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    Homepage > Telefontechnik > Chronik des Fernmeldeamtes Gießen
    Die Entwicklung des Fernmeldewesens....  11 von 74eine Seite zurückeine Seite vor

    Eine Dokumentation der geschichtlichen Entwicklung des Fernmeldewesens in Mittelhessen

    Die Entwicklung des Fernmeldewesens 1930 bis 1937

     

    • 1930:
      Nach nur 10 Jahren wird zum 30. September das Telegrafenbauamt Gießen wieder aufgelöst.

      In dieser Zeit waren folgende Vorsteher im Amt:

      von

      bis

      Name

      1.6.1920

      1.4.1926

      Telegraphendirektor Venus

      1.7.1926

      31.7.1930

      Telegraphendirektor Gabel

      1.8.1930

      30.9.1930

      Obertelegrapheninspektor Spies


      Am 23. April wird in der Telegrafenbetriebsstelle Gießen der „Springschreiberbetrieb“ nach Frankfurt aufgenommen. Zunächst jedoch nur stundenweise in der Hauptverkehrszeit. Es mangelt an ausgebildetem Personal.

      In Biskirchen wird am 16. April die Handvermittlung abgeschaltet und durch ein „SA-Amt“ mit 80 Anschluss Einheiten im System 29 ersetzt. Der Fernverkehr wird über das Fernamt Wetzlar abgewickelt.


      In Gießen werden am 1. Juni auf dem Bahnhofsvorplatz und in der Licher Straße die ersten öffentlichen Münzfernsprecher für den Ortsverkehr in Betrieb genommen.


      Am 17. Oktober wird der vereinfachte Fernwahlverkehr zwischen Gießen und Butzbach aufgenommen. Die Leitung liegt in Gießen auf Vorwähler, Butzbach ist mit Fernschränken, Typ „OB 05“ ausgerüstet.


      Für die Abwicklung des Fernverkehrs von Gießen nach Frankfurt stehen 8 Fernleitungen zur Verfügung. Wegen der starken Auslastung – je Leitung mit 70 Gesprächen – ist bereits eine Erweiterung geplant.


      Der Ausbau des dritten Geschosses des Limburger Posthauses ist abgeschlossen. In den neuen Räumen werden das Fernamt und ein Erfrischungs- und Umkleideraum für das weibliche Personal untergebracht. Der Wählersaal findet seinen Platz im 2. Stockwerk in den freigewordenen Räumen der alten Orts- und Fernvermittlung.


      Nach einer Meldung des Limburger Postamtes werden für den Entstörungsdienst und für den Telegrafenbaubetrieb Personen- und Lastkraftwagen eingesetzt.


      Pläne des Limburger Amtes, in Beilstein ein „Selbstanschluss Amt“ einzurichten, an das die Teilnehmer des Nenderother Ortsnetzes angeschlossen werden sollen, scheitern an der Ablehnung der Nenderother Gemeindeväter. Denen sind die 160 Mark, die von der Gemeinde als Anteil aufgebracht werden sollen, zu viel. Ihre Weigerung lässt das Projekt schließlich scheitern.
       
    • 1931:
      Die Telegrafenbetriebsstelle Gießen ist ausgerüstet mit:

      Anzahl Bezeichnung
      1 Springschreiber T 28 (Anschaffungsjahr 1929)
      2 Klopfer als Ersatz in Störungsfällen
      1 Morseapparat (für Testzwecke)
      2 Telegramm- Aufnahmetische
      2 Schreibmaschinen T 25
      1 Hausrohrpostanlage mit 2 Sende- und 2 Empfangsstellen


      Die Telegrafenleitungen werden aus einer Batterie mit 31 Zellen (E 12) versorgt, die Abfrageeinrichtungen in den Telegrammaufnahmetischen aus der Heizbatterie des Verstärkeramtes.


      Am 29. Mai werden die Gießener „Sparleitungen“ aufgehoben. Der beschleunigte Ferndienst in abgehende Richtung wird ausgebaut. Die Meldeplätze bleiben aber bestehen, da das Verkehrsaufkommen im Fernverkehr bei 81 % im Weitverkehr und nur bei 19 % im Nahverkehr (Umkreis 20-30 Km) liegt.


      In Marburg wird das ersten Fernsprechhäuschen mit Münzfernsprecher eingerichtet.

      Einschaltung der „Selbstanschluss Ämter“:

      Datum

      Ort

      4.9.1931
       

      Hartenrod (hier wird die alte Einrichtung von Schlangenbad aufgebaut)

      10.9.1931

      Braunfels mit 170 Anrufeinheiten, System 29

      2.12.1931

      Breitscheid

       
    • 1932:
      Der 31. Januar markiert den letzten Fahrtag der Pferdepost in Gießen.
      Aus organisatorischen Gründen wird zum 29. Februar nach 24 Jahren das Gießener Telegrafenamt wieder aufgelöst. Die Telegrafenbetriebsstelle wie auch die Fernsprechvermittlungsstelle sind ab dem 1. März wieder dem Postamt zugeordnet.


      In der Zeit von 1908 bis 1932 waren folgende Vorsteher im Amt:

      von bis Name

      1.4.1908

      31.3.1911

      Telegraphendirektor Dr. Hagemann

      1.4.1911

      31.3.1913

      Telegraphendirektor Habermehl

      1.4.1913

      31.3.1914

      Obertelegrapheninspektor Wunderlich

      1.4.1914

      30.6.1921

      Telegraphendirektor Wiebusch

      1.7.1921

      28.2.1932

      Telegraphendirektor Tetzlaff


      Der Raum der Gießener Telegrafendienststelle wird um ein Drittel verkleinert. Der freigewordene Platz soll für Massengespräche von Firmenvertretern genutzt werden.


      Am 15. Oktober wird die Telegrafenverbindung Gießen-Frankfurt/Main (Springschreiberbertieb) von der oberirdischen Führung auf einen Achter im Fernkabel 9a Frankfurt-Hannover umgeschaltet.


      Die Verschärfung der Wirtschaftskrise in den frühen 30er Jahren und der damit verbundene Anstieg der Arbeitslosenzahlen wirken sich auch auf den heimischen Fernmeldebetrieb aus. So sind im Jahr 1932 in der Gießener Fernvermittlung von den vorhandenen 22 Fernplätzen nur noch 12 besetzt.


      Im Jahr 1932 liegt in der Gießener Fernvermittlung der Tagesdurchschnitt bei 720 Gesprächsanmeldungen, davon 37,6 % im beschleunigten Fernverkehr.


      Am 25. August gehen 3 neue Fernleitungen Gießen-Frankfurt/Main in Betrieb.


      Am 21. September wird die Gießener Sparleitung Sp1241 aufgehoben. Die seither durch diese Leitung versorgten Postanstalten Reiskirchen, Lindenstruth und Hattenrod werden teilnehmergleich an das „SA-Amt“ Großen-Buseck angeschlossen.


      In Frankenberg nimmt am 15. Mai das „SA-Amt“ seinen Betrieb auf und wird dem Überweisungsfernamt am Ort zugeteilt.


      Am 25. Juni wird im Marburger Postgebäude die Stadtfernsprecheinrichtung vom Hand- auf den Selbstanschluss Betrieb umgeschaltet. Im Erstausbau stehen 1700 Anrufeinheiten im System 27 zur Verfügung.


      Weitere „Selbstanschluss Ämter“ gehen in Betrieb:

      Datum

      Ort System

      8.1.1932

      Runkel/Lahn mit 100 Anrufeinheiten System 29

      22.4.1932

      Hadamar mit 150 Anrufeinheiten System 29

      10.5.1932

      Frankenberg/Eder mit 260 Anrufeinheiten System 27

      23.9.1932
       

      Wetter mit 150 Anrufeinheiten
      wurde in den Überweisungsbereich des Fernamtes Marburg eingegliedert
      System 31a
       


      Nach 38 Dienstjahren beendet der erste Nenderother Posthalter Christian Reinhold Haas seine Tätigkeit und übergibt die Postagentur an seinen Sohn Reinhold. Damit verbunden ist die Verlegung der Postagentur mit Fernsprechvermittlung von der Schulgasse in die Oberdorfstraße.
       
    • 1933:
      Inbetriebnahme von „Selbstanschluss Ämtern“:

      Datum

      Ort

      26.5.1922
       

      Kirchhain
      wurde in den Überweisungsbereich des Fernamtes Marburg eingegliedert

      25.8.1933

      August Straßebersbach, Dauborn


      Das Fernamt Dillenburg übernimmt zum 25. August die Funktion des Überweisungsfernamtes für die umliegenden Ortsvermittlungen.


      In Limburg in der Marktstraße wird eines der ersten Verstärkerämter gebaut.


      Die Machtergreifung durch die Nationalsozialisten im Jahr 1933 führt zu tiefgreifenden Auswirkungen in den Post- und Fernmeldeverwaltungen.
      Schon nach kurzer Zeit wird in Limburg der „Postschutz“ gegründet.


      Am 25. April geht die neue Fernleitung FLBN 171 Gießen-Weilburg in Betrieb.


      In Gießen wird am 1. Dezember der Fernsprech-Kundendienst aufgenommen.


      Vom 22. Dezember an wird die Abkürzung „SA-Amt“ für Selbstanschluss Amt durch den Begriff „VStSA“ für Vermittlungsstelle mit Selbstanschluss betrieb ersetzt, um Verwechslungen mit SA-Dienststellen der NSDAP zu vermeiden.
       
    • 1934:
      Die Rohrpostanlage in der Gießener Telegrafenbetriebsstelle wird mit zusätzlichen Signaleinrichtungen ausgestattet.


      Am 14. September wird auf der Telegrafenleitung Biedenkopf – Frankfurt der „Summerbetrieb“ eingeführt.


      Im Juli kommt es zu einer erneuten Umbenennung der Vermittlungsstellen in „VStW“ (Vermittlungsstellen mit Wählbetrieb). Die handvermittelten Ämter erhalten die Bezeichnung „VStH“.


      An Wählvermittlungsstellen werden eingeschaltet:

      Datum

      Ort System

      4.6.1934

      Niederselters mit 200 Anrufeinheiten System 31a

      21.6.1934

      Heskem mit 130 Anrufeinheiten System 31a

      5.7.1934
       

      Weilmünster mit 200 Anrufeinheiten
      davon bereits 152 belegt
      System 34

      14.9.1934

      Postagentur Fischelbach/Kr. Wittgenstein  

      14.9.1934
       

      Postagentur Laasphe
      Allendorf/Lahn und Camberg
       


      Im Limburger Fernamt werden 4 Fernplätze abgebaut.


      Angehörige des Limburger Telegrafenbauamtes werden im Laufe des Jahres nach Gießen zur Postschutzschulung abkommandiert.


      Der Postschutz zeigt von Anfang an Züge einer militärisch strukturierten Organisation.

      Auszug aus der Vfg. der RPD Frankfurt vom 22. Dezember 1934:
      „Der Postschutz ist von der Deutschen Reichspost eingerichtet worden, um in unruhigen Zeiten den für die Staatsführung unentbehrlichen Post- und Fernmeldebetrieb sicherzustellen und lebenswichtige Einrichtungen und Anlagen der DRP gegen jeden fremden Zugriff mit der Waffe zu schützen. Dem Postschutz anzugehören ist eine Auszeichnung und Ehrenpflicht eines jeden wehrfähigen Angehörigen der DRP.“


      Am 19. Juni werden die „unmittelbaren“ Fernsprechverbindungen von Gießen nach Lauterbach in Betrieb genommen.


      Im Ortsnetz Frankenberg/Eder bestehen im Jahr 1934 179 Haupt-, 52 Neben- und 2 Dienstanschlüsse.


      Im Dezember wird in Gießen auf dem Lindenplatz ein weiteres Fernsprechhäuschen mit Münzfernsprecher aufgestellt.
       
    • 1935:
       In der Telegraphenbetriebsstelle Gießen gehen die von der Fa. Siemens gelieferten und aufgebauten „Unterlagerungstelegraphie-Einrichtungen“ in Betrieb. Der Telegraphie Betrieb ist rückläufig und wird größtenteils nur noch von einem Beamten versehen.


      Der Rundfunkentstörungsdienst in Gießen wird im April mit einem Volksempfänger, einem Störungssuchgerät und einem Gerätekoffer mit Werkzeugen und Entstörungsmitteln ausgestattet.


      Aufhebung des „besonderen Meldeamtes“ im Gießener Fernamt zum 17. Juni. Künftig werden von 8 Vermittlungskräften Gesprächsanmeldungen entgegen genommen und beschleunigte Verbindungen hergestellt. Der Anteil der Beschleunigten Ferngespräche steigt von etwa 30 % auf 65 %.


      An neuen Fernleitungen gehen in Betrieb:

      Datum

      von nach

      6.9.1935

      Gießen Mannheim

      1510.1935

      Gießen Wiesbaden

      11.11.1935

      Gießen Berlin


      Das Gießener Ortsnetz wird durch die Verlegung von Kabelkanalanlagen in den Bereichen Gartenstraße, Kaiserstraße (spätere Grünberger Str.), Südanlage, Liebigstraße und Ludwigsplatz weiter ausgebaut.


      Die Telegraphenstelle Limburg meldet an Verkehrszahlen:

      Anzahl

      Bezeichnung Art

      9.600

      Telegramme ausgeliefert

      13.000

      Telegramme erhalten

      24.000

      Telegramme Durchgang


      Das Limburger Fernamt ist mit 17 Fernschränken „25/17“ ausgerüstet. Im Laufe des Jahres werden dort von den 17 weiblichen Kräften 108.000 Ferngespräche vermittelt.
      An Ortsgesprächen werden im Jahr 1935 1.020.000 gezählt.


      Zum 1. November beginnt im Ortsnetz Allendorf der Wählbetrieb und die neue VStW wird in den Überweisungsbereich des Fernamts Marburg eingegliedert.
      Ab dem 8. November wird das Fernamt Wetzlar an den beschleunigten Fernverkehr angepasst.
       
    • 1936:
      Im Gießener Ortsnetz sind 1.888 Haupt- und 6 Dienstanschlüsse geschaltet. Man rechnet mit einem Zuwachs von monatlich 15 Neuanschlüssen.
      Das für den Fernmeldebetrieb zuständige Postamt Gießen lehnt den Einbau einer selbsttätigen Zeitansage bzw. die Schaltung einer Fernleitung zur Zeitansage in Frankfurt/Main ab, da täglich nur etwa 10 Anfragen nach der Uhrzeit aufkommen.


      Weitere Kabelverlegungen im Gießener Ortsnetz in den Bereichen Frankfurter Straße, Hofmann-, Schubert-, Bleich-, Goethe-, Johannes-, Lessing-, Liebig-, Lony-, Walltor-, Wetzstein-, Wilhelm- und Licher Straße, ferner im Mittelweg, Hindenburgwall, Kirchplatz, am Trieb und am Kugelberg. Die oberirdischen Leitungsführungen verschwinden mehr und mehr aus dem Stadtbild.


      Am 9. September wird der ehemalige Abspannturm für die Freileitungen auf dem Gießener Postgebäude abgebrochen.


      Das Fernkabel FK 212 Gießen – Wetzlar – Weilburg – Limburg – Koblenz wird ausgelegt.


      In Limburg sind 610 Haupt- und 545 Nebenanschlüsse geschaltet.

      Das Fernamt ist mit 17 Fernschränken 25/27 bestückt, an denen 17 weibliche Kräfte eingesetzt sind.

      Im Jahr werden etwa 1.020.000 Ortsgespräche und 10.800 Ferngespräche vermittelt. Dazu kommen 9.600 abgehende, 13.000 ankommende und 24.000 Durchgangstelegramme. An Personal für den Telegraphie- und Fernsprechdienst sind insgesamt 28 Beamte im Einsatz.


      Der Nenderother Posthalter Reinhold Haas scheidet im Herbst aus dem Dienst aus. Die Postagentur wird daraufhin in die Hauptstraße verlegt und von Alfred Frank übernommen. Die Poststellenverlegung bedeutet das Aus für die alte Handvermittlung. Sie wird durch eine Wählvermittlungsstelle, System 34 ersetzt, die in einem Zimmer hinter der Poststube ihren Platz findet.


      Am 5. August Einschaltung der VStW Fronhausen/Lahn mit 100 Anrufeinheiten, System 34


      Das Fernamt Dillenburg verfügt über 35 Fernsprechfernleitungen und 58 Überweisungsleitungen zu den auswärtigen Wählvermittlungsstellen. Darüber hinaus bestehen noch 1 „Summerleitung“ und 8 „Sp-Leitungen“.


      Umfangreiche technische Veränderungen im Fernamt Wetzlar und Einrichtung von 10 Fernwahlleitungen.

      Am 28. September nimmt die Wechselstrom-Fernwahl zwischen Gießen und Wetzlar den Betrieb auf.
       
    • 1937:
      Zum 30. April werden die Telegraphen-Hilfsstellen in Dünsberg, Haina und Waldhaus aufgehoben.
      Mit der Ausmusterung der veralteten Telegraphier Geräte (Klopfer, Taster u. Galvanoskop) ist für die Telegraphenbetriebsstelle Gießen die Pionierzeit endgültig beendet.


      In der Gießener Wählvermittlungsstelle wird ein Meßgestell für Verkehrsmessungen aufgebaut.


      Das Fernamt erfährt zum 22. April eine Erweiterung um 30 „Fernanrufrelais“. Die Fernamtstrennung ist schon ab dem 18. Januar abgeschaltet.


      Die Anrufeinheiten der öffentlichen Münzfernsprecher erhalten am 20. November „Flackeranrufzeichen“.


      Die Umschaltmöglichkeiten des Fernsprechauftragsdienstes werden von bisher 5 auf 10 erweitert.


      Nach Wieseck wird ein unterirdisches Fernsprechkabel verlegt.


      Inbetriebnahme von Wählvermittlungsstellen:

      Datum

      Ort System

      9.3.1937

      Schwalbach mit 50 Anrufeinheiten System 34

      Mai 1937

      Hohensolms  

      Juni 1937

      Niederweidbach  

      27.8.1937

      Driedorf mit 150 Anrufeinheiten System 34

      4.11.1937
       

      Gladenbach mit 150 Anrufeinheiten
      davon bereits 144 belegt
      System 34
       

      21.12.1937

      Niederweihmar  



      Darüber hinaus nimmt im Laufe des Jahres die erste Wählvermittlungsstelle in Lahr ihren Betrieb auf.
      Auf vielfachen Wunsch aus der Bevölkerung errichtet das Limburger Telegrafenbauamt in der Brückenvorstadt ein öffentliches Telefonhäuschen.

    Quellen Bild und Text: Seniorenbeirat der Deutschen Telekom in Giessen
    zur Homepage SBR Giessen
    Zeitraum  1930-1937
    Land:  D
    Weitere Information finden Sie unter:
    Weitere Informationen : Inbetriebnahme von Wählvermittlungsstellen Weitere Informationen verfuegbar Inbetriebnahme von Wählvermittlungsstellen  

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