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    Leitwegsteuerung  14 von 40eine Seite zurückeine Seite vor

    Leitwegsteuerung
    Schaltungsmöglichkeiten von Querwegen in der Volltechnik

    Die Leitwegsteuerung in der Volltechnik. Technischer Stand 1962.

    Aus dem Aufbau der Verbindung nach dem Kennzahlenplan zeigt sich, dass die erste Ziffer nach der Verkehrsscheidungsziffer 0 die Zentralvermittlungsstelle angibt. In der BRD stehen dafür 8 ZVST zur Verfügung mit den Nummern von 2 bis 8. 

    Diese zweite Ziffer steuerte die Wähler zu der dazugehörenden  ZVST. Man nennt diesen Wähler in der obersten Ebene auch den Zentralvermittlungsstellen Gruppenwähler (ZGW). Sein Standort war immer in der übergeordnete ZVST aus dem Bereich, wo der der Teilnehmer seine Verbindung aufbaute. Vom dem ZGW gehen die abgehenden Leitungen in den eigenen Bereich der ZVST und durch eine Maschennetz zu allen anderen ZVST Standorten. Dort endete die Verbindung auf  dem Hauptvermittlungsstellengruppenwählern (HGW).

    Die zweite Ziffer der Kennzahl steuerte diesen HGW auf die Abgangsleitungen die zu den  Hauptvermittlungsstellen (HVST)  in dem eigenen ZVST Bereiches führten und enden dort auf dem entsprechenden  Knotenvermittlungsstellengruppenwähler (KGW).

    Die dritte Ziffer steuerte den KGW auf die Abgangsleitungen, die zu den Endvermittlungsstellengruppenwählern (EGW) führten, die sich in KVST befanden. 

    An diesen EGW waren die Abgangsleitungen zu den Endvermittlungsstellen (EVST) des eigenen KVST Bereiches angeschlossen. Die Ansteuerung erfolgte mit Hilfe der vierten Kennziffer.Man nannte diesen Verbindungsweg über den ZGW, HGW, KGW und EGW auch den Kennzahlweg.

    Aus verschiedenen Untersuchen war bekannt, dass circa 75 %  der Verbindungen in den eigenen Nahbereich verlief. Es war unwirtschaftlich, solche Verbindungen immer über den Kennzahlweg durch alle Netzebenen auszubauen. Es wurde eine Vermittlungstechnik geschaffen, die Abkürzungen durch Querverbindungen in der Ursprungs KVST und in der Ursprungs HVSt ansteuern zu konnten.

    Das obere Bild einen Aufbau der verschiedenen Möglichkeiten der Durchschaltung von Verbindungen und Querverbindungen.

    Insgesamt waren bei einer Verbindung vom Ursprung zum Ziel 7 verschiedene Verbindungswege möglich. Es wurden an eine KVST nur dann Querleitungen geschaltete, wenn es durch den zu erwartenden Verkehr auch wirtschaftlich war.

    So wurde Verbindung von Furth i. Wald zu der Insel Sylt nicht über eine Querverbindungen abgewickelt, sondern über den Kennzahlweg von der EVST Furth, CHAM KVST, Deggendorf HVST, Nürnberg ZVT, Hamburg ZVST, Flensburg HVST usw. bis nach Sylt geschaltet.

    Bei der Verwendung von Querleitungen (QL) wurden immer eine oder mehrer GW Stufen übersprungen. Bei Benutzung des ersten möglichen Querweges wurden in der Rgel der ZGW, HGW und KGW übersprungen. Die für diese Wahlstufen vorgesehenen Kennziffern mussten also bei Benutzung einer QL zur der KVSt des Zielbereiches in der KVST des Ursprungsbereiches unterdrückt werden. Es durfte nur in diesem Fall nur die letzte Ziffer die zur Einstellung des EGW verwendet wurde von der Ursprungs KVST ausgesendet werden.

    Entsprechendes galt für die anderen möglichen Querleitungen. Jedem Gruppenwähler wurde eine der Ziffern zugeordnet, die der Teilnehmer wählte.

    In Bild sind im aufsteigenden die verschiedenen Wege vom der Ursprung KSVT zur eigenen ZVST und die verschiedenen Querwege dargestellt. In der KVST und in der HVST spielte sich die eigentliche Leitweglenkung ab.

    Die Lösung der verschiedenen Probleme der Leitweglenkung war wohl das Schwierigste vor der Einführung der Volltechnik, die allen gewünschten Forderungen gerecht werden sollte.

    Um in der KVST und HVST eine Leitweglenkung vornehmen zu können, musste eine Auswertung der ersten drei Ziffern der Kennzahl vorgenommen werden. Erst dannach konnte die Entscheidung gemacht, welches QL Bündel oder ob der Kennzahlweg anzusteuern war.
    Das bedeutete, dass die ersten 3 Ziffern in einem Speicher in der KVST so lange festgehalten werden müssen, bis eine Entscheidung über den Leitweg getroffen werden konnte. In der Regel wurde der Eingang der ersten 3 Ziffern abgewartet. 

    Die weiteren Ziffern der Kennzahl und der Rufnummer wurden vom Teilnehmer einfach weiter gewählt, ohne die Wahl zu unterbrechen. Auch für diese weiteren Ziffern musste daher ein Speicher vorgesehen werden, der erst mit der Ausspeicherung restlicher Ziffern beginnen durfte, nachdem die ersten 3 Ziffern ausgewertet worden waren. Ein solcher Speicher war recht aufwendig und dadurch auch kompliziert und teuer. Einen solchen Speicher jeder der einzelnen ankommen Fernleitung zuzuordnen, würde einen großen technischen und finanziellen Aufwand bedeuten. Er würde auch nur eine kurze Zeit für den Aufbau der Verbindung benötigt. In der Regel für nicht mehr als 15 Sekunden.

    Während der Gespräches wurde dieser Speicher bzw. das Register nicht mehr benötigt. Man schaltete dieses Register deshalb auch nur während des Verbindungsaufbaues an den ZIG der Sprechleitung an. Derartige zentralisierte Geräte nennt man einheitlich in der ganze Welt Register. Diese Register haben eine Reihe weiterer Aufgaben zu lösen, so dass sie sehr umfangreich wurden und bis zu 135 Relais enthalten konnten. Die Durchführung der verschiedenen Aufgaben benötigte einen großen Aufwand an Technik.

    Der Gedanke, den eigentlichen Speichervorgang von der Auswertung zu trennen, wurde wieder aufgegriffen.Die eigentliche Auswertung wurde durch einen zentralen Umwerter gelöst.

    Schon vor her entwickelte die Fa. Siemens einen Durchlaufspeicher in Form eines  Impulswiederholers, der es möglich macht alle Ziffern hintereinander, ohne Unterbrechung oder Wartezeit, zu wählen. Der Impulswiederholer konnte die bereits vom Teilnehmer gewählten Ziffern schon während der Wahl der weiteren Ziffern, wieder aussenden. Es konnten bei einer zügiger Ausspreicherung eigentlich eine unbegrenzt lange Nummer gespeichert werden.

    Hier geht es zu einem Video wo der Impulswiederholer bei der Arbeit gezeigt wird. 

    Durch diese Neuerung, Zentralisieren der Auswertung der Kennzahl in einem Umwerter und Einführung eines Durchlaufspeichers, konnte die deutsche Landesfernwahl in einer Form ausgebaut werden, um die uns so manche ausländische Verwaltung beneidete.


    Fernwahlnetz - Blockschaltbild

    Die einzelnen Schaltstufen der Fernwahl zeigt das obige Bild.

    Nach der Ziffer "0" gelangte die Verbindung von der EVST über eine Leitung (El-g) zur übergerdneten KVST und erreicht dort einen Zählimpulsgeber (ZIG). An diesen ZIG wurde über einen Relaissuchwähler (RSW) ein Ursprungsregister (KR-g angeschaltet.

    In diesem wurden die vom Teilnehmer gewählten Nummern gespeichert. Sobald der richtungsbestimmte Teil der Kennzahl (in der Regel die ersten drei Ziffern) vom K-Rg aufgenommen worden sind, schaltete sich das Register kurzeitig an den überzentralen Umwerter (UMW) an. Der Umwerter ist nur einmal je KVST vorhanden. Ein Reserve Umwerters war immer vorhanden.

     
    Der Umwerter wertet die ersten der Ziffern aus. Er liefert die  Information für die  Gebührenzone und Leitweg. Er bestimmt für die Gebühren die richte Auswahl für die Zeittake, die von einem zentralen Zeittaktgeber vom ZIG über einen Drehwähler ausgewählt wurden wird und legte den Leitweg und die vom K-Rg zu unterdrückenden oder nachzusendenden Ziffern fest. Um die richtige Aussage über den Leitweg treffen zu können, prüft der Umwerter mit Hilfe der Bündelkontrolle (Bündelabschaltung), ob in der gewünschten Querrichtung noch eine Leitung frei war. War das nicht der Fall, so wurde die Verbindung auf den nächsten Querweg oder den Letztweg gelenkt.

    Dieser führte dann in die nächste höhere Netzebene, über eine Übertragung in die HVSI auf einen Anschaltesatz (Ans).  Dieser Anschaltesatz suchte über einen RSW ein freies Hauptvermittlungsstellen-Register (H-Rg) aus. Das H-Rg fordert durch ein Abrufzeichen vom K-Rg die ersten drei Ziffern für die Richtungsinformation an, die als Impulszeichen mit verkürzter Zwischenwahlzeit übertragen wurden. Diese Übertragung erfolgt also nach Einstellung des RW in der KVSI schon dann, während der Teilnehmer noch die restlichen Ziffern wählte.

    Diese Richtungsinformation wurde im HRg gespeichert. Dann wurde wiederum beim Umwerter angefragt, welche Querleitung auszuwählen war. Der Umwerter prüft, wie schon beschrieben, ob die Verbindung über eine Querleitung abgewickelt werden konnte und legt je nach der angesteuerten Richtung die Zahl der nachzusendenden Ziffern fest.  

    Nach Einstellung des ein- oder zweistufigen Richtungswählers wurden die notwendigen Ziffern für  Richtungsinformation ausgegeben und die restlichen Nummern (EVSt Ziffer und Teilnehmernummer) aus den K-Rg durch ein Abrufzeichen angefordert. Konnte die Verbindung über keine Querleitung abgewickelt werden, so lief sie auf die höchste Netzebene zur ZVST weiter. Dort kam die Verbindung auf der Gruppenwahlstufe (ZGW) an, die ebenso wie die übrigen Ferngruppenwahlstufen bis zum Ziel (HGW, KGW, EGW) direkt durch die Wählimpulsserien übertragenen Ziffern eingestellt wurden.

    Dadurch, dass das Ursprungsregister (K-Rg) im Fernverkehr einen Durchlaufspeicher in Form eines multistabilen Magnetkernspeichers hatte und mit der Weitergabe der Ziffern schon begonnen werden konnte, während der Teilnehmer noch wählte. Es kam dabei, bei einer normaler Wählgeschwindigkeit des Teilnehmers nur zu einer sehr kleine Rufverzugszeit (meist unter zwei Sekunden).

    Die hier in Kurzform beschriebene Art der Leitweglenkung stellte die Grundform im deutschen Fernwahl Netz dar. Sie war jedoch mit ihren technischen Möglichkeiten keineswegs schon ausgeschöpft.

    Um z. B. eine größere Entlastung der großen Vermittlungsstellen VST zu erreichen, bestand die Möglichkeit, weitere HRW Stufen in einer Transit VST einzurichten und somit ein Umgehen von Großstädten mit deren GW Stufen zu erreichen. So konnte man den Weitverkehr, der bisher auf den Kennzahlweg angewiesen war, um die Großstädte herumleiten. An geeignet scheinenden Schnittpunkten von Kabel oder Richtfunkstrecken richtet man außerhalb von Großstädten HRW Stufen ein, die möglichst nur den Verkehr in die Großstädte leiten, der dort enden solle.

    Tabelle mit den verwendeten Abkürzungen:  

    AnS Anschaltesatz
    EGW Endgruppenwähler
    Elg Ortsvermittlungsleitung für gehenden Verkehr
    Elk Ortsvermittlungsleitung für kommenden Verkehr
    ES Einstellsatz für Richtungswähler
    GW Gruppenwähler
    EVSt Endvermittlungsstelle
    HGW Hauptgruppenwähler
    Hlg

    Hauptvermittlungsleitung  für gehenden Verkehr

    Hlk

    Hauptvermittlungsleitung  für kommenden Verkehr

    HRg Hauptamt Register
    HRW Hautprichtungswähler
    HVSt Hauptvermittlungsstelle
    KGW Knotengruppenwähler

    KLg

    Knotenvermittlungsleitung für gehenden Verkehr

    Klk

    Knotenvermittlungsleitung für kommenden Verkehr

    KRW Knotenrichtungswähler
    KRg Knotenamts Register
    KVSt Knotenvermittlungsstelle

    KzW

    Kennzahlweg
    öEl-g örtliche Ortsvermittlungsleitung gehend
    QW Querweg
    OGW Ortsamtgruppenwähler
    OVSt Ortsvermittlungsstelle
    RSW Relaissuchwähler
    RW Richtungswähler
    Ue-g Übertragung gehend
    Ue-k Übertragung kommend
    Umw Umwerter
    VST Vermittlungsstelle
    ZGW Zentralgruppenwähler
    ZIG Zählimpulsgeber
    Zl Zentralvermittlungsleitung

    ZVSt

    Zentralvermittlungsstelle


    Zeitraum  ab 1962
    Weitere Information finden Sie unter:
    Weitere Informationen : Schaltungsmöglichkeiten von Querwegen Weitere Informationen verfuegbar Schaltungsmöglichkeiten von Querwegen  

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