindungen zur Überbrückung des Mittelganges befinden sich unsichtbar in der Zwischendecke.

    Die Schienen für die Stromversorgung sind mit einem Querschnitt von 3.000 qmm über die Gestell Reihen hinweg geführt.

    An jedem Gruppenrahmen ist zum Mittelgang hin eine Griffsicherung angebracht, die es gestattet, bei Gefahr (zum Beispiel Kurzschlussbrand) sämtliche Gestelle dieses Gruppenrahmens von den -60 V zu trennen.

    Um sich eine Vorstellung von dem Umfang der Arbeiten für den Erstaufbau machen zu können, sei erwähnt, dass während des einjährigen Aufbaues etwa 80.000 Montagestunden von durchschnittlich 40 Monteuren geleistet wurden.

    In etwa 360 m Gestell Reihen wurden eingebaut


    Diese Einrichtungen waren für ca.16.000 Gespräche pro Tag berechnet.

    Diese erste Baustufe ging am 19.Februar 1955 in Betrieb. Der unerwartet starke Verkehrsanfall machte eine sofortige Erweiterung notwendig.

    Dies geschah dann in der zweiten Baustufe, die neben den Einrichtungen für die vierdrähtige Durchschaltung eine vierte Gruppe ZIG/SW/VZ (1 Gruppe 70 ZIG + 16 SW + 16 VZ) enthielt.

    Die Einrichtungen dieses Bauabschnittes wurden am 22. April 1955 in Betrieb genommen. Mit dieser Anlage wurde im Monat Mai 1955 ein Tagesdurchschnitt von rund 21.500 Selbstwählferndienstgesprächen mit einer durchschnittlichen Gesprächsdauer von 3 Minuten erzielt.

    Der Tagesdurchschnitt der Belegungen lag bei etwa 90.000 mit einer durchschnittlichen Belegungsdauer von 1 Minute.

    Der große Unterschied zwischen der Anzahl der Belegungen und der Anzahl der SWFD-Gespräche erklärt sich hierbei in erster Linie aus den Anrufen des Fernamtes und der Sonderdienste, die umgesteuert werden müssen, den Fällen "Teilnehmerbesetzt" bzw. "Gassenbesetzt" und den Falschwahlen infolge der Änderung mancher Ortskennzahlen.

    Inzwischen sind zwei weitere ZIG-Gruppen in Betrieb gegangen, so dass von den 6 Gruppen (420 ZIG, 96 SW, 96 VZ) im Dezember 1955 ein Tagesdurchschnitt von 33.500 Gesprächen geleistet werden konnte.

    Zur Zeit (Januar 1956) besteht neben dem Selbstwählferndienst innerhalb des Doppelknotenamtsbereiches und teilweise des Doppelhauptamtsbereiches die Städtewahl in beiden Richtungen mit München, Stuttgart, Mannheim, Düsseldorf, Köln und Bonn.

    Für das Rechnungsjahr 1956 ist die Aufnahme weiterer Verkehrsbeziehungen in den Selbstwählferndienst, wie zum Beispiel Hamburg, Hannover, Nürnberg, Kassel, Gießen, Aschaffenburg u.a. vorgesehen.


    Quelle: wayback.archive.org
    Zeitraum  1951-1956
    Land:  D

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