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    Notrufsystem 73  30 von 52eine Seite zurückeine Seite vor

    Notrufsystem 73
    Notrufsäule


    Geschichte Notrufdienst:

    • Vor dem Jahr 1948 bestanden in etwa folgende Rufnummern:
      01 = Überfallkommando
      02 = Feuerwehr
      09 = Zeitansage
      00 = Fernamt (Handvermittlung)

    • Bei der Einführung des Selbstwählferndienstes (SWFD) wurde die Ziffer 0 als Verkehrsausscheidungsziffer für den Fernverkehr festgelegt.
      Es wurden aus diesem Grund alle Nummern die mit einer 0 anfingen geändert.

    • Ab dem Jahr 1948 wurden dann folgende Nummern für den Notruf eingeführt:
      110 = Polizei
      112 = Feuerwehr

      Die Nummer 111 hätte für den Teilnehmer auch gewisse Vorteile gehabt. Die Nummer hätte durch ein 3-maliges Klopfen auf die Hörergabel (Gabelumschalter) auch bei einem Defekt des Nummernschalters (Wählscheibe) gewählt werden können.

      In der Bahntechnik (BASA) wurde die 111 (oder 1111 für größere Anlagen) für die Vermittlung/Auskunft aus diesem Grund auch verwendet.

      In der öffentlichen Vermittlungstechnik wurde diese 111 bewusst nicht verwendet, weil man eine größere Fehlbelegung erwartete.
      Auch technische Störungen wie z. B. Wackelkontakte konnte die Wahl dieser Nummer herbeiführen.

      Beispiel: ein herabgefallener Ast kann auf einer Freileitung so eine Störung verursachen.

      Ein Grund für die Wahl der Nummer 110 war, dass diese Nummer auch im Dunkeln leicht auf dem Nummernschalter ertastbar war.

    • Im Jahr 1955 wurden die ersten Notrufübertragungen für den automatischen Verkehr entwickelt. Diese wurden später durch eine Fangschaltung und Blockadefreischaltung erweitert.

    • Im Jahr 1970 wurde mit der Entwicklung eines neuen Notrufsystems begonnen.


    Merkmale Notrufsystem 73:

    • Einheitliche Nummern: Einführung von einer einheitlichen Notrufnummer im ganzen Bundesgebiet. Aus allen Ortsnetzen, auch aus kleinen Ortsnetzen ohne eigene Polizei oder Feuerwehr konnte über die 110 der Polizei-  und die 112 der Feuerwehrnotruf erreicht werden. Der Zugang war nur Örtlich ohne Vorwahlnummer erreichbar.

    • Die Notrufanschlüsse wurden nur als ankommende Verbindung eingerichtet. Ein abgehender Anruf von so einem Anschluss ist nicht möglich. 

    • Standortkennung: Ein Notruftelefon (z. B. auf der Autobahn) und die Notrufmelder in den Telefonzellen gaben eine Standortkennung an, die in der Notrufabfragestelle angezeigt wurden. Siehe Nortrufmelder.
      Dazu sendete der der Notrufmelder nach der Notrufnummer 12 Impulse und daran anschließend ein vierstellige Standortkennung.

    • Fangschaltung: Der Auslösung der Verbindung wurde immer durch die Abfragestelle durchgeführt. Wenn die Verbindung von der Abfragestelle nicht ausgelöst wurde, so wurde diese automatisch als gefangen gehalten.
      Es konnte der Anrufer durch Verfolgung der Verbindung ermittelt werden. Der Anruf wurde auch beim Anläuten wenn der Teilnehmer sofort wieder auflegte für mindesten 40 Sekunden gegangen gehalten.
      Bei einer EWSO oder DIVO Vermittlungsstelle wurde die Nummer des anrufenden Teilnehmers nach 40 Sekunden auf einem Drucker ausgegeben.

    • Fremdanschaltung: Für kleine Orte ohne eigenen Notrufdienst wurde eine Fremdanschaltung an ein anderes Ortsnetz vorgesehen.
      Diese wurde als Sonderanschaltung bezeichnet. Wegen der Sonderanschaltung und wegen der evtl.. anderen Übertragungssystemen in dem fremden Ortsnetz wie z. B PCM 30, wurden bei dieser Anschaltung die Zeichengabe im Tonfrequenzbereich durchgeführt.

      Die maximale Dämpfung durfte 9,5 dB betragen. In Versuchen wurde eine maximale Reichweiter von 400 km zwischen dem Ortsnetz und der Notrufabfragestelle ermittelt.
      Es konnten dadurch Notrufanschlüsse aus mehreren Ortsnetzen zu einer gemeinsamen Abfragestelle zusammengefast werden.

    • Gebührenfrei: Diese Notrufgespräche sind von jedem Telefonanschluss gebührenfrei. Bei Münzfernsprechern ohne Notrufmelder mussten für den Gesprächsaufbau Münzen für ein Ortsgespräch eingeworfen werden, diese wurden jedoch am Schluss des Gespräches wieder zurückgeben.

    • Falschwahl Bewertung: Die Wahl der Ziffern wurde ausgewertet, wenn nach der Wahl der Nummer noch weitere Ziffern eintreffen, dann wurde es als Falschwahl bewertet und die Verbindung wurde sofort ausgelöst.
      Dazu wurde nach der Wahl der letzten richtigen Ziffer eine Verzögerung von circa 3 Sekunden eingebaut, erst danach wurde die Verbindung zu der Abfragestelle weiter aufgebaut. Wurden innerhalb dieser Zeit weitere Ziffern gewählt so wurde diese Verbindung als Falschwahl bewertet.

    • Blockade Freischaltung: Die Verbindung wurde von der Abfragestelle nach auflegen des Hörers rückwärtig ausgelöst und frei geschaltet, auch wenn der rufende Teilnehmer nicht auflegte. Eine Blockade der Notrufnummer wurde dadurch verhindert.

    • Überwachung: Die Leitung eines Notruftelefons (z. B. Münzfernsprecher) und die Leitung zur Abfragestelle wurden automatisch auf Unterbrechung oder Kurzschluss überwacht.

      Wurde eine Störung automatisch festgestellt, so wurde der Notrufanschluss für eine weitere Belegung gesperrt. Die Störung wurde an der Abfragestelle und in der Ortsvermittlungsstelle (OVSt) signalisiert.

      Waren alle Notrufanschlüsse innerhalb des gleichen Ortsnetzes ausgefallen, dann wurde dies durch ein Dringlichkeitssignal gemeldet und die Anschlüsse wurden sofort entstört. Die Entstörung wurde durch die Bundespost durchgeführt, auch an Sonn- und Feiertagen.

    • Sicherheit gegen Manipulation.

    • Betriebssicherheit: auch bei extremen Klimabedingungen.



    Notrufsystem 73 Blockschaltbild

    Blockschaltbild vom Notrufsystem 73 Technischer Stand: 1975

    AS Anrufsucher NRT-TS Notruftelefon Teilnehmerschaltung
    DGW Dienstgruppenwähler ÖMünz Öffentlicher Münzfernsprecher
    DIVO Digitales Vermittlungssystem Ortstechnik OVK Ortsverbindungskabel
    EWSO Elektronisches Wählsystem Ortstechnik PCM Pulscodemodlation
    FeESt Fernsprechentstörungsstelle PRGW Prüfgruppenwähler
    FuKo Funkkonzentrator PRLW Prüfleitungswähler
    GW Gruppenwähler RiFu Richtfunk
    HAsl Hauptanschlussleitung SPKE Sprechkanaleinheit
    IKZ Impulskennzeichen TF-Ltg Trägerfrequenz Leitung
    NFLÜ Niederfrequenzleitungsübertrager TFSK Trägerfrequenzsatz kommend
    NRABE Notrufabfrageeinrichtung TFUe-k Trägerfrequenzübertragung kommend
    NRM Notrufmelder Tln Teilnehmer
    NRMUe-k Notrufmeldeübertragung kommend TS Teilnehmerschaltung
    NRMUe-g Notrufmeldübertragung gehende WAK Wandanschlusskasten
    NRT 80 Notruftelefon 80 ZwUe Zwischenübertragung

    Technische Einrichtungen:
    Wie aus dem obigen Bild ersichtlich, ist der Zugang von verschiedenen Stellen aus möglich.

    • Von einem normalen Telefonanschluss durch Wahl der Notrufnummer
    • Von einem Münzfernsprecher durch Wahl der Notrufnummer, dazu mussten jedoch die Münzen für ein Ortsgespräch eingeworfen werden, diese wurden bei Ende des Gespräches zurückgeben.
    • Von einem Münzfernsprecher mit einem Notrufmelder (NRM) als Zusatzgerät, es konnte ohne Münzeinwurf ein Notruf abgesetzt werden.
    • Notruftelefon Einrichtung z. B. Notrufsäule NRT 80
    • ÖbL-Telefone (Öffentlich bewegter Landfunk)

    In der Vermittlungsstelle wurden dazu die benötigten Wahlstufen für die Sonderdienste zur Verfügung gestellt. Die Notrufe wurden über den Dienstgruppenwähler (DGW) abgespaltet und über eine Notrufmeldeübertragung gehend (NRMUe-g) zur Notrufabfragestelle weitergeleitet.

    In der Notrufzentrale war die Notrufmeldeübertragung-kommend (NRMUe-k) mit Wandabschlusskasten untergebracht. Diese diente als Schnittstelle bei der Polizei und Feuerwehr zum Anschluss der eigenen Notrufabfragestelle. An dieser Stelle konnte auch eine Weiterschaltung oder Weitervermittlung durchgeführt werden.   


    Zeitraum  ab 1973
    Abkürzung:  NRS 73
    Land:  D
    Weitere Information finden Sie unter:
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