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    Dämpfungsplan Fernwahlnetz

    Der Dämpfungsplan im deutschen Fernwahlnetz: Technischer Stand 1955

    Die Sprechwechselströme sind auf den Leitungen durch Widerstand, Kapazität und Induktivität immer einer Dämpfung ausgesetzt. Je länger eine Leitung ist, desto größer wird auch die Dämpfung. Die angeschalteten Fernsprecher stellen je nach Bauart und Güte ebenfalls eine Dämpfung für Sprechströme dar.

    Mit dem Einbau von Verstärkern in den Fernleitungen kann die entstandene Dämpfung ausgeglichen werden, so dass die Sprache mit einer Lautstärke und Qualität über jede beliebige Entfernung übertragen werden konnte.

    Ein Verstärker kann das Sprechsignal jedoch nur in einer Richtung verstärken. Bei einer Fernsprechverbindung müssen die Gespräche aber beiden Richtungen geführt werden können. Es wurden aus diesem Grund Gabelschaltungen eingesetzt. Mit einer Gabelschaltung konnte der Sprechverkehr in die kommende und gehende Richtung aufgeteilt werden. Diese Aufteilung ist aber nicht ideal, durch unzureichende Anpassung an die verschiedenen Leitungslängen zum Teilnehmer kann das Signal nicht zu 100 % in die beiden Richtungen aufgeteilt. Es fließt immer ein kleiner Anteil in die falsche Richtung. Bei sehr langen Leitungen kann dieser Anteil durch ein Echo störend wirken. Siehe dazu auch den Bericht über die Echosperren.

    Es entstehen dadurch an den Verstärkerschaltungen über die Fernleitung immer ein oder mehrere Rückkopplungskreise. Es kommt dann zum Schwingen (Pfeifen) , wenn die Gesamtverstärkung über die Gabelschaltung größer als 1 wird.

    Soll eine solche Verstärkerschaltung stabil (pfeiffrei) arbeiten, dann muss immer  bestimmter Abstand von der Pfeifgrenze eingehalten  werden. Ein Verstärkerzweig muss eine bestimmte sogenannte Pfeifsicherheit haben. Diese Sicherheit konnte nur dann erreicht werden, wenn eine gewisse Mindestrestdämpfung nicht unterschritten wurde, damit die Gesamtverstärkung im Rückkopplungskreis nicht größer als 1 wurde.

    Bei Hintereinanderschalten von mehr als 3 Zweidrahtverstärkern in der Übergangstechnik konnte das sehr leicht eintreten. Nach der Empfehlung des CCITT sollte die Gesamtbezugsdämpfung bei einem zu übertragenden Frequenzbereich der Sprache von 340-3400 Hz den Wert von 4,6 Neper (Np) nicht überschreiten.

    Das Bezugssystem für die Dämpfungsmessung ist der Ureichkreis. Er arbeitet mit einem Kondensatormikrofon und einem dynamischem Fernhörer.

    Die Bezugsdämpfung gibt an, um welchen Betrag das untersuchende System besser oder schlechter ist als das Bezugssystem ist. 
    Das konnte durch einen Lautstärkevergleich leicht beurteilt werden, wobei man die Dämpfung an einer zwischengeschalteten Eichleitung ablesen konnte, wenn die Lautstärke vom Bezugssystem dem Eichkreis und der zu messender Leitung, Verstärker oder Fernsprecher gleich laut ist.

    Es gibt verschiedenen Dämpfungsarten:

    • Sendebezugsdämpfung: Das ist die Dämpfung der Sprechlautstärke auf dem Wege vom Mikrofon des rufenden Teilnehmers bis zur EVST.

    • Leitungsbezugsdämpfung: Das ist die Dämpfung die auf Fernleitung entsteht

    • Empfangsbezugsdämpfung: Das ist die Dämpfung auf dem Wege von der EVST des gerufenen Teilnehmers bis zum Fernhörer.

    Alle 3 Dämpfungsarten zusammen addiert ergeben die Gesamtbezugsdämpfung des Gesamtsystems.


    Dämpfungsplan Fernwahlnetz

    Die Zeichnung zeigt den Dämpfungsplan, wie er für die Landesfernwahl der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 1955 festgelegt wurde. Siehe dazu auch den Dämpfungsplan 80.

    Es ist auch zu erkennen, dass die Gesamtbezugsdämpfung maximal 3,65 Np betragen durfte und damit den empfohlenen Wert von der CCITT von 4,6 Np um 0,95 Np unterschreitete.

    Die Bezugsdämpfung für eine Vierdrahtleitung von der abgehenden KVST über die gesamte Fernebenen zur ankommenden KVST beträgt 0 Np mit einer Abweichung von +/- 0,5 Np.

    • Die Sendebezugsdämpfung beträgt 1,25 Np
    • Die Empfangsbezugsdämpfung beträgt 0,2 Np.

    Diese guten Werte konnten durch den Einsatz von hochwertigen Sprech- und Hörkapseln in den Fernsprechern erreicht worden. Es wurden dazu auch verschiedene Sprech- und Hörkapseln beim Teilnehmer eingesetzt, je nach der Länge seiner Anschlussleitung.

    Im deutschen Fernwahlnetz wurden aus diesem Grund alle Gespräche mit einer sehr guten Lautstärke übertragen. Die Verständigung war auch noch ausgezeichnet, wenn sich an den beiden Enden der Verbindung noch zusätzlich eine Nebenstellenanlage befand, für die jeweils eine Sende- und Empfangsdämpfung von zusätzlich 0,3 Np angenommen worden sind.

    Das Bild zeigt ebenfalls, dass in der gesamten Fernverbindung im Endausbau nur mehr 2 Gabelschaltungen enthalten sind. Diese befinden sich jeweils der KVST am Anfang und Ende der Fernleitungen. Hier wird auch gezeigt, dass die Fernleitungen zwischen den KVST Vermittlungen im Endausbau immer als Vierdrahtleitung durchgeschaltet wurden.

    An dieser Stelle der Hinweis, dass die bisher bekannten Hebdrehwähler mit den 3 Schaltarmen aus der Ortsvermittlungstechnik die geforderten Ansprüche für die Fernwahl nicht erreicht werden konnten.

    Für eine 4-Draht Durchschaltung war die Anzahl der Schaltarme zu gering. Eine Erhöhung der Schaltarme konnte mit dem Stossklinkenantrieb nicht so einfach erreicht werden.
    Es gab auch Versuche mit 2 Hebdrehwählern mit einer Art parallel Schaltung zu arbeiten.

    Für die Fernwahl mussten an den Wählern weitere Schaltarme für Prüf- und Steuerzwecke vorhanden sein. Zum anderen hatten damalig Hebdrehwähler durch ihre Bauart eine starke Vibration verursacht. Diese führten in den benachbarten Wählern zu den bekannten Wählergeräuschen.

    Im Ortverkehr ist die Dämpfung geringer, damit ist auch die Lautstärke einer Verbindung höher. Im Ortsverkehr störten Wählergeräusche deshalb nicht so sehr. Durch die höhere Dämpfung im Fernverkehr waren diese Wählergeräusche deshalb wesentlich störender als im Ortsverkehr und hätten die Sprechverständlichkeit sehr eingeschränkt.

    Diese Wählergeräusche mussten sie im Fernverkehr unbedingt vermieden werden. Ein neuer Wähler, der diese Anforderung erfüllte, musste geschaffen werden.

    Der EMD Wähler mit seinen 8 Schaltarmen genügte den Anforderungen.

    Für die Umrechnung der Neper Werte in die heutige dB Skala müssen die Werte mit circa 8,5 multipliziert werden.


    Zeitraum  ab 1955
    Weitere Information finden Sie unter:
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