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    Homepage > Telefontechnik > Geschichte Telekommunikation bis 1999
    1924 *** Kurznachrichten ***  177 von 436eine Seite zurückeine Seite vor

    1924 *** Kurznachrichten ***
    Berliner Messegeände um das Jahr 1926
    • Gebühren:  Die Erhöhung im vorherigen Jahr belastete Vielsprecher wesentlich mehr  als die Wenigsprecher. Als Ausgleich wurde die Gebühreneinheit für Vielsprecher mit mehr als 100 Gesprächen pro Monat von 15 Pf auf bis zu 10 Pf ermäßigt. (Staffelpreise)

    • 1. Januar: Es gab es in Deutschland 1.580 Rundfunkteilnehmer. In den USA wurde im gleichen Jahr erstmals die Antrittsrede des Präsidenten über Rundfunk ausgestrahlt.

      In Deutschland empfand die Reichsregierung die wachsende Zahl von Schwarzhörern als Bedrohung und verhängte dazu Geld- und Gefängnisstrafen von bis zu sechs Monaten für das Schwarzhören.

    • 13. März: In Berlin wurde der erste Polizeinotruf installiert.

    • 30. März: Es begann mit einem 250 Watt Sender auf 618,6 kHz im "Verkehrsministerial-Gebäude mit Zentralpostamt" in München das Rundfunkzeitalter in Bayern. Die geringe Sendeleistung führte noch im gleichen Jahr zu einem "Nebensender" in Nürnberg.

    • Berlin 3. Dezember:
      Es wurde mit der Errichtung des 280 m hohen Funkmastes für die Funkstelle Königswusterhausen begonnen. Für viele Jahre war dieser nicht selbst tragende Mast das höchste Bauwerk Deutschlands.

    • 4. Dezember: In Berlin wird die 1. Deutsche Funkausstellung eröffnet. 180.000 Besucher bestaunen den ersten Röhren-Radioempfänger. Als besondere Attraktion wird das Zug - Telefon vorgestellt.

    • 14. Dezember: In Zusammenarbeit mit den sowjetischen Kommissionen für Post und Telegrafie gelingen der Reichspost Kurzwellenübertragungen Berlin- Moskau und umgekehrt durch Bildtelegrafie.

    • Wechselstromübertragung: Dr. Martin Hebel vom Telegraphentechnischen Reichsamt in München entwickelt im Auftrag des Leiters dieser Abteilung, Dr. W. Schreiber, die Wechselstromfernwahl. Diese wurde dann in Bayern erstmalig eingesetzt. Mit dieser Technik wurde es möglich auch über die in den Leitungen eingefügten Ringübertrager  zu wählen. Ein auf Wechselstrom ansprechendes Relais leitet die empfangenen Wechselstromzeichen wieder in lokale Gleichstromzeichen um.

    • Wechselstromtelegraphie: Zwischen Frankfurt a. M und Berlin wurde durch einen 6-er Satz auf einer Leitung gleichzeitig 6 Verbindungen übertragen.
      - 1928: 12 Verbindungen
      - 1938: 18 Verbindungen

    • Siemens: der erste Viereckwähler (Hebdrehwähler) wurde entwickelt.

    • Leitungsnetz: Es sind 67 bespulte oberirdische Fernleitungen mit über 23.000 km Länge vorhanden. Darunter auch die Leitungen:

      - Berlin - Aachen 689 km
      - Dresden - Köln 545 km
      - Berlin - Darmstadt 540 km

    • Trägerfrequenz: 5.200 km Leitungsstrecke waren mit 17.000 km Sprechkreislänge durch Trägerfrequenz ausgenutzt. Die Fernsteuerung von Verstärkern wurde untersucht. Von Siemens & Halske  und Telefunken wurde ein neues TF-System entwickelt. Durch die neue Gestellbauweise konnte der Raumbedarf auf 1/3 gesenkt werden.

    • Entwicklung des Weckers: Der Wecker im Telefonapparat wiegt nur 270 Gramm
      - 1924 - 270 g ( 41 g Kupferdraht)
      - 1922 - 500 g ( 73 g Kupferdraht)
      - 1905 - 715 g (245 g Kupferdraht)

    • Drahtfunk: Einführung des Drahtfunks in Bayern. Privilegierten Teilnehmer wurde dadurch der Opernempfang in Stereo möglich.


    Meldungen aus dem Ausland:

    1899 *** Kurznachrichten ***

    • Frankreich: Begin der Auslegung des Fernkabels Paris – Straßburg.
      Bis zum Oktober waren bereits 165 km hergestellt und circa. 100 km schon ausgelegt. Die Kosten waren schon auf 150 Mio. angestiegen.

    • Spanien: Spanien hat 80.000 Sprechstellen, davon gehörten 28 % dem Staat, 9 % den den Städten und Gemeinden und 63 % den Konzessionsgesellschaften.

    • Spanien: es wird die Compania Telefonica Nacional de Espana ( CTNE ) gegründet. Der Hauptaktionär war die International Telegraf and Telephone Corporation ( ITT ) in New York.

    • Spanien 25. August: Zwischen dem Staat und der CTNE wird ein Abkommen zur Regelung des Fernsprechverkehr abgeschlossen. Die CTNE bekommt das Recht im ganzen Staatsgebiet ein einheitliches Fernsprechnetz zu errichten. Die Provinz  Guipúzcoa war davon ausgenommen.

    • Schweden: L. M. Ericsson entwickelt ein eigenes Wählsystem. Dieses löst bis 1927 das erste halbautomatische System ab.

    • Schweden Grimeton: Der Längstwellensender in Grimeton ging am 1.Dez. 1924 in Betrieb, zunächst mit einer Wellenlänge von 18.600 m (16,13 kHz). Die offizielle Eröffnung war am 2. Juli 1925. Hierzu waren unter anderem der schwedische König Gustav V. und der Erfinder anwesend

    • Belgien: in Antwerpen beginnt die Automatisierung.

    • Polen: Erster Entwurf für ein polnisches Fernkabelnetz. Es waren 12 Leitungslinien mit circa 4.000 km Kabel und 50 Verstärker-Ämter vorgesehen.

    • Dänemark: Es sind 9718 Teilnehmer an staatliche Netze und 393.723 Teilnehmer an private Netze angeschlossen.

    • Griechenland: Es bestehen 9 Ortsnetze mit 3.674 Teilnehmern.
      Der Fernsprecher hatte in Griechenland nur langsam Fuß fassen können.

    • Irland: Es bestehen 239 Ortsnetze mit circa 21.000 Teilnehmern.

    • Sowjetunion: Auf der Fernleitung Moskau – Charkow wurden die ersten Trägerfrequenz Einrichtungen eingesetzt um die Anzahl der Sprechkanäle zu erhöhen.

    • Österreich 1. Oktober: In Österreich begann der offizielle Sendebetrieb auf Mittelwelle mit einem kleinen Sender von 350W Leistung am Stubenring in Wien. Nach diesem Vorbild wurden in den Bundesländern ähnliche Sender errichtet.

    Zeitraum  1924
    Weitere Information finden Sie unter:
    Weitere Informationen : 1925 *** Kurznachrichten *** Weitere Informationen verfuegbar 1925 *** Kurznachrichten *** Weitere Informationen : 1923 *** Kurznachrichten *** Weitere Informationen verfuegbar 1923 *** Kurznachrichten ***

    1924 *** Kurznachrichten ***  177 von 436eine Seite zurückeine Seite vor
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