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    Der Edelmetallmotordrehwähler  2 von 24eine Seite zurückeine Seite vor

    Der Edelmetallmotordrehwähler
    EMD Wähler mit abgehobenen Kontakten

    Das Hebdrehwähler nach der Strowger Bauart war eine Erfindung eines einzelnen Erfinders. Der Edelmetallmotordrehwähler (EMD) ist eine Entwicklung nach bestimmten technischen Erfordernissen und Wünschen.

    In die  Entwicklung des EMD Wähler konnten viele Erfahrungen mit eingebracht werden.

    • von der deutschen Reichspost
    • dem Siemens Motorwähler aus dem Jahr 1930
    • dem Versuchsamt mit Motorwählern in Eisenberg / Thüringen
    • von der Deutsche Reichsbahn die ihr Telefonsystem bis Ende 1940 kpl. automatisiert hat.

    Der EMD Wähler ist ein deutsches Produkt und wurde von dem Hersteller Siemens nach den Vorgaben der DBP entwickelt und ab April 1955 mit dem System 55 im deutschen Fernsprechnetz eingesetzt. Der EMD Wähler wurde auch sehr oft in das Ausland exportiert, nach Italien, Luxemburg, Australien und in viele weitere Länder.

    Im Jahr 1955 beschloss die DBP, in neuen Vermittlungsstellen nur noch die EMD Technik einzusetzen. Das Ziel war das erreichen einer Einheitstechnik in allen Vermittlungsstellen. 

    Mit dem EMD Wähler begann auch die rasante Steigerung der Teilnehmerzahlen. In der höchsten Steigerungsphase kamen pro Jahr 1 bis 2 Millionen neue Teilnehmer hinzu. Im Jahr 1972 gab es bereits 10 Millionen Fernsprechanschlusse in Deutschland. Davon waren bereits circa 75 % an Vermittlungsstellen mit der neuen  EMD Technik angeschlossen.

    Der EMD Wähler wird wie der Motorwähler von Siemens aus dem Jahr 1930 mit zwei um 90° versetzten Motorspulen angetrieben. Er kann gegenüber dem Hebdrehwähler mehr als 3 Schaltarme gleichzeitig betätigen.

    Beim EDM Wähler waren in der Ortstechnik 4 Schaltarme und in der Ferntechnik 8 Schaltarme vorgesehen. Die Forderung nach 8 Schaltarmen wurde durch die 4 Draht Durchschaltung des Sprechweges in der Fernebene begründet. Die 4 Draht Durchschaltung wurde wegen der einfacheren Verstärkertechnik erforderlich. Es war nur noch am Anfang und Ende einer Fernstrecke eine Gabelschaltung vorgesehen.

    Durch den Antrieb ähnlich einem Motor konnten die Bewegung gleichmäßig und ohne große Erschütterungen erfolgen. Die Sprechgüte der Leitung wurde dadurch erheblich verbessert.

    Von der Bauart ist der EMD Wähler ein reiner Drehwähler. Es erfolgt die Bewegungsrichtung nur noch durch drehen, im Gegensatz zum Hebdrehwähler. Die Ausgänge sind auf der Rückseite halbkreisförmig angeordnet. Der Antrieb und die Abbremsung erfolgt durch die beiden Magnetspulen, beim Hebdrehwähler erfolgte die Bremsung durch das Schleifen der Kontaktarme. Auch dadurch entstehen weniger Störungen auf den Leitungen.


    EMD Wähler steckbares lötfreies Vielfach

    Von den 4 Schaltarmen des Wählers sind die beiden mittleren Schaltarme und die dazugehörigen Kontaktbahnen aus Edelmetall gefertigt. Beim Drehen sind diese Kontakte abgehoben und können dadurch nicht schleifen. Erst beim erreichen der richtigen Position werden diese beiden Kontakte durch einen Magneten an die Kontaktbahn angedrückt. Die Edelmetalle haben einen bessern Übergangswiderstand und verbessern die Sprechgüte. Ein vorzeitiger Verschleiß der weicheren Edelmetallkontakte erfolgt wegen des abheben der Schaltarme beim drehen nicht.

    Folgende Forderungen wurden bei der Entwicklung des EMD berücksichtigt:

    • Es ist keine Justage beim Ein- und Ausbau erforderlich, dadurch ist ein schneller Ein- und Ausbau möglich.
    • Die Kontaktfedern und die Lamellen für die Sprechadern sind aus Edelmetallen hergestellt.
    • Das Vielfach der Wähler ist lötstellenfrei konstruiert. Lötstellen haben einen guten Kontakt, erfordern aber bei der Herstellung einen sehr großen Zeitaufwand, eine fehlerhafte Lötstelle machte sich oft erst nach Jahren durch Aussetzer bemerkbar.
    • Das Vielfach wird durch aufstecken von einzelnen Streifen durchgeführt. Das verkürzt die Montagezeit des Systems und erleichtert eine Reparatur oder Erweiterung mit geringem Aufwand.
    • Die Kontakte am Vielfach sind senkrecht angeordnet, es kann sich keine Staubschicht ablagern.

    Durch die Konstruktionsart kann der EMD Wähler direkt oder indirekt angesteuert werde. Auch die Ausgänge pro Dekade sind nicht auf 10 festgelegt, durch eine elektrische Markierung sind beliebige Dekaden herstellbar.


    Weitere Information finden Sie unter:
    Weitere Informationen : München: erste Vermittlungsstelle mit dem System KMo Weitere Informationen verfuegbar München: erste Vermittlungsstelle mit dem System KMo Weitere Informationen : EMD-Wähler 4 Draht Weitere Informationen verfuegbar EMD-Wähler 4 Draht
    Weitere Informationen : EMD mit Vielfachstreifen Weitere Informationen verfuegbar EMD mit Vielfachstreifen  

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