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    Homepage > Telefontechnik > Geschichte Telekommunikation bis 1999
    1910 *** Kurznachrichten ***  144 von 435eine Seite zurückeine Seite vor

    1910 *** Kurznachrichten ***
    Fernsprecher ZB 08 mit Wählscheibe
    • 1. Januar: in Deutschland sind 941.000 Fernsprecher an Vermittlungsstellen unterschiedlicher Bauart angeschlossen.

    • Rheinlandkabel: Eberling brachte die Idee zum Rheinlandkabel mit Pupinspulen. Lüschen führte die Berechnung von der Viererbildung mit Pupinspulen durch. Breising brachte viele theoretische Grundlagen ein. Es wurde der Entschluss gefasst, das Rheinlandkabel in einem Kabelkanal zu verlegen.

    • München Haidhausen: Einrichtung eines selbständigen Wähleramtes mit Steuerschalter nach dem Erdsystem.

    • Altenburg: Die OVST wurde eröffnet. Technische Besonderheiten:
      - ZB System
      - Vorwähler
      - Einzellgesprächszählung nur für zustande gekommene Gespräche
      - Sofortruf nach Wahl der letzten Nummer im Leitungswähler
      - Überwachung der Anlage durch Alarmzeichen

    • Weltweit in allen Ländern der Erde sind insgesamt circa 10 Millionen Fernsprecher in Betrieb:
      -
      USA 7.048.000
      -
      Deutschland 941.000
      -
      England 665.000
      -
      Kanada 239.000
      -
      Frankreich 212.000
    • Österreich: Einrichtung einer vollautomatischen Zentrale in Graz. Die Kapazität betrug 2.000 Einzelanschlüsse und 1.200 Gesellschaftsanschlüsse. Die Nummernwahl erfolgte dabei nicht über eine Wählscheibe, sondern mit Stellhebelapparaten nach dem System Föderl.

    Bild rechts zeigt den Fernsprecher ZB-08 mit nachträglich angebauter Wählscheibe
    Bildquelle: www.fernsprechtechnik.de

     


    Fernprechamt Hamburg um 1912
    • Hamburg: Das neue Fernsprechamt mit 40.000 Anschlüssen wird in Betrieb genommen. 

      Eine so hohe Konzentration von Anschlüssen in einem Amt hat sich nicht bewährt. Die Technik entwickelt sich in die Richtung, die Vermittlungseinrichtungen an verschiedene Standorte mit kleineren Einheiten zu erstellen. 

      Durch die Aufteilung in mehrere kleinere Vermittlungsstellen werden die einzelnen Anschlussleitungen zu den Teilnehmern kürzer.

    • Zahlengeber: Um die Umstellung großer Netze mit mehreren Vermittlungsstellen auf automatischen Betrieb zu erleichtern, wurden halbselbsttätige Ämter (Zwischenschaltung von Zahlengebern) gebaut. Lief auf dem Abfrageplatz in dem halbselbsttätigen Amt  ein Anruf ein, der nicht innerhalb einer bestimmten Zeit beantwortet wurde, so zeigte eine  sogenannte Dränge Lampe, dass mindestens ein Teilnehmer noch auf Antwort wartete.

      Umstellung 1912 Posen und 1913 in Dresden.

    • Ortsbatterie: OB Ämter wurden nicht mehr neu gebaut. Alle Zentralbatterie Ämter wurden mit  Gesprächszählern nachgerüstet. Bei der Handvermittlung wurden die Ortsgespräche nach dem Einzelgesprächstarif noch auf Zählkarten aufgezeichnet. Dieses Zählverfahren wurde erst später bei Zentralbatterie Handvermittlung durch Betätigung von elektrischen Gesprächszählern mit einer Zähltaste abgelöst.

    • Fernleitungen: 24 Prozent aller Fernleitungen wurden bereits unterirdisch verlegt.
      - 1922 - 25,2 %
      - 1924 - 41,2 %
       
      - 1926 - 56,5 %

    • Verstärkeröhre: Robert von Lieben erhält in Deutschland ein Patent auf seine Verstärkerröhre.

      .

    Siemens Aktivitäten:


    • Grundlegendes Patent über Mehrfachzählung (Zonenzählung)
    • Grundlegendes Patent über die Anschaltung verschiedener berechtigter Anschlüsse wie z. B. amtsberechtigt und nichtamtsberechtigt.
    • Entwicklung des halbselbsttätigen Systems.
    • Patent über Mitlaufwerke in automatischen Wählanlagen zum Ausscheiden bestimmter Verkehrsrichtungen.

     

    Weltweit:


    • Jeden Tag wurden 53 Mio. Telefongespräche geführt.

    • Für den Nachrichtenverkehr waren weltweit über 10 Mio. Fernsprechapparate in Betrieb und mehr als 30 Mio. Kilometer Leitung verlegt.
      - USA: 7.000.000
      - Deutschland: 941.000
      - England: 665.000
      - Canada: 239.000
      - Frankreich: 212.000

    • Die Zahl der im Vermittlungsdienst Beschäftigten Personen, meist Frauen, wurde auf circa 260.000  geschätzt.
      Der Löwenanteil entfällt auf die USA, wo das Fernsprechwesen im Vergleich zu den europäischen Ländern einen sehr großen Aufschwung genommen hatte.

    • In Europa stand das Deutsche Reich mit fast 1.000.000 Fernsprechanschlüssen mit Abstand an der ersten Stelle in Europa.

    • 23. April: Zwischen den Ländern  Clifden/Irland und Glace Bay/Kanada) wurde erste ständige transatlantische Telegraphendienst per Funk aufgenommen.

    • 5. Mai: Unter Leitung von W. Dieselhorst wurde mit dem Kabelschiff Faraday das erste papierisolierte Fernsprechkabel mit Pupinspulen zwischen Dover und Calais ausgelegt. Es ermöglichte den direkten Fernsprechverkehr zwischen den Ortschaften Paris, London und Edinburgh.


    Zeitraum  1910

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