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    Homepage > Telefontechnik > Geschichte Telekommunikation bis 1999
    1911 *** Kurznachrichten ***  147 von 435eine Seite zurückeine Seite vor

    1911 *** Kurznachrichten ***
    Linz Domgasse Umstellung auf moderne Multipelschalter
    • Pauschalgebühr: Es gelingt wiederum nicht den Reichstag zur Aufhebung des unwirtschaftlichen Pauschal Tarifes zu bewegen. Die Regierung muss nach vielen Versuchen das Vorhaben als unerledigt zurückziehen. Erst im Jahr 1921 wurde der Einzellgesprächs Tarif eingeführt.
    • Frankesche Maschine: die Hochfrequenz- Wechselstrommaschine für Fernsprech-Messungen, die sogenannte „Frankesche Maschine“ wurde weiter verbessert um sie für Messungen an dem Rheinlandkabel zu verwenden.

    • Viererspulen: Das erste mit Stamm- und Vierer-Pupinspulen bestückte Fernsprechkabel wurde zwischen Frankfurt/Main und Höchst in Betrieb gesetzt.

    • Österreich: Die Handvermittlung in Linz Domgasse wurde auf  die modernen Multipelschalter umgestellt. Von  1911 bis 1926 wurden über dieses Amt mittels Stöpsel und Schnur die Linzer Teilnehmer untereinander und mit dem Fernamt verbunden. (siehe rechtes Bild)

      In Graz wurde die erste halbautomatische Telefon-Selbstwählzentrale von Siemens & Halske eingerichtet.

    • Schweiz: Die Verbindungsmöglichkeiten auf den Fernleitungen konnten durch Phantom Schaltungen erhöht werden. Auf zwei parallel laufenden Leitungen konnten durch diese Maßnahme anstelle von 2 Gesprächen, jetzt 3 Gespräche gleichzeitig geführt werden.
      Im Jahr 1913 gab es 96 Phantomleitungen und im Jahr 1921 waren es 731 Leitungen.

    • Schweiz: Durch neue Leitungen ist die Sprechverbindung bis nach Wien möglich.

    • Niederlande: in Amsterdam wurde das erste halbautomatische Wählsystem eingesetzt.

    • Türkei: Die Regierung erteilt eine Konzsession an eine Englisch-Französische Gesellschaft zum Alleinrecht für das Errichten und Betreiben von Fernsprechanlagen über Laufzeit von 30 bis 40 Jahren.

      Unter den Städten die dann eine Fernsprechanlage erhielten war auch die Stadt Istanbul. Der damalige Sultan lehnte wegen der Angst vor Spionen und Mördern jede technische Möglichkeit für den Fernsprechverkehr ab. Die Fernsprechnetze wurden deshalb nur in einzelnen Stadtgebieten von Istanbul ausgebaut.

    • USA: Squier gelingt es einen zusätzlichen trägerfrequenten Sprechweg auf einer 11 km langen Leitung zu übertragen. Die TF Entwicklung beginnt erst so richtig mit dem Aufkommen der Verstärkerröhren in der Fernsprechtechnik.

    Siemens Logo

    Siemens Aktivitäten:


    • Lieferung eines Wähleramtes für Amsterdam. Erstes Amt in Europa für halbselbsttätigen Verkehr mit 10.000 Anschlusseinheiten. Es ist zu dieser Zeit das größte Amt der Welt in dieser Art.

    • Entwicklung einer vollselbsttätige Gruppenstelle mit Innenverkehr (zehn Sprechstellen und einer Amts Verbindung.).
      Es folgen auf diesem Gebiet folgende Entwicklungen:


      1927: Zweieranschluss (erste Einführung: Italien)
      1928: Wohnungsanschlüsse
      1928: Serienanschlüsse mit zehn Sprechstellen an einer gemeinsamen Amtsleitung.
      1929: Landgruppenstellen (10 bis 18 Sprechstellen mit bis zu 3 Amtsleitungen)
      1932: batterielose Gemeinschaftsumschalter (zehn Sprechstellen ohne Innenverkehr, eine Hauptleitung
      1936: erste Einführung diese Schalters bei der Deutschen Reichspost in Magdeburg
      1938: batterielose Wählsternschalter (20 Sprechstellen mit Untereinanderverkehr und bis zu 5 Amtsleitungen).

    Zeitraum  1911

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