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    Anrufsucher AS  11 von 15eine Seite zurückeine Seite vor

    Anrufsucher AS
    Stromlaufplan Anrufsucher Syste 58

    4.2. Anrufsucher (AS) System 58

     

    Der Anrufsucher hat die Aufgabe, bei einer Belegung durch den Teilnehmer rückwärts über die c-Ader die betreffende TS zu suchen und festzuhalten, die Anlasskette auf den nächsten AS zu schalten und die Verbindung zum 1.GW durchzuschalten.

     

    Im Gegensatz zur Vorwählerschaltung, bei der der I.VW die Möglichkeit hat, 10 I.GW zu erreichen, ist jeder AS einem 1.GW fest zugeordnet. Um eine möglichst gleichmäßige Verteilung der Belastung für die AS und 1.GW zu erreichen, werden die Ausgänge der AS über einen Zwischenverteiler zu den I.GW geführt. Durch geeignete Rangierung können die AS eines Hunderts auf die 1.GW in verschiedenen GW-Gehäusen verteilt werden.

     

    Der AS dreht nicht wie der I.VW nach Gesprächsschluss in die Nulllage, sondern bleibt in der jeweiligen Stellung stehen. Dies hat den Vorteil, daß bei einer Verbindung, die gefangen wurde, beide Teilnehmer sich nach Gesprächsschluss frei schalten und eine neue Verbindung herstellen können, während die gefangene Verbindung bis zur Ermittlung des Teilnehmers bestehen bleibt.


    Bildquelle:
    Fundus Interessengemeinschaft Historische Fernmeldetechnik e.V  Foto: JH 
     


    Anrufsucher AS System 58

    Der AS enthält sieben Relais, die folgende Aufgaben haben:

    • F-Relais Fangrelais
    • L-Relais Stillsetzung des MOW bei kurzzeitiger Belegung, P-Relais Prüfrelais
    • Q-Relais: Hilfsrelais für P
    • R-Relais: Hilfsrelais für S
    • S-Relais : Anlassrelais
    • T-Relais: Sperr- und Weiterschaltrelais für die Anlasskette.

    Belegung

     

    Bei einer Belegung zieht durch das R-Relais der TS über die Anlasskette das S-Relais im AS an, welches mit seinem s-III-2-Kontakt den Motorwähler einschaltet. Gleichzeitig kommen durch den S-III-1-Kontakt das F-Relais sowie die zweite Wicklung vom S-Relais (1200 Q) unter Strom. Die zweite Wicklung des S-Relais unterstützt seinen Durchzug.

     

    Durch f-I-2 zieht das R-Relais an, welches sich über r-II-1 einen Haltestromkreis bildet und gleichzeitig das F-Relais kurzschließt, das stark verzögert abfällt. Der Motorwähler, der durch das S-Relais eingeschaltet wurde, beginnt sofort zu drehen und sucht über den Mc Schaltarm die TS, von der aus er angelassen wurde. Ist während des Drehvorganges das F-Relais abgefallen, so wird über die Kontakte s-II, f-II (F abgefallen), r-III-1, q-III-2 das T-Relais (1 kOhm) eingeschaltet, das mit dem t1-Kontakt die Anlasskette weiterschaltet, wodurch nacheinander weitere AS zum Stichen veranlasst werden.

     

    Steht zum Beispiel der zuerst angelassene AS einen Schritt hinter dem aufzusuchenden Schritt (Aufprüfschritt), müsste dieser AS eine volle Umdrehung machen. Sind aber mehrere AS angelassen worden, so wird der Suchvorgang durch den AS beendet, der bis zum Aufprüfschritt die geringste Zahl Schritte zu drehen hat.

     

    Durch dieses Verfahren wird die Suchzeit verkürzt. Der AS, der zuerst aufprüft, setzt die übrigen AS still.

     

    Beim Anschalten des nächstfolgenden AS durch das T-Relais wird in dem ersten AS das S-Relais durch t-II-3 stromlos. S hat jedoch eine so große Abfallzeit infolge des in Reihe liegenden 50-µF-Kondensators, dass es erst abfällt, wenn der Wähler sicher eine ganze Umdrehung gemacht hat.

    Nachdem der AS den Aufprüfschritt erreicht hat, spricht über s1 das P-Relais an, welches mit seinem p-I-Kontakt beide S-Magnetspulen unter Strom setzt, so dass der Wähler nicht weiter drehen kann.

     

    Wenn ein AS bei der Belegung zufällig auf dem zu prüfenden Schritt steht, so kommt er nicht zum Drehen, weil in diesem Falle das P-Relais sofort anspricht und beide Motorspulen unter Strom setzt.

     

    Nachdem P-Relais angesprochen hat, wird mit p-III das Hilfsrelais Q in Reihe mit der 3-4-Wicklung des P-Relais geschaltet. Gleichzeitig mit dem P-Relais hat in der TS das T-Relais angesprochen und die Anlasserde zum AS abgetrennt, wodurch auch der Dämpfungsstromkreis für das S-Relais geöffnet wurde. S-Relais ist nun nur noch durch die eigene Cu-Dämpfung abfallverzögert; es fällt ziemlich schnell ab und trennt den Stromkreis für das R-Relais auf.

     

    Durch den Abfall des R-Relais wird der Motor-Stromkreis abgeschaltet. Mit dem Anzug des Q-Relais werden die a/b-Adern zum 1.GW durchgeschaltet, ferner das T- und F-Relais an die c-Ader zum 1.GW gelegt. Der v-Kontakt sperrt den AS gegen weitere Belegungen und schaltet die Anlasskette zum nächsten AS durch. Durch das F-Relais wird die z-Ader zum I.GW durchgeschaltet. Durch den Anzug des F und T-Relais nach dem Prüfen erfolgen im AS bis zur Auslösung keine weiteren Vorgänge.

     

     

    Auslösung

     

    Bei Auslösung nach Gesprächsschluss durch den rufenden Teilnehmer wird die a/b-Schleife aufgetrennt, wodurch im I.GW A- und C-Relais abfallen und die c-Ader zum AS stromlos wird. T- und F-Relais und dadurch P- und Q-Relais im AS fallen ab. Nach dem Abfall des Q-Relais wird über die e-Ader vom 1.GW aus Erde angelegt, wodurch T-Relais erneut anspricht und ein Anlassen des AS bis zur Auslösung des 1.GW verhindert. Erst wenn der 1.GW sich in Nullstellung befindet, wird der AS wieder empfangsbereit.

     

    Fangen

     

    Dadurch, dass der AS nach dem Auslösen einer Verbindung auf dem aufgeprüften Schritt stehen bleibt, ist es möglich, einen Teilnehmer, der gefangen werden soll, nach dem Gespräch für eine neue Verbindung freizugeben. Die Fangverbindung bleibt vom Leitungswähler aus, bis zum AS solange bestehen, bis die betreffende Teilnehmernummer ermittelt und die Verbindung durch das Bedienungspersonal ausgelöst ist. Vorher erfolgt die Zählung.

     

    Hat der Teilnehmer, der gefangen werden soll, nach dem Ende des Gespräches seinen Handapparat aufgelegt, so wird diese Verbindung in üblicher Weise durch Fangerde vom 1.GW durch das V-Relais weiter gehalten. Im AS fällt das P- und Q-Relais wie bei einer normalen Verbindungsauslösung ab, und die a/b-Adern zum I.GW werden aufgetrennt. Über die f-Ader wird vom I.GW Erde angelegt, wodurch sich das F-Relais über f-I-1 halten kann; gleichzeitig wird die parallel zur F-Wicklung (1 kOhm) liegende Fanglampe FL (hell) eingeschaltet zum Zeichen dafür, dass in diesem AS eine Fangverbindung besteht. Dadurch ist ein schnelles Auffinden des Fangteilnehmers gewährleistet. Durch den f-I-1-Kontakt wird das T-Relais, welches mit dem F-Relais beim Auslösen kurz abgefallen war, wieder eingeschaltet, um den AS gegen neue Belegungen zu sperren.

     

    Diese Art der Fangverbindung hatte bisher bei eingestreuten Zweieranschlüssen folgenden Nachteil:

    Wenn bei einem Zweieranschluss z. B. durch den Teilnehmer 1 eine Fangverbindung verursacht wurde und der Teilnehmer 1 nach erfolgtem Gespräch wieder frei geschaltet ist, so bleibt die Fangverbindung bestehen, und die z-Ader ist vom 1.GW zum Gesprächszähler 1 durch geschaltet.

    Stellt nun der Teilnehmer 2 eine Verbindung her, so erfolgt die Umschaltung der Gesprächszähler von Teilnehmer 1 auf 2, so dass, wenn während der jetzt bestehenden Verbindung die Auslösung der Fangverbindung erfolgt, der Zähler des Teilnehmers 2 an. spricht.

     

    Dieser Mangel wurde beseitigt, indem in den Hunderter-Gruppen, in denen eingestreute Zweieranschlüsse vorgesehen sind, bei allen AS dieser Gruppen zwischen den c-Ausgang zur TS und das F-Relais (Lötstift 5) eine Diode geschaltet wurde.

     

    Dadurch wird erreicht, dass bei einer Fangverbindung Erde vom 1.GW über die f-Ader zum AS, f-I-1-Kontakt und Diode an die c-Ader zur TS gelegt wird, so dass dort R- und T-Relais angezogen bleiben. In diesem Falle wird der Teilnehmer, der gefangen werden soll, nicht mehr frei geschaltet, sondern bleibt wie im System 50 bis zur Auslösung der Fangverbindung gefangen.

    Kurzbelegung

    Bei einer Kurzbelegung durch den Teilnehmer, oder wenn kurzzeitig Erde an die a-Ader der Teilnehmerleitung gelangt (z. B. durch kurzes Zusammenschlagen der a/b-Adern bei Freileitungen), kann ein kurzer Anreiz des AS erfolgen. Hierdurch kann der Motorwähler mit seinem Schaltarm in eine ungünstige Stellung gelangen, weil er z. B. nicht mehr auf die Lamelle aufläuft, sondern zwischen zwei Lamellen stehen bleibt, wobei beide Steuerkontakte gerade geschlossen sind.

     

    Bei erneuter Anlassung kämen beide Motorspulen unter Strom, so dass die Sicherung auslösen würde. Dies wird durch das L-Relais verhindert, welches mit zwei Wicklungen in den Motorstromkreis eingeschaltet ist. Bei einer Kurzbelegung wird nach Abfall von S und während der Abfallzeit von R, das etwa 30 ms nach S abfällt, das L-Relais (1 KOhm) eingeschaltet. Beim nächsten Schritt werden über den I-1-Kontakt und die niederohmige Wicklung des L-Relais beide S-Magnetspulen unter Strom gesetzt, ähnlich wie beim Aufprüfen durch das P-Relais. Der Wähler wird dadurch sicher auf der Lamelle festgehalten, so dass ein Zwischendrehen verhindert wird.

     

    Sicherungsausfall

     

    Löst bei einem AS die Feinsicherung aus, so muss dafür gesorgt werden, dass die Anlasskette von diesem AS zum nächsten weitergeschaltet wird. Dies geschieht durch Einschalten des T-Relais (Lötstift 2,3) über den Si-Kontakt. Durch t-I wird zum nächsten AS umgeschaltet, so dass bei einer Belegung der gestörte AS nicht erreicht werden kann

     

    Bildquelle: IGHFT Foto: JH

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