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    Der Strowger Wähler war der An....  5 von 10eine Seite zurückeine Seite vor

    Der Strowger Wähler war der Anfang
    Die  Erfindung von  Strowger Details Anzeigen

    Die Geschichte sagt, dass Almon B. Strowger (1839 – 1902), der Erfinder der automatischen Telefonvermittlung ist. Strowger war ein Bestattungsunternehmer.

    Er dachte damals darüber nach, wie er es verhindern könnte, dass die bestechlichen Fräuleins im Amt die Anfragen von Kunden an ein  Konkurrenzunternehmen weiter vermittelten. Das Ergebnis seines Grübelns war der Drehwähler als Abhilfe für die Frauen im Amt. Er formulierte auch den Satz: Die Frauen müssen weg.

    Die Geschichte mag jetzt war sein oder nicht, sie zeigt aber doch folgende Sachverhalte:

    • Bei der Handvermittlung hatte der Telefonkunde immer das Gefühl das noch jemand sein Gespräch belauscht könnte.
    • Erfinder in den USA hatten sehr oft fachfremde Ursprungsberufe. Strowger war in New York ansässig, zuerst als Lehrer, im Bürgerkrieg als Trompeter bei der Armee und danach Bestattungsunternehmer in Kansas City
    • Der  Wunsch dass man Dritte beim einen Gespräch ausschließen konnte, war sicherlich stets ein überzeugendes Verkaufsargument für die automatische Technik.
    • Die Erfindung kam in der Zeit, wo in der USA der Drang zur Automatisierung und der Glaube an den technischen Fortschritt ungebremst waren.
    • Ein weiter Grund war, das den USA unterbevölkert waren und gut ausgebildeten Facharbeiter eine Mangelware darstellten.

    Von den Strowger Patenten setzte sich die Variante durch, die sich an der arbeitsweise von Handvermittlungsschaltschränken orientiert hat. Es gab dort mehreren Reihen mit Kontakten übereinander, die in Zehnergruppen aufgeteilt sind, die waren halbkreisförmig angeordnet, an jedem der Ausgänge war eine  Leitung angeschlossen, die zum gewünschten Teilnehmer führte. Auf diese Weise konnten 100 Ausgänge angeschaltet werden. Der erste Entwurf von Strowger war ein reiner Drehwähler. Erst später wurde daraus der Hebdrehwähler entwickelt.

    Die Zeichnung zeigt das Prinzip des Hebdrehwählers nach Strowger.

    In den Handvermittlungsstellen wird der rufende Teilnehmer zunächst mit einer Verbindungsschnur mit Klinkenstöpseln verbunden (Abfrage Klinke). Der Stöpsel am anderen Ende der beweglichen Leitung führte die Dame im Amt mit der Hand über diese Reihen und steck in beim gesuchten Teilnehmer ein.


    Der Stroweger Wähler die Erfindung von Strowger Details Anzeigen

    Beim automatischen Wähler werden diese Stöpsel durch bewegliche Kontaktarme ersetzt.

    Der Wähler kennt zwei Bewegungsrichtungen, zuerst eine nach oben heben um in die richtige Zehnerreihe zu kommen, und dann eine nach rechts bis der gewünschten Teilnehmer Ausgang erreicht ist. Es sind im Strowger Wähler insgesamt 3 Elektromagnete eingebaut. Um die starken Kräfte für das Bewegen zu erzeugen, wurden zum Teil auch 2 Spulen parallel geschaltet.


    Der erste Magnet bewegt mit einem Sperrklinkengetriebe die Kontaktarme zuerst nach oben in die richtige Zehnerreihe, dann wird der Kontaktarm mit dem nächsten Magneten gedreht bis der gewünschte Teilnehmer erreicht ist. Der dritte Magnet hatte die Aufgabe, den Wähler nach dem Ende des Gespräches an seinen Ausgangpunkt zurückzustellen. Der Wähler dreht sich ganz nach Links zurück und fällt dann hinunter in seine Ausgangsstellung. Diese Bewegungsart des Zurückstellens war auch ein großer Schwachpunkt des Strowger Wählers. Die ersten Kontakte wurden dabei besonders oft überfahren und dadurch sehr start abgenutzt.

    Von den ausgeführten Bewegungen leitetet sich der Name ab: Hebdrehwähler. Diese Verfahren ohne Mitwirkung von einer Vermittlungsperson wird  Selbstwählverfahren genannt.

    Almon B. Strowger entwickelte den Hebdrehwähler zusammen mit seinem Neffen Walter Strowger, daraufhin wurde ein Modell des Wählers gebaut. Er meldete es am 12.3.1889 zum Patent an.

    Er konnte jedoch keine Firma finden, die seine Erfindung verwerten konnten. Er gründet 1891 die Firma Strowger Automatic Telephone Exchange Co. zusammen mit dem Neffen und zwei Geldgebern.

    Der erste große Auftrag war das Vermittlungsamt in La Porte im Bundesstaat Indiana.  Der Auftrag kam aber erst im Jahre 1892 zustande. Die Inbetriebnahme der Anlage erfolgte am 3.11.1892.

    Die Auftragslage war nicht besonders gut. Der größte Netzbetreiber AT&T (Bell) in den USA zeigte kein Interesse an den Strowger Patenten.  Die ersten automatischen Vermittlungssysteme konnten auch nur wenige  hundert Teilnehmer verbinden.  AT&T hatte aber gerade erst in die neuen Mehrfachschaltschränke investiert und argumentierte, dass bei den lukrativen Fernverbindungen immer noch die Handvermittlung benötigt werde. Durch die vorhandenen Schränke konnte man die Ortsverbindungen kostengünstig mit erledigen.

    Im Jahr  1893/94 endete das Grundpatent der Firma Bells. Es konnten ab diesem Zeitpunkt auch andere Netzbetreiber erfolgreich in diesem Sektor wirtschaften ohne Patenabgaben zu entrichten. Die Firma Strowger war auf diese Firmen als Auftraggeber angewiesen. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges wurden erst  3% der Telefongespräche automatisch hergestellt.

    Almon B. Strowger schied Ende 1896 entnervt und krank aus der Firma aus. Er begab sich in den Ruhestand.

    Das Foto zeigt einen Hebdrehewähler nach Strowger Bauart.
    Bildquelle: Fundus Interessengemeinschaft Historische Fernmeldetechnik e.V  Foto: JH 


    Weitere Information finden Sie unter:
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