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    Ausbaufähigkeit des Wähls....  7 von 10eine Seite zurückeine Seite vor

    Ausbaufähigkeit des Wählsystem nach Strowger
    Die Ausbaufähigkeit des Strowgersystems

    Der der größte Nachteil des Strowger Systems in der Anfangszeit war der, dass jeder Hebdrehwähler nur 100 Teilnehmer anwählen konnte. Es wurde nach einer Lösung gesucht um mehr als 100 Teilenehmer zu verbinden. Die Lösung wurde ebenfalls von den Klappenschränken der Handvermittlung abgeschaut. Die Schränke fassen die Teilnehmer zu Gruppen zusammen.

    Es wird jetzt bei einem Anruf die Verbindung zuerst auf einen Gruppenwähler geschaltet. Durch die Wahl der ersten Ziffer wird an dem Ausgang der zugehörige Leitungswähler angesteuert. Durch die Wahl der 2 und 3 Ziffer verbindet der Leitungswähler mit dem gewünschten Teilnehmer. Durch die Vorschaltung eines Gruppenwählers konnten in dieser Ausbaustufe schon 1.000 Teilnehmer angeschaltet werden.

    Das sah zuerst wie ein Rückschritt aus, vom Mehrfachschrank gedanklich auf den Klappenschrank zurückzukehren.

    Im Jahr 1903 konnte das Strowger System bereit 10.000 Anschlüsse steuern und verbinden. Diese Erweiterung wurde durch eine zweite Gruppenwahlstufe erreicht.

    Es stellt sich auch bei den Versuchen mit der Fernwahl heraus, dass das Strowger System die Ausbaufähigkeit der Fernwahl nicht einschränkt. Das Strowger System hatte dadurch eine lange Lebensdauer. Die Strowger Wähler wurden in abgewandelter Form auch im Deutschen Telefonnetz im System 22 eingesetzt.

    Es wurden pro Teilnehmer einer Gruppe eine Hebdrehwähler (Gruppenwähler) benötigt. Damit es reibungslos funktioniert, hätte man für jeden Teilnehmer einen Gruppenwähler und zusätzlich so viele Leitungswähler als es Gruppen gab vorgesehen. Als Überganslösung bekam jeder Benutzer einen Gruppenwähler, die Ausgänge waren alle auf die die gleichen Leitungswähler geschaltet. Es gab nur so viele Leitungswähler wie Gruppen.

    Daraus entstand ein neues Problem. Immer nur ein Teilnehmer aus einer Hunderter Gruppe konnte gleichzeitig angewählt werden. Ein Teilnehmer A ruft aus der gleichen Gruppe einen Teilnehmer B an, jetzt möchte aus der gleichen Gruppe ein Teilnehmer C den Teilnehmer D anrufen, das ging nicht. Es folgte das Belegt Zeichen, obwohl Teilnehmer D gar nicht telefonierte. Der Teilnehmer A blockierte den Leitungswähler. Dieses Problem trat am 10.Juli 1908 im ersten berühmten automatischen Amt in Hildesheim auf.

    Als Lösung wurde die Freiwahl (selbständige Suche) eingeführt. Jeder Telefonteilnehmer bekam jetzt einen eigenen kleinen Vorwähler mit zehn Suchausgängen. Es ist ein einfacher Drehwähler mit nur einem Magneten. An diesen 10 Ausgängen war jeweils ein Gruppenwähler angeschlossen. Auch Gruppenwähler führt nach der  Wahl der ersten Ziffern eine Freiwahl durch. Er suchte in der Hunderter Gruppe einen freien Leitungswähler. Durch diese Technik konnten mehrere Leitungswähler in der gleichen Hunderter Gruppe angeschlossen werden.

    Vorteile:

    große Kosten und Raumersparnis, es wurde nur noch 10 % an Gruppenwählern (Hebdrehwähler) benötigt. Der Vorwähler konnte auch in ein Teilamt außerhalb der Zentrale angeordnet werden, dadurch konnte viele Leitungen zur Zentrale eingespart werden.

    Die Nachteile:

    Jeder Teilnehmer benötigt weiterhin einen eigenen Vorwähler mit Relaissatz. Der Vorwähler ist jedoch günstiger als ein eigener Gruppenwähler.

    Alle Probleme waren noch nicht behoben. Bei hohen Gesprächsaufkommen kann es sein, das ein Vorwähler keinen freien Gruppenwähler mehr findet, obwohl in anderen Hundertern evt. noch freie Gruppenwähler vorhanden sind. Der Teilnehmer kann keine Verbindung herstellen. Auch der Gruppenwähler kann an seinen Ausgängen nicht immer einen freien Leitungswähler finden. Der Teilnehmer bekommt nach der Wahl der ersten Nummer ein Besetztzeichen. Diese Art von Besetzt heißt Gassenbesetzt. Der gerufene Teilnehmer ist frei ist, aber die Verbindungswege sind durch andere Gespräche  blockiert. Diese Probleme konnten durch Mischung der Ausgangsleitungen erheblich vermindert werden.

    Die Einführung der I. Vorwähler (I.VW) erfolgt aus rein wirtschaftlichen Gründen. Es war deutlich preiswerter als ein I. Gruppenwähler (I.GW). Die Anzahl der Ausgänge richtete sich nach dem maximalen Verkehrsaufkommen der 100 Teilnehmer in einem Vorwähler Gestellt. Üblicherweise waren das 10 Ausgänge. Es konnten aber auch mehr sein. Dann erhielten die alle 100 Teilnehmer gemeinsam 5 Ausgänge, die ersten 50 extra 5 Ausgänge und die zweiten 50 nochmals 5 Ausgänge. Es standen in diesem Beispiel dann für 100 Teilnehmer insgesamt 15 Ausgänge zu dem I. Gruppenwähler (I.GW) zur Verfügung. Das ganze wurde durch Mischung der Ausgänge erreicht.

    Heute würden diese Aufgaben von einem Computer gelöst, aber so was gab es zur damaligen Zeit nicht. Damals wurden alle Schaltungen mit einfacher Relaistechnik ausgeführt. Das Telefonsystem wurde immer komplexer und die reine Mechanik wurde in den Hintergrund gedrängt. Die Schaltungstechnischen Probleme im Vordergrund mussten gelöst werden.


    Die Ausbaufähigkeit des Strowgersystems Details Anzeigen
    Das Bild zeigt den Ablauf der Verbindungen mit einem Vorwähler, Gruppenwähler und Leitungswähler
    Weitere Information finden Sie unter:
    Weitere Informationen : Aufbau 10000 er Amt Weitere Informationen verfuegbar Aufbau 10000 er Amt Weitere Informationen : Aufbau 1000 er Amt mit Animation Weitere Informationen verfuegbar Aufbau 1000 er Amt mit Animation

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