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    Homepage > Telefontechnik > Geschichte Telekommunikation bis 1999
    1900 *** Kurznachrichten ***  115 von 435eine Seite zurückeine Seite vor

    1900 *** Kurznachrichten ***
    Berlin Nationaldenkmal
    • 1. April:
      Die Fernsprechgebührenordnung vom 20. Dezember 1899 ist am 1. April 1900 in Kraft getreten. Ihre Grundstruktur ist bis in das Jahr 1921 erhalten geblieben. Es waren zwei verschiedene Ortstarife eingeführt worden. Der Teilnehmer konnte seinen Tarif selbst auswählen.

      Der Tarif I bestand aus einem nach der Zahl der Hauptanschlüsse (HA) abgestuften Pauschbetrag zwischen 80 Mark und 180 Mark jährlich worin alle Ortsgespräche enthalten waren.

      Der Tarif II bestand aus einer neu eingeführten Grundgebühr der die Leihgabe, Unterhaltung der Fernsprechapparate, Bau und die Instandhaltung der Sprechleitungen enthielt. Die Gebühr betrug zwischen 60 Mark und 100 Mark jährlich. Für ein Ortsgespräch wurde eine Gesprächsgebühr von 5 Pf erhoben. Es mussten jedoch mindestens 400 Ortsgespräche jährlich geführt werden.

      Der Teilnehmer konnte sich für den für seine Verhältnisse besten Tarif entscheiden was zu  einer weiteren und schnelleren Verbreitung des Fernsprechers beigetragen hatte. Der Teilnehmer der den Tarif II ausgewählt hatte, musste rechtzeitig vor Beginn eines neuen Rechnungsjahres eine entsprechende Erklärung abgeben.
      Dieser Tarif war in Ortsnetzen bis zu 50 Hauptanschlüssen nicht zugelassen.

      Bei den Ferngesprächsgebühren wurden die Entfernungen in 6 Bereiche aufgeteilt. Diese Struktur der beiden Tarife wurde mit kleinen Anpassungen bis 1921 aufrechterhalten.
      Siehe auch Gebührentabelle ab 1881

    • Freileitungen:
      Die Probleme einer langen Freileitung wurden erkannt. Durch die kleinen Fehler konnten diese nicht voll ausgenutzt werden. Eine 400 km lange Leitung konnte z. T. nur zu 50% genutzt werden.
      An den Freileitungsmasten wurden bis zu 130 Leitungen angebracht, es war keine Sicherheit mehr gegen Schneelasten und seitlichen Wind vorhanden.

    • Strichzählung:
      wird für die Anschlüsse, für die Grund- und Gesprächgebühren entrichtet werden müssen, eingeführt.

    • 15. Mai:
      Die Funktelegraphie wird in Deutschland in den Dienst der Allgemeinheit gestellt. Inbetriebnahme der Funkstellen Borkum - Leuchtturm und Borkum - Riff - Leuchtfeuerschiff. Kurzfristig gelingt die Überbrückung einer Entfernung von 93 km durch Funksignale.

    • 21. Mai Berlin:
      die erste Vermittlungsstelle für Selbstwählbetrieb mit 400 Anschlusseinheiten wird zu Versuchszwecken eingerichtet. Die Anlage wurde von Strowger Automatic Telephone Exchange Co. erbaut. Jeder Teilnehmer hatte seinen eigenen Leitungswähler. Das ganze hatte einen hohen Stromverbrauch zur Folge. Die Versuchanlage wurde wieder umgebaut. Sie ging am 15. November 1903 wieder in Betrieb.

    • 21. Mai Berlin:
      Eröffnung des ersten großen Fernsprechamtes nach dem  Spingzeichensystem von Siemens.
    • Begrenzung:
      Auf einem Hauptanschluss dürfen nicht mehr als 5 Nebenstellen angeschlossen werden, die Begrenzung wird fallen gelassen.
    • Private Hersteller:
      dürfen jetzt auch Nebenstellenanlagen herstellen und betreiben.
    • Der Pyramidenklappenschrank OB 00 wird eingeführt. Es gab ihn für 5 oder 10 Teilnehmer. Die Verbindungen wurden durch Schalter hergestellt, das anstöpseln der Verbindungsschnüre entfiel dadurch. Die Arbeit sollte dadurch einfacher und betriebsicher werden.
      Die Basis der Vermittlung blieb noch lange Zeit der Klappenschrank. Die Bezeichnung stammte von der Betriebsweise. Sobald ein Fernsprechteilnehmer die Kurbel seines Apparates drehte, floss ein Wechselstrom durch die Leitung zum Amt. Dort wurde durch einen Elektromagneten die zu dem Teilnehmer gehörende Klappe geöffnet. Die Klappe fiel nach unten und die Vermittlungsperson konnte sich einschalten und den Teilnehmer nach seinem Wunsch abfragen.
    • Nachrichtenfernverkehr wird eingeführt. Es bestehen Verbindungen zu Belgien, Dänemark, Niederlande (Holland), Österreich, Schweiz und Ungarn.
    • Überspannung: Die ersten Überspannungsableiter zum Schutz gegen Hochspannung werden eingeführt.
    • Mehrfachausnutzung einer Fernsprechleitung durch gleichzeitiges Fernsprechen und Telegrafieren. (Unterlagerungstelegrafie)

    • Siemens:
      Das  erste große Fernsprechamt nach dem Springzeichen-System wird in Berlin eröffnet. Ein Springzeichen Versuchsamt mit Zentralbatterie (ZB) wird in Adlershof bei Berlin erprobt. Nach dem Siemens Springzeichen-System wurden seinerzeit Fernsprechämter mit mehr als 25.000 Anschlüssen gebaut.
      Gründung der Braun-Siemens-Gesellschaft für drahtlose Telegrafie

    • Hochspannungsschutz:
      Maßnahmen, um die Fernsprechgeräte gegen Hochspannung zu schützen, finden Anwendung.

    • Unterseekabel:
      Es wurde Im Jahre 1900 ein weiteres Unterseekabel von Greetsiel und Borkum nach Faial und von dort weiter nach Coney Island in New York durch die German Atlantic Telegraph Co. verlegt. Das Kabel wurde von Felten & Guilleaume sowie Telcon hergestellt.
      Im gleichen Jahr wurde ein weiteres Kabel zwischen Horta und Neuschottland und von dort weiter nach New York verlegt. Das Kabel wurde von der Siemens Brothers Co. in London gefertigt. Betrieben wurde es durch die US-amerikanische Firma Commercial Cable Company, welche das Unterseekabel 1901 bis nach Waterville in Irland verlängern ließen

    • Januar:
      Marconi fasste den Plan, eine transatlantische Funkverbindung aufzubauen. Seine ersten Berechnungen ergaben, dass das Projekt ca. 50.000 Pfund Sterling (heutiger Wert ca. 2,75 Mio. Pfund St.) kosten würde. Nach sehr langen Verhandlungen überzeugt Marconi seine Direktoren, dass der Plan realisierbar war und angepackt werden sollte. Zu dieser Zeit wurde über die vorhandenen Seekabel mit einer Geschwindigkeit von 25 Wörtern pro Minute telegraphiert. Man rechnete, dass über alle betriebsbereiten Kabel ca. 600 Wörter per Minute über den Atlantik gesendet werden konnten.


    • Frankreich 1. Februar:
      Eröffnung des Fernsprechverkehrs nach Luxemburg

    • Frankreich 6. August:
      Inbetriebnahme der Leitung Berlin – Paris mit 1192 km Länge und der Leitung Paris – Frankfurt.

    • Österreich:
      Kaiser Franz Joseph besuchte die Telefonzentrale in der Berggasse. Er hatte kein großes Interesse an dem Neumodischen.

    • Österreich:
      Fernleitung nach Wien – Prag geht in Betrieb
      Österreich hat 40.000 km langes Telegrafennetz.
      In Wien sind 30.000 Abonnenten an das Wiener Netz angeschlossen.

    • Ungarn:  
      Es bestehen 49 staatliche Ortsnetze und nur noch ein privates Ortsnetz. Dieses hat sich bis zum Ablauf der Konzession im Jahre 1910 gehalten.

    • Rumänien März:
      Es wird ein Gesetzt verabschiedet, das die Einrichtung und den Betrieb von Fernsprechanlagen ein ausschließliches Staatsrecht ist.

    • Monaco:
      Die Grenzen des Fürstentums wurden durch Verbindungsleitungen zu den Nachbarorten überschritten. Frankreich hatte dazu seine Zustimmung erteilt.

    • Lichtenstein:
      Der Sprechverkehr von Liechtenstein nach Deutschland wurde durch die Vermittlung in Feldkirch eröffnet.

    • Russland 8. März:
      Es wird gemeldet, dass die im Jahr 1905 ablaufende Konzession der Indo-europäischen Telegraphengesellschaft um 20 Jahre verlängert worden ist.

    • USA: 
      Es waren in den USA rd. 1,6 Mio. km Telefon-Drahtleitungen verlegt, so dass etwa die halbe Bevölkerung der Staaten telefonisch miteinander verbunden werden konnte.

    • England: 22. Januar:  David Edward Hughes stirbt mit 69 Jahren in London.
      Er war der Erfinder des Typendruck-Telegraphen


    Bericht aus dem Polytechnischen Journal 1900, Band 315 (S. 180)

    Hausanschluss an das Fernsprechnetz

    Die am 1. Februar 1900 von dem Reichskanzler erlassenen Bestimmungen über die Benutzung der Fernsprecheinrichtungen bieten in dankenswerter Weise für diejenigen Teilnehmer, denen die Bausch gebühren für ein direkt angeschlossenes Telefon zu hoch sind, eine Möglichkeit, sich durch eine Nebenstelle einen wesentlich billigeren Anschluss mit unbeschränkter Benutzung an das Reichsfernsprechnetz zu schaffen.

    In Wohnhäusern ist es nunmehr gestattet, dass sich bis fünf Mieter vereinigen und einen gemeinsamen Hausanschluss benutzen gegen eine jährliche Abgabe von 15 M. für jeden Fernsprechapparat außer der Bauschgebühr für den Hauptfernsprecher, welche auf die fünf Teilnehmer gleichmäßig verteilt wird.

    Durch die Einführung der billigen Nebenanschlüsse wird das Telefon sozusagen popularisiert, da die Postverwaltung hierdurch selbst die breitesten Kreise des Publikums zur Teilnahme an der Erweiterung und Ausdehnung des Fernsprechwesens heranzieht.

    Die Hauswirte in größeren Städten werden diese Gelegenheit benutzen, den Wert ihrer Wohnungen dadurch zu erhöhen, dass sie jede derselben mit einem Wohnungsanschluss versehen und werden ihren Mietern die handlichsten und geschmackvollsten Apparate bieten, welche die Industrie zu liefern in der Lage ist. Die Verordnung wird zur Folge haben, dass die Mieter ihrerseits die Einrichtung der Wohnungstelefone von den Hauswirten als selbstverständlich fordern, wie jetzt Gas-, Wasser- und Badeeinrichtungen zum unerlässlichen Komfort einer besseren Wohnung gehören.

    Die Umschaltung dieser Wohnungstelefone auf das Reichsfernsprechnetz wird, da, wo es nicht durch den Portier oder eine andere geeignete Person erfolgen kann, nach dem von der Aktiengesellschaft Mix und Genest hergestellten System West durch einen automatischen Umschalter bewirkt werden. Auch hier können bis zu fünf Nebenstellen an eine Hauptleitung angeschlossen werden, indessen kommt der Hauptfernsprecher für den Portier infolge der automatischen Einschaltung in Fortfall.

    Der Mieter kann sich durch das bloße Abheben des Fernsprechers vom Haken mit dem Amt direkt ohne Vermittelung einer Person verbinden. Gleichzeitig hiermit verriegelt er die übrigen Sprechstellen, an welchen eine Signalscheibe erscheint zum Zeichen, dass auf der Leitung gesprochen wird.

    Vom Amt aus wird das Einschalten der gewünschten Nebenstelle und die gleichzeitig erfolgende Sperrung der übrigen mit angeschlossenen Fernsprecher mit Hilfe des Automaten durch mehrmaliges Drücken auf einen Knopf bewirkt. Der Verkehr der fünf an eine Hauptleitung angeschlossenen Mieter untereinander ist gleichfalls möglich. Die Gespräche des einzelnen Mieters können weder mitgehört noch gestört werden.

    Die Hauseinrichtungen von Nebenstellen, welche nicht durch die Postverwaltung ausgeführt werden, müssen selbstverständlich denselben technischen Anforderungen genügen, welche die Verwaltung an direkt angeschlossene Telephone stellt und es wird für das Publikum nötig sein, sich bei seinen Feinsprecheinrichtungen der bekannten leistungsfähigen Firmen zu bedienen, deren Apparate hinsichtlich ihrer Güte durch die Reichspost bereits erprobt sind und von dieser dauernd verwendet werden.

    Anschließend an die vorstehenden Erörterungen über die neuen Bestimmungen der Postverwaltung für die Fernsprechnebenstellen ist noch zu bemerken, dass am 1. April das Verbot, die Privattelefone mit den staatlichen Fernsprechleitungen zu verbinden, aufhört. Die Privattelefonnetze in Fabriken, Geschäftsräumen, Bankhäusern und Amtsgebäuden erhalten dadurch eine ganz wesentliche Erleichterung für den geschäftlichen Sprechverkehr, weil es nunmehr gestattet wird, jedes Privattelefon zum Sprechen auf den Postleitungen zu benutzen. Bedingung hierfür ist, dass für je fünf Privatsprechstellen ein Postanschluss vorhanden ist, der die Bauschgebühr von 180 M. bezahlt und dass außerdem jede anzuschließende Nebenstelle eine Gebühr von 10 M. an die Reichspost entrichtet.

    Hierdurch brauchen, wie dies bisher vielfach der Fall war, für den Verkehr nach innen und außen nicht mehr für jede Sprechstelle zwei getrennte Apparate benutzt zu werden, sondern es kann ein in seiner Ausführung den Anforderungen der Postverwaltung entsprechender Apparat beiden Zwecken dienen. So wird es möglich, die Privattelefonnetze so vollkommen anzulegen bzw. umzubauen, dass sie den jeweiligen besonderen Bedürfnissen des Sprechverkehrs voll entsprechen.

    Durch Verwendung von Hand- und Tischapparaten in Verbindung mit dem Linienwählersystem der Aktiengesellschaft Mix und Genest, bei dem sich jeder Sprechende von seinem Arbeitsplatz aus durch einen einfachen Handgriff sowohl mit den übrigen Sprechstellen als mit dem Postanschluss selbst verbinden kann, wird nunmehr die Bequemlichkeit der Benutzung des Telefons derart erhöht, dass dieses wichtige Kulturmittel in der denkbar zweckmäßigsten und vielfältigsten Weise dem Wirtschaftsleben dienstbar gemacht werden kann.


    Zeitraum  1900
    Weitere Information finden Sie unter:
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