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    Auslands Wählverkehr
    Schema Auslandsfernwahl

    Technischer Stand: 1975

    Das rechte Bild zeigt eine vereinfachte Darstellung der Schaltglieder für den Aufbau einer Verbindung in das Ausland.

    Bei der Planung des internationalen Auslandsverkehrs wurden in der BRD folgende Gesichtspunkte berücksichtigt.

    • Je größer ein Leitungsbündel in ein anderes Land ist, desto leistungsfähiger war es.

      Aus diesem Grunde wurden die Leitungen ins Ausland nicht an alle deutschen ZVSt direkt angeschlossen, sondern sie wurden in wenigen Auslandskopf Vermittlungsstelen zusammengefasst um leistungsfähige Bündel zu erhalten.

    • Der abgehende Auslandsverkehr verläuft bis zur Auslandskopf VST über gleichen Leitungen, die auch für den nationalen Verkehr zwischen den ZVST benutzt wurden.

    • Durch die Verwendungen der gleichen Leitungen ergab sich eine sehr wirtschaftliche Leitungsausnutzung gegenüber von eigenen Leitungen für den Auslandsverkehr.

    • Bei der Planung und der stufenweisen Einführung der Auslandsfernwahl wurden die  technischen Einrichtungen für die Leitwegsteuerung und Gebührenerfassung im Prinzip nicht verändert.

      Die für den Auslandsverkehr notwendigen Änderungen und Erweiterungen wurden nur in den ZVSt und in einigen Grenz-HVST durchgeführt.
      Die Übertragungen für den aufsteigenden Kennzahlweg mussten ab der KVST für eine rückwärtige Zahlimpulsübertragung erweitert werden.

    Im Jahr 1963 konnten im Auslandsverkehr bereist 12 Länder mit mehr als 2.000 abgehende Leitungen von der Bundesrepublik Deutschland durch den Teilnehmer automatisch hergestellt werden.

    Bei der folgenden Kurzbeschreibung gelten folgende Gegebenheiten:

    • Die zuständige HVST ist zugleich eine Grenz-HVSt ist, die eigene Querwege zu dem gewünschten Nachbarland hatte.

    • Der Teilnehmer wählt als Beispiel die folgende Nummer: 00 AB ORT 12345

    00 Verkehrsausscheidungsziffer für den Auslandsverkehr
    AB Landeskennzahl (Ausland Vorwahl)
    ORT Ortskennzahl (Vorwahl meist ohne führende 0)
    12345 Rufnummer des Teilnehmers

    • Mit der Wahl der ersten 0 wurde von der OVST eine Verbindung zur KVST aufgebaut die dort an einem ZIG endete.
      Dieser ZIG schaltete über einen Relaissuchwähler (RSW) ein K-Register (KRG) an.

    • Das KRG nahm die ersten drei Ziffern 0 und AB auf und erkannte nach Anfrage beim Umwerter (UMW), das es sich um eine Auslandsverbindung handelt.
      Die Verbindung wurde zur übergeordneten HVST weitergeleitet, dort wurde die ersten drei Ziffern 0 und AB vom KRG zum HRG übertragen.

    • Die weiteren Ziffern ORT 12345 wurden inzwischen vom KRG im Durchlaufspeicher eingespeichert.

    • In dem Beispiel handelte es sich Grenz-HVST, die eigene Querleitungen in das gewünschte Ziel Nachbarland besaß, es wurde vom Haupt Richtung Wähler (HRW) ein Auslands Zählimpulsgeber (A-ZIG) angesteuert, der sich über einen Relaissuchwähler (RSW) auf ein Auslands-Register (A-Rg) anschaltete.

    • Das A-Rg übernahm aus dem HRG die Landeskennzahl AB, und das HRg fordert das KRg auf, die weiteren Ziffern, die der Teilnehmer gewählt hatte, an das A-Rg auszuspeichern. Danach schaltete sich das HRg sofort ab.

    • Das A-Rg verband sich nach dem Empfang der Landes- und Ortskennzahl AB ORT kurz mit dem Auslandsumwerter (AUmw),  dieser übermittelt die  Gebührenzone und die Codezahlen für den Leitweg.

    • War eine freie Leitung von der Grenz HVST zum Nachbarland vorhanden, so wurde die die Verbindung dorthin über den ARW durchgeschaltet und die Ortskennzahl und Teilnehmernummer übertragen.

    • War keine direkte Querleitung frei oder verfügbar, dann wurde die Verbindung vom ARW auf dem Kennzahlweg zur übergeordneten  ZVST weitergeleitet.

      Die Verbindung landete auf dem I. ZGW in der ZVST.

      Um die Schaltstufen für den Auslandsverkehr zu erreichen, sendete das A-Rg in der HVST die Ziffern 1 und 5 nach, und baute damit die Verbindung zu einem Auslandsanschaltesatz (A-Ans) auf.

    • Der A-Ans forderte ein freies Auslandsregister (A-Rg) über den Relaissuchwähler (RSW) an.

    • Dieses A-Rg übernahm aus dem A-Rg in der HVST die Länderkennzahl AB und die Ortskennzahl ORT und stellte den Leitweg mit Hilfe des A-Umw fest.

      War eine Leitung frei, dann sendete das A-Rg in der ZVST die eingespeicherten Ziffern zum Aufbau der Verbindung bis zum gewünschten Ortsnetz im Ausland weiter und veranlasste dann das Ursprungs A-Rg in der HVST, die weiteren Ziffern direkt in die Auslands Vermittlungsstelle auszuspeichern. Danach schaltet sich das A-Rg in der ZVST ab.

    • Die weitere Steuerung erfolgte durch den A-ZIG in der HVST. Von dort wurden auch die Gebührenimpulse während des Gespräches zum anrufenden Teilnehmer übertragen.

    • Handelt es sich um einen Verbindungswunsch, die nicht aus dem Bereich einer Grenz-HVSt abgewickelt werden konnte, so wurde die Verbindung direkt zur übergeordneten ZVST des Ursprung Ortes aufgebaut, wo mit der zweiten gewählten 0 die Schaltglieder für den Auslandsverkehr erreicht wurden. Bei diesen Verbindungen erfolgte die Leitweglenkung und Gebührenerfassung von der ZVST aus.

    • Waren die verlangten Auslandsleitungen nur von einer anderen Auslandskopf-VSt (AKVST) erreichbar, so musste die Verbindung zu dieser Stelle aufgebaut werden. Das geschah mit dem vorhanden, gut ausgebauten Netz für den nationalen Verkehr.

    • Handelte es sich dagegen um Verbindungen in die Überseeländer, dann wurden diese Verbindungen über die zentrale Auslandskopf-VSt ZAKVST in Frankfurt/Main abgewickelt.

      Der Verbindungsaufbau lief von dort aus nach den internationalen Empfehlungen des CCITT ab.
      Endet die Verbindung in dem gewünschten Land, so sendete das K-Rg ein Belegungszeichen. Im Ausland war an die Leitung ein Endregister angeschaltet, das die gewählten Nummern aufnahm und je nach Art der Systemtechnik in diesem Lande den Verbindungsaufbau weiterführte.

    • Falls es sich um eine Durchgangsverbindung handelte, so wurde vom A-Rg ein Zeichen für den Durchgangsverkehr gesendet, worauf in dem fremden Land die Information, je nach Technik im Zielland, weitergegeben wurde. Hob der gerufene Teilnehmer im Ausland seinen Hörer ab, so traf ein Beginnzeichen ein und veranlasste den A-ZIG in der Ursprungs ZVSt die Zählung einzuleiten.

    Der Auslandsverkehr war seit Beginn der Selbstwahl durch den Teilnehmer sehr stark gestiegen.
    Im Jahr 1975 wurden bereits 96 % aller Auslandsverbindungen vollautomatisch abgewickelt.



    Tabelle mit den verwendeten Abkürzungen

    Abkürzung Beschreibung
    ARW Ausland-Richtungs-Wähler
    A-Ans Ausland-Anschaltsatz
    A-Rg Ausland-Register
    A-UMW Ausland-Umwerter
    A-ZIG Ausland-Zählimpulsgeber
    AKVST Ausland-Kopfvermittlungsstelle
    AnS Anschaltsatz
    AS Anrufsucher

    CCITT

    Internationaler Beratender Ausschuss für den Telegrafen- und Telefondienst
    GRENZ-HVST Grenz-Hauptvermittlungsstelle
    GW Gruppenwähler
    HRG, H-Rg Hauptamt-Register
    HRW Hauptamt-Richtungs-Wähler
    HVST Hauptvermittlungsstelle
    KRW Knotenamt-Richtungswähler
    KRg Knotenamt-Register
    KVST Knotenvermittlungsstelle
    OVST Ortsvermittlungsstelle
    RMW Relais-Misch-Wähler (meist ESK Technik)
    RSW Relais-Such-Wähler (meist ESK Technik)
    TAT-Rg Transatlantik-Register
    TAT-Rg-Ue Transatlantik-Register-Übertragung
    UMW Umwerter
    ZAKVST Zentral-Auslands-Kopfvermittlungsstelle
    ZVST Zentralvermittlungsstelle
    ZGW Zentralvermittlungsstelle-Gruppenwähler
    ZIG Zählimpulsgeber
    EVST Endvermittlungsstelle (Ortsamt)

    Zeitraum  ab 1962
    Land:  D
    Weitere Information finden Sie unter:
    Weitere Informationen : Nationales Netz für die Auslandsanbindung Weitere Informationen verfuegbar Nationales Netz für die Auslandsanbindung  

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