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    Fernsprechtechnik - Trägerfreq....  4 von 16eine Seite zurückeine Seite vor

    von 1951-1956
    Quelle: wayback.archive.org

    Fernsprechtechnik - Trägerfrequenzverstärkeramt
    Fernmeldehochhaus - Trägerfrequenzverstärkeramt

    Wie schon oben erwähnt, befinden sich die technischen Einrichtungen, die eine Mehrfachausnutzung von Fernsprechleitungen ermöglichen, im 1.Obergeschoß.

    Unter Mehrfachausnutzung ist hierbei die Möglichkeit zu verstehen, daß auf einer Leitung gleichzeitig ohne gegenseitige Beeinflussung mehrere Gespräche geführt werden können.

    Neben den modernen Weitverkehrssystemen V 60 und V 120 mit (60 bzw. 120 Sprechkanäle auf einer symmetrischen Vierdrahtleitung) sowie V 960 (960 Sprechkanäle bzw. 1. Fernsehband auf einer koaxialen Vierdrahtleitung) zeigen sich hier auch Bezirkssysteme wie Z 12 N und Z 6 N mit 12 bzw. 6 Sprechkanälen auf einer Zweidrahtleitung.

    Mit rund 700 qm Nutzfläche ist in diesem Betriebsraum Platz für etwa 8.000 Kanäle. Rund 3.000 Kanäle sind zur Zeit in Betrieb (Januar 1956).

    Die Erweiterung um etwa 750 Kanäle für den Weitverkehr und etwa 250 Kanäle für den Bezirksverkehr ist geplant, so daß bis Ende 1956 etwa 4.000 Kanäle geschaltet sein werden.

    Rechtes Bild: Blick in das TF-Verstärkeramt, erstes OG
    Foto:Fmtz Darmstadt

    Die Tragfähigkeit des Bodens von 1.000 kg/qm sowie die Wärmeentwicklung in den Gestellen machten einen Gestellabstand von 1,95 m (Mitte bis Mitte) notwendig.

    Der erste Bauabschnitt sah den Aufbau einer sogenannten Umschalteinheit vor, die es im nachfolgenden zweiten Bauabschnitt ermöglichen sollte, die technischen Einrichtungen aus den provisorischen alten Räumen ohne Unterbrechung des Betriebes in die neuen Räume überzuleiten.

    Diese Umschalteeinheit (5 x 60 = 3oo Kanäle) war demnach ein organisch kompletter Amtsteil, der nach seiner Fertigstellung im September 1954 systemweise in Betrieb genommen wurde.

    Jedes dieser neugeschalteten Systeme ließ im alten Amt ein System frei werden, das nun abgebaut, ins neue Amt übergeleitet und dort nach Überholung wieder aufgebaut werden konnte. So wurden nach und nach in Abständen von je einer Woche die Systeme in das Hochhaus ohne Störung des Betriebes übergeführt.

    Diese Umschaltungen wurden jeweils während der Nacht von Samstag auf Sonntag, also in einer sehr betriebsschwachen Zeit, vorgenommen. Zunächst waren dies die V60-Einrichtungen, die zusammen mit dem 24-Paarigen Trägerfrequenzkabel (1,2 mm-Ader) bisher das Standard - Weitverkehrssystem bildeten.

    Nebenher wurden aber auch schon die Einrichtungen der modernen Systeme V 120 und V 960 aufgebaut.

    V 120, ein symmetrisches System, ist speziell für den neuen Kabeltyp 17 (16 x 1,3 mm starke, styroflexisolierte Paare + 1 Koaxialkern 2,6mm/9,4mm) vorgesehen.

    Der Koaxialkern dieses Kabels kann mit V 960 betrieben werden, das die Übertragung von 16 Übergruppen gemäß CCIF ermöglicht. Zugleich wurden moderne Pilot- und Fernüberwachungseinrichtungen aufgebaut und zum Teil schon in Betrieb genommen.

    Die Pilot-Überwachung tastet in einem Zeittakt von 1 Sekunde den 60 kHz-Pilot jeder Leitung ab und überwacht dessen Pegel.

    Abweichungen von größer als 0,2 N vom Sollwert werden sofort akustisch und optisch im Amt signalisiert. Unabhängig von diesem Leitungspilot ist beabsichtigt, jeder Gruppe (12 Kanäle) einen gesonderten Pilot, den sogenannten Gruppenpilot zuzuordnen, der die Möglichkeit bietet, den Pegel einer Gruppe über mehrere hintereinandergeschaltete Leitungsabschnitte hinweg zu überwachen.

    Eine Versuchsanlage, erstmalig mit Transistoren ausgerüstet, befindet sich auf der Strecke Frankfurt-Paris in Betrieb. Die Fernüberwachung ermöglicht es, Unregelmäßigkeiten in den unbemannten Verstärkerämtern, die im Zuge der Trägerfrequenzkabel liegen, sofort im Überwachungsamt erkennen zu lassen.

    So können zum Beispiel Einbruch, Feuerausbruch, gestörte Netzersatzanlage, gegebenenfalls Ausfall eines Rundfunkleitungsverstärkers unter anderem sofort als solche in einem Schauzeichenfeld erkannt werden.

    31 verschiedene Signale, über einen Phantomkreis eines Tf-Vierers als Wechselstromimpulse übertragen, können mit dieser Einrichtung gegeben werden.

    Zu erwähnen sei ferner die Fernspeisungsanlage im Zusammenhang mit dem System V 96O. Mit dieser Anlage erhalten die unbemannten Verstärkerämter eines Versorgungsabschnittes (in der Regel 3) ihre Stromversorgung über den Koaxialkern des Fernkabels, derselben Leitung also, die hochfrequent die 960 Gespräche überträgt.

    Dabei hat jeder Innenleiter (koaxiale Vierdrahtleitung) 750 V gegen Erde am Außenleiter, so daß jedes unbemannte Verstärkeramt Mit 2 x 750 =1500 V Wechselstrom versorgt wird.

    Der Durchschnittsverbrauch eines solchen Amtes beträgt im Höchstfall etwa 0,8 kVA. Abschließbare Kabelendgestelle in Schrankform mit steckbaren Ringübertragern, voll verkleidete Kabelroste und dergleichen mehr sind Zeugen modernen Amtsbaues.



    Quelle: wayback.archive.org


    Zeitraum  1951
    Land:  D

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