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    Maschinenzeittaktgeber  31 von 40eine Seite zurückeine Seite vor

    Maschinenzeittaktgeber
    Maschinenzeittaktgeber Details Anzeigen

    Der Maschinenzeittaktgeber ist in der Bauart wie eine Ruf- und Signalmaschine aufgebaut und verwendet auch die die bewährte und robuste Nockensteuerung.

    Für die Erzeugung der Sechstel-Zeittakte (wegen dem zeitgerechten Zähleinsatz) sind zwei Nockenwellen vorgesehen, eine Welle für die Teilnehmerzeittakte und eine andere Welle für die Münzerzeittakte.

    Hier geht es zum Video eines laufenden Maschinenzeittaktgebers


    Auf einer Welle sitzen 15 Nockenscheiben und dementsprechend viele Kontakt Federsätze, die durch den Umlauf der verteilten Nockenscheiben kurzzeitig betätigt werden.

    Bei dem Tarif in den 60er Jahren wurden  jeweils  9 Nockenscheiben benötigt. Die anderen dienten als Reserve und konnten für die Abgabe von Zeitmarken verwendet werden.

    Die Nockenzahl der einzelnen Scheiben wird durch den Tarif bestimmt. Solange die einzelnen Tarifstufen ein Vielfaches der Ortsgebühr darstellen,
    lässt sich für die reziproken Werte der Gebühr, nämlich für die dem Teilnehmer oder Münzfernsprechergast für die Gebühren- oder Geldeinheit, zuzubilligenden Sprechzeiten ein Zeitmaß finden, in der alle Zeittakte ganzzahlig teilbar sind.

    Dieses Zeitmaß bestimmt die Umlaufszeit der Wellen. Sie beträgt für die Teilnehmerwelle 30,0  Sekunden oder 2 Umdrehungen pro Minute, für die Münzerwelle 18,75 Sekunden  oder 3,2 Umdrehungen pro Minute.

    Die Nockenscheiben sind gegeneinander versetzt, damit nicht gleichzeitig mehrere Federsätze betätigt werden. Die individuelle Aufaddierung der Sechstel-Zeittakte im jeweiligen ZIG setzt die Gleichzeitigkeit der Zählung noch weiter herab. Damit soll verhindert werden. dass zu viele Gebührentakte gleichzeitig entstehen. Die Takte werden durch die Maßnahmen gleichmäßig verteilt.

    Die Nockenscheibenwellen laufen in selbstschmierenden Sinterlagern und bedürfen keiner Wartung. Die einzelnen Nockenscheiben sind bei Bedarf oder einer Störung leicht auswechselbar. Gebührenänderungen können daher leicht  durchgeführt werden, solange die Umlaufzeit durch die neuen Zeittakte ganzzahlig teilbar bleiben.

    Als Antrieb wird derselbe Gleichstrom Nebenschlussmotor für 60 V verwendet, der auch bei der l5-VA Ruf- und Signalmaschine eingesetzt wurde. Die Wartung und Ersatzteilbeschaffung ist dadurch schon geregelt..

    Der für die Zeittakterzeugung erforderliche gleichmäßige Lauf der Maschine wird durch eine
    Drehzahlregelung erzielt. Ihre Wirkungsweise ist in dem Schaltplan ersichtlich. Der Stromlauf der Zeittaktgebermaschine wurde vereinfacht wiedergegeben.

    Der Motor erhält zunächst eine Grunderregung über die Wicklung (A), die durch den Reihenwiderstand W1 auf 2200 Umdrehungen pro Minute eingestellt wird. Durch eine von einer Röhrenschaltung gesteuerte Zusatzerregung durch die Wicklung (B) wird die Umdrehungszahl auf den Sollwert von 1500 Umdrehungen je Minute abgebremst.

    Das Regelgerät besteht aus einer Röhre, deren Gitterkreis durch eine drehzahlabhängige Spannung angesteuert wird. Den Heizstrom liefert die 60-V-Batterie und der Heizstrom ist ebenfall über einen Regelwiderstand einstellbar.

    Die erforderliche Anodenspannung erzeugt der Antriebsmotor selbst mit Hilfe  einer Ankerwicklung. Über Schleifarme wird von dieser Wicklung die  Wechselspannung
    von 220 V und 25 Hz nach außen geführt. Die Wechselspannung wird gleichgerichtet und der Anode der Röhre zugeführt.


    Die Regelspannung für das Gitter wird aus der Differenz der gleichgerichteten Spannungen zweier benachbarter Resonanzkreise gewonnen. In jedem Kreis wird durch eine auf den Erregerpolenpolen der Maschine untergebrachten Hilfswicklungen (C und D) eine gleiche Spannung bei 450 Hz erzeugt. Bei dieser Frequenz beträgt die Sollumdrehungszahl 1500 Umdrehungen pro Minute.


    Der erste Resonanzkreis C1/Dr1 ist auf 400 Hz abgestimmt und er zweite Resonanzkreis C2/Dr2 ist auf 500 Hz abgestimmt. Ist die Drehzahl zu hoch, dann liegt eine positiver Differenzspannung  am Gitter der Röhre.

    Es fliest durch die Verstärkung in der Röhre ein höherer Anodenstrom und bremst den Motor durch die Wicklung (B) stärker ab. Sinkt die Umdrehungszahl unter den Sollwert, dann wird die Gitterspannung negativ und die der Strom durch die Wicklung (B) wird stark vermindert. In diesem Fall wird durch die Feldschwächung in der Wicklung (B) der Motor weniger gebremst und läuft dann schneller. Das Regelgerät ist, um die Röhre mit geringem Strom zu belasten, so eingestellt, dass die Solldrehzahl bei einer negativen Gitterspannung von -5 bis -10 V erreicht wird.

    Schon bei kleinen Drehzahlschwankungen ändert sich die Regelspannung infolge der steilen Flanken der Resonanzkreise um einen beträchtlichen Wert. Die Drehzahlregelung arbeitet daher sehr schnell und genau. Die Drehzahlkonstanz von +/- 0,5 % ist durch diese Schaltung gewährleistet, selbst bei Betriebsspannungsschwankungen von +/- 5 Volt. Die größte zeitliche Abweichung, die dadurch ein Dreiminutengespräch aufweisen kann, beträgt daher weniger als 1 Sekunde.

    Die längeren Zeittakte des Nachttarifs können, sofern der Nachttarif eine gleichmäßige Erhöhung für alle Zeittakte vorsieht, in einfacher Weise durch Herabsetzung der Solldrehzahl des Motors gewonnen werden. Die Kontakte vom  Nachtrelais N ändern den Wert des Vorschalt Widerstandes für die Grundregelung der Maschine und stimmen die Resonanzkreise auf die neuen Regelfrequenzen von 900 bis 1100 Hz ab.

    Der Motor läuft jetzt nur mehr mit 1000 Umdrehungen pro Minute. Der einzelne Zeittakt wird dadurch um 50 Prozent  verlängert. Falls der neue Tarif diese Art der Regelung nicht zulässt, kann die Maschine auch mit weiteren Nockenscheiben bestückt werden. Es wird dann bei Tag und Nachtbetrieb auf verschiedenen Nockenscheiben umgeschaltet.

    Die Drehzahl wird laufend durch ein Überwachungsrelais Ü überprüft, das über eine Gleichrichterbrücke in einen auf 450 Hz abgestimmten Resonanzkreis eingeschaltet ist. Die Frequenz wird dem Regelgerät entnommen. Der Relaisstrom liegt bei der Solldrehzahl nur wenig über dem Wert des Haltestroms, so dass das Relais bereits bei einer geringen Verstimmung des Resonanzkreises infolge einer nach oben oder unten sich ändernden Frequenz abfällt und Alarm gibt.

    Eine vollständige Zeittaktgebereinrichtung besteht aus zwei Zeittaktgebermaschinen, einer Überwachungsschiene und zwei Taktverteilerschienen.

    Die beiden Wellen mit den Nockenscheiben und  den Kontakt Federsätzen in einer Wanne untergebracht, die durch eine Schutzkappe aus durchsichtigem Kunststoff abgedeckt wird. Das Röhrenregelgerät ist auf der Grundplatte hinter dem Antriebsmotor befestigt und durch eine Relaiskappe geschützt. Alle Einzelteile sind nach dem Abheben der Kappe leicht zugänglich.

    Diese Zeittaktgeber wurden ab dem Jahr 1976 durch den elektronischen Zeitaktgeber (EZTGN) ersetzt.


    Weitere Information finden Sie unter:
    Weitere Informationen : Elektronischer Zeittaktgeber Weitere Informationen verfuegbar Elektronischer Zeittaktgeber Weitere Informationen : Maschinenzeittaktgeber Weitere Informationen verfuegbar Maschinenzeittaktgeber

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