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    Bild Telegraf  225 von 435eine Seite zurückeine Seite vor

    Bild Telegraf
    Bild-Telegraf  1935

    Das erste bekannte Verfahren zur Bildtelegrafie wurde von Arthur Korn zwischen den Jahren 1901 und 1907 entwickelt.

    Es basierte auf den Halbleiter-Eigenschaften von Selen. Das Selen änderte seinen Widerstand  bei der Lichteinwirkung.
    Ein Foto wurde auf einen transparenten Film übertragen. Dieser Film wurde auf einen Glaszylinder gezogen und zeilenweise abgetastet. Ein Umlenkspiegel im  Zylinder lenkte  das Licht auf eine Selenzelle um.

    Auf der Empfängerseite wurden die elektrischen Signale wieder in Licht umgewandelt und damit ein Film auf einem Glaszylinder belichtet.

    Die erste telegrafische Bildübermittlung nach diesem Verfahren erfolgte von München nach Nürnberg im Jahr 1904 und dauerte circa 44 Minuten.
    Die Qualität der übermittelten Bilder lies noch sehr zu wünschen übrig, für eine praktische Anwendung war die Qualität noch ungeeignet.

    Erst im Jahr 1906 gelangen die ersten Übertragungen in einer ausreichenden Qualität und in nur noch 10 bis 15 Minuten.
    Im November des Jahres 1907 begannen regelmäßige Bildübertragungen zwischen Paris, Berlin und London.

    Am 17. März 1908 wurde das erste Fahndungsfoto innerhalb von zwölf Minuten von Paris nach London übertragen und im Daily Mirror abgedruckt. Das Fahndungsfoto hatte Erfolg, der Räuber konnte gefasst werden.

    Im Jahr 1923 gelang  erstmals eine Bildübertragung von Rom nach New York über den Atlantik.
    In der Zwischenzeit wurden noch viele Versuche und Verbesserungen durchgeführt.


    Bildtelegraph 1940 Siemens & Halske

    Der vor dem Jahr 1938 entwickelte Bildtelegraf (Bild rechts oben) arbeitete nach folgendem Prinzip:

    • Zum Senden kam das Originalbild auf den Rollenförmigen Zylinder, der drehte sich gleichmäßig und die Abtasteinheit wurde dabei
      langsam und  gleichmäßig seitlich verschoben.

    • Mit einer Fotozelle wurde über eine Optik die abgetastete momentane Helligkeit in einen Strom umgewandelt und über die Leitung zum Empfangsgerät gesendet.

    • Zum Empfangen wurde ein Fotopapier auf die Rolle aufgespannt, die sich ebenfalls mit der gleicher Drehzahl und Vorschubgeschwindigkeit wie beim Abtasten bewegte.

    • Die stromgesteuerte Lichtquelle erzeugte mit Hilfe einer Optik einen scharfen Punkt auf dem Fotopapier.
      Eine Bildübertragung dauerte mehrere Minuten.

    • Das Fotopapier musste anschließend fixiert werden damit das Bild sichtbar wurde.

    Die Abbildungen waren fast so scharf wie die Originale Vorlage und für den Praxiseinsatz tauglich.
    Mit Hilfe dieses Bildtelegrafen wurden viele Bilder für den Pressedienst und die Polizeifahndung übertragen.

    Bildquelle Bild oben: (cc) by-nc-sa, Lehrstuhl für Nachrichtentechnik, RWTH Aachen.
    Bildquelle unten : (cc) by-nc-sa, Jodo Wikipedia


    Zeitraum  1938
    Land:  D
    Weitere Information finden Sie unter:
    Weitere Informationen : Fultograph Weitere Informationen verfuegbar Fultograph Weitere Informationen : Bild Telegraf Weitere Informationen verfuegbar Bild Telegraf

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