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    Homepage > Telefontechnik > Geschichte Telekommunikation bis 1999
    1949 *** Kurznachrichten ***  270 von 439eine Seite zurückeine Seite vor

    1949 *** Kurznachrichten ***
    Fernmeldeturm Höhbeck
    • Januar:  Die Funksprechverbindung  Berlin - Torfhaus - Braunschweig wurde mit 2 Funklinien in Betrieb genommen. Über diese Verbindung konnten insgesamt 16 Gespräche gleichzeitig zwischen Berlin-West und Westdeutschland übertragen werden können.

       

      Standorte: Berlin-Wannsee (Sendestelle) und Berlin-Grünewald (Empfangsstelle).
      Die Teilstrecke Berlin-Torfhaus wurde mit Ultrakurzwellen und  die Teilstrecke Torfhaus-Braunschweig mit Dezimeterwellen betrieben.

      Diese  Funkbrücke wurde am Ende des Jahres auf 31 Kanäle erweitert.

    • 2. Feb. Düsseldorf: Festliche Einweihung des neuen Fernamtes - System Fernschrank 36 mit 162 Fernplätzen.

    • 14. März Darmstadt: Gründung des Fermeldetechnischen Zentralamts (FTZ) und PTZ der Deutschen Bundespost.

    • 12. Mai: Die Blockade von West-Berlin geht zu Ende.

    • 9. Juni: In Dortmund, Essen und anderen Städten des Ruhrgebiets kommt es nach heftigen Regenfällen zu Überschwemmungen. Das Telefonnetz wurde gestört, der Fernverkehr brach teilweise zusammen.

    • 1. September: Zwischen Österreich und den drei deutschen Westzonen wird der Telefonverkehr aufgenommen.

    • 1. Oktober: In West-Berlin wurde über die Telefon-Nummer 23 die neuesten Kurznachrichten des Rundfunksenders RIAS verbreitet.

    • November: Aus finanziellen Gründen wurde ab November für die Anschaltung eines neuen Hauptanschlusses ein Vorschuss von 300 DM erhoben.

    • Die Deutsche Bundespost wird nach dem 2. Weltkrieg in der Bundesrepublik Deutschland (BRD) Rechtsnachfolger der Deutschen Reichspost (DRP).

    • Sonderdienste:  Der Hinweisdienst mit den Ansagen für Fußball-Toto, Kino- und Theaterprogramme, Kochrezepte und Sportnachrichten wurde nach einer Versuchsphase eingeführt.

    • Berlin: Wegen der Blockade erscheint das Telefonbuch in Berlin nicht.

    • Fernleitungen: Am Ende des Jahres bestanden 88 Verbindungsleitungen zu ausländischen Fernmeldeverwaltungen.

    • Einführung des vereinfachten Selbstwählferndienst.

    • Weitverkehrsnetz:  Die Planungsgrundsätze für das neue Trägerfrequenz Weitverkehrsnetz, das den Forderungen des CCIT entspricht, wurden festgelegt. Man hatte sich entschieden, für den Ausbau dieses neuen Weitverkehrsnetzes symmetrische 24 paarige Trägerfrequenz Fernkabel zu verwenden.

       

      Es wurde ein Weitverkehrsnetz in der BRD in Form einer Achterschleife geplant. Im Kreuzungspunkt lag Frankfurt a. Main. Von diesem neuen Kabelnetz sollten verschiedene Verbindungen zu den Nachbarstaaten geführt werden um Anschluss an das internationale Weitverkehrsnetz zu ermöglichen.

       

      Die Kabeldoppelschleife in Form einer acht sollte teils durch Verwendung und Modernisierung von bestehenden Koaxialkabel und symmetrischer Trägerfrequenzkabelanlagen und durch Neuauslegungen von 24 paariger Trägerfrequenz Fernkabel erstellt werden.

      Die nördliche Schleife läuft von Frankfurt a. Main nach Kassel, Hannover, Hamburg und findet dort den Anschluss an das Kabel Frankfurt a. Main, Köln, Düsseldorf, Dortmund, Münster, Bremen nach Hamburg. Eine Querverbindung von Hannover über das Ruhrgebiet wurde vorgesehen.


      Die Südschleife verlief von Frankfurt a. Main über Mannheim, Karlsruhe, Stuttgart nach München und von dort über Regensburg, Nürnberg, Würzburg nach Frankfurt a. Main,
      Mannheim, Karlsruhe für einen doppelgleisigen Betrieb.

    • Fernnetz: Die Schweiz, Frankreich und das Saargebiet zeigten ein großes Interesse an dieses neue Weitverkehrsnetz angeschlossen zu werden.

    • Kabel: Polyäthylen (PE) wurde als Isoliermaterial für die Kabeladern verwendet.

    • Zweieranschluss: Zur Behebung der Kabelengpässe zu den Teilnehmern wurde der Zweieranschluss allgemein zugelassen.

    • DDR Telex: 210 Telex Teilnehmer sind an 7 Handvermittlungen angeschlossen.

    • Ost-Berlin: Mitte April wurde ein eigenes Fernamt mit Verstärker in Betrieb gesetzt. Es wurden gegen den Befehl der Alliierten Kommandantur, alle 93 Leitung die in die sowjetische Besatzungszone führten umgelegt. Dadurch verfügte der amerikanische Sektor nur noch 56 Fernleitungen nach Westdeutschland und 6 Auslandsfernleitungen. 

    • Ungarn: In der Vermittlungsstelle „Innenstadt” wurde das in Ungarn entwickelte Gerät von Magyari und Pulvárizur  zur genauen Zeitansage in Betrieb gesetzt.

    • Sprechdienste Ausland: folgende Verbinden wurden eröffnet.
       

      Datum

      Land

      1. Jan.

      Finnland

      1. Feb.

      Japan

      1. März

      Portugal

      15.März

      Jugoslawen

      1. April

      Bolivien, Chile, Kolumbien, Paraguay, Peru, Uruguay.

      15. April

      Bahama - Inseln, Barbados, Bermuda - Inseln, Kostarika, Dominikanische Republik, Ecuador, Guatemala, Haiti, Honduras, Nikaragua, Panama, Trinidad

      5. Mai

      Salvador

      12. Mai

      Vatikanstadt

      5. Juni

      Französisch - Nordafrika, Algerien, Marokko, Tanger, Tunis

      25. Juni

      Surinam (Niederl. - Guayanna)

      15. Juli

      Belgisch - Kongo

      1. Aug.

      Indonesien

      5. Sept.

      Spanien, Gibraltar, Ceuta, Melilla, Kanarische Inseln, Türkei.

      20. Okt.

      Ägypten

      15. Nov.

      Gambia, Goldküste, Iran, Israel, Nigeria, Sierra Leone, Spanisch - Marokko

      23. Dez.

      Philippinen


    • Rumänien: Das Netz wird ab diesem Jahr nur noch vom Staat betrieben, auch wenn er nicht überall der Eigentümer ist. Der Staat wird erst am 1.1.1962 der vollständige Eigentümer der Fernsprechnetze.

    Zeitraum  1949
    Weitere Information finden Sie unter:
    Weitere Informationen : erster Versuch Richtfunkverbindung BRD / West-Berlin Weitere Informationen verfuegbar erster Versuch Richtfunkverbindung BRD / West-Berlin  

    1949 *** Kurznachrichten ***  270 von 439eine Seite zurückeine Seite vor
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