Bayern Online EDV Administration Internet Hosting Email Archivierung und Historische Fernmeldetechnik Bayern Online EDV Administration und Historische Fernmeldetechnik EDV Service | Historische Fernmeldetechnik | Bildersammlung
Suchen
info@bayern-online.com
Tel: 0160-6753587


 

Webseiten
  • Homepage
  • Was ist Neu
  • Suchen
  • Suchen - Neu
  • Spritkosten Berechnen
  • Impressum
  • AGB
  • Haftungsausschluss
  • Sitemap
  • Login
  • Marktplatz

  • Kategorien
     > Telefontechnik
        Geschichte Telekommu..
        Lexikon
        Vorwort
        >> Chronik des Fernm..
        Abkürzungen
        Videos
        Hauptbauteile
        Landesfernwahl
        Systeme Liste
        Verbreitung in Europ..
        Bilder
        Stromversorgung
        Animationen
        Links
        2 Sprechstellen mit..
        Vorfeldeinrichtungen
        Rund um die Telefont..
        Schaltungen
        Zusatzeinrichtungen
        Verbindungen
        Fernsprechauskunft
        Biografien
        1909 bis 1922
        Reichspostsystem - B..
        System Dietl Wien
        System 22
        System 27
        System 29
        System 31
        System 34
        System 40
        Wählsystem 48
        Wählsystem 48M
        System 50
        System 55 (EMD)
        System EMK
        Endamt 57
        System 58
        Endämter mit Koordin..
        Technische Dokumenta..
        Fachbuch 40 Jahre Fe..
        Fachbuch Das Rheinla..
        Das Fernsprechkabel ..
        Fachbuch Feyerabend
        Cyclopedia Telephony..
     Bilder
     Webmail Zugang
     Netzwerk EDV Service
     Email-Hilfe
     Schaltpläne
     Rundfunk

     
    Homepage > Telefontechnik > Chronik des Fernmeldeamtes Gießen
    Bei der Telegrafenbetriebsstelle Gi....  6 von 74eine Seite zurückeine Seite vor

    Eine Dokumentation der geschichtlichen Entwicklung des Fernmeldewesens in Mittelhessen

    Bei der Telegrafenbetriebsstelle Gießen bestehen direkte Morseverbindungen
    Ernst Friedrich Grünewald: Marktplatz Gießen
    • 1890:
      Bei der Telegrafenbetriebsstelle Gießen bestehen direkte Morseverbindungen im „Arbeitsstrombetrieb“ mit Berlin, Darmstadt, Frankfurt/M und Mainz.

      Im „Ruhestrombetrieb“ wird gearbeitet auf den Leitungen:

      - Kassel – Wabern – Fronhausen – Gießen – Friedberg – Frankfurt/M.,
      - Gießen – Lich – Hungen – Büdingen – Gelnhausen und
      - Gießen – Grünberg – Mücke – Alsfeld – Lauterbach – Fulda.

      Die Zahl der Fernsprechteilnehmer im Ortsnetz Gießen steigt auf 75. Gesprächsverbindungen werden nur in der Zeit von 8 bis 21 Uhr hergestellt und sind auf das Gießener Ortsnetz beschränkt. Auf besonderen Antrag und gegen Zahlung einer Zusatzgebühr können außerhalb der Dienststunden Teilnehmer fest zusammen geschaltet werden. Bei Dienstschluss werden diese Dauerverbindungen hergestellt und bei Dienstbeginn am nächsten Morgen wieder getrennt.

      Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, außerhalb der Dienstzeiten mehrere Teilnehmer über eine gemeinsame Schiene in der Vermittlung mit der Feuerwehr oder Polizei zu verbinden. Diese Teilnehmer hatten um 21 Uhr ihren Apparat über einen Umschalter abzuschalten und durften nur im Bedarfsfalle wieder einschalten. Die ordnungsgemäße Abschaltung wurde vom Amt überwacht.

      Als einziger Vermittlungsbeamter ist der Postgehilfe Seibel eingesetzt. Er wird nach 42 Jahren, am 1.11. 1932 als Postamtmann und Abteilungsleiter der Telegrafen- und Fernsprechbetriebsstelle nach Gießen zurückkehren.

      Über den Ortsbering hinaus führen sogenannte „Sparleitungen“ zu den dem Postamt Gießen angegliederten Postagenturen und kleineren Poststellen. Auf diesen Leitungen werden nur Telegramme gesendet, aber noch keine Gespräche geführt. Außerdem bestehen private Telegrafenanlagen, die auch für Gespräche zwischen größeren Industriebetrieben wie Buderus Lollar und Buderus Wetzlar benutzt werden.

      In der Telegrafenstation im Weilburger Posthaus wird am 5. August ein zweiter Telegrafenapparat in Betrieb genommen.

    • 1891:
      Das Gießener Posthaus wird an die städtische Wasserleitung angeschlossen. 

    • 1892:
      Mit dem Anschluss einer Telegrafenleitung nach Mensfelden wird die Ausweitung des Limburger Telegrafennetzes in den Landbereich eingeleitet. Die Leitung verläuft entlang der Frankfurter Straße als oberirdische Linie über Linter nach Mensfelden. Eine weitere Linie wird entlang des Eschhöfer Weges nach Eschhofen eingerichtet.
      Von Weilburg nach Ulm wird die erste Fernsprechleitung eingerichtet.

    • 1893:
      Der Amtsbereich des Postamts Gießen mit 20.416 Einwohnern umfasst 2 Verkehrsanstalten, 11 Agenturen und 12 „Hülfsstellen“ mit einem Personalbestand von 110 Kräften. Davon 42 Beamte und 72 Unterbeamte.

      Aus einem Rapport des Postamtes Gießen vom 23. Januar:
      Der „TS“ Lindhorst, Inhaber der Giessener Telegraphenbetriebsstelle und der Fernsprechstelle beschäftigt 7 Beamte und 3 Unterbeamte.

      Neben dem „Postamt mit Telegraphenbetrieb“ bestehen eine „Zweigstelle des Postamtes mit Telegraphenbetrieb“ und die „Stadtfernsprecheinrichtung“.

      An Telegrammgebühren werden vereinnahmt:
      - 1890: 17.053 Mark
      - 1891: 16.731 Mark
      - 1892: 17.621 Mark

      Der Telegrammverkehr wird über 16 Fernleitungen und eine Bahnhofsverbindungsleitung (Gießen 1 – Gießen 2 – Bahnhof) abgewickelt. Ausgerüstet ist die Betriebsstelle mit 24 Schreibapparaten, davon 4 Reservegeräte. Das tägliche Verkehrsaufkommen beziffert sich auf etwa 77 abgehende und 73 aufgenommene Telegramme. Hinzu kommen etwa 108 Durchgangstelegramme

      Bis zum 23. Januar ist die Zahl der Gießener Fernsprechteilnehmer auf 91 angestiegen, die im Ortsnetz insgesamt 111 Fernsprechapparate betreiben.

      An Gebühren werden vereinnahmt:
      - 1890: 11.981 Mark
      - 1891: 12.365 Mark
      - 1892: 14.766 Mark

      Für die Beleuchtung der Giessener Betriebsräume wird am 30. Januar versuchsweise das „Auer`sche“ Gasglühlichtlicht eingeführt. Wie einem Bericht vom 11. Januar zu entnehmen ist, wurde der Anschluss an das „in Aussicht stehende Elektrizitätswerk“ nicht beabsichtigt.

      In Marburg geht am 25. September mit etwa 50 Teilnehmern die „Stadtfernsprecheinrichtung“ in Betrieb.

    • 1894:
      Im 1. Stockwerk des Giessener Postgebäudes sind der Telegrafen-Apparatesaal, das Fernsprechzimmer und der Batterieraum untergebracht.

      Am 12. Oktober wird die Verlegung der Hauptpost in das Stadtzentrum aus Kostengründen abgelehnt. Allein die Verlegung der Telegrafen- und Fernsprechleitungen hätte 43.000 Mark kosten sollen. Zusätzlich seien an jährlichen Personal- und Fahrkosten 18.000 Mark angefallen.

      Am 1. April besucht der Staatssekretär des Reichspostamtes, Herr Dr. von Stephan in Begleitung des Herrn OPR Gieseke die Post- und Fernmeldeeinrichtungen in Gießen.
      Anlässlich des Besuches „Seiner Excellenz des Herrn Staatssecretärs“ kam die geplante Erweiterung des Postgebäudes zur Sprache. „Seine Excellenz“ äußerte sich u.a. dahingehend, daß bei dem Entwurf für die geplante Erweiterung die etwaige spätere Einrichtung eines selbständigen Telegrafenamtes außer Betracht gelassen, hauptsächlich aber auf die Erweiterung der Fernsprechvermittlungsstelle Rücksicht genommen werden soll.“

      Weiter wird berichtet, dass das Fernsprechzimmer für 2 Beamte zu klein gewesen sei und die Vergrößerung des Telegrafen-Apparatesaales in den nächsten 10 Jahren nicht erforderlich sein müsse.
      Die Anzahl der angeschlossenen Teilnehmer hat sich fünf Jahre nach der Eröffnung der Giessener Fernsprechvermittlung verdoppelt

    • 1895:
      In Frankenberg/Eder wird die Fernmeldestelle im Postgebäude in der Bahnhofstraße untergebracht.

      In Limburg werden weitere „Spar-Leitungen“ und eine Bahnhofsverbindungsleitung in Betrieb genommen. Der Gerätebestand erhöht sich auf 11 Morse- und 3 Fernsprechapparate.

      Erstmals wird der Fernsprechverkehr zwischen Limburg und Aumenau aufgenommen.

      Die 1894 gegründete erste Nenderother Postagentur im Haus des Christian Reinhold Haas in der Schulgasse wird 1895 mit einer Telegrafenstation ausgerüstet.

    • 1898:
      Mit einem Kostenaufwand von 130.954 Mark wird das Giessener Postgebäude in der Bahnhofstraße umgebaut.

      Erstmalig wird die Einstellung „weiblicher Personen“, sogenannte Fernsprechgehilfinnen erwähnt.

      Am 13. März veröffentlichet der „Wetzlarer Anzeiger“ folgende amtliche Bekanntmachung:

      „Die Erstellung einer Stadtfernsprecheinrichtung in Wetzlar soll im neuen Rechnungsjahr zur Ausführung kommen, sofern mindestens 20 Anschlüsse beantragt werden und die Teilnehmer zu den Kosten aus dem Betrieb der zum Anschluß an das allgemeine Fernsprechnetz erforderlichen Verbindungsleitung Wetzlar – Gießen eine Jahreseinnahme von 400 Mark auf die Dauer von fünf Jahren gewährleisten …“

      Es melden sich 28 Interessenten und bereits am 25. Juli 1898 wird der Fernsprechbetrieb in Wetzlar aufgenommen. Über eine Leitung nach Gießen werden Gespräche auch schon in die an der Strecke liegenden Ortschaften vermittelt. Eine weitere Leitung nach Koblenz kommt kurze Zeit später hinzu.

      Fast gleichzeitig mit der Inbetriebnahme der Wetzlarer Fernsprechvermittlung beginnt auch die Erschließung der Dörfer.

      Verfügung der Oberpostdirektion Frankfurt vom 25. August 1898:

      „Es hat sich das Bedürfnis herausgestellt, den Bewohnern des platten Landes und der kleineren Städte mehr als bisher den Vorteil einer Fernsprechverbindung mit ihrem nächsten wirtschaftlichen Hauptort zu verschaffen …“
      In einer Verhandlung am 19. März 1898 zwischen dem Limburger Bürgermeister Schlitt und dem Vertreter der Oberpostdirektion Frankfurt, dem Postinspektor Frosch wird der Aufbau einer „Stadtfernsprecheinrichtung“ in Limburg beschlossen. Die erforderlichen Anschlussleitungen sollen zunächst über Telegrafenstangen oder über entsprechende Vorrichtungen oberirdisch über die Dächer geführt werden.

      Die erste Weilburger Fernsprechvermittlung nimmt ihren Betrieb auf.

      Die Marburger Hauptpost wird durch eine Telegrafenleitung mit der Postzweigstelle verbunden.

    • 1899:
      Am 24. März findet im Auftrag der Kaiserlichen Oberpostdirektion Darmstadt die Abnahme der Umbauarbeiten am Gießener Posthaus statt. Postbaurat Perdisch und Postdirektor Ritzert übergeben die erweiterten Bauteile an den Betrieb. Die Neuerungen bestehen hauptsächlich in einer Verlängerung des Hauptgebäudes und der Errichtung des Fernsprechturmes zum Abspannen der oberirdischen Fernsprechleitungen.

      Ein Rapport erwähnt erstmals die Limburger „Stadtfernsprecheinrichtung“. An das Ortsnetz sind 34 Teilnehmer angeschlossen. Das tägliche Gesprächsaufkommen beläuft sich auf etwa 72 Verbindungen.

      Um den Limburger Wirtschaftsunternehmen eine bessere Anbindung an das expandierende Fernsprechnetz zu ermöglichen, wird die Schaltung einer neuen „Fernsprechfernleitung“ beschlossen, die von Limburg aus über Staffel und Montabaur nach Koblenz führen soll.

      Mit der Einrichtung von öffentlichen Fernsprechzellen wird begonnen.

      Die Telegrafendienststelle Limburg erhält den ersten „Klopferapparat“ zu Übungszwecken.

      Am 1. November nimmt die „Allgemeine Stadtfernsprecheinrichtung“ in Dillenburg mit 18 Haupt-, 3 Nebenanschlüssen und einer öffentlichen Sprechstelle ihren Betrieb auf. Schon nach einem Jahr hat sich die Zahl der Teilnehmer auf 36 Haupt- und 13 Nebenstellen erhöht.
       


    Anmeldung eines Fernsprechanschlusses an die Gießener Stadtfernsprecheinrichtung vom 5. März 1891.

    Das Bild zeigt die Anmeldung eines Fernsprechanschlusses an die Gießener Stadtfernsprecheinrichtung vom 5. März 1891.

    Quellen Bild und Text: Seniorenbeirat der Deutschen Telekom in Giessen
    zur Homepage SBR Giessen


    Zeitraum  1890-1899
    Land:  D
    Weitere Information finden Sie unter:
    Weitere Informationen : Beginn des Fernsprechfernverkehrs von Gießen rmittlungen nach Wetzlar, Butzbach, Frankfurt und Marburg Weitere Informationen verfuegbar Beginn des Fernsprechfernverkehrs von Gießen rmittlungen nach Wetzlar, Butzbach, Frankfurt und Marburg  

    Bei der Telegrafenbetriebsstelle Gi....  6 von 74eine Seite zurückeine Seite vor
    Homepage > Telefontechnik > Chronik des Fernmeldeamtes Gießen