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    Homepage > Telefontechnik > Geschichte Telekommunikation bis 1999
    Einführung des Hochfrequenz Dr....  231 von 439eine Seite zurückeine Seite vor

    Einführung des Hochfrequenz Drahtfunks
    Anleitung Drahtfunk

    Es gab bereits vor der Einführung des drahtlosen Rundfunks drahtgebundene Nachrichten und Musikprogramme. Diese wurde als Niederfrequenz (NF) über Kabel zu den Teilnehmern (Abonnementen) übertragen. Die Reichweiten und Verteilmöglichkeiten waren sehr eingeschränkt.

    Der Drahtfunk wurde im Jahr 1938 offiziell in Deutschland eingeführt.

    Es gab aber schon vor dieser Zeit Versuche und einen Testbetrieb in Deutschland. Das Ziel war die möglichst störungsfreie Übertragung von Rundfunkprogrammen mit Hilfe des Telefon-Netzes. Die ersten Versuche mit der HF-Drahtfunk Technik wurden in Berlin und Hamburg im Jahr 1935 durchgeführt.

    Es wurde eine Frequenz von 150 bis 300 kHz verwendet. Als Empfänger wurden handelsübliche Rundfunkgeräte die mit einem Langwellenbereich ausgestattet waren, verwendet. Der Hochfrequenz Pegel am Eingang betrug circa 15-25 mV.

    Das NF Signal wurde vom Studio über entspulte Kabel oder Freileitungen der Reichspost zu den Drahtfunk Verteilerämtern zugeführt. Diese Ämter wandelten das NF Signal in ein HF Signal um und speisten dieses in das Telefonnetz über Weichen ein.

    In den Kriegsjahren wurde über den Drahtfunk außer dem Deutschlandsender zunächst nur noch das einheitliche Reichsrundfunkprogramm eingespeist. Die Post stellte nach 1942 alle drei Kanäle in den Dienst der Luftwarnung. Ab diesem Zeitpunkt wurde das Signal nicht nur an die amtlich an den Drahtfunk angeschlossenen Fernsprechleitungen eingespeist, sondern es wurde in das gesamte Netz gesendet um die Luftlagemeldungen zu verbreiten. Das war die Zeit, als jedermann mittels eines einfachen Drahtes (siehe Anleitung für behelfsmäßigen Empfang von Drahtfunk) den Empfänger an das Telefon anschließen konnte.


    Drahtfunk Breitbandverstärker

    Das Bild zeigt einen Drahtfunk Breitbandverstärker aus einer Verteilerstation.

    Drahtfunk in Deutschland nach dem Jahr 1945:

    Nach dem Ende des Krieges wurde im Jahr 1945 nochmals ein Versuch unternommen, das Drahtfunknetz in Deutschland neu aufzubauen.

    In der sowjetischen Besatzungszone gab es sogar noch einige Versuche mit NF-Drahtfunk.

    Mit der jedoch starken Verbreitung des UKW Rundfunks und durch das Fernsehen wurde die Zahl der Drahtfunkteilnehmer gegen Ende der 50er Jahre immer weniger. In dem Jahr 1963 gab es in der BRD noch circa 93.000 Teilnehmer.

    Der Drahtfunk wurde in Westdeutschland am 30. Juni 1963 und in West-Berlin 1966 eingestellt.


    Zeitraum  1938
    Weitere Information finden Sie unter:
    Weitere Informationen : Drahtfunk in Italien Weitere Informationen verfuegbar Drahtfunk in Italien Weitere Informationen : Drahtfunk Breitbandverstärker Weitere Informationen verfuegbar Drahtfunk Breitbandverstärker
    Weitere Informationen : Drahtfunk Weitere Informationen verfuegbar Drahtfunk  

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