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    Automatisierung in Deutschland

    Die Firma Strowger suchte auch schon sehr früh nach Kunden in anderen Ländern, so auch 1898 in Deutschland. Der erste  Kontrakt kam mit der deutschen Firma Loewer zustande.

    Die deutsche Reichspost erwarb im Jahre 1901 die Rechte an den Strowger Patenten. Der wichtigsten  Entwicklung des Strowger Systems waren schon abgeschlossen als die Reichspost auf diese Technik zugriff.

    Der deutschen Reichspost war der Spielraum in dieser Technik durch die Politik vorgegeben. Sie hatte auch das Monopol auf das gesamte Nachrichtenwesen in Deutschland.

    Die Reichspost verstand sich als ein reiner Netzbetreiber. Sie forschte und entwickelte selbst nur sehr wenig. Die Reichspost wusste aber auch, dass Konkurrenz das Geschäft belebt.

    Sie wollte sich deshalb nicht auf  einen einzigen Gerätehersteller festlegen. Sie legte die Preise für die Geräte fest und achtete dabei mehr auf Qualität und die Funktionen, erst in zweiter Linie auf den Preis. Die Überlegungen dahinter waren wohl, dass die Kunden die Kosten zu tragen haben.

    Die Gebühren für die Teilnehmer wurden per Gesetz festgelegt. Die Gebühren in der Anfangszeit waren Pauschal Gebühren. Die Kosten für die Installation der Endgeräte mussten die Kunden selber tragen. Die Telefonapparate (Fernsprecher) wurden dem Kunden nur gegen eine Gebühr geliehen. Auch im Jahr 1980 wurden die Fernsprecher und Zusatzeinrichtung noch verliehen.

    Den Fernsprechdienst wurde von der Reichspost vor dem Jahr 1914 sehr vernachlässigt. Sie betrieb dem Telegram- und Telegrafen Dienst und wollte sich keine eigene Konkurrenz im Haus machen.

    Ab dem Jahr 1914 entschied sich die Reichspost das Fernmeldewesen auszubauen. Ihr waren die laufenden niedrigen Betriebskosten wichtiger als die hohen Anschaffungskosten der Anlagen. Im Jahr 1900 wurden durch ein neues Reichsgesetz die Telefongebühren gesenkt. Es gab jedes Jahr einen Zuwachs von 10 bis 20 % bei den Telefonanschlüssen. Es war die Zeit reif für eine Modernisierung des handvermittelten Fernsprechsystems. Das Strowger System versprach dabei viele Vorteile.

    • Günstiger im laufenden Betrieb, weniger Lohnkosten, die Personalkosten wurden nach 1900 gesenkt in dem die  Reichspost bevorzugt Frauen eingestellt hatte.
    • Besser gleich in das modernste System einzusteigen, da die Geräte für die Reparatur und  Wartung angeschafft werden mussten.
    • Eine neue Generation von Geräten veraltern nicht so schnell.
    • Aus diesem Gesichtspunkt kam auch der Wunsch nach einem einheitlichen System. Es spricht für die Reichspost, dass  sie diese Gebendheiten richtig erkannt hatte.
    • Fast keine  Wartezeiten beim Herstellen der Fernsprechverbindungen, man kann sofort nach Beendigung eines Gespräches  ein neues beginnen. Dieses war ein wichtiges Argument für die viel telefonierenden Kunden aus Handel und Industrie.
    • Automatischer Tag- und Nachtbetrieb rund um die Uhr ohne Schichtarbeit
    • Es konnte keine Fräulein vom Amt mehr mithören.
    • Unabhängigkeit des ganzen Telefonsystems wenn wegen eines Streiks die Telefonistinnen ausfallen.
    • Er wurde eine nach Nutzung orientierte Gebührenabrechnung für die  Zukunft angestrebt, weil man die Zeit automatisch erfassen wollte (Gebührenzähler)
       

    Es wurde nach einem geeigneten Gerätehersteller gesucht, der die Strowger Patente in Deutschland verwirklichen konnte.  Der erste Kontakt fand mit der Firma Loewes "Deutsche Waffen- und Munitionsfabriken" statt. Diese war aber auf Feinmechanik spezialisiert. Die wichtigsten Probleme in dieser neuen Technik waren jedoch von elektrotechnischer Natur. Die Firma Loewer zeigte sich daraufhin uninteressiert.


    Wählersaal Hildesheim

    Da die Planungen für die Einrichtung der ersten automatischen Vermittlungsstelle in Hildesheim aber schon seit dem Jahr 1905 liefen, wandte sich die Reichspost im Jahr 1907 an die Firma Siemens & Halske, Berlin. Damit endete die bisherige Politik, die Konkurrenz unter den Lieferanten zu fördern. Die Reichpost bestand bei dieser Technik auf einem oder mehrere deutschen Hersteller.

    Dadurch erlangte die Firma Siemens bei dieser Gelegenheit bis in das Jahr 1912 das Quasimonopol auf der Hersteller- und Lieferantenseite. Siemens konnte diese Position über beide Weltkriege hinweg bis zur Liberalisierung des Telefonmarktes hinüberretten.

    Durch den großen Erfolg mit der Netzgruppe in Hildesheim, wurde im Jahr 1913 per Gesetz beschlossen, die automatische Vermittlungstechnik  im ganzen Deutschen Reich einzuführen.

    Im Prinzip läuft das so ab wie im Wiener Telefonsystem nach Dietl aus dem Jahr 1914. Der Teilnehmer ruft das Amt an,  die  Beamtin wählt auf einer Wählmaschine die Nummer für den Teilnehmer. Während die Wählmaschine automatisch die Nummer wählte, konnte die Beamtin schon die Nummer vom nächsten Teilnehmer abfragen.  Es mussten keine Verbindungsschnüre mehr gestöpselt werden, es ging dadurch auch wesentlich schneller als die mit einer reinen Handvermittlung.

    Begründet wurde diese Art der Nummernwahl damit, dass man dem Kunden die nicht zumuten wollte  diese automatischen Einrichtungen selbst zu bedienen. Es war damals auch noch schwieriger als in der Folgezeit, weil man in der Anfangszeit nach der Wahl der Gruppennummer noch eine 1 einfügen musste um den automatischen Suchvorgang am Gruppenwähler für den Leitungswähler einzuleiten. Der wichtigste Grund war wohl, man wollte das Austauschen der vorhandenen Telefonapparate durch Geräte mit einem Nummerschalter (Wählscheibe) einsparen. Es wäre auch gar nicht möglich gewesen alle Apparate gleichzeitig auszutauschen

    Im Jahr 1914 brach dann der Weltkrieg aus. Die Modernisierungen und Entwicklungen wurden gestoppt. Einen Fortschritt in dieser Richtung gab es erst nachdem Weltkrieg wieder.

    Für die Vermittlungstechnik bedeutete das, dass weniger Geld zur Verfügung stand, das Militär war hauptsächlich an der Verbesserung der Fernleitungen interessiert.


    Weitere Information finden Sie unter:
    Weitere Informationen : Fernverkehr - Kabel und Verbindungen Weitere Informationen verfuegbar Fernverkehr - Kabel und Verbindungen Weitere Informationen : Wählertypen und Steuerungen Weitere Informationen verfuegbar Wählertypen und Steuerungen

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