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    Erdsystem ohne Steuerschalter - Teil 2  4 von 8eine Seite zurückeine Seite vor

    Erdsystem ohne Steuerschalter - Teil 2
    Erdsystem - Nachwähler für Fernwähler und Mehrfachanschlüsse
    Die größten Schwierigkeiten waren bei der Ersparung des Vorschalteschrankes durch Führung des Fernverkehrs über die Ortswähler zu überwinden, weil viele neue Forderungen, wie das Aufschalten auf Ortsverbindungen und Trennung derselben durch besondere Schaltmaßnahmen des Fernamtspersonals erfüllt werden mussten.

    Es wurde auch eine Vorbereitung von Fernverbindungen ohne Sperrung des Teilnehmers gefordert.

    Auf bestehende Fernverbindungen durfte sich aufgeschaltet werden, sie durften auch nicht  getrennt werden.

    Die Trennung von Ortsverbindungen erfolgte über die vorhandenen Sprechleitungen vom Fernamt durch ein  Trennpotential, das der Teilnehmer mit gewöhnlichen Mitteln nicht herstellen können. Es  wurde dadurch das Brückenrelais, das die Verbindung aufrechterhält - gewöhnlich das B-Relais der A-, B-, X-Schaltung, abgeworfen wird, worauf die Auslösung erfolgt.

    Alle Speisebrücken müssen daher für Vorgang umgebaut werden. Die Prüfung vor der Aufschaltung musste daher Orts- und Fernverbindungen unterscheiden.

    Da auch Vorbereitung vor der Aufschaltung der Fernverbindung verlangt wurde, so durfte nach dem Aufbau einer Fernverbindung  nicht wie im Ortsverkehr sofort gerufen werden, sondern Prüfen, Aufschalten, Trennen und Rufen durfte erst durch das Fernamt eingeleitet werden.

    Damit die LW diese Bedingungen erfüllen konnten, wurden sogenannte Fernnachwähler eingeführt, die bei Fernverbindungen durch einen besonderen Stromstoß vom Fernamt sich parallel zum LW anschalteten. Es wurden dadurch die Ortsübertragung aus- und die Fernübertragung eingeschaltet.

    Die Auswahl freier oder ortsbesetzter Leitungen bei Mehrfachanschlüssen erfolgte auch für den Fernverkehr durch Nachwähler.

    Der Ersatz des Steuerschalters durch Relais stellte hohe Anforderungen an die Schaltungsentwicklung dar, es sollte durch möglichst wenig neue zusätzliche Relais erfolgen.

    Zur Fortschaltung der Wähler beim Suchlauf durch den Drehvorgang wurden entweder Selbstunterbrecher, oder für eine kleinere Gruppe von Wählern Relaisunterbrecher oder gemeinsame Maschinenunterbrecher verwendet.

    Bei diesem System wurde in einigen Ämtern von besonderen Maschinen Wechselstrom 50 Hz mit der Batterie verbunden benutzt, wodurch ein pulsierender Gleichstrom entstand, bei dem die Wähler 50 Schritte je Sekunde ausführten konnten. Die Schwierigkeiten bei der Entwicklung machten die Maschinen wegen der hohen Induktivität der Wähler und der sehr stoßweisen Belastung der Maschinen. Spätere Ämter erhielten diese Maschinen nicht mehr.

    Ein weiteres Problem entstand durch die stromlosen Wählerkontakte in den Sprechkreisen zwischen der Übertragung und dem LW. Die unedlen Wählerkontakte zeigen unter währende des Betriebes plötzlich hohe Übergangswiderstände, die eine Verständigung der Teilnehmer erschwerten. Diese Erscheinungen verschwant sofort, wenn eine höhere Spannung an die Kontakte angelegt wurde.

    Diese Erscheinung hängt hauptsächlich von der Spannung und nur im geringen Maße  vom Strom ab.
    Es wurde auf den bisherigen stromlosen Teil des Sprechkreises eine Spannung über hohe Widerstände angelegt, durch die nur ein sehr kleiner Strom von etwa 1 mA fließen konnte, der die sonstigen Schaltvorgänge jedoch auf den Leitungen nicht beeinflusste. Dieser Strom wurde auch Frittstrom genannt.

    Es trat zum ersten Male das Problem der Verhinderung der Aufprüfung auf auslösende Wähler auf. Die Auslösung der Wähler einer Verbindung erfolgt nacheinander und wurde vom der ersten Speisebrücke im I. GW oder der Stromstossübertragung eingeleitet. Da in den bisherigen Systemen die Speisung vom LW aus erfolgte, wurde auch die Auslösung der Wähler auch vom LW rückwärts veranlasst. Der Wähler löst aus, während der vorher liegende Wähler noch sperrte, so dass eine Gefahr für eine Falschprüfung nicht bestand. Anders in einem System mit Speisung vom I. GW, wo die Auslösung von diesem vorwärts verläuft.

    Dabei wird zuerst die Sperrung aufgehoben, dann erfolgt die Auslösung des nachfolgenden Wählers. Die Zeit von der Aufhebung der Sperrung bis zur Auslösung des Wählers, die durch die Abfallzeit des Belegungsrelais bestimmt wird, ist die Gefahrenzeit. Besitzt das Relais eine Abfallverzögerung, kann die Gefahrzeit recht  groß werden. Man musste daher die Abfallzeit so klein wie nur möglich ausführen oder eine Hilfssperrung durch das Relais vorsehen. Durch die Hilfssperrung durfte die Sicherheit der anderen Schaltvorgänge nicht beeinflusst werden.

    Das Bild  rechst obe zeigt den Sprechromkreise der Erdsysteme mit und ohne Stromstoßübertragung, wobei an jedem Wähler die zur Stromstoßübertragung erforderlichen Brücken eingezeichnet sind.
    In Erdsystemen mit Stromstoßübertragung sind im I. GW an der b-Leitung und im LW an der a-Leitung die hochohmigen Widerstände für die Frittung eingetragen.


    II. GW Gestell Amt München II - 1913

    Zwischen I. GW und dem LW erfolgte die Zählung am Ende der Verbindung über die b-Leitung vom LW  zum I. GW. Vom I. GW zum VW erfolgt die Übertragung des Zählimpulses über die c-Leitung durch Stromverstärkung.

    Mit diesem Steuerschalterlosen  System wurden folgende Ämter eingerichtet

    • München-II im Jahr 1913
    • München I 1914
    • Rom: Porta Salaria 1914
    • Rom: Cola di Rienzi 1914

    Das rechte Bild zeigt eine Gestellreihen mit II. Gruppenwählern für den ankommenden Verkehr in einem Wähleramt in München.


    Zeitraum  ab 1913
    Land:  D
    Weitere Information finden Sie unter:
    Weitere Informationen : Erdsystem ohne Steuerschalter - Teil 1 Weitere Informationen verfuegbar Erdsystem ohne Steuerschalter - Teil 1  

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