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    Drehwähler - Vorwähler  32 von 43eine Seite zurückeine Seite vor

    Drehwähler - Vorwähler
    Drehwähler - Vorwähler

    Der Vorwähler wurde auch als Drehschalter oder Drehwähler bezeichnet.

     

    Er besteht aus folgenden Bestandteilen:

    • Magnetsystem
    • Schaltwelle mit Kontaktbürsten-System
    • Kontaktsatz mit Tragkonsole

    Der Arbeitsmagnet M (Drehmagnet) ist mit einer Spule ausgestattet und besitzt dadurch einen guten Kraftlinienschluss, dass der dem Anker A abgewendete Magnetpol mit Hilfe des Magnetgehäuses G zu zwei gleichnamigen Polflächen p ausgebildet ist, welche in derselben Ebene liegen wie der zylindrische Kernpol.

     

    Auf diese weise wird der Anker in seiner Mitte vom Kernpol und an seinen Rändern von den beiden gleichnamigen polflächen des Magnetgehäuses beeinflusst. Die durch eine Ausnehmung im Magnetgehäuse hindurchführenden Enden der Spulendrähte sind an die beiden Kontaktmesser 6 und 7

    angeschlossen.

     

    Der Anker A ist mit Hilfe einer durch das Magnetgehäuse gesteckten Stahlachse X zweiseitig drehbar gelagert und wird mittels der Ankerrückführfeder f in anzugbereiter Stellung gehalten. Die Feder f kann durch die Stellschraube r und eine Gegenmutter reguliert werden.

     

    Die Ruhelage des Ankers A wird durch die verstellbare Anschlagschraube s begrenzt. Um die Bewegung des Ankers A auf die Schaltwelle W zu übertragen, ist eine Schaltklinke Z vorgesehen, die am Anker A doppelt gelagert ist und durch eine Blattfeder g gegen das Schaltrad R gedrückt wird.

     

    Um ein Schleudern der Schaltwelle über die normale Teilung des Schaltrades zu verhindern, ist für die Schaltklinke Z noch eine verstellbare Anschlagschraube t vorgesehen. Damit aber weiters bei der Ruckbewegung der Schaltklinke Z über die Zähne des Schaltrades R keine Verstellung der letzteren eintreten kann, ist noch eine verstellbare Sperrklinke V angeordnet.

     

    Die Schaltwelle W ist im Magnetgehäuse doppelt gelagert und ragt durch den unteren Teil desselben hindurch, um das Kontaktbürsten-System zu tragen. Dasselbe wird mit Hilfe der Hülse H auf dem Stumpf der Schaltwelle aufgeschoben und durch die beiden Pressschrauben  a und b mit der Schaltwelle verbunden.

     

    Die sternförmig ausgebildeten Kontaktbürsten B1, B2 und B3 sind auf der Hülse H isoliert aufgeschoben und werden mittels der Sechskantschraube p mit der Hülse verbunden und gegen Verdrehung geschützt. Drei solcher Kontaktbürsten bilden das Kontaktbürsten-System. Die Kontaktbürsten sind aus sternförmig ausgestanztem Neusilberblech hergestellt, und sind zwei solcher Bleche mit Hilfe ebenfalls sternförmig gestanzter Nebenstücke und gleichen  Zwischenlagen zu einer Kontaktbürste durch Nietung vereinigt.

     

    Die Kontaktbürste erhält auf diese Weise drei radial angeordnete Enden, welche des besseren Kontaktes wegen geschlitzt sind. Die Enden der Bürstenbleche sind nach innen gebogen und umfassen auf diese weise die Lamellen des Kontaktsatzes, so dass der Schleifkontakt doppelt gesichert erscheint.

     

    Der Kontaktsatz des Drehschalters besteht aus drei parallel und übereinander angeordneten Kontaktgruppen, von denen die oberste die a-, die mittlere die b- und die unterste die c- Kontaktlamellen enthält. Nachdem der Drehschalter für den Anschluss von maximal 12 1. Gruppenwählern bestimmt ist, so sind in jeder Kontaktetage auch 12 Kontaktlamellen vorgesehen. Die zwei oberen Kontaktbürsten des Drehschalters stehen über den Vorwählerrelaissatz mit dem a- und b- Zweig der Teilnehmerdoppelleitung in Verbindung, während die unterste Kontaktbürste an das Prüf-Relais (c-Relais) des Vorwähler-Relaissatzes angeschlossen ist.

     

    Nachdem aber das Bürsten-System des Drehschalters von jeder beliebigen Stelle des Kontaktsatzes aus in Drehung versetzt werden kann, also keine eigentliche Nullstellung besitzt, so ist es notwendig, dass die drei Kontaktbürsten in jeder beliebigen Stellung mit den genannten Zuleitungen in Verbindung bleiben. Dies wird durch die Verwendung von Schleifkontakt-Segmenten erreicht, deren Anordnung aus Fig. 7 zu ersehen ist.

     

    Die Länge der Kontaktsegmente S1 und S2 ist so bemessen, dass bei beliebiger Verbindung eines der Kontaktarme A1, A2  oder A 3 mit einer der 12 Kontaktlamellen, einer der beiden anderen Arme entweder mit dem Stromzuführungssegmente S1 oder S2 in Verbindung steht. Die beiden Segmente S1 und S 2 sind leitend miteinander verbunden.

     

    Um zu erkennen, welche der 12 Kontaktlamellen des Drehschalters mit dem Bürsten-System in Kontakt steht, ist an der Vorderseite des Drehschalters eine Skala angebracht, über welche sich das Zeigersystem Z1 Z2 und Z3 bewegt. Der Drehschalter ist mit dem Kontaktsatz starr verbunden und wird von der Konsole T getragen, welche an der Eisenkonstruktion des Wählergestelles mittels zweier Schrauben befestigt wird.

     

    Die Konsole T ist jedoch mit dem Drehschalter nicht starr sondern beweglich verbunden, so dass das Kontaktwerk durch ein eventuelles Verziehen der Konsole nicht nachteilig beeinflusst werden kann. Durch Lockern der beiden Sechskantmuttern M1 und M2 lässt sich der Kontaktmechanismus vom Kontaktsatz leicht entfernen und auswechseln.

     

    Um bei dem Aufbringen eines Ersatzmechanismus eine Beschädigung der Kontaktfederenden möglichst zu verhindern, besitzt die Tragkonsole im vertikalen Schenkel eine rechteckförmige Ausnehmung.

     

    Die untere Platine des Drehschaltergehäuses endigt rückwärts in einem Führungsstreifen, welcher in die früher erwähnte rechteckige Ausnehmung der Tragkonsole eingeführt werden kann. Nachdem der Kontaktmechanismus nur dann auf den Kontaktsatz aufgebracht werden kann, wenn der Führungsstreifen des ersteren in die Ausnehmung des letzteren zuerst eingeführt wird, so lässt sich die Zentrierung der Schaltwelle und das Einführen der Kontaktleisten in den Kontaktsatz viel rascher und sicherer bewerkstelligen.

     


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    In Fig. 7,8 ist noch die Schaltung des Drehschalters schematisch dargestellt. Der Drehschalter wird mit einem Relaisunterbrecher  betrieben, dessen normale Impulszahl ca. 21 pro Sekunde beträgt. Die Kontaktbürsten bestreichen demnach in dem Zeitraume von ca. 0,6 Sekunden das aus 12 Kontaktsegmenten bestehende Kontaktfeld.

    Quelle: Buch die automatischen Einrichtungen der K. K. Staatstelephon Zentralen WIEN System G. H. Dietl
     


    Weitere Information finden Sie unter:
    Weitere Informationen : Vorwähler Relaissatz Schaltplan, Stromlaufplan Weitere Informationen verfuegbar Vorwähler Relaissatz Schaltplan, Stromlaufplan Weitere Informationen : Relaisunterbrecher Weitere Informationen verfuegbar Relaisunterbrecher

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